{"id":31418,"date":"2026-02-02T21:36:02","date_gmt":"2026-02-02T18:36:02","guid":{"rendered":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/reisners-blick-auf-die-front-der-winter-bietet-auch-vorteile-fur-das-ukrainische-militar\/"},"modified":"2026-02-02T21:36:02","modified_gmt":"2026-02-02T18:36:02","slug":"reisners-blick-auf-die-front-der-winter-bietet-auch-vorteile-fur-das-ukrainische-militar","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/reisners-blick-auf-die-front-der-winter-bietet-auch-vorteile-fur-das-ukrainische-militar\/","title":{"rendered":"Reisners Blick auf die Front: &#8220;Der Winter bietet auch Vorteile f\u00fcr das ukrainische Milit\u00e4r&#8221;"},"content":{"rendered":"<p class=\"caps\">Politik<\/p>\n<h2>Reisners Blick auf die Front&quot;Der Winter bietet auch Vorteile f\u00fcr das ukrainische Milit\u00e4r&quot;<\/h2>\n<p>02.02.2026, 19:06 Uhr Artikel anh\u00f6ren(08:10 min)<audio src=\"https:\/\/mp3.n-tv.de\/2026\/02\/TTSART_30315768_20260202190614-radleg2.mp3\"><\/audio>00:00 \/ 08:10<\/p>\n<ul>\n<li>0.5x<\/li>\n<li>0.8x<\/li>\n<li>1.0x<\/li>\n<li>1.2x<\/li>\n<li>1.5x<\/li>\n<li>2.0x<\/li>\n<\/ul>\n<figure><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/img\/30316128\/1770055488\/Img_16_9\/1024\/In-this-photo-provided-by-Ukraine-s-65th-Mechanized-Brigade-press-service-soldiers-test-land-drones-in-Zaporizhzhia-region-Ukraine-Monday-Jan-26-2026.webp\" alt=\"In-this-photo-provided-by-Ukraine-s-65th-Mechanized-Brigade-press-service-soldiers-test-land-drones-in-Zaporizhzhia-region-Ukraine-Monday-Jan-26-2026\"\/><figcaption>Die K\u00e4lte mache nicht nur den Ukrainern, sondern vor allem den russischen Feinden zu schaffen, sagt Oberst Reisner. (Foto: AP)<\/figcaption><\/figure>\n<p>Kurz h\u00e4lt das Versprechen des Kremls an US-Pr\u00e4sident Trump &#8211; und Kiew wird nicht bombardiert. An anderer Stelle attackieren die Russen weiter brutal. F\u00fcr die Ukrainer ist die K\u00e4lte eine Katastrophe. F\u00fcr ihre Armee habe der Winter aber auch Vorz\u00fcge, sagt Oberst Reisner.<\/p>\n<p>ntv.de: Am Mittwoch werden die Friedensgespr\u00e4che mit russischen und ukrainischen Vertretern fortgef\u00fchrt. Im Vorfeld sagte der Kreml US-Pr\u00e4sident Donald Trump zu, keine Energieinfrastruktur mehr zu beschie\u00dfen. Wurde das eingehalten?<\/p>\n<p>Markus Reisner: Ja, aber diese kurze Pause ist leider schon wieder vorbei. Bis zu Beginn der Gespr\u00e4che am Mittwoch sind weitere schwere Angriffe der Russen zu bef\u00fcrchten. Zudem hat das kurze Innehalten der Russen nur f\u00fcr Kiew gegolten, die Angriffe auf andere St\u00e4dte sind unvermindert weiter gegangen. Im gesamten Januar gab es jeden Tag Angriffe, meistens von mindestens 100 Drohnen. Am 20. und 24. Januar gab es die letzten schweren Angriffe mit jeweils fast 400 Drohnen, Marschflugk\u00f6rpern und Raketen.