{"id":31515,"date":"2026-02-17T14:16:07","date_gmt":"2026-02-17T11:16:07","guid":{"rendered":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/druck-auf-ministerin-nimmt-zu-reiche-muss-niedrige-gasspeicher-fullstande-erklaren\/"},"modified":"2026-02-17T14:16:07","modified_gmt":"2026-02-17T11:16:07","slug":"druck-auf-ministerin-nimmt-zu-reiche-muss-niedrige-gasspeicher-fullstande-erklaren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/druck-auf-ministerin-nimmt-zu-reiche-muss-niedrige-gasspeicher-fullstande-erklaren\/","title":{"rendered":"Druck auf Ministerin nimmt zu: Reiche muss niedrige Gasspeicher-F\u00fcllst\u00e4nde erkl\u00e4ren"},"content":{"rendered":"<p class=\"caps\">Wirtschaft<\/p>\n<h2>Druck auf Ministerin nimmt zuReiche muss niedrige Gasspeicher-F\u00fcllst\u00e4nde erkl\u00e4ren<\/h2>\n<p>17.02.2026, 11:20 Uhr <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/autor-fallback.svg\" alt=\"image\"\/>Von Thomas SteinmannArtikel anh\u00f6ren(09:04 min)<audio src=\"https:\/\/mp3.n-tv.de\/2026\/02\/TTSART_30371263_20260217112102-radleg2.mp3\"><\/audio>00:00 \/ 09:04<\/p>\n<ul>\n<li>0.5x<\/li>\n<li>0.8x<\/li>\n<li>1.0x<\/li>\n<li>1.2x<\/li>\n<li>1.5x<\/li>\n<li>2.0x<\/li>\n<\/ul>\n<figure><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/img\/4347354\/1763454476\/Img_16_9\/1024\/429565288.webp\" alt=\"429565288\"\/><figcaption>Die Gasspeicher leeren sich wegen des kalten Winters schneller. (Foto: picture alliance\/dpa)<\/figcaption><\/figure>\n<p>Die Gasspeicher leeren sich, doch die zust\u00e4ndige Ministerin tut bislang nichts. Nun muss Katherina Reiche im Wirtschaftsausschuss deshalb kritische Fragen beantworten. Nicht nur die Opposition will Antworten.<\/p>\n<p>Es ist nicht lange her, dass Katherina Reiche zu Gast im Wirtschaftsausschuss des Bundestages war. Mitte Januar lud die Opposition die Wirtschaftsministerin in den Ausschuss, um sie zu einem Event im \u00f6sterreichischen Ferienort Seefeld zu befragen, das \u00d6sterreichs fr\u00fcherer Bundeskanzler Sebastian Kurz und Karl-Theodor zu Guttenberg, Ex-Verteidigungsminister und Reiches Lebensgef\u00e4hrte, organisiert hatten. Kritische Fragen blockte Reiche reihenweise ab, indem sie ihre Teilnahme an dem Treffen mit Unternehmern und Ministern aus anderen L\u00e4ndern als &quot;privat&quot; deklarierte. Und zu privaten Terminen m\u00fcssen Bundesminister nichts sagen.<\/p>\n<p>Ganz anders wird es sein, wenn Reiche an diesem Dienstagnachmittag den Abgeordneten erneut Fragen beantworten soll. Dieses Mal geht es in der Sondersitzung des Ausschusses f\u00fcr Wirtschaft und Energie, die nicht-\u00f6ffentlich als Videokonferenz angesetzt ist, um ein Thema, bei dem die CDU-Politikerin zweifellos die zust\u00e4ndige Ministerin ist: um die sich rapide leerenden Erdgasspeicher in Deutschland. Vor allem die Gr\u00fcnen erwarten Antworten, wie die Bundesregierung sicherstellen will, dass das Land ohne Gasengp\u00e4sse durch den restlichen Winter kommt.