{"id":31400,"date":"2026-01-30T19:36:59","date_gmt":"2026-01-30T16:36:59","guid":{"rendered":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/fullstand-bei-35-prozent-deutsche-gasvorrate-reichen-theoretisch-noch-fur-rund-sechs-wochen\/"},"modified":"2026-01-30T19:36:59","modified_gmt":"2026-01-30T16:36:59","slug":"fullstand-bei-35-prozent-deutsche-gasvorrate-reichen-theoretisch-noch-fur-rund-sechs-wochen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/fullstand-bei-35-prozent-deutsche-gasvorrate-reichen-theoretisch-noch-fur-rund-sechs-wochen\/","title":{"rendered":"F\u00fcllstand bei 35 Prozent: Deutsche Gasvorr\u00e4te reichen theoretisch noch f\u00fcr rund sechs Wochen"},"content":{"rendered":"<p class=\"caps\">Wirtschaft<\/p>\n<h2>F\u00fcllstand bei 35 ProzentDeutsche Gasvorr\u00e4te reichen theoretisch noch f\u00fcr rund sechs Wochen<\/h2>\n<p>30.01.2026, 16:44 Uhr <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/autoren\/Juliane-Kipper-article19968017.html\" rel=\"noreferrer\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/img\/6564448\/1762777616\/Img_1_1\/36\/IMG_4708.webp\" alt=\"IMG_4708\"\/>Von Juliane Kipper<\/a>Artikel anh\u00f6ren(06:38 min)<audio src=\"https:\/\/mp3.n-tv.de\/2026\/01\/TTSART_30306387_20260130164509-radleg2.mp3\"><\/audio>00:00 \/ 06:38<\/p>\n<ul>\n<li>0.5x<\/li>\n<li>0.8x<\/li>\n<li>1.0x<\/li>\n<li>1.2x<\/li>\n<li>1.5x<\/li>\n<li>2.0x<\/li>\n<\/ul>\n<figure><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/img\/30306469\/1769785734\/Img_16_9\/1024\/Zahlreiche-Rohre-verlaufen-an-einer-technischen-Anlage-zur-Verdichtung-von-Erdgas-auf-dem-Gelaende-des-Erdgasspeichers-Rehden-der-SEFE-Storage-GmbH-Bei-der-Speicheranlage-handelt-es-sich-um-den-groessten-Erdgasspeicher-in-Westeuropa.webp\" alt=\"Zahlreiche-Rohre-verlaufen-an-einer-technischen-Anlage-zur-Verdichtung-von-Erdgas-auf-dem-Gelaende-des-Erdgasspeichers-Rehden-der-SEFE-Storage-GmbH-Bei-der-Speicheranlage-handelt-es-sich-um-den-groessten-Erdgasspeicher-in-Westeuropa\"\/><figcaption>Eine Ende M\u00e4rz 2027 auslaufende Verordnung schreibt in Deutschland vor, dass die meisten Speicher am 1. Februar zu mindestens 30 Prozent gef\u00fcllt sein m\u00fcssen. (Foto: picture alliance\/dpa)<\/figcaption><\/figure>\n<p>Die deutschen Gasspeicher sind mitten im Winter so leer wie seit Jahren nicht mehr. Zwar reicht das verbliebene Gas rechnerisch noch f\u00fcr mehrere Wochen, doch Marktbeobachter warnen: Spielraum f\u00fcr zus\u00e4tzliche Belastungen gibt es kaum.<\/p>\n<p>In den deutschen Gasspeichern ist momentan deutlich weniger Erdgas als in den Vorjahren \u2013 und das mitten im Winter. Der F\u00fcllstand liegt Ende Januar nur noch bei 35 Prozent. Im Vorjahr waren es um diese Zeit noch \u00fcber 60 Prozent. In den Speichern befinden sich nach Angaben der Preisberichtsagentur Argus Media noch 90 TWH an Speicherkapazit\u00e4t. &quot;Diese Menge reicht aus, um den gesamten Bedarf des Landes f\u00fcr rund sechs Wochen zum bisherigen Durchschnittsverbrauch im Januar zu decken&quot;, sagt die leitende Expertin f\u00fcr den globalen Gas- und LNG-Markt, Natasha Fielding, ntv.de.<\/p>\n<p>Das Bundeswirtschaftsministerium sieht darin keinen Grund f\u00fcr Alarmismus. Anders als in den Vorjahren st\u00fcnden schwimmende Fl\u00fcssiggasterminals f\u00fcr die Versorgung zur Verf\u00fcgung. &quot;Die inzwischen gut ausgebaute LNG-Infrastruktur in Deutschland und Europa erm\u00f6glicht neben der bestehenden und sicheren Hauptversorgung durch norwegisches Pipelinegas die notwendigen Importe nach Deutschland\u201c, sagt eine Sprecherin.