{"id":31533,"date":"2026-02-20T15:56:14","date_gmt":"2026-02-20T12:56:14","guid":{"rendered":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/spd-geht-netzpaket-von-reiche-an-der-entwurf-erfullt-nicht-die-anforderungen-der-energiewende\/"},"modified":"2026-02-20T15:56:14","modified_gmt":"2026-02-20T12:56:14","slug":"spd-geht-netzpaket-von-reiche-an-der-entwurf-erfullt-nicht-die-anforderungen-der-energiewende","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/spd-geht-netzpaket-von-reiche-an-der-entwurf-erfullt-nicht-die-anforderungen-der-energiewende\/","title":{"rendered":"SPD geht Netzpaket von Reiche an: &#8220;Der Entwurf erf\u00fcllt nicht die Anforderungen der Energiewende&#8221;"},"content":{"rendered":"<p class=\"caps\">Politik<\/p>\n<h2>SPD geht Netzpaket von Reiche an&quot;Der Entwurf erf\u00fcllt nicht die Anforderungen der Energiewende&quot;<\/h2>\n<p>20.02.2026, 10:23 Uhr <\/p>\n<figure><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/img\/30378594\/1771440753\/Img_16_9\/1024\/Katherina-Reiche-CDU-Bundesministerin-fuer-Wirtschaft-und-Energie-stellt-in-der-Bundespressekonferenz-den-Jahreswirtschaftsbericht-2026-vor-Berlin-28-01-2026.webp\" alt=\"Katherina-Reiche-CDU-Bundesministerin-fuer-Wirtschaft-und-Energie-stellt-in-der-Bundespressekonferenz-den-Jahreswirtschaftsbericht-2026-vor-Berlin-28-01-2026\"\/><figcaption>Wird die Energiewende im Ministerium von Katherina Reiche zu sehr vom Schreibtisch aus gedacht? (Foto: picture alliance \/ photothek.de)<\/figcaption><\/figure>\n<p>Es rumort in der schwarz-roten Koalition. Schon wieder. Neuester Streitpunkt ist der Entwurf f\u00fcr das Netzpaket. Damit m\u00f6chte Wirtschaftsministerin Reiche den Ausbau der erneuerbaren Energien neu regeln, das Stromnetz entlasten und die Kosten der Energiewende senken.<\/p>\n<p>Die Energiebranche versteht die Vorschl\u00e4ge anders: h\u00f6here Kosten und geringere Einnahmen? Das ist ein Angriff aufs Gesch\u00e4ftsmodell. Die Energiewende werde gebremst oder sogar abgew\u00fcrgt. R\u00fcckendeckung erh\u00e4lt die Branche ausgerechnet vom Koalitionspartner der Ministerin: &quot;Wir m\u00fcssen eine L\u00f6sung f\u00fcr die fluktuierenden Eigenschaften von Wind und Sonne finden&quot;, sagt die energiepolitische Sprecherin der SPD im Bundestag, Nina Scheer, im &quot;Klima-Labor&quot; von ntv. &quot;Es kann aber nicht sein, dass neue Energieprojekte nicht mehr rentabel sind. Mit den neuen Ans\u00e4tzen w\u00fcrden die Weichen in die falsche Richtung gestellt.&quot; <\/p>\n<p>ntv.de: Kann es sein, dass Wirtschaftsministerin Reiche und die SPD ganz andere Vorstellungen von den Problemen der Energiewende haben, obwohl sie Koalitionspartner sind? So liest sich jedenfalls der Entwurf f\u00fcr das Netzpaket. <\/p>\n<p>Nina Scheer: Es gibt an einigen Stellen offenkundig unterschiedliche Blickweisen. SPD-seitig sind wir \u00fcberzeugt, und das l\u00e4sst sich anhand von Daten nachweisen, dass die g\u00fcnstige und sicherste Energie die erneuerbare ist. Je schneller wir umsteigen, desto besser. Und zwar systemisch &#8211; speziell in Zeiten, in denen wir Opfer amerikanischer Schutzgelderpressung sind. Als Koalition m\u00fcssen wir eine L\u00f6sung f\u00fcr Netzengp\u00e4sse finden und kl\u00e4ren, wie wir Speicher und Flexibilit\u00e4t so integrieren, dass die fluktuierenden Eigenschaften von Wind und Sonne kein St\u00f6rfaktor sind. Es w\u00e4re aber kontraproduktiv, wenn wir die Erneuerbaren vor der Schranke stehen lassen.