{"id":31523,"date":"2026-02-18T23:07:36","date_gmt":"2026-02-18T20:07:36","guid":{"rendered":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/nato-soldaten-vor-fehmarn-wenn-der-ernstfall-an-der-ostsee-eintritt\/"},"modified":"2026-02-18T23:07:36","modified_gmt":"2026-02-18T20:07:36","slug":"nato-soldaten-vor-fehmarn-wenn-der-ernstfall-an-der-ostsee-eintritt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/nato-soldaten-vor-fehmarn-wenn-der-ernstfall-an-der-ostsee-eintritt\/","title":{"rendered":"Nato-Soldaten vor Fehmarn : Wenn der Ernstfall an der Ostsee eintritt"},"content":{"rendered":"<p class=\"caps\">Politik<\/p>\n<h2>Nato-Soldaten vor Fehmarn Wenn der Ernstfall an der Ostsee eintritt<\/h2>\n<p>18.02.2026, 17:41 Uhr <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/autoren\/Frauke-Niemeyer-article21397208.html\" rel=\"noreferrer\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/img\/4047465\/1744363629\/Img_1_1\/36\/Unbenannt.webp\" alt=\"Unbenannt\"\/>Von Frauke Niemeyer<\/a>Artikel anh\u00f6ren(11:28 min)<audio src=\"https:\/\/mp3.n-tv.de\/2026\/02\/TTSART_30378041_20260218174211-radleg2.mp3\"><\/audio>00:00 \/ 11:28<\/p>\n<ul>\n<li>0.5x<\/li>\n<li>0.8x<\/li>\n<li>1.0x<\/li>\n<li>1.2x<\/li>\n<li>1.5x<\/li>\n<li>2.0x<\/li>\n<\/ul>\n<figure><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/img\/30378025\/1771431273\/Img_16_9\/1024\/KIEL-GERMANY-FEBRUARY-18-NATO-s-largest-exercise-this-year-AeuSteadfast-Dart-2026-Aeu-is-underway-at-the-Putlos-training-and-exercise-area-near-the-city-of-Kiel-Germany-on-February-18-2026.webp\" alt=\"KIEL-GERMANY-FEBRUARY-18-NATO-s-largest-exercise-this-year-AeuSteadfast-Dart-2026-Aeu-is-underway-at-the-Putlos-training-and-exercise-area-near-the-city-of-Kiel-Germany-on-February-18-2026\"\/><figcaption>Bei &quot;Steadfast Dart&quot; \u00fcbt die schnelle Eingreiftruppe der Nato im gro\u00dfen Stil die Truppenverlegung, an der Ostseek\u00fcste etwa das amphibische Anlanden. (Foto: picture alliance \/ Anadolu)<\/figcaption><\/figure>\n<p>Sollte Russland das Baltikum angreifen, dann steht als Erstes die Allied Reaction Force der Nato an der Front. Aber wie kommt sie schnellstens dorthin? Das \u00fcben 10.000 Soldaten derzeit in Deutschland. <\/p>\n<p>Zun\u00e4chst kommen die Taucher. Sie steigen aus dem eiskalten Ostseewasser und sichern den verschneiten Strand ab, gemeinsam mit Minenr\u00e4umern. Erst dann landen die Spezialkr\u00e4fte auf Schnellbooten an, begleitet von einem Dr\u00f6hnen am Himmel. Die Luftwaffe sichert die Landung der Streitkr\u00e4fte mit Jets und Hubschraubern. Schlie\u00dflich bringen Amphibienfahrzeuge Fahrzeuge und Ger\u00e4t an den Strand. <\/p>\n<p>Eine &quot;amphibische Anlandung&quot; trainiert die Nato am Mittwoch vor dem Truppen\u00fcbungsplatz Putlos in Schleswig-Holstein. 2600 Streitkr\u00e4fte, 15 Schiffe. Die durften nicht einfach am nahgelegenen Kai in Heiligenhafen anlegen und Mensch und Material an Land lassen. Denn im Kriegsfall gibt es den Kai in Heiligenhafen vielleicht gar nicht mehr. <\/p>\n<p>&quot;Steadfast Dart&quot; hei\u00dft die \u00dcbung, die den Rahmen f\u00fcr die Anlandung vorgibt, &quot;standfester Pfeil&quot;. In dieser gr\u00f6\u00dften Nato-\u00dcbung des Jahres trainiert die Allied Reaction Force (ARF), die schnelle Eingreiftruppe der Nato, die