<\/p>\n<p>Gleichwohl warnen Marktbeobachter zur Vorsicht, da die verbleibenden Reserven kaum noch Spielraum f\u00fcr zus\u00e4tzliche Belastungsproben lassen. Olaf Geyer von der Strategieberatung Arthur D. Little r\u00e4t dazu, die Situation ernst zu nehmen. Von einer akuten Versorgungskrise will der Energieexperte aber nicht sprechen. &quot;Kurzfristig ist das Risiko beherrschbar&quot;, sagt Geyer auf Anfrage von ntv.de. Kritisch w\u00fcrde es, wenn mehrere Faktoren gleichzeitig auftreten \u2013 etwa eine l\u00e4ngere K\u00e4lteperiode, zus\u00e4tzliche Ausf\u00e4lle bei Importen oder starke Verwerfungen auf den internationalen LNG-M\u00e4rkten. Er gibt auch zu bedenken: Niedrige Speicherst\u00e4nde erh\u00f6hen die Verwundbarkeit gegen\u00fcber Stresssituationen.<\/p>\n<p>Die unterirdischen Speicher in Europa sind derweil laut Argus Media mit gro\u00dfem Abstand so leer wie seit der Energiekrise 2022 nicht mehr. Die Ver\u00e4nderung der EU-Vorr\u00e4te innerhalb eines einzigen Jahres entspricht Zahlen vom 27. Januar zufolge einem Verlust von etwa 130 voll beladenen LNG-Tankern an gespeichertem Gas. Fielding sieht trotzdem keine reale Gefahr von Gasengp\u00e4ssen und Stromausf\u00e4llen. <\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/wirtschaft\/Wann-Gas-knapp-oder-wieder-teuer-werden-koennte-id30209542.html\" rel=\"noreferrer\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/logo_grey.svg\" alt=\"Abluft-kommt-aus-einem-Schornstein-eines-Gebaeudes-in-der-Innenstadt\"\/>K\u00e4lte noch kein ProblemWann Gas knapp oder wieder teuer werden k\u00f6nnte<\/a><\/p>\n<h2>&quot;Das Land k\u00e4mpft mit rekordverd\u00e4chtiger Witterung&quot;<\/h2>\n<p>Wie sich die F\u00fcllst\u00e4nde im Februar und M\u00e4rz entwickeln werden, h\u00e4ngt vor allem von den Temperaturen ab. Wenn es, wie einige Meteorologen vorhersagen, zu einem K\u00e4lteeinbruch kommt, k\u00f6nnte es im Fr\u00fchjahr Fielding zufolge zu einer besonders angespannten Versorgungslage in Europa kommen. Ein Blick in die USA macht Unternehmensberater Geyer Sorgen. &quot;Das Land k\u00e4mpft mit rekordverd\u00e4chtiger Witterung, die Gaspreise vor Ort haben eine dramatische Rallye gesehen.&quot; Die Winterst\u00fcrme in den USA haben H\u00e4ndler Argus Media zufolge zuletzt dazu veranlasst, Gas auf den heimischen Markt umzuleiten, statt es als LNG zu exportieren. &quot;Seit Beginn des Wochenendes f\u00fchrte dies zu einem R\u00fcckgang der US-LNG-Exporte um das \u00c4quivalent von sechs Ladungen&quot;, sagt Fielding. <\/p>\n<p>Eine Ende M\u00e4rz 2027 auslaufende Verordnung schreibt in Deutschland vor, dass die meisten Speicher am 1. November zu mindestens 80 Prozent und am 1. Februar zu mindestens 30 Prozent gef\u00fcllt sein m\u00fcssen. Gegenw\u00e4rtig sieht es danach aus, dass die Vorgabe knapp erreicht wird. Geyer h\u00e4lt diese Regelung grunds\u00e4tzlich f\u00fcr sinnvoll, verweist aber auf die Ausgestaltung. &quot;Zu starre Vorgaben k\u00f6nnen zu hohen Kosten f\u00fchren, zu flexible Vorgaben senken die Sicherheitsmarge.