{"id":31649,"date":"2026-03-11T23:06:17","date_gmt":"2026-03-11T20:06:17","guid":{"rendered":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/regime-change-like-its-84-trump-zwingt-der-welt-einen-krieg-aus-der-vergangenheit-auf\/"},"modified":"2026-03-11T23:06:17","modified_gmt":"2026-03-11T20:06:17","slug":"regime-change-like-its-84-trump-zwingt-der-welt-einen-krieg-aus-der-vergangenheit-auf","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/regime-change-like-its-84-trump-zwingt-der-welt-einen-krieg-aus-der-vergangenheit-auf\/","title":{"rendered":"Regime Change like it\u2019s \u201984?: Trump zwingt der Welt einen Krieg aus der Vergangenheit auf"},"content":{"rendered":"<p class=\"caps\">Kommentare<\/p>\n<h2>Regime Change like it\u2019s \u201984?Trump zwingt der Welt einen Krieg aus der Vergangenheit auf<\/h2>\n<p>11.03.2026, 17:29 Uhr <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/autor-fallback.svg\" alt=\"image\"\/>Ein Kommentar von Roland PetersArtikel anh\u00f6ren(07:56 min)<audio src=\"https:\/\/mp3.n-tv.de\/2026\/03\/TTSART_30459410_20260311172957-radleg2.mp3\"><\/audio>00:00 \/ 07:56<\/p>\n<ul>\n<li>0.5x<\/li>\n<li>0.8x<\/li>\n<li>1.0x<\/li>\n<li>1.2x<\/li>\n<li>1.5x<\/li>\n<li>2.0x<\/li>\n<\/ul>\n<figure><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/img\/30459434\/1773244463\/Img_16_9\/1024\/President-Donald-Trump-speaks-at-the-Republican-Members-Issues-Conference-Monday-March-9-2026-at-Trump-National-Doral-Miami-in-Doral-Fla.webp\" alt=\"President-Donald-Trump-speaks-at-the-Republican-Members-Issues-Conference-Monday-March-9-2026-at-Trump-National-Doral-Miami-in-Doral-Fla\"\/><figcaption>US-Pr\u00e4sident Donald Trump &#8211; was hat er noch vor? (Foto: AP)<\/figcaption><\/figure>\n<p>Sinn, Unsinn, Widersinn? Im Krieg im Nahen Osten kulminieren Trumps Obsessionen aus der Vergangenheit, die er mit milit\u00e4rischer Gewalt in die Welt tr\u00e4gt. Dabei war die ohne ihn schon viel weiter. Sie muss nun die Folgen ertragen.<\/p>\n<p>Manchmal ver\u00e4ndert die Macht den Menschen. Manchmal holt sie aber auch nur hervor, was schon vorhanden war. Donald Trump hatte sich schon lange vor seinen Amtszeiten als US-Pr\u00e4sident immer wieder zu politischen Themen und \u00dcberzeugungen ge\u00e4u\u00dfert. Vieles hatte den typischen Ton von \u201eWenn ich entscheiden d\u00fcrfte\u201c. Das darf er nun schon eine Weile, und seit seiner R\u00fcckkehr ins Wei\u00dfe Haus wirkt es, als wolle er alles auf einmal tun, was er fr\u00fcher nicht konnte. <\/p>\n<p>Der Iran-Krieg kombiniert gleich mehrere seiner Obsessionen aus einer anderen Zeit. Imperiale Anspr\u00fcche, eine Fixierung aufs \u00d6l und eine Vorliebe f\u00fcr milit\u00e4rische Machtdemonstrationen. Damit ist Trump, man denke nur an Russlands Staatschef Wladimir Putin, nicht der Einzige. Aber der Einflussreichste. <\/p>\n<p>Trumps innerer Kompass stammt aus den 1980er Jahren. Schon damals, kurz nach der Islamischen Revolution, hatte er gefordert, die USA h\u00e4tten Irans \u00d6lfelder milit\u00e4risch unter ihre Kontrolle bringen sollen. Aktuell sinniert er erneut laut dar\u00fcber, es hei\u00dft, der Krieg im Nahen Osten werde sich lohnen, weil durch ein neues \u00dcberangebot an \u00d6l die Energie- und damit alle Verbraucherpreise sich verringern w\u00fcrden. Alle sollten ihm f\u00fcr den Krieg dankbar sein, forderte der Pr\u00e4sident. Daf\u00fcr kommandiert Trump sein Milit\u00e4r durch die Welt, es soll einfache L\u00f6sungen f\u00fcr komplizierte Konflikte bringen. <\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/wirtschaft\/Dieser-Oel-Schock-wird-laenger-dauern-als-der-Iran-Krieg-id30453200.html\" rel=\"noreferrer\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/logo_grey.svg\" alt=\"FILE-PHOTO-QatarEnergy-s-liquefied-natural-gas-LNG-production-facilities-amid-the-U-S-Israeli-conflict-with-Iran-in-Ras-Laffan-Industrial-City-Qatar-March-2-2026\"\/>&quot;Kapazit\u00e4t f\u00fcr immer verloren&quot;Dieser \u00d6l-Schock wird l\u00e4nger dauern als der