{"id":31665,"date":"2026-03-14T16:56:35","date_gmt":"2026-03-14T13:56:35","guid":{"rendered":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/diktatorenartige-huldigung-trump-unterwirft-die-ki-riesen\/"},"modified":"2026-03-14T16:56:35","modified_gmt":"2026-03-14T13:56:35","slug":"diktatorenartige-huldigung-trump-unterwirft-die-ki-riesen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/diktatorenartige-huldigung-trump-unterwirft-die-ki-riesen\/","title":{"rendered":"&#8220;Diktatorenartige Huldigung&#8221;: Trump unterwirft die KI-Riesen"},"content":{"rendered":"<p class=\"caps\">Wirtschaft<\/p>\n<h2>&quot;Diktatorenartige Huldigung&quot;Trump unterwirft die KI-Riesen<\/h2>\n<p>14.03.2026, 14:36 Uhr <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/autoren\/Hannes-Vogel-id4288126.html\" rel=\"noreferrer\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/img\/30101680\/1764776540\/Img_1_1\/36\/image (2).webp\" alt=\"image (2)\"\/>Von Hannes Vogel<\/a>Artikel anh\u00f6ren(08:38 min)<audio src=\"https:\/\/mp3.n-tv.de\/2026\/03\/TTSART_30467566_20260314143715-radleg2.mp3\"><\/audio>00:00 \/ 08:38<\/p>\n<ul>\n<li>0.5x<\/li>\n<li>0.8x<\/li>\n<li>1.0x<\/li>\n<li>1.2x<\/li>\n<li>1.5x<\/li>\n<li>2.0x<\/li>\n<\/ul>\n<figure><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/img\/30467622\/1773406369\/Img_16_9\/1024\/July-23-2025-Washington-Dc-United-States-of-America-U-S-President-Donald-Trump-points-as-he-arrives-to-deliver-remarks-at-the-White-House-AI-Summit-at-the-Andrew-W-Mellon-Auditorium-July-23-2025-in-Washington-D-C.webp\" alt=\"July-23-2025-Washington-Dc-United-States-of-America-U-S-President-Donald-Trump-points-as-he-arrives-to-deliver-remarks-at-the-White-House-AI-Summit-at-the-Andrew-W-Mellon-Auditorium-July-23-2025-in-Washington-D-C\"\/><figcaption>Trump beim &quot;KI-Gipfel&quot; in Washington vergangenes Jahr. Unternehmen, die dem Pr\u00e4sidenten huldigen und nicht widersprechen, winken eintr\u00e4gliche Gesch\u00e4fte mit der US-Regierung. (Foto: picture alliance \/ ZUMAPRESS.com)<\/figcaption><\/figure>\n<p>Das Pentagon plant seine Milit\u00e4rschl\u00e4ge inzwischen mit KI-Modellen wie Claude, Gemini und ChatGPT. F\u00fcr OpenAI, Google und Anthropic hei\u00dft das: Sie m\u00fcssen bei Trumps autorit\u00e4rer Wende mitmachen &#8211; oder riskieren seinen Zorn. Dabei h\u00e4tten sie die Macht, sich zu widersetzen.<\/p>\n<p>Intern machte sich Anthropic-Gr\u00fcnder Dario Amodei keine Illusionen dar\u00fcber, warum seine Firma bei der US-Regierung in Ungnade gefallen war. Die Beziehung zwischen dem KI-Startup und dem Wei\u00dfen Haus sei aus mehreren Gr\u00fcnden zerr\u00fcttet, sinnierte er Anfang M\u00e4rz in einem internen Post: &quot;Wir haben Trump nicht diktatorenartig gehuldigt. Wir sind f\u00fcr die Regulierung von KI, was ihrer Agenda widerspricht. Wir haben offen die Wahrheit \u00fcber eine Reihe von KI-Themen gesagt (etwa Jobverluste), und wir haben unsere roten Linien mit Integrit\u00e4t verteidigt, statt mit ihnen zu kl\u00fcngeln.