{"id":31655,"date":"2026-03-12T23:45:58","date_gmt":"2026-03-12T20:45:58","guid":{"rendered":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/erleichterung-halt-nicht-lang-angst-treibt-den-olpreis-starker-als-militarschlage\/"},"modified":"2026-03-12T23:45:58","modified_gmt":"2026-03-12T20:45:58","slug":"erleichterung-halt-nicht-lang-angst-treibt-den-olpreis-starker-als-militarschlage","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/erleichterung-halt-nicht-lang-angst-treibt-den-olpreis-starker-als-militarschlage\/","title":{"rendered":"Erleichterung h\u00e4lt nicht lang: Angst treibt den \u00d6lpreis st\u00e4rker als Milit\u00e4rschl\u00e4ge"},"content":{"rendered":"<p class=\"caps\">Wirtschaft<\/p>\n<h2>Erleichterung h\u00e4lt nicht langAngst treibt den \u00d6lpreis st\u00e4rker als Milit\u00e4rschl\u00e4ge<\/h2>\n<p>12.03.2026, 18:59 Uhr <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/autoren\/Juliane-Kipper-article19968017.html\" rel=\"noreferrer\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/img\/6564448\/1762777616\/Img_1_1\/36\/IMG_4708.webp\" alt=\"IMG_4708\"\/>Von Juliane Kipper<\/a>Artikel anh\u00f6ren(06:12 min)<audio src=\"https:\/\/mp3.n-tv.de\/2026\/03\/TTSART_30464236_20260312190031-radleg2.mp3\"><\/audio>00:00 \/ 06:12<\/p>\n<ul>\n<li>0.5x<\/li>\n<li>0.8x<\/li>\n<li>1.0x<\/li>\n<li>1.2x<\/li>\n<li>1.5x<\/li>\n<li>2.0x<\/li>\n<\/ul>\n<figure><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/img\/30449885\/1773093383\/Img_16_9\/1024\/Trump-Der-Krieg-ist-so-gut-wie-beendet-Oelpreise-fallen.webp\" alt=\"Trump-Der-Krieg-ist-so-gut-wie-beendet-Oelpreise-fallen\"\/><figcaption>Dass die Intervention der IEA die H\u00e4ndler nicht beruhigte, erscheint auf den ersten Blick paradox. (Foto: Eli Hartman\/Odessa American\/AP\/d)<\/figcaption><\/figure>\n<p>Die gr\u00f6\u00dfte \u00d6l-Intervention der Geschichte verpufft: Trotz der Freigabe von 400 Millionen Barrel schie\u00dfen die Preise weiter nach oben. Experten warnen: Die Stra\u00dfe von Hormus ist unersetzbar. H\u00e4lt die Krise an, drohen \u00d6lpreise von bis zu 150 Dollar \u2013 und der Sturz in eine globale Rezession.<\/p>\n<p>Obwohl die USA und ihre Partner eine historisch beispiellose Freigabe der strategischen \u00d6lreserven angek\u00fcndigt haben, h\u00e4lt der Preisanstieg beim Roh\u00f6l unvermindert an. Die koordinierte Ma\u00dfnahme angesichts des Iran-Krieges zielte eigentlich darauf ab, die \u00d6lm\u00e4rkte zu stabilisieren. Doch am Markt verpuffte der Effekt: Ein Barrel der Nordseesorte Brent verteuerte sich am Morgen um neun Prozent auf 100,22 Dollar. US-Roh\u00f6l WTI legte ebenfalls um neun Prozent auf 95,41 Dollar zu.<\/p>\n<p>Dass die Intervention die H\u00e4ndler nicht beruhigte, erscheint auf den ersten Blick paradox. Von ntv.de angefragte Experten begr\u00fcnden die Skepsis damit, dass die Reserven einerseits den Markt nicht dauerhaft stabilisieren k\u00f6nnen. Das Defizit am \u00d6lmarkt durch die Blockade der Stra\u00dfe von Hormus ist schlicht zu gro\u00df. Andererseits w\u00e4chst unter den H\u00e4ndlern offenbar die Angst vor einer noch gr\u00f6\u00dferen Eskalation in der Region.