<\/p>\n<figure><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/logo_grey.svg\" alt=\"Markus-Reisner-ist-Historiker-und-Rechtswissenschaftler-Oberst-des-Generalstabs-im-Oesterreichischen-Bundesheer-und-Leiter-des-Institutes-fuer-Offiziersgrundausbildung-an-der-Theresianischen-Militaerakademie-Wissenschaftlich-arbeitet-er-u-a-zum-Einsatz-von-Drohnen-in-der-modernen-Kriegsfuehrung-Jeden-Montag-bewertet-er-fuer-ntv-de-die-Lage-an-der-Ukraine-Front\"\/><figcaption>Markus Reisner ist Historiker und Rechtswissenschaftler, Oberst des Generalstabs im \u00d6sterreichischen Bundesheer und Leiter des Institutes f\u00fcr Offiziersgrundausbildung an der Theresianischen Milit\u00e4rakademie. Wissenschaftlich arbeitet er u.a. zum Einsatz von Drohnen in der modernen Kriegsf\u00fchrung. Jeden Montag bewertet er f\u00fcr ntv.de die Lage an der Ukraine-Front. (Foto: privat)<\/figcaption><\/figure>\n<p>Die Feuerpause war also wieder nur eine PR-Aktion der Russen, um Trump zu beschwichtigen?<\/p>\n<p>Absolut. Und bei den Verhandlungen stellt sich die Frage, inwieweit die Ukraine noch Spielraum hat. Offenbar verkn\u00fcpfen die USA die Sicherheitsgarantien jetzt wieder mit der Frage des Gebietsverzichts. Die Ukraine soll aus Sicht der USA das Territorium im Donbass abgeben, erst dann bekommt sie Sicherheitsgarantien. Das ist ein R\u00fcckschritt zu vorigen Vereinbarungen, bei denen von vorbehaltslosen Sicherheitsgarantien der USA die Rede war. Trump und seine Regierung erh\u00f6hen den Druck auf Russland nicht. Der ukrainische Pr\u00e4sident Wolodymyr Selenskyj versucht, auf Zeit zu spielen, weil der Winter zu Ende geht und der Druck der Russen auf die Bev\u00f6lkerung dann wieder beherrschbarer wird.<\/p>\n<p>Wie ist die Lage der ukrainischen Zivilbev\u00f6lkerung angesichts der eisigen Temperaturen?<\/p>\n<p>Die Russen versuchen die Moral der Ukrainer zu brechen. Ein befreundeter Journalist in Kiew sagte mir, dass aufgrund der Abschaltungen von Strom und Energie die Folgesch\u00e4den gr\u00f6\u00dfer werden. Es gibt immer mehr geborstene Leitungen aufgrund gefrorenen Wassers und allt\u00e4gliche Sanit\u00e4ranlagen wie Toiletten funktionieren nicht mehr. Nach Angaben des Stromanbieters DTEK sind circa 70 Prozent der Energieversorgung in der Ukraine entweder zerst\u00f6rt oder besch\u00e4digt. Jeder neue Schlag der Russen hat verheerende Folgen. Darum hat Trump seinen russischen Amtskollegen Wladimir Putin gebeten, kurz innezuhalten.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/mediathek\/videos\/politik\/Militaeranalyst-zerlegt-Russlands-Feuerpausen-Narrativ-id30315355.html\" rel=\"noreferrer\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/logo_grey.svg\" alt=\"KoelnNews_333369080_1512\"\/>&quot;Krieg wird definitiv weitergehen&quot;Milit\u00e4ranalyst zerlegt Russlands Feuerpausen-Narrativ<\/a><\/p>\n<p>Und wie beeinflusst das Wetter die ukrainische Armee?<\/p>\n<p>Der Winter bietet an der Front auch Vorteile f\u00fcr das ukrainische Milit\u00e4r. Ich habe mit zwei ukrainischen Offizieren telefoniert. Der eine arbeitet in einem Brigadestab und der andere ist in einem Bataillon eingesetzt. Beide sind gerade wieder von der Front zur\u00fcckgekommen. Sie sagen, die Aufkl\u00e4rung russischer Angriffe falle im Winter leichter, da die B\u00e4ume keine Bl\u00e4tter mehr tragen. Die K\u00e4lte mache nicht nur den eigenen Leuten, sondern vor allem den russischen Feinden zu schaffen und vermindere deren Kampfkraft bei Offensivanstrengungen.<\/p>\n<p>Wie l\u00e4uft es denn bei den russischen Offensivversuchen?