{"id":31321,"date":"2026-01-18T20:47:11","date_gmt":"2026-01-18T17:47:11","guid":{"rendered":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/wildes-erstes-amtsjahr-in-der-wut-wird-trump-sogar-zum-sozialisten\/"},"modified":"2026-01-18T20:47:11","modified_gmt":"2026-01-18T17:47:11","slug":"wildes-erstes-amtsjahr-in-der-wut-wird-trump-sogar-zum-sozialisten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/wildes-erstes-amtsjahr-in-der-wut-wird-trump-sogar-zum-sozialisten\/","title":{"rendered":"Wildes erstes Amtsjahr: In der Wut wird Trump sogar zum Sozialisten"},"content":{"rendered":"<p class=\"caps\">Politik<\/p>\n<h2>Wildes erstes AmtsjahrIn der Wut wird Trump sogar zum Sozialisten<\/h2>\n<p>18.01.2026, 17:56 Uhr <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/autor-fallback.svg\" alt=\"image\"\/>Eine Auswahl von Roland Peters, New YorkArtikel anh\u00f6ren(13:18 min)<audio src=\"https:\/\/mp3.n-tv.de\/2026\/01\/TTSART_30253103_20260118175619-radleg2.mp3\"><\/audio>00:00 \/ 13:18<\/p>\n<ul>\n<li>0.5x<\/li>\n<li>0.8x<\/li>\n<li>1.0x<\/li>\n<li>1.2x<\/li>\n<li>1.5x<\/li>\n<li>2.0x<\/li>\n<\/ul>\n<figure><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/img\/30253113\/1768682161\/Img_16_9\/1024\/President-Donald-Trump-shouts-a-comment-as-he-walks-to-Marine-One-for-departure-from-the-South-Lawn-of-the-White-House-Friday-Jan-16-2026-in-Washington.webp\" alt=\"President-Donald-Trump-shouts-a-comment-as-he-walks-to-Marine-One-for-departure-from-the-South-Lawn-of-the-White-House-Friday-Jan-16-2026-in-Washington\"\/><figcaption>Machthungrig: US-Pr\u00e4sident Donald Trump, hier am 16. Januar. (Foto: AP)<\/figcaption><\/figure>\n<p>Ist es schlimmer als in seiner ersten Amtszeit? Es ist schlimmer. Das erste Jahr von Donald Trumps zweiter Pr\u00e4sidentschaft ist vorbei. Es war wild und hat gezeigt: Sein Machthunger ist noch gr\u00f6\u00dfer geworden.<\/p>\n<p>&quot;Denken Sie, dass Pr\u00e4sident Trump ein Faschist ist?&quot;, fragt eine Journalistin im Oval Office den designierten New Yorker B\u00fcrgermeister, der sich selbst als Sozialisten bezeichnet. Als Zohran Mamdani zur Erkl\u00e4rung ansetzt, t\u00e4tschelt ihm Trump den Arm. &quot;Sie k\u00f6nnen es sagen&quot;, l\u00e4chelt der gutm\u00fctig: &quot;Das ist einfacher, als es zu erkl\u00e4ren.&quot; Mamdani antwortet: &quot;Ja.&quot; Trump zuckt nicht mal mit der Wimper. <\/p>\n<p>Trump ist kein Faschist, nur weil der New Yorker B\u00fcrgermeister dies sagt, aber sicher ist: Es war einer der bemerkenswerten Momente des vergangenen Jahres. Ebenso sicher: Trump ist ein autorit\u00e4rer Staatschef, dem demokratische Prozesse hinderlich erscheinen. Sein Machthunger ist nachhaltig und hatte sich schon vor dem 20. Januar 2025 angek\u00fcndigt, als er seine zweite Amtszeit antrat. Inzwischen f\u00fchlt es sich an, als seien seither zehn Jahre, nicht nur eins von vier, vergangen. Das hat mit der Rasanz zu tun, mit der Trump auf allen thematischen Hochzeiten tanzt, aber auch dem Stil seines Tanzes: nach eigenen Schrittmustern, nicht den durch Gepflogenheiten, Abkommen und Gesetze bestimmten. Der Pr\u00e4sident macht einfach, was er will &#8211; und akzeptiert Grenzen nur, wenn der Supreme Court eines seiner seltenen Stoppschilder zeigt.