{"id":31528,"date":"2026-02-19T19:36:03","date_gmt":"2026-02-19T16:36:03","guid":{"rendered":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/ol-wird-teurer-iran-krise-durchkreuzt-trumps-50-dollar-versprechen\/"},"modified":"2026-02-19T19:36:03","modified_gmt":"2026-02-19T16:36:03","slug":"ol-wird-teurer-iran-krise-durchkreuzt-trumps-50-dollar-versprechen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/ol-wird-teurer-iran-krise-durchkreuzt-trumps-50-dollar-versprechen\/","title":{"rendered":"\u00d6l wird teurer: Iran-Krise durchkreuzt Trumps 50-Dollar-Versprechen"},"content":{"rendered":"<p class=\"caps\">Wirtschaft<\/p>\n<h2>\u00d6l wird teurerIran-Krise durchkreuzt Trumps 50-Dollar-Versprechen<\/h2>\n<p>19.02.2026, 16:23 Uhr <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/autor-fallback.svg\" alt=\"image\"\/>Nils Kreimeier <\/p>\n<figure><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/img\/30382022\/1771514014\/Img_16_9\/1024\/The-crude-oil-tanker-Flora-sails-near-Bandar-e-Asaluyah-Iran-on-January-27-2026-Condensate-is-loaded-onto-tankers-after-being-processed-at-gas-refineries-in-Bandar-e-Asaluyah.webp\" alt=\"The-crude-oil-tanker-Flora-sails-near-Bandar-e-Asaluyah-Iran-on-January-27-2026-Condensate-is-loaded-onto-tankers-after-being-processed-at-gas-refineries-in-Bandar-e-Asaluyah\"\/><figcaption>Konkret k\u00f6nnte der Iran im Fall eines Konflikts mit den USA die Meerenge von Hormus blockieren, durch die ein bedeutender Teil der globalen \u00d6lexporte transportiert wird. (Foto: picture alliance \/ Middle East Images)<\/figcaption><\/figure>\n<p>Statt sinkender Spritpreise w\u00e4chst die Unsicherheit: Die Angst vor einer Eskalation zwischen den USA und dem Iran l\u00e4sst den \u00d6lpreis steigen \u2013 und stellt Trumps Ziel von 50 Dollar je Barrel zunehmend infrage. Dabei sprechen volle Lager und ein \u00dcberangebot eigentlich gegen einen dauerhaften Preisschub.<\/p>\n<p>Donald Trump hat seine W\u00e4hler mit vielen Versprechen gelockt. Eines der wichtigsten Versprechen: ein niedrigerer \u00d6lpreis. In den ersten Wochen nach dem erneuten Amtsantritt des jetzigen US-Pr\u00e4sidenten verk\u00fcndete dessen Wirtschaftsberater Peter Navarro bei Fox News, man strebe einen Preis von &quot;50 Dollar pro Fass&quot; (159 Liter) an, &quot;um die Inflation um mindestens einen Prozentpunkt zu senken&quot;.<\/p>\n<p>Tats\u00e4chlich hat sich der Preis f\u00fcr die Referenzsorte WTI in der zweiten Jahresh\u00e4lfte 2025 nach unten bewegt und der von Navarro genannten Marke gen\u00e4hert. Seit Dezember allerdings geht es in die andere Richtung, und zwar durchaus steil. Bis Mitte Februar stieg der Preis um fast zehn Prozent. Und auch die US-Inflation hat die Regierung nicht wirklich in den Griff bekommen.<\/p>\n<p>Wichtigster Grund f\u00fcr den j\u00fcngsten Auftrieb ist die Furcht vor einem erneuten Angriff der USA auf den Iran, und diese Furcht hat zuletzt massiv zugenommen. Seit Ende Januar haben die Amerikaner nach \u00fcbereinstimmenden US-Medienberichten ihre milit\u00e4rische Pr\u00e4senz im Roten Meer, in der Stra\u00dfe von Hormus und am Persischen Golf schrittweise verst\u00e4rkt. Satellitenbilder zeigen, dass seit Ende Januar mindestens zw\u00f6lf US-Kampfflugzeuge vom Typ F-15 auf einem jordanischen Luftwaffenst\u00fctzpunkt stationiert wurden. Am Wochenende k\u00f6nnte die Flugzeugtr\u00e4gergruppe USS Gerald Ford in der Region eintreffen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/boersenkurse\/derivate\/wti+crude+r26+future+feb-26-35899912\" rel=\"noreferrer\" target=\"_blank\"><figcaption>WTI Crude r26 FUTURE Feb.\/26 66,41<\/figcaption><\/a><\/p>\n<p>Zugleich wird zwischen den USA und dem Iran in Genf \u00fcber ein m\u00f6gliches neues Abkommen verhandelt, bisher allerdings ohne greifbare Ergebnisse. All dies macht die M\u00e4rkte nerv\u00f6s \u2013 zusammen mit einem vergleichsweise harten Winter in den USA und Europa sowie Lieferunterbrechungen beim \u00d6l-Lieferanten Kasachstan. Das eigentliche Problem f\u00fcr die Investoren ist dabei gar nicht die iranische \u00d6lversorgung selbst. Das Land steht unter Sanktionen und liefert aktuell fast ausschlie\u00dflich an China. &quot;Die Bedeutung des Iran auf den \u00d6lm\u00e4rkten geht weit \u00fcber sein eigenes Produktionsprofil hinaus&quot;, hei\u00dft es in einer Iran-Analyse des norwegischen Energieberatungsunternehmens Rystad Energy. &quot;Das geopolitische Gewicht des Landes beruht auf seiner strategischen Lage, seinem Einfluss auf die regionale Sicherheitsdynamik und seiner F\u00e4higkeit, wichtige Energieinfrastrukturen und Transitrouten zu st\u00f6ren.