Truppenverlegung. <\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/mediathek\/videos\/politik\/Nato-Soldaten-stuermen-Ostseestrand-mit-schwerem-Geraet-id30377485.html\" rel=\"noreferrer\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/logo_grey.svg\" alt=\"Nato\u00dcbungOstsee\"\/>Gro\u00dfman\u00f6ver an deutscher K\u00fcsteNato-Soldaten st\u00fcrmen Ostseestrand mit schwerem Ger\u00e4t<\/a><\/p>\n<p>Wenn Russland einen Baltenstaat, also Nato-Territorium, angreifen sollte und aus allen Richtungen Streitkr\u00e4fte zur Verteidigung anr\u00fcckten, dann w\u00fcrde das zentral gelegene Deutschland zur logistischen Drehscheibe werden. Und schon dadurch zu einem Angriffsziel. Auch unter solchen Umst\u00e4nden muss der Nachschub weiterlaufen. Ein Satz zieht sich seit Jahrzehnten durch Analysen von Milit\u00e4rexperten und Gener\u00e4len: &quot;Der Amateur denkt im Krieg \u00fcber Strategien nach. Der Profi \u00fcber Logistik.&quot; <\/p>\n<p>Szenario f\u00fcr die \u00dcbung: Es gibt keinen Hafen mehr, in dem die Schiffe anlanden k\u00f6nnten, also muss amphibisch abgeladen werden. Die Amphibienfahrzeuge steuern \u00fcbers Wasser in den Bauch des spanischen Landungsschiffs &quot;Castilla&quot; hinein, nehmen dort Milit\u00e4rfahrzeuge und andere Ger\u00e4te auf, fahren zum nahegelegenen Strand und lassen ihre Ladung trocken von Bord. Das muss im Ernstfall so schnell und problemlos gehen, dass auch ein Flugzeugtr\u00e4ger wie die am Man\u00f6ver beteiligte t\u00fcrkische &quot;Anadolu&quot; die 100 Fahrzeuge, die sie an Bord hat, ohne Verz\u00f6gerung loswird. <\/p>\n<h2>&quot;Nicht mal einen Zentimeter&quot;<\/h2>\n<p>Als &quot;Anadolu&quot; und &quot;Castilla&quot; am Mittwoch an der deutschen Ostseek\u00fcste abladen, haben sie knapp drei Wochen Fahrt auf hoher See hinter sich. F\u00fcr &quot;Steadfast Dart&quot; sind sie Ende Januar in Spanien aufgebrochen und wurden dazu von einer deutschen Abordnung verabschiedet. <\/p>\n<p>R\u00fcckblende Ende Januar: Ein knappes Dutzend deutsche Soldaten, allesamt in Tarnanz\u00fcgen, besteigen an einem eisigen Berliner Morgen einen A400M. Von hinten \u00fcber die heruntergelassene Ladeklappe gelangen sie in den Frachtraum des Transportfliegers. Ein A400M von innen &#8211; das ist vor allem sehr viel Platz. Die Propellermaschine wandelt sich nach Bedarf: L\u00e4dt man Kerosintanks im Frachtraum, dann wird sie zur fliegenden Tankstelle. Sie kann drei Gel\u00e4ndewagen oder einen Sch\u00fctzenpanzer transportieren. An diesem Morgen ist nichts an den massiven Krampen im Boden festgeschnallt au\u00dfer zwei Bierzeltgarnituren mit blauwei\u00dfer Tischdecke. Es soll gleich noch Fr\u00fchst\u00fcck geben. <\/p>\n<p>Das Ziel der Soldaten: die spanische Atlantikk\u00fcste. Im Milit\u00e4rhafen Rota wollen sie die &quot;Castilla&quot; und die &quot;Anadolu&quot; verabschieden, bevor sie sie im gro\u00dfen Verband von Spanien aus, um Frankreich herum nach Deutschland verlegen. <\/p>\n<figure><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/logo_grey.svg\" alt=\"Am-Nato-Manoever-Steadfast-Dart-sind-europaweit-rund-10-000-Soldaten-beteiligt\"\/><figcaption>Am Nato-Man\u00f6ver &quot;Steadfast Dart&quot; sind europaweit rund 10.000 Soldaten beteiligt. (Foto: \u00a9 Bundeswehr)<\/figcaption><\/figure>\n<p>Geleitet wird die gesamte Gro\u00df\u00fcbung vom deutschen Vier-Sterne-General Ingo Gerhartz, auch er an Bord der Maschine. 