<\/p>\n<p>Au\u00dfenpolitisch hat er die Welt auf den Kopf gestellt mit seiner N\u00e4he zu Kremlchef Wladimir Putin, der Nibelungentreue zu Israel, der Entf\u00fchrung von Venezuelas Machthaber Nicol\u00e1s Maduro und einer neuen Monroe-Doktrin; kurz: einem neuen Imperialismus. Innenpolitisch trudelt Trump geh\u00f6rig, die vielen Versprechen kollidieren miteinander. In seinem gro\u00dfen Gesetzespaket &quot;Big Beautiful Bill&quot; hat er Reichen Steuergeschenke auf Kosten von Sozialprogrammen gemacht. Inzwischen muten Trumps Versuche, die Lebenshaltungskosten zu senken, manchmal wie sozialistische Verzweiflungsma\u00dfnahmen an: Er w\u00fctet gegen alles und jeden. Wenn er etwas als hinderlich f\u00fcr seine Politik ansieht, droht auch Unternehmen, verh\u00e4ngt eigenh\u00e4ndig Z\u00f6lle, macht Anweisungen per Dekret.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/politik\/Daten-zeigen-Trumps-Kahlschlag-in-Behoerden-id30227040.html\" rel=\"noreferrer\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/logo_grey.svg\" alt=\"October-29-2025-Washington-District-Of-Columbia-USA-Former-staff-of-the-United-States-Agency-for-International-Development-USAID-hold-a-candlelight-vigil-outside-their-former-DC-headquarters-to-mourn-those-who-have-died-from-cuts-to-U-S-foreign-aid-On-the-table-are-USAID-computers-which-will-be-distributed-to-countries-that-USAID-programs-once-served-The-Department-of-Government-Efficiency-DOGE-had-decided-it-would-be-too-costly-to-collect-the-computers-when-it-terminated-the-staff\"\/>Rausschmiss die AusnahmeDaten zeigen Trumps Kahlschlag in Beh\u00f6rden<\/a><\/p>\n<p>Trump versucht, sich nicht im Labyrinth seiner st\u00e4ndigen Suche nach dem n\u00e4chsten gewonnenen Konflikt zu verlieren. Und die Republikaner die Macht gleich mit. Bei den Kongresswahlen im November k\u00f6nnten die Demokraten die Mehrheit in beiden Kammern zur\u00fcckgewinnen. Ein Drittel der Senatoren sowie das komplette Repr\u00e4sentantenhaus wird neu gew\u00e4hlt. Es folgt eine innenpolitische Auswahl an Ereignissen aus dem ersten Jahr in Trumps zweiter Amtszeit. <\/p>\n<h2>&quot;Waste, fraud, and abuse&quot;<\/h2>\n<p>Kurz nach Antritt setzte Trump den reichsten Mann der Welt, Elon Musk, darauf an, angeblich verschwenderische Regierungsprogramme zu beenden und den US-Steuerzahlern bis Oktober eine Billion Dollar zu sparen. Unter dem Namen DOGE, Department of Government Efficiency, sollte die Regierung wie ein Silicon-Valley-Unternehmen mit technischer Hilfe auf Effizienz getrimmt werden. Doch Musk scheiterte an seinem Anspruch und damit auch Trumps Versprechen. DOGE sparte nur einen Bruchteil des Geldes ein, k\u00fcrzte insbesondere &quot;soft power&quot;-Programme &#8211; solche zu internationalen Friedensbem\u00fchungen und humanit\u00e4re Hilfsprogramme. Insgesamt sparte die US-Regierung nicht, sondern hat in Trumps ersten Jahr mehr Geld ausgegeben als zuvor. Der Schuldenberg w\u00e4chst weiter ungebremst. Inzwischen versucht sie, ein Betrugsschema im Bundesstaat Minnesota, mit dem Organisationen Hunderte Millionen Dollar an Covid-Hilfen erschlichen haben sollen, zum politischen Problem der Demokraten zu machen.