{"id":31363,"date":"2026-01-25T00:08:45","date_gmt":"2026-01-24T21:08:45","guid":{"rendered":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/brutal-gegen-eigene-bevolkerung-trump-macht-stadte-mit-ice-zu-schlachtfeldern-und-verliert\/"},"modified":"2026-01-25T00:08:45","modified_gmt":"2026-01-24T21:08:45","slug":"brutal-gegen-eigene-bevolkerung-trump-macht-stadte-mit-ice-zu-schlachtfeldern-und-verliert","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/brutal-gegen-eigene-bevolkerung-trump-macht-stadte-mit-ice-zu-schlachtfeldern-und-verliert\/","title":{"rendered":"Brutal gegen eigene Bev\u00f6lkerung: Trump macht St\u00e4dte mit ICE zu Schlachtfeldern &#8211; und verliert"},"content":{"rendered":"<p>Politik<\/p>\n<h2>Brutal gegen eigene Bev\u00f6lkerungTrump macht St\u00e4dte mit ICE zu Schlachtfeldern &#8211; und verliert<\/h2>\n<p>24.01.2026, 20:36 Uhr <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/autor-fallback.svg\" alt=\"image\"\/>Von Roland Peters, New YorkArtikel anh\u00f6ren(08:33 min)<audio src=\"https:\/\/mp3.n-tv.de\/2026\/01\/TTSART_30280517_20260124203728-radleg2.mp3\"><\/audio>00:00 \/ 08:33<\/p>\n<ul>\n<li>0.5x<\/li>\n<li>0.8x<\/li>\n<li>1.0x<\/li>\n<li>1.2x<\/li>\n<li>1.5x<\/li>\n<li>2.0x<\/li>\n<\/ul>\n<figure><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/img\/30280520\/1769282670\/Img_16_9\/1024\/A-person-on-a-balcony-watches-the-scuffles-between-federal-agents-and-community-members-amid-tear-gas-clouds-at-the-scene-of-a-shooting-involving-federal-immigration-agents-in-Minneapolis-Minnesota-U-S-January-24-2026.webp\" alt=\"A-person-on-a-balcony-watches-the-scuffles-between-federal-agents-and-community-members-amid-tear-gas-clouds-at-the-scene-of-a-shooting-involving-federal-immigration-agents-in-Minneapolis-Minnesota-U-S-January-24-2026\"\/><figcaption>Nach der T\u00f6tung eines Zivilisten auf offener Stra\u00dfe am Samstag gehen ICE-Einsatzkr\u00e4fte mit Tr\u00e4nengas gegen Demonstranten vor. (Foto: REUTERS)<\/figcaption><\/figure>\n<p>In Minneapolis f\u00fchrt Trumps Abschiebebeh\u00f6rde ICE mit &quot;Operation Metro Surge&quot; ihren bislang brutalsten Einsatz durch. Deren Migrantenh\u00e4scher erschie\u00dfen nun einen weiteren Menschen. Umfragen legen nahe: Trump treibt es zu weit.<\/p>\n<p>Renee Good steht mit ihrem Auto quer \u00fcber der Einbahnstra\u00dfe in Minneapolis. Ein Mitarbeiter der Abschiebebeh\u00f6rde ICE weist die Frau an, auszusteigen, ein anderer, sie solle weiterfahren. Renee Good setzt ein St\u00fcck zur\u00fcck, dreht dann vorw\u00e4rts langsam in Fahrtrichtung ab. Ein weiterer Mitarbeiter an ihrem Fenster schie\u00dft viermal auf sie aus n\u00e4chster N\u00e4he; zweimal in die Brust, einmal in den Arm, einmal in den Kopf. &quot;Verdammte Fotze&quot;, sagt der vermummte Sch\u00fctze, w\u00e4hrend Goods Auto einige Meter weiter ein parkendes Auto und einen Laternenmast rammt. Sie ist nach wenigen Minuten tot. <\/p>\n<p>Das war am Morgen des 7. Januar. Seither hat der Streit um die brutale Vorgehensweise von ICE ein neues Niveau erreicht, sind die USA in Aufruhr; im eiskalten Minneapolis gehen die Menschen auf die Stra\u00dfe, konfrontieren die Abschiebekommandos, die sich mit Tr\u00e4nengas wehren. Am Freitag traten viele Privatunternehmen in Streik. Am Samstag erschoss ICE einen weiteren US-Amerikaner auf offener Stra\u00dfe. Dieses Wochenende im Januar ist der gewaltsame Kulminationspunkt von Trumps Migrationspolitik des ersten Amtsjahres, in dem ICE rund 500.000 Menschen abschob. Dabei haben ihre Mitarbeiter bislang mindestens sieben Menschen get\u00f6tet. <\/p>\n<p>Die Todesopfer, die Brutalit\u00e4t, der Rassismus, die Straflosigkeit von ICE, die offensichtlichen L\u00fcgen der Regierung: Kritiker sehen sich in ihrem Vorwurf best\u00e4tigt, dass die Migrantenh\u00e4scher wie eine gesetzlose Geheimpolizei des Wei\u00dfen Hauses agieren, deren Mitarbeiter bedingungslos gedeckt