10.000 Streitkr\u00e4fte bewegt er zu Land, zu Wasser und in der Luft aus S\u00fcdeuropa Richtung Deutschland, der Drehscheibe im Herzen Europas. Dort trainieren sie gemeinsam auf gro\u00dfen Truppen\u00fcbungspl\u00e4tzen wie im nieders\u00e4chsischen Bergen. Auf Social Media posten die Verb\u00e4nde Bilder von unterwegs. Hashtag: #NotEvenAnInch &#8211; Nicht mal einen Zentimeter. <\/p>\n<p>Das klingt nicht nach fiktivem Szenario, nicht nach &quot;Wir \u00fcben so vor uns hin, um uns f\u00fcr was auch immer vorzubereiten&quot;. Keinen Zentimeter &#8211; das ist eine sehr klare Botschaft. Wenn man mit Soldaten an diesem Morgen im Flieger spricht, soweit das m\u00f6glich ist bei dem brachialen L\u00e4rm der Propeller, dann hat diese Botschaft einen klaren Adressaten. &quot;Die Ausrichtung unserer Man\u00f6ver hat sich in den letzten Jahren sp\u00fcrbar ver\u00e4ndert&quot;, sagt einer der M\u00e4nner. Weg von der Vorstellung eines fiktiven, unbestimmten Feindes, hin zu einem Szenario, das sich realit\u00e4tsnah an der politischen Lage orientiert. &quot;Wir \u00fcben, um bereit zu sein gegen Russland.&quot; <\/p>\n<figure><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/logo_grey.svg\" alt=\"KIEL-GERMANY-FEBRUARY-18-NATO-s-largest-exercise-this-year-AeuSteadfast-Dart-2026-Aeu-is-underway-at-the-Putlos-training-and-exercise-area-near-the-city-of-Kiel-Germany-on-February-18-2026\"\/><figcaption>&quot;Steadfast Dart&quot; an der Ostseek\u00fcste (Foto: picture alliance \/ Anadolu)<\/figcaption><\/figure>\n<p>Offiziell wird man diese Aussage nicht h\u00f6ren. &quot;Ich sehe das Man\u00f6ver nicht speziell gegen einen Gegner ausgerichtet&quot;, sagt General Gerhartz im Gespr\u00e4ch mit ntv.de. Der ehemalige Inspekteur der deutschen Luftwaffe kommandiert inzwischen das &quot;Allied Joint Force Command&quot; der Nato, zust\u00e4ndig f\u00fcr Zentraleuropa vom Atlantik bis zur russischen Grenze. F\u00fcr die Dauer von &quot;Steadfast Dart&quot; untersteht ihm die gesamte schnelle Eingreiftruppe. &quot;Wir bringen in dieser \u00dcbung verschiedenste Einheiten aus elf Nationen zusammen, um dann in Deutschland gemeinsam zu \u00fcben&quot;, sagt Gerhartz. &quot;Im Schwerpunkt steht die Konzentration auf uns selbst.&quot; <\/p>\n<p>10.000 Streitkr\u00e4fte zu bewegen und zwischendurch auch noch \u00fcben zu lassen, das ist logistisch eine enorme Herausforderung. 1500 Milit\u00e4rfahrzeuge sind unterwegs, mehr als 20 Flugzeuge und 17 Marineeinheiten. Neben &quot;Anadolu&quot; und &quot;Castilla&quot; auch Fregatten und U-Boote. <\/p>\n<h2>So nah wie m\u00f6glich am Ernstfall<\/h2>\n<p>&quot;Sollte es zu einem Krieg gegen Russland und Verb\u00fcndete kommen, ist man ziemlich schnell in Gr\u00f6\u00dfenordnungen, in Einsatzst\u00e4rken, die sich auf \u00dcbungspl\u00e4tzen gar nicht mehr unterbringen lassen&quot;, erkl\u00e4rt ein Soldat w\u00e4hrend des Fluges. Den Ernstfall in Originalgr\u00f6\u00dfe kann man nicht trainieren, denn dazu w\u00e4ren &quot;freilaufende Gro\u00df\u00fcbungen&quot; notwendig. &quot;F\u00fcr die wird man in Natostaaten kaum die n\u00f6tige Akzeptanz finden, wenn etwa ganze Landstriche belegt und von schwerstem Ger\u00e4t durchpfl\u00fcgt w\u00fcrden.