&quot;<\/p>\n<p>Nur wenige Tage danach ruderte er zur\u00fcck. &quot;Ich m\u00f6chte mich ausdr\u00fccklich f\u00fcr dieses Memo entschuldigen&quot;, sagte Amodei im Interview mit dem &quot;Economist&quot;. &quot;Es ist keine durchdachte oder ausgereifte Version meiner \u00dcberlegungen. Das w\u00fcrde ich heute nicht mehr sagen. Ich habe mich bereits bei den Kollegen im Kriegsministerium entschuldigt und bin offen f\u00fcr Gespr\u00e4che auch mit anderen Vertretern der Regierung.&quot; <\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/mediathek\/videos\/politik\/Wie-das-Bild-vom-Iran-Krieg-gezielt-manipuliert-wird-id30428060.html\" rel=\"noreferrer\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/logo_grey.svg\" alt=\"IranFakes\"\/>Burj-Khalifa-Feuer, US-VerlusteWie das Bild vom Iran-Krieg gezielt manipuliert wird<\/a><\/p>\n<p>Wie sehr sich Amodei bei der verbalen Rolle r\u00fcckw\u00e4rts vor Trump qu\u00e4lte, war ihm deutlich anzusehen. Doch der US-Pr\u00e4sident lie\u00df ihm keine Wahl. Anthropic sei ein &quot;radikal linkes, wokes Unternehmen&quot; hatte Trump zuvor gepoltert: &quot;Wir brauchen sie nicht, wir wollen sie nicht und werden nie wieder mit ihnen Gesch\u00e4fte machen!&quot; Verteidigungsminister Pete Hegseth strich den 200-Millionen-Dollar-Vertrag des Pentagon mit Anthropic, erkl\u00e4rte das KI-Startup zum &quot;Lieferketten-Risiko f\u00fcr die nationale Sicherheit&quot; und verbannte es damit von der Zusammenarbeit mit allen US-Beh\u00f6rden &#8211; ein Schritt, der bisher nur Firmen aus China vorbehalten war. Anthropic klagt nun dagegen. <\/p>\n<p>Hinter diesem Konflikt steckt mehr als nur ein Streit um Auftr\u00e4ge. Er zerrt den Machtkampf zwischen der US-Regierung und den Tech-Riesen, die sich mit Trump verb\u00fcndet haben, ins Rampenlicht. Es geht um die Frage, wer die k\u00fcnftig vielleicht wichtigste Technologie der Welt kontrolliert: k\u00fcnstliche Intelligenz. L\u00e4ngst ist klar: Trump und die KI-Giganten k\u00f6nnen nicht ohneeinander. Google, OpenAI und Anthropic sind unverzichtbar f\u00fcr das US-Milit\u00e4r geworden. Trump versucht nun, sie um jeden Preis auf Linie zu bringen. Denn durch ihre wachsende Bedeutung haben sie das Potenzial, seine autorit\u00e4re Machtwende zu bremsen. F\u00fcr die hochverschuldeten und zu schnellem Wachstum verdammten KI-Startups wie Anthropic wiederum kann ein umfassender Bann durch die US-Regierung den Ruin bedeuten. <\/p>\n<h2>KI wird zum R\u00fcckgrat der US-Milit\u00e4rmacht<\/h2>\n<p>Ausl\u00f6ser des aktuellen Streits war die Frage, unter welchen Bedingungen Trumps Gener\u00e4le die KI von Anthropic f\u00fcr milit\u00e4rische Zwecke nutzen d\u00fcrfen. Das Startup verlangt, dass eine Massen\u00fcberwachung von US-B\u00fcrgern ausgeschlossen ist &#8211; ebenso wie eine Verwendung zur Steuerung vollkommen autonomer Waffen ohne menschliche Kontrolle. Die Forderungen sind schon immer Teil der Satzung von Anthropic gewesen. Doch f\u00fcr Trump und Verteidigungsminister Hegseth ist Anthropics Widerspruch ein Affront. Sollte er Schule machen, h\u00e4tten