<\/p>\n<p>Seit Wochen sinken die F\u00fcllst\u00e4nde der deutschen Gasspeicher, inzwischen haben sie ein Niveau erreicht, das Experten Sorgen bereitet. An diesem Montag waren die Speicher im Bundesschnitt nur noch zu 23,5 Prozent gef\u00fcllt. In manchen Regionen liegen die F\u00fcllst\u00e4nde noch deutlich darunter &#8211; etwa in Bayern, wo der F\u00fcllstand landesweit 18 Prozent betr\u00e4gt. Gleichzeitig rollt in manchen Teilen der Republik eine neue K\u00e4ltewelle an, die dazu f\u00fchren k\u00f6nnte, dass sich die Speicher wieder mit einem schnelleren Tempo leeren als in den vergangenen Tagen. Das Gassystem fahre &quot;am Rande der Belastungsgrenze&quot;, warnte der Verband der Speicherbetreiber (Ines) schon Anfang Februar. <\/p>\n<p>W\u00e4hrend mit den abnehmenden F\u00fcllst\u00e4nden der Druck in den Speichern sinkt und manche Anlagen deshalb langsamer ins Netz ausspeisen, steigt der politische Druck auf Reiche. Die CDU-Ministerin hatte nach ihrem Amtsantritt im Mai entschieden, auf Eingriffe in den Markt zu verzichten, um bei der damals schon schleppenden Bef\u00fcllung der Speicher nachzuhelfen. Die fr\u00fchere Ampel-Regierung hatte nach dem russischen \u00dcberfall auf die Ukraine bewusst eingegriffen, um einen Gasmangel abzuwehren. Die Folge: Weil sich der Gasmarkt nach dem Ende der Pipeline-Lieferungen aus Russland strukturell ge\u00e4ndert hat und es sich f\u00fcr H\u00e4ndler nicht mehr rentiert, Gas im Sommer auf Vorrat f\u00fcr den Winter zu kaufen, wurden die Speicher vor diesem Winter wenig gef\u00fcllt. <\/p>\n<h2>Gr\u00fcne schie\u00dfen sich auf Reiche ein<\/h2>\n<p>Hinzu kam, dass durch einen sp\u00e4ten K\u00e4lteeinbruch im Fr\u00fchjahr 2025 noch Gas ausgespeichert wurde &#8211; statt mit dem Wiederauff\u00fcllen der Reservoire zu beginnen. Schon als die Gro\u00dfe Koalition im Mai die Regierung \u00fcbernahm, war klar, dass viele Speicher die Mindestf\u00fcllst\u00e4nde bereits aus technischen Gr\u00fcnden nicht mehr erreichen k\u00f6nnen. Zudem spekulierten viele Marktakteure darauf, dass der Staat wie in der Gaskrise 2022\/2023 notfalls eingreifen werde, um die Speicher auch zu hohen Preisen zu f\u00fcllen &#8211; was die Gaspreise f\u00fcr Lieferungen im Sommer trieb. Erst nachdem Reiche Anfang Juli klargemacht hatte, dass es mit ihr keine solchen Eingriffe geben werde, sanken die Preise f\u00fcr Gas im Sommer, sodass von da an mehr eingespeichert wurde.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/mediathek\/videos\/wirtschaft\/Gasspeicher-sind-nur-halb-so-voll-wie-sonst-zu-dieser-Zeit-id30366437.html\" rel=\"noreferrer\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/logo_grey.svg\" alt=\"Gasspeicher\"\/>Ministerium beschwichtigtGasspeicher sind nur halb so voll wie sonst zu dieser Zeit<\/a><\/p>\n<p>Dies alles f\u00fchrte dazu, dass das Land mit einem F\u00fcllstand in diesen Winter ging, der rund 20 Prozentpunkte unter dem des Vorjahres lag. Diesen R\u00fcckstand zu Beginn der Heizperiode schleppt das Gassystem nun durch ihren weiteren Verlauf, weshalb die Speicher trotz eines insgesamt nicht einmal besonders kalten Winters heute so leer sind wie noch nie zu diesem Zeitpunkt. Je nachdem, wie lange sich der Winter h\u00e4lt und wie sich die Temperaturen entwickeln, k\u00f6nnte die Lage noch heikel werden. Im Worst-Case-Szenario halten es manche Gasmanager sogar f\u00fcr denkbar, dass in einzelnen Regionen Industriebetriebe ihren Verbrauch einschr\u00e4nken m\u00fcssen. Von einem &quot;Zitterspiel&quot; ist in der Branche die Rede &#8211; auch f\u00fcr die verantwortliche Ministerin.