{"id":3182,"date":"2020-10-14T12:16:38","date_gmt":"2020-10-14T09:16:38","guid":{"rendered":"http:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/herbstgutachten-deutschlands-fuhrende-wirtschaftsinstitute-erwarten-54-prozent-schrumpfung\/"},"modified":"2020-10-14T12:16:38","modified_gmt":"2020-10-14T09:16:38","slug":"herbstgutachten-deutschlands-fuhrende-wirtschaftsinstitute-erwarten-54-prozent-schrumpfung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/herbstgutachten-deutschlands-fuhrende-wirtschaftsinstitute-erwarten-54-prozent-schrumpfung\/","title":{"rendered":"Herbstgutachten: Deutschlands f\u00fchrende Wirtschaftsinstitute erwarten 5,4 Prozent Schrumpfung"},"content":{"rendered":"<figure>     <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn.prod.www.spiegel.de\/images\/8c37fb8c-3051-42fb-b123-31967521ad48_w948_r1.77_fpx54.96_fpy49.98.jpg\" title=\"Containerumschlag im Hamburger Hafen: Nach dem Einbruch im Fr\u00fchjahr steigen die Exporte wieder\" alt=\"Containerumschlag im Hamburger Hafen: Nach dem Einbruch im Fr\u00fchjahr steigen die Exporte wieder\"\/>      Icon: vergr\u00f6\u00dfern<figcaption>\n<p class=\"caps\">Containerumschlag im Hamburger Hafen: Nach dem Einbruch im Fr\u00fchjahr steigen die Exporte wieder<\/p>\n<p>  Foto:\u2002Christian Charisius\/ dpa  <\/figcaption><\/figure>\n<p>Die Coronakrise l\u00e4sst Deutschlands Wirtschaft so stark schrumpfen wie seit Jahren nicht mehr. In ihrem Herbstgutachten f\u00fcr das Bundeswirtschaftsministerium sagen die f\u00fcnf beauftragten Forschungsinstitute f\u00fcr 2020 einen R\u00fcckgang des Bruttoinlandsproduktes um 5,4 Prozent voraus. Damit revidieren sie die Prognose ihres eigenen Fr\u00fchjahrsgutachtens aus dem April von minus 4,2 Prozent noch einmal um 1,2 Prozentpunkte nach unten. Zwischenzeitlich waren viele \u00d6konomen allerdings noch von einem weitaus st\u00e4rkeren Einbruch ausgegangen.<\/p>\n<p>F\u00fcr 2021 erwarten die Institute nunmehr einen Zuwachs der Wirtschaftsleistung um 4,7 Prozent &#8211; im Fr\u00fchjahr hatten sie noch ein Plus von 5,8 Prozent vorhergesagt. Das Vorkrisenniveau werde voraussichtlich erst Ende kommenden Jahres erreicht. 2022 werde das Bruttoinlandsprodukt dann um 2,7 Prozent zulegen.<\/p>\n<p>Grund f\u00fcr die pessimistischere Einsch\u00e4tzung gegen\u00fcber dem April-Gutachten ist, dass die Institute den k\u00fcnftigen Erholungsprozess nunmehr etwas schw\u00e4cher einsch\u00e4tzen. &quot;Ein Gutteil des Einbruchs aus dem Fr\u00fchjahr ist zwar schon aufgeholt, aber der verbleibende Aufholprozess stellt die m\u00fchsamere Wegstrecke zur\u00fcck zur Normalit\u00e4t dar&quot;, sagte Stefan Kooths, Konjunkturchef des Kieler Instituts f\u00fcr Weltwirtschaft.<\/p>\n<h3>Exporte und Konjunkturprogramme tragen ma\u00dfgeblich die Erholung<\/h3>\n<p>Gebremst werde die Erholung zum einen durch jene Branchen, die in besonderem Ma\u00dfe auf soziale Kontakte angewiesen sind, etwa Gastst\u00e4tten und Tourismus, das Veranstaltungsgewerbe oder der Luftverkehr. &quot;Dieser Teil der deutschen Wirtschaft wird noch l\u00e4ngere Zeit unter der Corona-Pandemie leiden und erst dann am Erholungsprozess teilhaben, wenn Ma\u00dfnahmen zum Infektionsschutz weitgehend entfallen, womit wir erst im n\u00e4chsten Sommerhalbjahr