&quot; <\/p>\n<figure><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/logo_grey.svg\" alt=\"KIEL-GERMANY-FEBRUARY-18-NATO-s-largest-exercise-this-year-AeuSteadfast-Dart-2026-Aeu-is-underway-at-the-Putlos-training-and-exercise-area-near-the-city-of-Kiel-Germany-on-February-18-2026\"\/><figcaption>KIEL, GERMANY &#8211; FEBRUARY 18: NATO&#039;s largest exercise this year, \u00c4\u00faSteadfast Dart 2026,\u00c4\u00f9 is underway at the Putlos training and exercise area near the city of Kiel, Germany on February 18, 2026. Dursun Aydemir \/ Anadolu (Foto: picture alliance \/ Anadolu)<\/figcaption><\/figure>\n<p>Mit &quot;Steadfast Dart&quot; versucht man, so nah wie m\u00f6glich an den Ernstfall heranzukommen. Zehn Meter hohe Wellen rund um die Biskaya tragen ganz ohne Zutun der Nato zur Herausforderung bei. Zus\u00e4tzlich sind mit den Partnern aus Frankreich und Gro\u00dfbritannien simulierte Luftangriffe verabredet. <\/p>\n<p>Eine so gro\u00dfe Flotte, die enorme Mengen an Mensch und Material transportiert, w\u00e4re im Ernstfall f\u00fcr die Russen ein wichtiges Ziel. &quot;Die Franzosen simulieren angreifende Luftfahrzeuge, der Verband muss eine Sicherheitsblase um sich herum schaffen, die feindliche Angriffe abwehrt&quot;, erkl\u00e4rt ein Soldat. Auch andere Verfahren werden durchgespielt. &quot;Br\u00e4nde auf Schiffen werden simuliert, ebenso wie Raketeneinschl\u00e4ge, wo ganze Bereiche evakuiert werden m\u00fcssen.&quot; <\/p>\n<p>Logistische Herausforderungen bilden vor allem die Schnittstellen &#8211; wenn etwa schweres Ger\u00e4t im Emdener Hafen vom Schiff auf den Schwerlasttransporter verladen werden m\u00fcsste, um dann \u00fcber Land zum \u00dcbungsplatz in der L\u00fcneburger Heide zu kommen. Da muss im Kriegsfall die Zusammenarbeit mit der Privatwirtschaft reibungslos klappen. Denn die Bundeswehr kann unm\u00f6glich selbst gen\u00fcgend Fahrzeuge vorhalten, um alle G\u00fcter f\u00fcr die Front zu transportieren. <\/p>\n<figure><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/logo_grey.svg\" alt=\"KIEL-GERMANY-FEBRUARY-18-NATO-s-largest-exercise-this-year-AeuSteadfast-Dart-2026-Aeu-is-underway-at-the-Putlos-training-and-exercise-area-near-the-city-of-Kiel-Germany-on-February-18-2026\"\/><figcaption>Anlander vor dem Truppen\u00fcbungsplatz Putlos (Foto: picture alliance \/ Anadolu)<\/figcaption><\/figure>\n<p>Gem\u00e4\u00df Nato-Vorgaben soll es keine zehn Tage dauern, bis die schnelle Eingreiftruppe kampfbereite Truppen aller Dimensionen samt Ger\u00e4ten an der Front hat. Zehn Tage &#8211; das klingt lang und nat\u00fcrlich k\u00f6nnten deutsche Eurofighter, franz\u00f6sische Rafale oder schwedische Gripen schon nach wenigen Stunden einsatzbereit im Kriegsgebiet sein. <\/p>\n<p>Aber ein Panzer, ein Transportfahrzeug, eine Haubitze l\u00e4sst sich nicht so schnell \u00fcber 1000 und mehr Kilometer verfrachten. Das kann im Gegenteil sogar dramatisch lange dauern, geht man nach den Erkenntnissen des Europ\u00e4ischen Rechnungshofs. Im vergangenen Jahr haben sich die EU-Beamten die milit\u00e4rische Mobilit\u00e4t in der Union vorgekn\u00f6pft und Ersch\u00fctterndes festgestellt. <\/p>\n<h2>Milit\u00e4r muss durchs Nadel\u00f6hr<\/h2>\n<p>Da ist von Milit\u00e4rtransporten die Rede, die von Portugal bis ins Baltikum 45 Tage dauern w\u00fcrden. Nicht, weil die R\u00e4der so langsam rollen, sondern, weil an jeder einzelnen Grenze bis zum Ziel ein neuer Wust von Zulassungsformularen und Nachweisen zu erbringen w\u00e4re. \u00dcber Jahrzehnte leistete sich jedes europ\u00e4ische Nato-Land seine ganz eigenen