<\/p>\n<p>Auch die Opposition gibt sich wegen der Lage alarmiert. Vor allem die Gr\u00fcnen, die Reiche sonst gerne eine allzu gro\u00dfe N\u00e4he zur Gasbranche unterstellen, haben sich auf die Ministerin eingeschossen. Als Reiches oberster Kritiker tritt Michael Kellner auf, in Ampel-Zeiten Parlamentarischer Staatssekret\u00e4r im Wirtschaftsministerium und nun energiepolitischer Sprecher der Gr\u00fcnen-Bundestagsfraktion. Kellner war nah dran, als der damalige Minister Robert Habeck nach Beginn des Ukrainekrieges mit staatlichen Gaseink\u00e4ufen eine Versorgungskrise abwenden musste. Sp\u00e4ter war Kellner daran beteiligt, Habeck im Bundestagswahlkampf 2025 als Krisenmanager zu inszenieren &#8211; w\u00e4hrend sich die Union an Habecks milliardenteuren Gask\u00e4ufen abarbeitete.<\/p>\n<p>&quot;Ministerin Reiche macht ihren Job nicht&quot;, schimpfte Kellner. Das Wirtschaftsministerium hoffe auf das Wetter, dabei sei die Lage &quot;angespannt&quot;. Vor der Ausschusssitzung am Dienstag versch\u00e4rfte er den Ton noch: Reiche wiege die Gaskunden in falscher Sicherheit, indem sie seit Wochen versichere, das Land werde gut durch den Winter kommen. Im Wirtschaftsausschuss werde sie viele Fragen beantworten m\u00fcssen.<\/p>\n<h2>Union will st\u00e4rkere Rolle des Staates<\/h2>\n<p>Reiches Ministerium und die ihm unterstellte Bundesnetzagentur, die f\u00fcr die Versorgungssicherheit verantwortlich ist, halten bislang stoisch an ihren beruhigenden Aussagen fest. Ihre Linie: die F\u00fcllst\u00e4nde der Speicher seien f\u00fcr sich genommen kein Gradmesser f\u00fcr m\u00f6gliche Engp\u00e4sse, dank der neuen Fl\u00fcssigerdgasterminals an Nord- und Ostsee k\u00f6nne Deutschland jetzt kurzfristiger reagieren. Auf dem Weltmarkt sei ausreichend Fl\u00fcssigerdgas (LNG) verf\u00fcgbar. Zudem gebe es auch noch die Nachbarl\u00e4nder, die bei Bedarf mehr Gas aus ihren LNG-Terminals oder Speichern liefern k\u00f6nnten. <\/p>\n<p>Kurzum: Die Versorgungslage sei stabil, ein Gasmangel derzeit nicht zu bef\u00fcrchten. In vertraulichen Gespr\u00e4chen allerdings sieht auch manch ein Fachbeamter in Reiches Haus die aktuelle Lage problematischer &#8211; auch mit Blick auf die Speicherst\u00e4nde bei Deutschlands Nachbarn, die teilweise ebenfalls sehr niedrig sind. Hinzu kommt die gro\u00dfe Frage, wie die Gasspeicher, die im Fr\u00fchjahr fast leer sein d\u00fcrften, zum n\u00e4chsten Winter wieder aufgef\u00fcllt werden sollen.<\/p>\n<p>Selbst die Unionsfraktion im Bundestag ist zuletzt bereits vorgeprescht. In einem Papier zur Gasversorgung f\u00e4llten die Energiepolitiker von CDU und CSU vergangene Woche ein kritisches Urteil zu Reiches bisherigem Ansatz, es alleine dem Markt zu \u00fcberlassen, die bestehenden staatlichen Vorgaben f\u00fcr Mindestf\u00fcllst\u00e4nde zu Beginn und Ende des Winters zu erreichen. Um die Bef\u00fcllung der Speicher sicherzustellen, m\u00fcsse der Staat k\u00fcnftig eine st\u00e4rkere Rolle spielen, forderten die Experten der Union: &quot;Bei der Versorgungssicherheit muss auf Nummer Sicher gegangen werden.