rechnen&quot;, sagte Kooths. Zudem halten sich viele Unternehmen bei Investitionen zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Dennoch entwickelt sich die Wirtschaft wieder besser als zwischenzeitlich erwartet worden war. Auf dem H\u00f6hepunkt der ersten Corona-Welle hatten viele \u00d6konomen zeitweise ein Minus von neun oder zehn Prozent f\u00fcr 2020 vorher gesagt. Seither aber l\u00e4uft die Erholung besser als erwartet. Ma\u00dfgeblich getragen wird sie unter anderem von den Exporten, die im Zuge der Krise besonders drastisch eingebrochen waren.<\/p>\n<p>Zudem h\u00e4tten die staatlichen Konjunkturprogramme oder Hilfsma\u00dfnahmen dazu beigetragen, dass die verf\u00fcgbaren Einkommen der privaten Haushalte selbst in der akuten Krisenphase insgesamt relativ stabil blieben, schreiben die Institute. Dies f\u00fchre aber zugleich dazu, dass der \u00f6ffentliche Gesamthaushalt das laufende Jahr mit einem Rekorddefizit von 183 Milliarden Euro abschlie\u00dfen werde.<\/p>\n<h3>Pandemie sorgt weiter f\u00fcr Unsicherheit<\/h3>\n<p>Auch der Arbeitsmarkt ist unter Druck. Trotz massiver Kurzarbeit gingen laut Herbstgutachten bis zur Jahresmitte sch\u00e4tzungsweise 820.000 Stellen verloren. Die Arbeitslosenquote d\u00fcrfte demnach dieses und n\u00e4chstes Jahr auf 5,9 Prozent steigen und 2022 leicht auf 5,5 Prozent zur\u00fcckgehen.<\/p>\n<p>Das gr\u00f6\u00dfte Risiko f\u00fcr die Prognose bleibe der ungewisse Pandemieverlauf, schreiben die Verfasser. Sie nehmen an, dass die Infektionsschutzma\u00dfnahmen im Verlauf des kommenden Sommerhalbjahrs so weit gedrosselt werden k\u00f6nnen, dass sie die \u00f6konomische Aktivit\u00e4t nicht mehr nennenswert beeintr\u00e4chtigen. Unsicher sei zudem, in welchem Umfang es noch zu Unternehmensinsolvenzen komme.<\/p>\n<p>&quot;Nach der ersten kr\u00e4ftigen Belebung im Mai und Juni als Reaktion auf das Ende des harten Lockdowns kommt der weitere Erholungsprozess m\u00fchsamer voran&quot;, teilte das Bundeswirtschaftsministerium mit. F\u00fcr das dritte Quartal d\u00fcrfte zwar &quot;das bei weitem h\u00f6chste Quartalswachstum ausgewiesen werden, das jemals ermittelt wurde&quot;. Aber f\u00fcr das vierte Quartal signalisierten die Indikatoren nun einen verlangsamten Erholungsprozess.<\/p>\n<p> Icon: Der Spiegel<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Icon: vergr\u00f6\u00dfern Containerumschlag im Hamburger Hafen: Nach dem Einbruch im Fr\u00fchjahr steigen die Exporte wieder Foto:\u2002Christian Charisius\/ dpa Die Coronakrise l\u00e4sst Deutschlands Wirtschaft so stark schrumpfen wie seit Jahren nicht<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":3183,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-3182","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-nachrichten"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3182","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=3182"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3182\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media\/3183"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3182"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=3182"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=3182"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}