werden. ICE ist zwar permanent aktiv, zieht aber parallel mit Tausenden Uniformierten von Stadt zu Stadt, um konzertiert von dort abzuschieben. Bei der &quot;Operation Metro Surge&quot; in Minneapolis etwa sind laut US-Medien mehr als 3000 ICE-Angestellte im Einsatz, dazu Grenzpolizisten. H\u00e4ufig l\u00e4uft auch Greg Bovino, Chef der Grenzpolizei CBP, wie ein Feldherr mit milit\u00e4rischem Doppelknopfmantel durch die Stra\u00dfen, um sich ein Bild zu machen. <\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/politik\/ICE-Beamte-erschiessen-Mann-in-Minneapolis-id30280306.html\" rel=\"noreferrer\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/logo_grey.svg\" alt=\"Federal-agents-stand-guard-at-the-scene-of-a-shooting-involving-federal-immigration-agents-in-Minneapolis-Minnesota-U-S-January-24-2026\"\/>Video zeigt VorfallICE-Beamte erschie\u00dfen Mann in Minneapolis<\/a><\/p>\n<h2>\u00dcber den Asphalt gezerrt<\/h2>\n<p>Trump und seine Regierung begr\u00fcnden all dies mit angeblich ausufernder Kriminalit\u00e4t von Migranten, obwohl Statistiken das Gegenteil belegen: Einwanderer ohne Aufenthaltsgenehmigung sind demnach gesetzestreuer als Menschen mit US-Pass. Die \u00e4u\u00dferst hitzig gef\u00fchrte Debatte \u00fcber die &quot;gr\u00f6\u00dfte Abschiebeaktion in der Geschichte der USA&quot;, die die Republikaner angek\u00fcndigt hatten, bevor Trump zu seiner zweiten Amtszeit antrat, wird von \u00c4u\u00dferungen und fehlender Einsicht der Regierung befeuert, w\u00e4hrend ICE anscheinend ungebremst weiter durch US-amerikanische St\u00e4dte fegt. Immer wieder zeigen verst\u00f6rende Videoaufnahmen, wie die stets vermummten, meist in milit\u00e4rischem Olivgr\u00fcn agierenden Mitarbeiter Autofenster einschlagen, Frauen wie M\u00e4nner von Fahrersitzen heraus- und \u00fcber den Asphalt zerren. Dabei werden wiederholt US-Amerikaner zu Opfern. <\/p>\n<p>Zuletzt wurde ein internes Memo bekannt, wonach ICE-Mitarbeiter bei ihrer Suche nach Migranten auch ohne Durchsuchungsbefehl in Wohnungen und H\u00e4user eindringen d\u00fcrfen &#8211; obwohl dies offiziell als verfassungswidrig angesehen wird. Schon vorher gab es intensive \u00f6ffentliche Diskussionen um das Verhalten der Abschiebebeh\u00f6rde, die Betroffenen h\u00e4ufig nicht \u00fcber ihre Abschiebungen informiert, sondern sie vom Supreme Court gedeckt nach ihrem Aussehen und anderen Kriterien &#8211; racial profiling &#8211; einfach von der Stra\u00dfe weg festnimmt. Sie lauern bei Anh\u00f6rungen vor Gericht oder Visa-Interviews, an Bildungseinrichtungen und Gottesh\u00e4usern.<\/p>\n<p>&quot;Sie verfolgen Personen, weil sie nach Somalis oder Latinos aussehen, nichts anderes&quot;, sagte der B\u00fcrgermeister von Minneapolis, Jacob Frey. Am Freitag etwa sagten Mitarbeiter einer Schule, ICE-Uniformierte h\u00e4tten einen F\u00fcnfj\u00e4hrigen als Lockvogel benutzt, um dessen Vater festzunehmen. Die beiden Ecuadorianer h\u00e4tten auf dem vorgegebenen Wege Asyl beantragt, sagte ihr Anwalt. Sie wurden trotzdem in ein Abschiebegef\u00e4ngnis in Texas gebracht.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/politik\/ICE-ermaechtigt-Einsatzkraefte-zu-Hausdurchsuchungen-ohne-Richterbeschluss-id30270204.html\" rel=\"noreferrer\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/logo_grey.svg\" alt=\"Immigration-and-Customs-Enforcement-ICE-agents-including-one-wearing-a-NOT-ICE-face-covering-walk-near-their-vehicles-Thursday-Jan-15-2026-in-Richfield-Minn\"\/>Interne Mitteilung der Beh\u00f6rdeICE erm\u00e4chtigt Einsatzkr\u00e4fte zu Hausdurchsuchungen ohne Richterbeschluss<\/a><\/p>\n<h2>&quot;Absolute Immunit\u00e4t&quot;<\/h2>\n<p>Nach dem Tod Renee Goods behauptete Vizepr\u00e4sident JD Vance, die ICE-Mitarbeiter gen\u00f6ssen &quot;absolute Immunit\u00e4t&quot;. Trump nannte den Vorfall zuletzt eine &quot;Trag\u00f6die&quot; &#8211; weil Goods Vater, einer seiner &quot;tollen