<\/p>\n<figure><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/logo_grey.svg\" alt=\"Nina-Scheer-SPD-spricht-bei-der-Debatte-ueber-die-Einsetzung-eines-Untersuchungsausschusses-zum-Atomausstieg-in-der-Plenarsitzung-im-Deutschen-Bundestag-Die-Hauptthemen-der-176-Sitzung-der-20-Legislaturperiode-sind-neben-den-Forderungen-der-CDU-CSU-nach-einem-Untersuchungsausschuss-zu-den-politischen-Entscheidungen-vor-dem-endgueltigen-Atomausstieg-Plaene-zur-weiteren-Digitalisierung-der-Justiz-und-der-Nationale-Aktionsplan-gegen-Wohnungslosigkeit\"\/><figcaption>Nina Scheer sitzt seit 2013 f\u00fcr den Wahlkreis Herzogtum Lauenburg\/Stormarn-S\u00fcd in Schleswig-Holstein im Bundestag. Sie ist Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion f\u00fcr Klimaschutz und Energie. (Foto: picture alliance\/dpa)<\/figcaption><\/figure>\n<p>Was passiert bei Engp\u00e4ssen? Was ist das Problem mit dem Abregeln?<\/p>\n<p>Wir produzieren Wind- und Solarstrom. Er kommt aber nicht immer bei den Menschen an oder erreicht nicht einmal das Netz. Die Anlagen werden abgeschaltet, weil das Netz den Strom nicht aufnehmen kann.<\/p>\n<p>Die ber\u00fchmten Redispatch-Kosten.<\/p>\n<p>Ja. Wenn dieser Strom nicht genutzt werden kann, zahlen wir den Betreibern eine Entsch\u00e4digung daf\u00fcr. Jetzt k\u00f6nnte man einfach sagen: Pech gehabt, liebe Erneuerbare. Ihr bekommt kein Geld mehr. Dann erhalten diese Projekte von den Banken aber auch keine Kredite. Das w\u00e4re denen finanziell zu unsicher. Wir m\u00fcssen Abregelung weiter reduzieren. Das darf nur eine \u00dcbergangsl\u00f6sung sein, bis Speicher und Flexibilit\u00e4ten den \u00fcbersch\u00fcssigen Strom aufnehmen. Wir k\u00f6nnen ihn auch als Hebel nutzen, um damit sektor\u00fcbergreifend gr\u00fcnen Wasserstoff herzustellen oder W\u00e4rme, wenn ich einen Tauchsieder dranh\u00e4nge.<\/p>\n<p>Das steht im Netzpaket <\/p>\n<p>Der Entwurf f\u00fcr das Netzpaket aus dem Bundesministerium f\u00fcr Wirtschaft und Energie sieht zwei einschneidende \u00c4nderungen f\u00fcr den Ausbau der erneuerbaren Energien vor. <\/p>\n<ol>\n<li>Redispatchvorbehalt: Verteilnetzbetreiber sollen &quot;kapazit\u00e4tslimitierte Gebiete&quot; ausweisen k\u00f6nnen, in denen das Stromnetz bereits Engp\u00e4sse aufweist, also teils \u00fcberlastet ist. Dort sollen neue \u00d6kostromanlagen einen Netzanschluss nur noch dann sofort erhalten, wenn sie im Abregelungsfall zehn Jahre lang auf die bisher \u00fcbliche Entsch\u00e4digung verzichten. Der Anschlussvorrang f\u00fcr EE-Projekte w\u00fcrde aufgehoben. <\/li>\n<li>Baukostenzuschuss: Das Netzpaket soll Netzbetreiber erm\u00e4chtigen, in Zukunft von Erbauern neuer \u00d6kostromanlagen einen Zuschuss f\u00fcr den Netzanschluss zu verlangen. Sie m\u00fcssten den Anschluss also mitfinanzieren. Bisher werden die Kosten von den Netzbetreibern getragen und \u00fcber die Netzentgelte auf die Allgemeinheit umgelegt.<\/li>\n<\/ol>\n<p>In gewisser Weise sind diese Kosten ein Anreiz, das System besser zu planen?<\/p>\n<p>Die Redispatch-Kosten werden schnell verhetzt: Das gehe \u00fcberhaupt nicht. Das sei viel zu teuer. Es k\u00f6nne nicht sein, dass der Staat, also die B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger, das zahlen m\u00fcssen. Sollte man diese Kosten besser vermeiden? Klar. Aber wenn ich sie streiche, gibt es vielleicht gar keinen Ausbau mehr und auch die Anreize f\u00fcr Speicher gehen verloren. Letztlich sind die Redispatch-Kosten das Vehikel, um Investitionssicherheit zu gew\u00e4hrleisten, bis m\u00f6glichst wenig Strom umgenutzt bleibt.