<\/p>\n<p>Analyst Carsten Fritsch von der Commerzbank sieht in der Freigabe lediglich eine tempor\u00e4re L\u00f6sung. Seiner Einsch\u00e4tzung zufolge lassen sich die massiven Lieferausf\u00e4lle infolge der Blockade der Stra\u00dfe von Hormus mit der Freigabe der \u00d6lreserven nur f\u00fcr etwa einen Monat abfedern. <\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/mediathek\/videos\/politik\/Folgen-des-Iran-Kriegs-werden-wir-alle-bezahlen-id30457350.html\" rel=\"noreferrer\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/logo_grey.svg\" alt=\"Weber\"\/>Verwerfungen der WeltwirtschaftFolgen des Iran-Kriegs &quot;werden wir alle bezahlen&quot;<\/a><\/p>\n<p>Die IEA, ein Zusammenschluss der gro\u00dfen \u00d6lverbraucherl\u00e4nder, hatte am Mittwoch die Freigabe von 400 Millionen Barrel aus den weltweiten strategischen Reserven empfohlen. Es ist die bislang gr\u00f6\u00dfte derartige Intervention. Durch sie soll einer der schwersten \u00d6lschocks seit den 1970er Jahren abgefedert werden. Allerdings d\u00fcrfte es Wochen oder sogar Monate dauern, bis das \u00d6l ankommt.<\/p>\n<p>Die Freigabe der Notfallreserven nach Beginn des Ukraine-Krieges hatte laut Fritzsch daf\u00fcr gesorgt, dass der damalige Preisanstieg endete und die \u00d6lpreise im Jahresverlauf fielen. Er gibt aber zu bedenken: Damals sei das russische \u00d6l nicht vom Markt verschwunden, sondern habe schnell neue Abnehmer gefunden. &quot;Im Gegensatz dazu gelangt das \u00d6l aus der Golfregion aktuell nicht an den Markt&quot;, sagt Fritsch. Die Situation heute sei deswegen nicht mit der vor vier Jahren vergleichbar.<\/p>\n<p>Jetzt komme es zwingend darauf an, den Schiffsverkehr durch die Meerenge wieder zu erm\u00f6glichen. &quot;Daran f\u00fchrt kein Weg vorbei&quot;, sagt Fritsch. Der \u00d6lpreis werde nicht nachhaltig fallen, bevor der Krieg beendet ist oder die \u00d6ltanker wieder die Stra\u00dfe von Hormus passieren k\u00f6nnen. <\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/wirtschaft\/Wie-lange-die-Weltwirtschaft-die-Hormus-Blockade-aushaelt-id30456306.html\" rel=\"noreferrer\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/logo_grey.svg\" alt=\"Tankerstau-an-der-Strasse-von-Hormus-Vor-der-Einfahrt-in-die-Meerenge-der-einzigen-Verbindung-in-den-Persischen-Golf-liegen-am-Morgen-des-vierten-Kriegstages-zahlreiche-Oeltanker-vor-Anker-Daten-von-MarineTraffic-com-gefiltert-nach-Tankschiffen-Stand-3\"\/>Inflation, Zinsen, JobsWie lange die Weltwirtschaft die Hormus-Blockade aush\u00e4lt<\/a><\/p>\n<p>Das sieht auch Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst bei CMC Markets, so. Seiner Einsch\u00e4tzung zufolge werden sich die Preise erst dann wieder erholen, wenn die Marktteilnehmer den nachhaltigen Eindruck bekommen, dass sich die Situation im Nahen Osten stabilisiert oder bestenfalls deeskaliert. &quot;Solange dies nicht der Fall ist, bleiben die Preise weiter angespannt und der spekulative Charakter hoch&quot;, sagt Lipkow.<\/p>\n<p>Der \u00d6lpreisschock lasse sich unter Umst\u00e4nden abfedern, indem weitere Lieferanten in Betracht gezogen werden. &quot;Des Weiteren k\u00f6nnten Staaten durch das Aussetzen beziehungsweise Reduzieren ihrer jeweiligen Benzinsteuern einen Beitrag zur Entspannung auf der Inflationsseite leisten&quot;, sagt Lipkow. In den USA werde bereits \u00fcber eine Aussetzung der Benzinsteuer gesprochen.<\/p>\n<p>Sollte die Situation unver\u00e4ndert bleiben, h\u00e4lt Lipkow einen Brent-Preis von 150 Dollar f\u00fcr m\u00f6glich. Bei einer Beruhigung im Iran-Krieg h\u00e4lt Lipkow Preise zwischen 70 und 75 US-Dollar f\u00fcr realistisch. &quot;Die Preise enthalten derzeit einen hohen Grad an Spekulation und wenig tats\u00e4chliche physische Nachfrage&quot;, sagt Lipkow.