Anh\u00e4nger&quot; sei und dies hoffentlich bleibe: &quot;ICE wird manchmal Fehler machen&quot;, sagte er ziemlich ungef\u00e4hr. Das Heimatschutzministerium, zu dem ICE geh\u00f6rt, und das Wei\u00dfe Haus nannten Good eine &quot;Terroristin&quot; und verteidigten die T\u00f6tung als angebliche Notwehr des Todessch\u00fctzen. Statt gegen ihn ermittelt das Justizministerium gegen Goods Witwe sowie Minneapolis&#039; B\u00fcrgermeister Jacob Frey und Minnesotas Gouverneur Tim Walz. Mehrere Staatsanw\u00e4lte k\u00fcndigten aus Protest. <\/p>\n<p>Frey und Walz, im Jahr 2024 der Vize von Pr\u00e4sidentschaftskandidaten Kamala Harris, sind Demokraten, die Stadt Minneapolis ist eine oppositionelle Hochburg. Frey sagte, der Einsatz von ICE sei &quot;politische Rache&quot; und f\u00fchle sich an wie eine &quot;Besatzung&quot;. Die Beh\u00f6rde solle sich &quot;verdammt nochmal die Stadt verlassen.&quot; Gouverneur Walz forderte: &quot;Der Pr\u00e4sident muss diesen Einsatz beenden. Zieht die Tausenden gewaltt\u00e4tigen, nicht ausgebildeten Einsatzkr\u00e4fte aus Minnesota ab.&quot; <\/p>\n<p>Der Bundesstaat und Trump haben eine bewegte Vorgeschichte. Rund eineinhalb Kilometer vom Tod Renee Goods entfernt war George Floyd im Jahr 2020 von einem Polizisten get\u00f6tet wurden, weil er ihm mit dem Knie im Nacken die Luft abschn\u00fcrte. Der Vorfall l\u00f6ste eine Protestwelle gegen Polizeigewalt im ganzen Land aus.<\/p>\n<p>M\u00f6glicherweise schadet das rigorose Vorgehen von ICE den Republikanern Ende des Jahres, wenn die US-Amerikaner \u00fcber ein Drittel der Senatorensitze und das komplette Repr\u00e4sentantenhaus entscheiden. Trumps Umfragewerte sind bereits schlecht und inzwischen insbesondere auf j\u00fcngere und nicht-wei\u00dfe W\u00e4hler zur\u00fcckzuf\u00fchren, die ihn mit ihren Stimmen 2024 ins Amt gehoben hatten, ihm aber inzwischen wieder den R\u00fccken zukehren. <\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/politik\/Bundesstaat-Illinois-begehrt-gegen-Trumps-Invasion-auf-article26077851.html\" rel=\"noreferrer\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/logo_grey.svg\" alt=\"551277836\"\/>Chicago plant ICE-freie ZonenBundesstaat Illinois begehrt gegen &quot;Trumps Invasion&quot; auf<\/a><\/p>\n<h2>Auch Republikaner kritisch<\/h2>\n<p>\u00dcber die Vorgehensweise von ICE sagten Mitte Januar 61 Prozent der Befragten in einer Umfrage von &quot;New York Times&quot;\/Siena, sie gehe zu weit. Unter Demokraten waren 94 Prozent dieser Ansicht, unter Unabh\u00e4ngigen 71 Prozent. Republikanische W\u00e4hler scheinen im Gro\u00dfen und Ganzen einverstanden zu sein &#8211; 56 Prozent finden das Vorgehen angemessen und 24 wollen sogar, dass sie noch h\u00e4rter durchgreifen sollte. <\/p>\n<p>Doch ein weiteres Meinungsbild zeigt, dass Trump wom\u00f6glich sogar einen Teil der Republikaner verliert: Da sagten 12 Prozent von Trumps MAGA-Anh\u00e4ngern, die Abschiebebeh\u00f6rde gehe zu aggressiv vor, und 29 Prozent der Republikaner, die sich als &quot;Nicht-MAGA&quot; bezeichnen. Wenn als Kriterium f\u00fcr Erfolg gilt, ob die Bev\u00f6lkerung hinter der &quot;gr\u00f6\u00dften Abschiebeaktion der Geschichte&quot; steht und wie Trump, sein Anti-Migrations-Hardliner Stephen Miller und das Heimatschutzministerium sie durchf\u00fchren &#8211; k\u00f6nnten sie gescheitert sein. Die Auswirkungen werden die Republikaner wom\u00f6glich bei den Kongresswahlen sp\u00fcren.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Politik Brutal gegen eigene Bev\u00f6lkerungTrump macht St\u00e4dte mit ICE zu Schlachtfeldern &#8211; und verliert 24.01.2026, 20:36 Uhr Von Roland Peters, New YorkArtikel anh\u00f6ren(08:33 min)00:00 \/ 08:33 0.5x 0.8x 1.0x 1.2x 1.5x 2.0x Nach der T\u00f6tung eines Zivilisten auf offener Stra\u00dfe am Samstag gehen ICE-Einsatzkr\u00e4fte mit Tr\u00e4nengas gegen Demonstranten vor. 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