<\/p>\n<p>Insgesamt haben in den vergangenen Tagen die russischen Angriffe nicht nachgelassen. Besonders umk\u00e4mpft ist die Region Kupjansk, die inzwischen zu etwa 90 Prozent in ukrainischer Hand ist. Die Russen schicken v\u00f6llig menschenverachtend einen Trupp nach dem anderen vor, der so lange angreifen soll, bis den Ukrainern die Angriffsdrohnen ausgehen. Das Kalk\u00fcl dahinter: Man schickt so lange Soldaten als Kanonenfutter, bis ein Trupp irgendwann neuen Raum gewinnen kann.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/mediathek\/videos\/politik\/Russland-muss-fuer-Oel-grosse-Preisnachlaesse-hinnehmen-id30313778.html\" rel=\"noreferrer\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/logo_grey.svg\" alt=\"mr\"\/>Munz \u00fcber St\u00fctze der Wirtschaft&quot;Russland muss f\u00fcr \u00d6l gro\u00dfe Preisnachl\u00e4sse hinnehmen&quot;<\/a><\/p>\n<p>Dann wird bei den Russen also eine Patrone gegen ein Menschenleben gerechnet?<\/p>\n<p>Man kann zumindest sagen: Die Russen rechnen eine First Person View Drohne gegen ein Menschenleben. Drei neue Videos aus der vergangenen Woche haben gezeigt, wie russische Soldaten sich selbst t\u00f6ten aufgrund der Situation, weil sie v\u00f6llig verzweifelt sind in Anbetracht dieser Drohnen. Es ist absolut schrecklich.<\/p>\n<p>Die russischen Truppen haben ihre Drohnen j\u00fcngst aufgemotzt, indem sie Starlink-Satellitensch\u00fcsseln auf Drohnen montiert haben. Anschlie\u00dfend hat Unternehmer Elon Musk Ma\u00dfnahmen ergriffen, um das zu verhindern. Worum ging es dabei?<\/p>\n<p>Die Russen haben die Starlink-Satellitensch\u00fcsseln auf Drohnen vom Typ BM35 sowie Molniya-2 montiert. Dadurch k\u00f6nnen Drohnen besonders weit fliegen. Das ist perfekt f\u00fcr schwere Angriffe auf operativer Ebene, also in die Tiefe des ukrainischen Hinterlands, weit hinter der Front. Die Ukrainer haben abgest\u00fcrzte bzw. abgeschossene Drohnen am Boden analysiert und erkannt, dass diese mit Starlink geflogen sind. Anschlie\u00dfend hat die Ukraine Elon Musk gebeten, das zu unterbinden.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/mediathek\/videos\/politik\/Stromloses-Kiew-zittert-Haben-hier-gerade-23-Grad-id30313418.html\" rel=\"noreferrer\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/logo_grey.svg\" alt=\"nk\"\/>Kriewald: &quot;apokalyptische&quot; SzenenStromloses Kiew zittert &#8211; &quot;Haben hier gerade -23 Grad&quot;<\/a><\/p>\n<p>Was hat Musk gemacht?<\/p>\n<p>Er hat angewiesen, dass Objekte, die im Kriegsgebiet mit einer Geschwindigkeit von mehr als 90 Kilometern pro Stunde unterwegs sind, keinen Zugang mehr zum Starlink-System haben. Damit wird die Navigation f\u00fcr die Drohnen vom Typ Typ BM35 sowie Molniya-2 ausgeschaltet, weil diese so schnell unterwegs sind.<\/p>\n<p>Laut Medienberichten schr\u00e4nkte Musk w\u00e4hrend einer kritischen ukrainischen Gegenoffensive im ersten Kriegsjahr 2022 in der Region Cherson die Dienste seiner Starlink-Satelliten pl\u00f6tzlich ein. Warum stellt sich Musk jetzt auf die Seite der Ukrainer?