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/wirtschaft\/Ifo-Institut-sieht-wirtschaftliche-Entwicklung-durch-Krieg-gebremst-id30462921.html\" rel=\"noreferrer\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/logo_grey.svg\" alt=\"Rauch-und-Flammen-steigen-nach-einem-israelischen-Luftangriff-in-Dahija-einem-suedlichen-Vorort-von-Beirut-aus-Gebaeuden-auf\"\/>Energiepreisschock belastetIfo-Institut sieht wirtschaftliche Entwicklung durch Krieg gebremst<\/a><\/p>\n<p>Diese Einsch\u00e4tzung teilt die Hamburg Commercial Bank (HCOB). Sollte der Krieg und die Blockade in vier bis f\u00fcnf Wochen enden, rechnet auch Chefvolkswirt Cyrus de la Rubia damit, dass der \u00d6lpreis kurzzeitig auf 150 US-Dollar steigen k\u00f6nnte, bevor er nach der \u00d6ffnung des Seewegs wieder auf ein Niveau zwischen 70 und 80 Dollar fallen k\u00f6nnte. Sollte der Konflikt jedoch mehrere Monate anhalten, w\u00fcrde der \u00d6lpreis dauerhaft \u00fcber der Marke von 150 Dollar verharren. &quot;Diese Entwicklung w\u00fcrde die Weltwirtschaft sehr wahrscheinlich in eine Rezession st\u00fcrzen&quot;, sagt de la Rubia.<\/p>\n<p>Entscheidend f\u00fcr die Konjunktur ist dabei weniger die absolute Spitze als die Dauer der Belastung. Laut Lipkow wird es ab einem Niveau von 100 US-Dollar kritisch: &quot;Es ist nicht entscheidend, wie hoch der Preis steigt, sondern wie lange er dort verweilt.&quot; Ein Verharren auf diesem Niveau \u00fcber mehrere Quartale w\u00fcrde die wirtschaftliche Entwicklung massiv ausbremsen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/mediathek\/videos\/politik\/Treibstofflager-nahe-internationalem-Flughafen-Bahrain-geht-nach-iranischem-Angriff-in-Flammen-auf-id30462145.html\" rel=\"noreferrer\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/logo_grey.svg\" alt=\"Firefighters-work-at-the-site-after-reported-Iranian-strikes-triggered-fire-at-fuel-tanks-near-the-airport-in-Muharraq-Bahrain-March-12-2026-in-this-screengrab-taken-from-a-handout-video-Bahrain-Information-Ministry-Handout-via-REUTERS-THIS-IMAGE-HAS-BEEN-SUPPLIED-BY-A-THIRD-PARTY-VERIFICATION-Tanks-utility-poles-and-buildings-matched-file-and-satellite-imagery-Coordinates-of-the-facility-on-fire-26-26282799860747-50\"\/>Riesige Feuers\u00e4ule nahe FlughafenTreibstofflager in Bahrain geht nach Angriff in Flammen auf<\/a><\/p>\n<p>Zus\u00e4tzlichen Druck erzeugen neue Angriffe auf die Energieinfrastruktur in Bahrain, Saudi-Arabien und dem Oman. Laut Lipkow wird die zerst\u00f6rte Infrastruktur noch monatelang f\u00fcr Lieferengp\u00e4sse sorgen. \u201eDas wird ein grunds\u00e4tzlich h\u00f6heres Preisniveau von vielleicht 5 bis 10 US-Dollar vom Ausgangspreisniveau nach sich ziehen k\u00f6nnen.\u201c Viel wichtiger sei jedoch, die Unsicherheit aus den M\u00e4rkten zu bekommen und dadurch den spekulativen Charakter aus den Energiem\u00e4rkten zu bekommen. \u201eDer Krisenaufschlag macht aktuell den gr\u00f6\u00dften preistreibenden Faktor aus.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wirtschaft Erleichterung h\u00e4lt nicht langAngst treibt den \u00d6lpreis st\u00e4rker als Milit\u00e4rschl\u00e4ge 12.03.2026, 18:59 Uhr Von Juliane KipperArtikel anh\u00f6ren(06:12 min)00:00 \/ 06:12 0.5x 0.8x 1.0x 1.2x 1.5x 2.0x Dass die Intervention<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-31655","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-nachrichten"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/31655","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=31655"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/31655\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=31655"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=31655"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=31655"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}