&quot; Dies gelte insbesondere f\u00fcr geopolitische Risiken oder schwere Versorgungsschocks, in denen ein Versagen des Marktes zu bef\u00fcrchten w\u00e4re, hei\u00dft es in dem Papier. <\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/wirtschaft\/Heizen-mit-Gas-wird-trotz-leerer-Speicher-immer-billiger-id30368797.html\" rel=\"noreferrer\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/logo_grey.svg\" alt=\"Bei-Sonnenaufgang-bugsieren-Schlepper-den-LNG-Tanker-HELLAS-DIANA-in-den-Hafen-Mukran-auf-der-Insel-Ruegen-Das-299-Meter-lange-Schiff-bringt-die-dritte-FlA-ssigerdgas-Lieferung-in-diesem-Jahr-fuer-das-einzige-deutsche-Ostsee-LNG-Terminal-In-Mukran-wird-das-LNG-umgewandelt-danach-durch-eine-Pipeline-von-der-Insel-Ruegen-bis-zum-Gasknotenpunkt-Lubmin-gepumpt-und-dort-in-das-Gasnetz-eingespeist\"\/>B\u00f6rse erwartet LNG-SchwemmeHeizen mit Gas wird trotz leerer Speicher immer billiger<\/a><\/p>\n<p>Welche Instrumente dem Staat daf\u00fcr zur Verf\u00fcgung stehen sollen, lie\u00dfen die Unionsexperten zun\u00e4chst noch offen. Konkret erw\u00e4hnten sie lediglich den Aufbau einer strategischen Gasreserve, \u00e4hnlich wie es sie beim Erd\u00f6l bereits gibt. Diese solle gepr\u00fcft werden, um &quot;insbesondere disruptive Ereignisse abzusichern, ohne Marktverzerrungen zu erzeugen&quot;, schrieben sie. Zuvor hatten sich schon der Pr\u00e4sident der Bundesnetzagentur, Klaus M\u00fcller, und der Branchenverband BDEW f\u00fcr eine solche Reserve ausgesprochen. Allerdings steht die Debatte noch ganz am Anfang, so ist etwa noch unklar, wie gro\u00df sie sein m\u00fcsste und wer sie verwalten soll. <\/p>\n<p>Seit mehreren Wochen liegt zu diesem Thema in Reiches Ministerium ein Gutachten einer Beratungsfirma, das auf Fachebene ausgewertet wird. Was der Ministerin selbst vorschwebt, um die Bef\u00fcllung der Speicher in Zukunft sicherzustellen und einen \u00e4hnlich angespannten Winter wie diesen zu verhindern, hat sie bisher noch nicht zu erkennen gegeben &#8211; zumindest nicht \u00f6ffentlich. Klar ist, dass Fragen dazu in der Ausschusssitzung am Dienstag kommen werden.<\/p>\n<p>Dieser Text erschien zuerst bei capital.de <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wirtschaft Druck auf Ministerin nimmt zuReiche muss niedrige Gasspeicher-F\u00fcllst\u00e4nde erkl\u00e4ren 17.02.2026, 11:20 Uhr Von Thomas SteinmannArtikel anh\u00f6ren(09:04 min)00:00 \/ 09:04 0.5x 0.8x 1.0x 1.2x 1.5x 2.0x Die Gasspeicher leeren sich<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-31515","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-nachrichten"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/31515","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=31515"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/31515\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=31515"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=31515"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=31515"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}