sie ein gro\u00dfes Problem. <\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/wirtschaft\/SPD-Politiker-will-Anthropic-wegen-KI-Streit-mit-Trump-nach-Europa-holen-id30420060.html\" rel=\"noreferrer\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/logo_grey.svg\" alt=\"Pages-from-the-Anthropic-website-and-the-company-s-logos-are-displayed-on-a-computer-screen-in-New-York-on-Thursday-Feb-26-2026\"\/>&quot;Existenzbedrohender Druck&quot;SPD-Politiker will Anthropic wegen KI-Streit mit Trump nach Europa holen<\/a><\/p>\n<p>Die KI-Technologie ist zum R\u00fcckgrat der US-Milit\u00e4rmacht geworden. Schon seit \u00fcber einem Jahrzehnt nutzen sowohl das Pentagon, als auch das FBI und andere US-Sicherheitsbeh\u00f6rden im gro\u00dfen Stil die Plattformen der Firma Palantir. Doch seit dem Durchbruch von ChatGPT wird KI \u00fcberall beim US-Milit\u00e4r eingesetzt.<\/p>\n<p>Die Entf\u00fchrung von Venezuelas Pr\u00e4sident Nicolas Maduro planten die US-Milit\u00e4rstrategen mit Anthropics Chatbot Claude. Google hat dem Verteidigungsministerium seinen KI-Agenten Gemini zur Verf\u00fcgung gestellt, um Routinejobs zu automatisieren. Elon Musks KI Grok soll laut Verteidigungsminister Hegseth bald &quot;auf jedem geheimen und nichtgeheimen Netzwerk im Pentagon&quot; laufen. Und im Iran-Krieg wird die schiere Masse von Aufkl\u00e4rungsdaten laut US-Zentralkommando nur noch mithilfe von KI-Tools bew\u00e4ltigt.<\/p>\n<p>3000 Ziele in nur einer Woche haben die USA laut Pentagon bombardiert. Eine derartige T\u00f6tungskette l\u00e4sst sich ohne KI nicht mehr organisieren. Claude soll dabei laut US-Medienberichten eine entscheidende Rolle spielen: Der Chatbot ist demnach eine von 150 Datenquellen, mit der die Missionsplattform &quot;Maven Smart System&quot; von Palantir gef\u00fcttert wird, \u00fcber die im Iran-Krieg Ziele selektiert werden.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/wirtschaft\/OpenAI-Chef-verkuendet-KI-Deal-mit-Pentagon-id30415400.html\" rel=\"noreferrer\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/logo_grey.svg\" alt=\"Sam-Altman-CEO-von-OpenAI-spricht-auf-dem-AI-Summit-in-Neu-Delhi-Indien\"\/>Streit mit Anthropic eskaliertOpenAI-Chef verk\u00fcndet KI-Deal mit Pentagon<\/a><\/p>\n<p>Sperren sich die KI-Giganten gegen die Verwendung ihrer Software, ist die milit\u00e4rische \u00dcberlegenheit der US-Armee sofort gef\u00e4hrdet. Deshalb versucht Trump, jeglichen Widerstand im Keim zu ersticken. Anthropic ist dabei ein besonders wichtiges Symbol. Denn bis zu seinem Zerw\u00fcrfnis mit Trump war es k\u00fcrzlich noch das einzige KI-Startup, das eine Freigabe f\u00fcr die Verwendung seiner Modelle mit streng geheimen Daten im Pentagon hatte. Trump will auf keinen Fall einen Pr\u00e4zedenzfall schaffen. <\/p>\n<h2>&quot;Opportunistische&quot; Deals mit Trump<\/h2>\n<p>Anthropic sticht auch heraus, weil es die einzige KI-Schmiede ist, die sich Trump nicht bedingungslos unterordnen will. Die Konkurrenz hat sich l\u00e4ngst Trump und seiner autorit\u00e4ren Transformation der USA