<\/p>\n<p>Das Ziel muss Flexibilit\u00e4t sein?<\/p>\n<p>Alternativ kann man theoretisch versuchen, alles \u00fcber die Netze zu regeln und so viele Stromleitungen zu bauen, dass wirklich jede Kilowattstunde eingespeist werden kann &#8211; egal, wann und wo. Aber das w\u00e4re unwirtschaftlich und unsinnig.<\/p>\n<p>Den Netzausbau sollten wir auf ein Minimum reduzieren?<\/p>\n<p>Wir brauchen Netzausbau. Wir ben\u00f6tigen aber deutlich weniger Netzkilometer, wenn wir Speicher und Flexibilit\u00e4ten integrieren, um das Netz effizient auszulasten. Man kann steuern, wann und wo Strom entnommen wird. Es gibt sowohl beim Einspeisen als auch beim Entnehmen Spielraum. Diesen Spielraum m\u00fcssen wir so anreizen, dass m\u00f6glichst nirgends Engp\u00e4sse entstehen und der Strom sektor\u00fcbergreifend dort landet, wo er gebraucht wird. Daf\u00fcr sind Nachbesserungen im Rechtsrahmen notwendig.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/wirtschaft\/Octopus-Energy-Chef-Greg-Jackson-Ganz-ehrlich-Europa-macht-Energiewende-so-als-wuerde-man-wollen-dass-sie-scheitert-id30304567.html\" rel=\"noreferrer\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/logo_grey.svg\" alt=\"Illustration-of-wind-turbines-seen-during-the-Abu-Dhabi-Sustainability-Week-and-Future-Energy-Summit-held-between-January-13th-and-January-16th-2026-in-Abu-Dhabi-United-Arab-Emirates-Photo-by-Balkis-Press-ABACAPRESS\"\/>Autokraten begreifen den Wandel&quot;Ganz ehrlich: Europa macht Energiewende so, als w\u00fcrde man wollen, dass sie scheitert&quot;<\/a><\/p>\n<p>So \u00e4hnlich sagt das auch Katherina Reiche. Sie m\u00f6chte diejenigen, die Wind- und Solarenergie ausbauen, bei der Netz\u00fcberlastung in die Verantwortung nehmen, statt sie mit einer versteckten Subvention zu belohnen. Hat sie da nicht recht?<\/p>\n<p>Im Handlungsbedarf ja. Aber das darf nicht dazu f\u00fchren, dass der Ausbau der Erneuerbaren zur\u00fcckgefahren wird. Das ist die g\u00fcnstigste Form der Energiegewinnung. Je weniger wir zubauen, desto l\u00e4nger bleiben wir an den teuren Fossilen h\u00e4ngen. Es gibt verschiedene Modelle und Bausteine, wie man den systemischen Umstieg auf die Erneuerbaren regeln kann &#8211; etwa \u00fcber unterschiedliche Strompreiszonen. Im Koalitionsvertrag wurde festgehalten, dass es bei einer Zone bleibt. Wer die Koalitionsverhandlungen mitverfolgt hat, wei\u00df: Wir als SPD h\u00e4tten die Zone gerne aufgebrochen. Es ist aber nur scheinbar eine L\u00f6sung, zu sagen: In diesen Regionen darf nicht mehr ausgebaut werden. Genau das sieht der Gesetzentwurf aber vor.<\/p>\n<p>Das lesen Sie heraus?<\/p>\n<p>Wenn es so k\u00e4me, w\u00e4ren viele Erneuerbare-Energie-Projekte ausgeschlossen. Das w\u00fcrde den Ausbau bremsen und die Entwicklung neuer Gesch\u00e4ftsmodelle mit Speichern, Wasserstoff und anderen Komponenten, die an Erneuerbaren h\u00e4ngen. Manche Unternehmen haben keinen Bedarf an gro\u00dfen Mengen g\u00fcnstigem Strom zu bestimmten Zeiten, andere schon. Diese Optionen nimmt der Gesetzgeber weg, wenn er \u00dcberproduktion unbedingt verhindern will. <\/p>\n<p>Wo finde ich das &quot;Klima-Labor&quot;?