<\/p>\n<p>Als die Starlink-Satelliten damals ausgeschaltet wurden, ging es um die Bef\u00fcrchtung der USA, dass die Russen den Einsatz taktischer Atomwaffen erw\u00e4gen. Musk wollte damals verhindern, zu einer weiteren Eskalation beizutragen. Im Verlauf der vergangenen Kriegsjahre war Starlink immer mal wieder verf\u00fcgbar und wurde dann wieder abgedreht. Im Moment ist es wieder im Einsatz. Trumps Regierung sieht in Starlink eine Chance, den Krieg nach ihrer Vorstellung zu lenken. Zwar fehlt der gro\u00dfe Druck auf Russland, aber die USA wollen auch verhindern, dass die Ukraine von einem Moment auf den anderen zusammenbricht. <\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/mediathek\/videos\/politik\/Bergleute-auf-dem-Heimweg-russischer-Angriff-trifft-Bus-id30313393.html\" rel=\"noreferrer\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/logo_grey.svg\" alt=\"BusBergleute\"\/>Mindestens ein Dutzend ToteBergleute auf dem Heimweg &#8211; russischer Angriff trifft Bus<\/a><\/p>\n<p>Warum spielen Drohnen auch bei den K\u00e4mpfen um Kupjansk so eine gro\u00dfe Rolle?<\/p>\n<p>Die Hotspots der K\u00e4mpfe lassen sich inzwischen daran erkennen, wo die Kriegsparteien jeweils Drohnentrupps und mit ihnen verbundene Elite-Einheiten einsetzen. Die wichtigste Drohnen-Elite-Einheit der Ukrainer hei\u00dft Magyar Birds, ihr russisches Pendant hei\u00dft Rubicon. Diese Einheiten erstellen ein Lagebild \u00fcber gegnerische Truppen f\u00fcr anschlie\u00dfende Drohnenangriffe. Wenn der Gegner nach diesen Attacken ausreichend geschw\u00e4cht ist, werden kleine Sturm- und Angriffstrupps am Boden ausgesendet. Das ist der Fall in Kupjansk. Es ist ein klassisches Katz-und-Maus-Spiel, bei dem die Ukraine die Russen zur\u00fcckgedr\u00e4ngt haben und die Russen jetzt wieder am Zug sind. Russischen Truppen ist es bislang nicht wieder gelungen, einen Fu\u00df in die T\u00fcr zu bekommen.<\/p>\n<p>Wo toben noch heftige K\u00e4mpfe?<\/p>\n<p>Die Russen versuchen gerade wieder mit kleinen Trupps aus dem Stadtgebiet von Pokrowsk heraus in Richtung Nordwesten vorzur\u00fccken. Im Donbass wurde die Stadt Siwersk bereits vor ein paar Wochen eingenommen. Von dort aus versuchen russische Truppen Richtung Slawjansk und Kramatorsk vorzusto\u00dfen. Auch bei Sumy und n\u00f6rdlich von Charkiw toben K\u00e4mpfe. Die Russen versuchen die Einnahme des Waldgebiets n\u00f6rdlich von Sumy, um von dort aus die Stadt angreifen zu k\u00f6nnen. Man kann erkennen, das der Druck der Russen trotz des kalten Winters kaum nachgelassen hat.<\/p>\n<p>Mit Markus Reisner sprach Lea Verstl<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Politik Reisners Blick auf die Front&quot;Der Winter bietet auch Vorteile f\u00fcr das ukrainische Milit\u00e4r&quot; 02.02.2026, 19:06 Uhr Artikel anh\u00f6ren(08:10 min)00:00 \/ 08:10 0.5x 0.8x 1.0x 1.2x 1.5x 2.0x Die K\u00e4lte<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-31418","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-nachrichten"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/31418","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=31418"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/31418\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=31418"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=31418"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=31418"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}