Iran-Krieg<\/a><\/p>\n<h2>Bomben bis zur Kooperation<\/h2>\n<p>Kaum auszumalen, was passiert w\u00e4re, wenn Trump etwa 1984 Zugang zum roten Knopf gehabt h\u00e4tte. Damals war der Kalte Krieg kurz vor der atomaren Eskalation. Es gibt Parallelen zum damaligen Pr\u00e4sidenten Ronald Reagan, schreibt ein Kommentator in der \u201eWashington Post\u201c: Trump vermeide, wie damals Reagan im Nachgang des Vietnamkriegs, neue Bodeneins\u00e4tze des Milit\u00e4rs. Er verwende zun\u00e4chst Sanktionen und Z\u00f6lle, um \u201eGegnern der USA\u201c den Willen Washingtons aufzuzwingen. Geben sie nicht nach, wende er milit\u00e4rische Gewalt an, um die Regierungen zu \u201eenthaupten\u201c. Wenn die nachfolgende nicht besser sei, griffen die USA wieder aus der Luft an. So lange, bis eine kommt, die mit dem Wei\u00dfen Haus kooperiert. Doch auch diese Vorgehensweise ist umstritten: Der Krieg der USA gegen den Iran ist bei W\u00e4hlern der unbeliebteste, der je mit Umfragen gemessen wurde. <\/p>\n<p>F\u00fcr den Kriegs hat sich Trump laut eigener Aussage nach Gespr\u00e4chen mit seinem Schwiegersohn Jared Kushner, seinem Sondergesandten Steve Witkoff, Au\u00dfenminister Marco Rubio und Verteidigungsminister Pete Hegseth entschieden. Kushner und Witkoff sind Immobilienunternehmer mit Gesch\u00e4ftsinteressen im Nahen Osten, sie interpretieren Diplomatie als Business-Meetings. Hegseth ist ein radikaler, Gewalt predigender Christ, der in seinen Pressekonferenzen auftritt, als halte er sich f\u00fcr eine Actionfigur. Man mag sich gar nicht vorstellen, mit welchen Argumenten die Unterhaltungen im Wei\u00dfen Haus ablaufen, auf deren Basis dann Trump abw\u00e4gt. Sollte Rubio der letzte sogenannte Erwachsene im Raum sein \u2013 seine Argumente h\u00e4tten wohl kaum eine Chance.<\/p>\n<p>Wof\u00fcr sich der Pr\u00e4sident da entschieden hat, ist ohnehin vage, was einen Rattenschwanz an Fragen nach sich zieht. Die Kriegsziele \u00e4ndern sich mitunter st\u00fcndlich, da Trump im wahrsten Sinne des Wortes herumpalavert. Mehr als 30 Einzelinterviews hat der Pr\u00e4sident laut \u201ePolitico\u201c in den ersten zehn Tagen nach Kriegsbeginn gegeben, dazu Fragen zwischen T\u00fcr und Angel beantwortet, eine Pressekonferenz gegeben und sich in sozialen Medien ge\u00e4u\u00dfert. Dazu kommen noch die \u00c4u\u00dferungen seiner Sprecherin. All die Kommunikation ist sinnlos, wenn \u00fcberhaupt, dann ist nur ein Muster m\u00f6glich: kalkuliertes Chaos, damit alle nach seiner Pfeife tanzen. Flood the zone.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/mediathek\/videos\/politik\/Iran-Krieg-Trump-und-die-amateurhafte-US-Regierung-waren-besoffen-vom-Einsatz-in-Venezuela-id30455470.html\" rel=\"noreferrer\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/logo_grey.svg\" alt=\"J\u00e4gerTrump\"\/>&quot;Verwirrt sich inzwischen selbst&quot;J\u00e4ger: Trump war &quot;besoffen vom Einsatz in Venezuela&quot;<\/a><\/p>\n<h2>Interessen \u00fcberschneiden sich<\/h2>\n<p>Das Problem von Trumps Weltsicht ohne internationale Regeln und Institutionen ist, dass sich die Einflusssph\u00e4ren und Interessen der vermeintlich starken M\u00e4nner der Welt \u00fcberschneiden. Iran liefert sein \u00d6l insbesondere nach China, dem gr\u00f6\u00dften Rivalen der USA. Die Vereinigten Staaten wollen sich aus Ukraine-Krieg heraushalten, wegen des selbst ausgel\u00f6sten \u00d6lpreisschocks lockern sie jedoch ihre Sanktionen gegen den dortigen Aggressor Russland. Die Ukraine hilft zugleich den Staaten im Nahen Osten bei der Drohnenabwehr gegen den mit Russland verb\u00fcndeten Iran. Mit den Folgen muss sich auch Europa herumschlagen. <\/p>\n<p>Kaum etwas fixt Trump mehr an als der schwarze Rohstoff, obwohl der ein Konzept von gestern ist. Ja, \u00d6l und Gas sind weiterhin n\u00f6tig, fossile Brennstoffe geh\u00f6ren noch immer in jeden Energiemix, aber nein, sie sind nicht die Energie der Zukunft. Wer sich unabh\u00e4ngig vom \u00d6l macht, wird auch unabh\u00e4ngiger von den Weltmachtlaunen alter M\u00e4nner. Das ist effektive Risikoverringerung, die umso wichtiger wird, weil dieselben Personen anscheinend nichts Besseres zu tun haben, als ihre geopolitischen Machtspiele auf dem R\u00fccken aller auszutragen. Trump wird im Juni 80 Jahre alt, Putin ist wie Israels Ministerpr\u00e4sident Benjamin Netanjahu 76, Chinas Staatschef Xi Jinping mit 72 ein junger H\u00fcpfer.