Vorschriften, nach denen eine Passage gew\u00e4hrt wurde. <\/p>\n<p>Das ist verst\u00e4ndlich, denn milit\u00e4risches Ger\u00e4t bringt Gefahren mit sich und eine Regierung m\u00f6chte kontrollieren k\u00f6nnen, wenn etwa Kriegsmunition durchs eigene Land rollt. Blo\u00df bremst das einen Milit\u00e4rtransport immens. <\/p>\n<p>Aus Sicht des Nato-Experten Rafael Loss m\u00fcssen die verb\u00fcndeten Staaten darum zunehmend Milit\u00e4rkorridore bilden, wie es Deutschland, die Niederlande und Polen vor zwei Jahren beschlossen haben. &quot;Weil viel Material durch das Nadel\u00f6hr zwischen diesen drei L\u00e4ndern an die Ostflanke gelangen muss, haben sich die drei Nato-Partner zusammengesetzt, gemeinsam die Infrastruktur geplant, aber auch Vorschriften angeglichen&quot;, erkl\u00e4rt Loss vom European Council on Foreign Relations. Dieser Musterkorridor soll sich nun erweitern um Staaten wie Belgien, Tschechien, Litauen und die Slowakei, &quot;er war gewisserma\u00dfen eine Initialz\u00fcndung&quot;. <\/p>\n<figure><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/logo_grey.svg\" alt=\"KIEL-GERMANY-FEBRUARY-18-NATO-s-largest-exercise-this-year-AeuSteadfast-Dart-2026-Aeu-is-underway-at-the-Putlos-training-and-exercise-area-near-the-city-of-Kiel-Germany-on-February-18-2026\"\/><figcaption>Eines der beteiligten Kriegsschiffe vor der deutschen Ostseek\u00fcste (Foto: picture alliance \/ Anadolu)<\/figcaption><\/figure>\n<p>Wenn die 10.000 Soldaten jetzt im Februar auf deutschen Truppen\u00fcbungspl\u00e4tzen \u00fcben, dann will man auch feststellen, ob sich bei der Mobilit\u00e4t schon sp\u00fcrbar etwas verbessert hat. &quot;Als Endzustand will man im Prinzip einen milit\u00e4rischen Schengenraum etablieren&quot;, so Loss. <\/p>\n<p>&quot;Steadfast Dart&quot; soll zeigen, &quot;dass wir in einer m\u00f6glichen Krise sehr schnell einem m\u00f6glichen Gegner aufzeigen k\u00f6nnen, wo die roten Linien liegen&quot;, sagt General Gerhartz. Dass sich die USA in diesem Jahr nicht beteiligen, sondern Spanien, Griechenland und die T\u00fcrkei, ist Zufall. Aber ein willkommener: Wenn sich besonders die S\u00fcdeurop\u00e4er mit Tausenden Kr\u00e4ften nach Norden bewegen, um einen fiktiven Angriff im Osten abzuwehren, soll das auch zeigen: Das &quot;Alle f\u00fcr einen&quot; gilt weiterhin. Nicht nur die Nachbarn sch\u00fctzen ein Natoland, sondern auch weit entfernte Verb\u00fcndete. Es ist eine Botschaft in Richtung des m\u00f6glichen Gegners, aber, vielleicht ebenso wichtig: auch ein Signal nach innen, an die Nato-Staaten selbst.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Politik Nato-Soldaten vor Fehmarn Wenn der Ernstfall an der Ostsee eintritt 18.02.2026, 17:41 Uhr Von Frauke NiemeyerArtikel anh\u00f6ren(11:28 min)00:00 \/ 11:28 0.5x 0.8x 1.0x 1.2x 1.5x 2.0x Bei &quot;Steadfast Dart&quot;<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-31523","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-nachrichten"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/31523","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=31523"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/31523\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=31523"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=31523"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=31523"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}