<\/p>\n<p>Dieses Interview ist eigentlich ein Podcast, den Sie sich anh\u00f6ren k\u00f6nnen: &quot;Das Klima-Labor von ntv&quot; finden Sie auf ntv.de und \u00fcberall, wo es Podcasts gibt: RTL+, Amazon Music, Apple Podcasts, Spotify, RSS-Feed.<\/p>\n<p>Sie haben eine Frage an uns? Schreiben Sie E-Mail an klimalabor@ntv.de.<\/p>\n<p>Das passt wirtschaftlich gar nicht zu CDU und CSU.<\/p>\n<p>Vielleicht wird das Problem zu sehr vom Schreibtisch aus gedacht. Der Faden passt nicht durchs Nadel\u00f6hr? Dann wird der Faden eben gestoppt. Der Faden ist der Ausbau der Erneuerbaren. Ohne Erneuerbare blockiere ich aber auch den Ausbau anderer Technologien und im \u00dcbrigen auch den Netzausbau selbst. Der orientiert sich bei uns am Bedarf. Wenn ich den Bedarf aber abw\u00fcrge &#8211; woher wei\u00df ich dann, wo Netz ben\u00f6tigt wird? <\/p>\n<p>Hat Frau Reiche das nicht verstanden?<\/p>\n<p>Das m\u00f6chte ich nicht unterstellen. Es handelt sich bei dem Netzpaket um einen geleakten Referentenentwurf. Dieser Plan ist nicht von der Hausspitze abgesegnet. Aber so wie dieser Entwurf bisher veranlagt ist, erf\u00fcllt er nicht die akuten Anforderungen der Energiewende nach mehr Speichern und Flexibilit\u00e4t und auch nicht den Koalitionsvertrag. Dort steht, dass wir alle Potenziale der erneuerbaren Energien nutzen wollen. Diese Anforderung muss erf\u00fcllt werden.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/wirtschaft\/Zahl-neuer-Solaranlagen-bricht-ein-id30288399.html\" rel=\"noreferrer\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/logo_grey.svg\" alt=\"Arbeiter-bei-Installation-von-Solarpaneelen-im-Sonnenlicht-auf-Metallgestell-Energiewende-bau-von-PV-Freiflaeche-Baden-Wuerttemberg-Deutschland\"\/>Debatte \u00fcber F\u00f6rderung entbranntZahl neuer Solaranlagen bricht ein<\/a><\/p>\n<p>Diesen Entwurf wird die SPD also stoppen?<\/p>\n<p>Der Entwurf wird zun\u00e4chst finalisiert. Er muss mit anderen Ressorts abgestimmt und Verb\u00e4nde m\u00fcssen angeh\u00f6rt werden. Dann hat das Kabinett \u00fcber einen bis dahin sicher ver\u00e4nderten Entwurf zu entscheiden. Anschlie\u00dfend werden wir im parlamentarischen Verfahren auf ein gutes Gesetz hinarbeiten.<\/p>\n<p>Wo steht die SPD beim zweiten Vorschlag, dem Baukostenzuschuss? Erf\u00fcllt der die Anforderungen der Energiewende und des Koalitionsvertrags?<\/p>\n<p>Es w\u00e4re ein Paradigmenwechsel, aber in Gespr\u00e4chen mit verschiedensten Stimmen und Verb\u00e4nden h\u00f6re ich: Eine gewisse Verantwortung f\u00fcr die Erbauer der Erneuerbaren-Energien-Anlagen w\u00e4re hinnehmbar. Entscheidend ist: Kann diese Verantwortung geschultert werden? Gestaltet man die \u00fcbrigen Rahmenbedingungen so aus, dass wir bei den Netzanschl\u00fcssen und der Integration von Speichern schneller vorankommen und kein Projekt zur erneuerbaren Energiegewinnung blockieren, k\u00f6nnte ein Schuh draus werden. Wenn man einfach nur die Kosten erh\u00f6ht und damit die Banken verschreckt, ist das nicht darstellbar.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/wirtschaft\/Der-Strompreis-entkoppelt-sich-vom-Gaspreis-das-ist-eine-grundlegende-Veraenderung-id30230004.html\" rel=\"noreferrer\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/logo_grey.svg\" alt=\"frostiges-Winterwetter-vereiste-Kiefernnadeln-an-einem-Baum-Sonnenstern-und-Lens-Flare-Gegenlichtaufnahme\"\/>Solarenergie baut Deutschland um&quot;Der Strompreis entkoppelt sich vom Gaspreis &#8211; das ist eine grundlegende Ver\u00e4nderung&quot;<\/a><\/p>\n<p>Eine finanzielle Beteiligung an den Kosten f\u00fcr den Netzanschluss w\u00e4re aber eine Option, um etwa das Chaos bei den Batteriespeichern in den Griff zu bekommen?