<\/p>\n<p>Trump schimpft bitterlich \u00fcber Erneuerbare Energien und insbesondere die b\u00f6se Windkraft \u2013 in Deutschland der wichtigste Energietr\u00e4ger \u2013, und wissenschaftliche Erkenntnisse dar\u00fcber, dass der Klimawandel menschliches Leben bedroht, wirft er in den M\u00fcll. Blo\u00df nicht die alten Machtdynamiken ver\u00e4ndern, ja nicht die alte Profitmaschine riskieren, auf keinen Fall etwas Neues wagen. Vorw\u00e4rts in die Vergangenheit, denn nur da kennt Trump sich aus. Es ist, als w\u00e4re er der Realit\u00e4t nicht hinterhergekommen und klammere sich mit aller Gewalt an alte Mechanismen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/politik\/Gruenen-Energieexperte-Kellner-mahnt-Oelreserven-werden-sehr-schnell-verpuffen-id30458615.html\" rel=\"noreferrer\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/logo_grey.svg\" alt=\"Tanklager-und-Industrieanlagen-der-Mineraloelraffinerie-Oberrhein-MiRO-sind-auf-dem-Raffineriegelaende-aus-der-Luft-zu-sehen-Aufnahme-mit-einer-Drohne-Die-Raffinerie-zaehlt-zu-den-bedeutenden-Standorten-der-Mineraloelverarbeitung-in-Deutschland-und-verarbeitet-Rohoel-zu-Kraftstoffen-und-petrochemischen-Vorprodukten-fuer-den-Energie-und-Industriesektor-Entwicklungen-auf-den-internationalen-Oelmaerkten-die-unter-anderem-durch-geopolitische-Spannungen-im-Nahen-Osten-beeinflusst-werden-praegen-die-wirtschaftlichen-Rahmenbedingungen-der-Branche\"\/>Gr\u00fcnen-Energieexperte mahntKellner: \u00d6lreserven werden &quot;sehr schnell verpuffen&quot;<\/a><\/p>\n<h2>Ein Schlachtschiff in seinem Namen<\/h2>\n<p>In diese Vergangenheit geh\u00f6rt auch seine wachsende Besessenheit mit dem Milit\u00e4r und Machtsymbolik. Ein Arc de Trump, ein Ballsaal wie in Versailles, seine Obsession mit Gold, es ist nicht nur bizarr, sondern wirkt auch, als wolle Trump das Klischeebild eines Politikers nachzeichnen, den man prim\u00e4r aus Geschichtsb\u00fcchern zu kennen glaubte. In Washington lie\u00df er sich im Juni zu seinem Geburtstag eine stundenlange Milit\u00e4rparade vorf\u00fchren \u2013 sie fiel mit dem 250. Jahrestag der Armeegr\u00fcndung zusammen. Im Dezember verk\u00fcndete er den Bau eines &quot;Trump Class&quot;-Schlachtschiffs. <\/p>\n<p>Das Milit\u00e4r habe er bereits in seiner ersten Amtszeit wieder aufgebaut, nun k\u00e4mpfe es, br\u00fcstet Trump sich im aktuellen Krieg. Daf\u00fcr wurde das Budget des Pentagon erh\u00f6ht (das allein im September f\u00fcr 6,9 Millionen Dollar Hummerschw\u00e4nze und 15,1 Millionen Dollar Steaks bestellte), unliebsame Kommandeure sowie Milit\u00e4rstaatsanw\u00e4lte wurden gefeuert, die darauf achten sollten, dass Gesetze eingehalten werden. Alles hinderlicher Kram, wenn Pete und Donald in den Krieg ziehen. Wann der endet? Niemand wei\u00df es. Aber die Vergangenheit kann sich hinziehen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kommentare Regime Change like it\u2019s \u201984?Trump zwingt der Welt einen Krieg aus der Vergangenheit auf 11.03.2026, 17:29 Uhr Ein Kommentar von Roland PetersArtikel anh\u00f6ren(07:56 min)00:00 \/ 07:56 0.5x 0.8x 1.0x<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-31649","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-nachrichten"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/31649","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=31649"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/31649\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=31649"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=31649"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=31649"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}