&quot;<\/p>\n<p>Konkret k\u00f6nnte der Iran im Fall eines Konflikts mit den USA die Meerenge von Hormus blockieren, durch die ein bedeutender Teil der globalen \u00d6lexporte transportiert wird. Nach Sch\u00e4tzungen der US-Energiebeh\u00f6rde EIA entspricht die Menge etwa einem F\u00fcnftel des globalen Verbrauchs von Erd\u00f6lprodukten.<\/p>\n<h2>Vor allem China hat vergangene Monate genutzt<\/h2>\n<p>Aktuell sind daher im Groben drei Szenarien denkbar: Das f\u00fcr einen niedrigen \u00d6lpreis g\u00fcnstigste w\u00e4re ein umfassendes neues Atomabkommen zwischen den USA und dem Iran, in dessen Rahmen die Sanktionen gegen Teheran zum Teil aufgehoben w\u00fcrden \u2013 eine Variante, die aktuell eher unwahrscheinlich scheint. In einem zweiten Szenario k\u00f6nnten sich die USA auf einen begrenzten Angriff auf den Iran beschr\u00e4nken, durch den dessen Atomprogramm weiter zur\u00fcckgeworfen, aber kein l\u00e4ngerer Krieg ausgel\u00f6st w\u00fcrde. Ein solcher Verlauf k\u00e4me dem ersten Angriff der Trump-Regierung auf den Iran nahe \u2013 in dessen Folge der globale \u00d6lpreis kurzfristig nach oben schoss, dann aber rasch wieder fiel.<\/p>\n<p>Die dritte Variante ist die f\u00fcr den Markt alarmierende: ein vollumf\u00e4nglicher Angriff mit dem Ziel, das Regime in Teheran loszuwerden und durch eines zu ersetzen, das den USA freundlicher gegen\u00fcbersteht. &quot;Die \u00d6lm\u00e4rkte d\u00fcrften weiterhin sehr empfindlich auf Entwicklungen im Iran reagieren&quot;, hei\u00dft es bei Rystad Energy.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/mediathek\/videos\/politik\/Was-droht-wenn-die-USA-den-Iran-angreifen-id30305418.html\" rel=\"noreferrer\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/logo_grey.svg\" alt=\"Umbach_Iran\"\/>Versch\u00e4rfte Lage in der RegionWas droht, wenn die USA den Iran angreifen?<\/a><\/p>\n<p>Im Kern allerdings spielt sich die m\u00f6gliche Iran-Krise in einer Zeit ab, in der die M\u00e4rkte deutlich entspannter auf Lieferunterbrechungen reagieren als noch in fr\u00fcheren Jahrzehnten. Das liegt daran, dass die Welt vergleichsweise gut mit \u00d6l versorgt ist. Dem aktuellen \u00d6lmarkt-Bericht der Internationalen Energieagentur (IEA) zufolge wird best\u00e4ndig mehr produziert als gebraucht wird. &quot;Da das Angebot weiterhin die Nachfrage \u00fcbersteigt, stiegen die beobachteten \u00d6lvorr\u00e4te im Dezember um weitere 37 Millionen Barrel&quot;, hei\u00dft es in dem Bericht. Deshalb profitierten \u00d6l-Aktien wie Shell und Chevron bislang auch kaum von den Unruhen \u2013 und d\u00fcrften es auch perspektivisch nicht automatisch leichter haben.<\/p>\n<p>Vor allem China hat die vergangenen Monate genutzt, um mit billigem iranischem und russischem \u00d6l Reserven anzulegen. Dar\u00fcber hinaus wird einfach weniger \u00d6l ben\u00f6tigt, weil die Elektrifizierung des Verkehrs voranschreitet. Das Niveau der weltweiten Lagerbest\u00e4nde liegt danach auf einer H\u00f6he, die seit 2020 nicht mehr erreicht wurde \u2013 also mitten in der Pandemie.<\/p>\n<p>Dieser Artikel ist zuerst bei Capital.de erschienen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wirtschaft \u00d6l wird teurerIran-Krise durchkreuzt Trumps 50-Dollar-Versprechen 19.02.2026, 16:23 Uhr Nils Kreimeier Konkret k\u00f6nnte der Iran im Fall eines Konflikts mit den USA die Meerenge von Hormus blockieren, durch die<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-31528","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-nachrichten"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/31528","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=31528"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/31528\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=31528"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=31528"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=31528"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}