<\/p>\n<p>Das Thema sehen wir. Das haben wir bereits im vergangenen Herbst im Bundestag mit einem Entschlie\u00dfungsantrag adressiert. Bei den Netzanschl\u00fcssen herrscht enormer Stau. Das muss effizienter funktionieren. Fraglich ist erneut: Wer \u00fcbernimmt welche Verantwortung? Es kann nicht sein, dass alles bei den Betreibern der Erneuerbaren h\u00e4ngen bleibt. Sonst k\u00f6nnen sich die Netzbetreiber &#8211; \u00fcberspitzt gesagt &#8211; zur\u00fccklehnen und nur die Projekte herauspicken, die ihnen gerade genehm sind, obwohl gerade sie den Hebel in der Hand haben.<\/p>\n<p>Haben die Netzbetreiber mit ihrer Kritik am bisherigen System nicht recht? Alle wissen, dass Speicherprojekte angemeldet sind, die wahrscheinlich nie umgesetzt werden. Es ist auch kein Geheimnis, dass Windr\u00e4der mitunter an den falschen Stellen gebaut wurden. F\u00fcr die Investoren haben sie sich trotzdem gelohnt, weil die Netzbetreiber sie auf Kosten der Allgemeinheit ans Stromnetz anschlie\u00dfen mussten. Und wenn die Windr\u00e4der abgeregelt wurden, wurden die Betreiber entsch\u00e4digt.<\/p>\n<p>Es gibt Handlungsbedarf, um m\u00f6glichst viel Erneuerbare in die Nutzung zu bekommen. Das bedeutet aber nicht, dass man die Netzbetreiber aus der Verantwortung entlassen kann. Genau da liegt der Hase im Pfeffer: Wir m\u00fcssen ein Regelwerk mit Kriterien finden, die vor Ort passen, praxistauglich und erf\u00fcllbar sind. Das ist kein leichtes Unterfangen. Mit den neuen Ans\u00e4tzen w\u00fcrden die Weichen allerdings in die falsche Richtung gestellt.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/wirtschaft\/Franziska-Giffey-Alle-Energieminister-haben-Katherina-Reiche-gesagt-Wir-wollen-keine-Rueckschritte-sehen-id30157316.html\" rel=\"noreferrer\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/logo_grey.svg\" alt=\"Katherina-Reiche-l-CDU-Bundesministerin-fuer-Wirtschaft-und-Energie-und-Franziska-Giffey-SPD-Berliner-Senatorin-fuer-Wirtschaft-Energie-und-Betriebe-stehen-waehrend-dem-Spitzentreffen-der-Allianz-fuer-Aus-und-Weiterbildung-2025-im-Ausbildungszentrum-der-Berliner-Wasserbetriebe\"\/>Giffey z\u00e4hlt Merz und Reiche an&quot;Alle Energieminister haben Katherina Reiche gesagt: Wir wollen keine R\u00fcckschritte sehen&quot;<\/a><\/p>\n<p>Haben die Netzbetreiber geschlafen? Beim Zubau der Erneuerbaren macht Deutschland inzwischen wieder gro\u00dfe Fortschritte. Es hakt beim Netzausbau und Netzanschluss.<\/p>\n<p>Ich m\u00f6chte keine Schuldzuweisungen machen. Die Probleme haben keinen einheitlichen Nenner. Damit kommen wir auch nicht weiter. Letztlich ist es die Aufgabe der Politik, die gesetzlichen Rahmenbedingungen so zu gestalten, dass nirgendwo Dinge passieren, die man nicht will. Wenn der Effekt ist, dass wir heute nicht dort stehen, wo wir stehen wollen, muss nachgesteuert werden.<\/p>\n<p>Dann liest sich der Entwurf f\u00fcr das Netzpaket allerdings wie Kapitulation. Hauptziel ist es, die Kosten zu senken. Andere Stellschrauben wie der Smartmeter-Ausbau, der Ihre Forderungen nach mehr Flexibilit\u00e4t erf\u00fcllen w\u00fcrde, werden nicht adressiert.