gebeugt: Elon Musks xAI hat inzwischen einen Deal mit dem Pentagon gemacht, \u00fcber den Grok nun auch auf Top-Secret-Servern laufen darf. Anthropics gr\u00f6\u00dfter Konkurrent, OpenAI, nutzte das Zerw\u00fcrfnis, um sich Trump schonungslos anzubiedern. Nur Stunden nachdem Trump Anthropic auf die schwarze Liste setzte, machte OpenAI-Chef Sam Altman einen Deal mit dem Pentagon; der nach seinen eigenen Worten genau die Zusicherungen enth\u00e4lt, die Anthropic vom Pentagon zuvor gefordert hatte. Dies macht deutlich, dass es der Trump-Regierung in dem Streit nicht um konkrete Details in den Vertr\u00e4gen geht, sondern um die Machtfrage insgesamt. Sie konnte oder wollte den \u00f6ffentlichen Widerspruch von Anthropic nicht dulden. <\/p>\n<p>Altman ergeht sich \u00f6ffentlich in der Lobhudelei, die Anthropic-Boss Amodei Trump verweigert hat: &quot;Wir sind begeistert zu sehen, was Sie tun, um all unsere Unternehmen und unser gesamtes Land so erfolgreich zu machen&quot;, fl\u00f6tete er beim Dinner der Tech-Elite im Wei\u00dfen Haus in Trumps Ohr. Pers\u00f6nlich spendete er eine Million Dollar f\u00fcr Trumps Inaugurationsfonds. OpenAI&#039;s Co-Gr\u00fcnder Greg Brockman hat sogar 25 Millionen Dollar an einen Trump-Wahlkampffonds gegeben und unterst\u00fctzt auch seine KI-Agenda bei den anstehenden Zwischenwahlen im Kongress finanziell. <\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/wirtschaft\/Als-Risiko-eingestuft-Anthropic-verklagt-US-Regierung-id30449586.html\" rel=\"noreferrer\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/logo_grey.svg\" alt=\"Ueberwachungskameras-in-New-York\"\/>KI soll \u00dcberwachung erm\u00f6glichenAls Risiko eingestuft &#8211; Anthropic verklagt US-Regierung<\/a><\/p>\n<p>Amodei versucht es dagegen mit Appellen an Trumps Gewissen: Anthropics Ausschluss sei &quot;Vergeltung und Bestrafung&quot; gewesen: &quot;Wir stehen f\u00fcr die Verteidigung Amerikas. Die \u00dcberschreitung dieser roten Linien widerspricht amerikanischen Werten. Wir sind Patrioten. In allem, was wir getan haben, haben wir uns f\u00fcr die Werte dieser Nation starkgemacht.&quot;<\/p>\n<p>Damit punktet Anthropic zwar in der Tech-Branche und bei vielen Kunden: Die Robotik-Chefin von OpenAI trat aus Protest gegen Sam Altmans Anbiederung an Trump zur\u00fcck, Max Schwarzer, ein anderer KI-Forscher bei OpenAI, wechselte gar direkt zu Anthropic. Und seit Amodei Widerstand gegen Trumps Agenda leistet, gehen die Downloads seines Chatbots Claude durch die Decke. Doch die Macht, sich Trumps autorit\u00e4ren Staatsumbau wirklich zu widersetzen, h\u00e4tten die KI- und Technologiekonzerne nur, wenn sie gemeinsam &quot;nein&quot; sagen w\u00fcrden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wirtschaft &quot;Diktatorenartige Huldigung&quot;Trump unterwirft die KI-Riesen 14.03.2026, 14:36 Uhr Von Hannes VogelArtikel anh\u00f6ren(08:38 min)00:00 \/ 08:38 0.5x 0.8x 1.0x 1.2x 1.5x 2.0x Trump beim &quot;KI-Gipfel&quot; in Washington vergangenes Jahr. 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