&quot; Politische Ma\u00dfnahmen haben in der Vergangenheit zwar die Versorgungssicherheit verbessert. Gleichzeitig zeigt sich, dass regulatorische Vorgaben allein keine ausreichenden Marktanreize ersetzen k\u00f6nnen. &quot;Wenn Einspeicherung wirtschaftlich unattraktiv ist, sinkt die Bereitschaft zur Vorsorge&quot;, so der Energieexperte.<\/p>\n<p>In der Debatte um eine Absicherung der Gasversorgung in Deutschland wird derweil eine strategische Gasreserve nach dem Vorbild der bestehenden \u00d6lreserven diskutiert. Eine solche Regelung kann sich Netzagentur-Pr\u00e4sident Klaus M\u00fcller gut vorstellen. Um auf externe Schocks schnell genug reagieren zu k\u00f6nnen, brauche es seiner Einsch\u00e4tzung nach Absicherungen. &quot;Bisher sind das die F\u00fcllstandsvorgaben.&quot; Sie h\u00e4tten sich aber als ein eher sperriges Instrument erwiesen, was den Markt verzerrte. <\/p>\n<p>Die gr\u00f6\u00dfte Herausforderung steht dem europ\u00e4ischen Gasmarkt Fielding zufolge allerdings erst noch bevor. N\u00e4mlich dann, wenn Europa im Sommer mehr Gas als in den letzten Jahren importieren muss, um sich f\u00fcr den n\u00e4chsten Winter einzudecken. Das Problem: Die Erwartungen einer hohen Nachfrage nach Wiederauff\u00fcllung der Vorr\u00e4te haben dazu gef\u00fchrt, dass die Gaspreise f\u00fcr den Sommer 2026 einen ungew\u00f6hnlichen Aufschlag gegen\u00fcber den Preisen f\u00fcr den Winter 2026\/2027 erfahren haben. Durch den ungew\u00f6hnlichen Preisaufschlag falle f\u00fcr H\u00e4ndler der Anreiz weg, in diesem Sommer Lagerkapazit\u00e4ten zu buchen und zu f\u00fcllen. &quot;Tun sie es nicht, k\u00f6nnte dies anschlie\u00dfend zu Kopfzerbrechen bei der Wiederauff\u00fcllung der Vorr\u00e4te f\u00fchren&quot;, sagt Fielding.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/wirtschaft\/Wenn-Gasspeicherung-zum-Minusgeschaeft-wird-id30082422.html\" rel=\"noreferrer\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/logo_grey.svg\" alt=\"Von-dem-Terminalschiff-Excelsior-wird-seit-Freitag-Gas-ins-deutsche-Gasnetz-eingespeist-Archivbild\"\/>F\u00fcllst\u00e4nde und Preise sinkenWenn Gasspeicherung zum Minusgesch\u00e4ft wird<\/a><\/p>\n<p>Damit ger\u00e4t auch die l\u00e4ngerfristige Ausrichtung des europ\u00e4ischen Gassystems in den Blick. Geyer sieht in der aktuellen Lage einen Vorgeschmack auf k\u00fcnftige Winter. &quot;Das europ\u00e4ische Gassystem ist heute st\u00e4rker von globalen LNG-M\u00e4rkten abh\u00e4ngig und damit anf\u00e4lliger f\u00fcr Wetterextreme, geopolitische Entwicklungen und logistische Engp\u00e4sse.&quot; Das bedeute nicht, dass jeder Winter kritisch werde, aber dass Volatilit\u00e4t und Unsicherheit zunehmen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wirtschaft F\u00fcllstand bei 35 ProzentDeutsche Gasvorr\u00e4te reichen theoretisch noch f\u00fcr rund sechs Wochen 30.01.2026, 16:44 Uhr Von Juliane KipperArtikel anh\u00f6ren(06:38 min)00:00 \/ 06:38 0.5x 0.8x 1.0x 1.2x 1.5x 2.0x Eine<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-31400","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-nachrichten"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/31400","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=31400"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/31400\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=31400"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=31400"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=31400"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}