<\/p>\n<p>Die Erneuerbaren langsamer auszubauen, f\u00fchrt nachweislich nicht zu einer Kostensenkung. Das ist ein Trugschluss. Deutschland gibt nach wie vor 80 Milliarden Euro im Jahr f\u00fcr den Import fossiler Ressourcen aus. Wenn die ankommen, ist daraus noch keine Energie gewonnen. Das wird leider manchmal vergessen. <\/p>\n<p>Mit Nina Scheer sprachen Clara Pfeffer und Christian Herrmann. Das Gespr\u00e4ch wurde zur besseren Verst\u00e4ndlichkeit gek\u00fcrzt und gegl\u00e4ttet. Das komplette Gespr\u00e4ch k\u00f6nnen Sie sich im Podcast &quot;Das Klima-Labor von ntv&quot; anh\u00f6ren.<\/p>\n<p>Klima-Labor von ntv<\/p>\n<p>Was hilft wirklich gegen den Klimawandel? Funktioniert Klimaschutz auch ohne Jobabbau und w\u00fctende Bev\u00f6lkerung? Das &quot;Klima-Labor von ntv&quot; ist der Podcast, in dem Clara Pfeffer und Christian Herrmann Ideen, L\u00f6sungen und Behauptungen der unterschiedlichsten Akteure auf Herz und Nieren pr\u00fcfen.<\/p>\n<p><\/p>\n<p>Ist Deutschland ein Strombettler? Rechnen wir uns die Energiewende sch\u00f6n? Vernichten erneuerbare Energien Arbeitspl\u00e4tze oder schaffen sie welche? Warum w\u00e4hlen St\u00e4dte wie Gartz die AfD &#8211; und gleichzeitig einen jungen Windkraft-B\u00fcrgermeister?<\/p>\n<p><\/p>\n<p>Das Klima-Labor von ntv: Jeden Donnerstag eine halbe Stunde, die informiert, Spa\u00df macht und aufr\u00e4umt &#8211; ohne Streit, in ausf\u00fchrlichen Gespr\u00e4chen mit f\u00fchrenden K\u00f6pfen aus Politik, Wirtschaft, Gesellschaft und Wissenschaft.<\/p>\n<p><\/p>\n<p>Bei ntv und \u00fcberall, wo es Podcasts gibt: RTL+, Amazon Music, Apple Podcasts, Spotify, RSS-Feed.<\/p>\n<p><\/p>\n<p>Sie haben eine Frage an uns? Dann schreiben Sie eine E-Mail an klimalabor@ntv.de<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/plus.rtl.de\/podcast\/klima-labor-von-ntv-wie-retten-wir-die-erde-s6g6gj4v6jnnz\" rel=\"noreferrer\" target=\"_blank\"><\/a><a href=\"https:\/\/podcasts.apple.com\/de\/podcast\/klima-labor-von-ntv-wie-retten-wir-die-erde\/id1583245007\" rel=\"noreferrer\" target=\"_blank\"><\/a><a href=\"https:\/\/open.spotify.com\/show\/2f1fH1zprRwjX9EqKE3hMJ\" rel=\"noreferrer\" target=\"_blank\"><\/a><a href=\"https:\/\/music.amazon.de\/podcasts\/d2c0c2d1-32a2-4f14-8628-1cdf8ae023f0\/klima-labor-von-ntv-wie-retten-wir-die-erde\" rel=\"noreferrer\" target=\"_blank\"><\/a><a href=\"https:\/\/tinyurl.com\/ctbwzevy\" rel=\"noreferrer\" target=\"_blank\"><\/a><a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/mediathek\/audio\/Podcast\/Klima-Labor\/rss\" rel=\"noreferrer\" target=\"_blank\"><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Politik SPD geht Netzpaket von Reiche an&quot;Der Entwurf erf\u00fcllt nicht die Anforderungen der Energiewende&quot; 20.02.2026, 10:23 Uhr Wird die Energiewende im Ministerium von Katherina Reiche zu sehr vom Schreibtisch aus<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-31533","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-nachrichten"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/31533","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=31533"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/31533\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=31533"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=31533"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=31533"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}