<\/p>\n<h2>Siegergeschichten<\/h2>\n<p>In Trumps zweiter Pr\u00e4sidentschaft sind Fakten nur eine weitere Geschichte, an die man glaubt. So wie bei den angeblich international agierenden kriminellen Netzwerken, mit denen Trumps Regierung ihr rigoroses Vorgehen gegen Migranten begr\u00fcndet, die sie abschiebt. Ebenso rechtfertigt sie so au\u00dfergerichtliche T\u00f6tungen von Menschen auf Schnellbooten in der Karibik, ohne jemals Beweise vorgelegt zu haben. Auch die Vergangenheit soll sich nach den Ansichten des Pr\u00e4sidenten richten. Kurz nach Amtsantritt begnadigte Trump s\u00e4mtliche Beteiligte am Aufstand vom 6. Januar 2021, als seine Anh\u00e4nger das Kapitol gest\u00fcrmt hatten und mehrere Menschen starben. Die offizielle Version der Vorkommnisse ist nun: Die Polizei provozierte, die Demonstranten seien friedliche, patriotische Trump-Anh\u00e4nger gewesen, die Wahl &quot;gestohlen&quot;, und Vizepr\u00e4sident Mike Pence war ein &quot;Saboteur&quot;. Es geht aber dar\u00fcber hinaus. Trump versucht, die Geschichte umzuschreiben; er \u00fcbt enormen Druck aus, damit die Museen in Washington ihre Ausstellungen umgestalten; Negatives \u00fcber die Sklaverei soll m\u00f6glichst verschwinden.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/politik\/Wichtigste-US-Geschichtsmuseum-Smithonian-entfernt-kritische-Trump-Info-id30227652.html\" rel=\"noreferrer\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/logo_grey.svg\" alt=\"A-photograph-of-former-President-Donald-Trump-by-Pari-Dukovic-hangs-in-the-America-s-Presidents-exhibition-at-the-Smithsonian-s-National-Portrait-Gallery-in-Washington-Friday-May-14-2021\"\/>Nach Druck des Pr\u00e4sidentenUS-Geschichtsmuseum entfernt kritisches Hinweisschild zu Trump<\/a><\/p>\n<h2>Bereicherung und Korruption <\/h2>\n<p>Trump, seine Familie und seine Verb\u00fcndeten haben im ersten Amtsjahr enorm pers\u00f6nlich profitiert. Er selbst &quot;wie kein Pr\u00e4sident in der US-Geschichte&quot;, schreibt &quot;Time&quot;. Investoren pumpten Geld in seine Krypto- und andere Unternehmen. Trumps Besitz schoss laut Forbes von 4,3 Milliarden Dollar w\u00e4hrend des Wahlkampfes auf 7,3 Milliarden Dollar im September die H\u00f6he. Privatpersonen oder Staatsfonds k\u00f6nnten in Aktien und Kryptow\u00e4hrungen investieren, die das Verm\u00f6gen des Pr\u00e4sidenten vermehren; oder Anteile verkaufen, um es zu schm\u00e4lern. Der Pr\u00e4sident macht sich damit beeinflussbar, sagen Kritiker. Die Grenzen zwischen pers\u00f6nlichem und \u00f6ffentlichem Interesse sind v\u00f6llig verschwommen. Gesetzlich gedeckt ist es: Kann Trump behaupten, er habe im Rahmen seines Amtes gehandelt, ist er juristisch immun. Trump begnadigte neben den Aufst\u00e4ndischen vom 6. Januar auch eine Vielzahl an anderen Kriminellen, darunter Honduras&#039; Ex-Pr\u00e4sident Juan Orlando Hern\u00e1ndez, der als Kokainschmuggler zu 45 Jahren Haft verurteilt worden war. Maduro lie\u00df er aus \u00e4hnlichen Gr\u00fcnden entf\u00fchren und anklagen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/politik\/Trump-investiert-100-Millionen-Dollar-in-Anleihen-id30251811.html\" rel=\"noreferrer\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/logo_grey.svg\" alt=\"January-16-2026-Washington-District-Of-Columbia-United-States-U-S-President-Donald-Trump-walks-to-board-Marine-One-on-the-South-Lawn-of-the-White-House-as-he-departs-for-Palm-Beach-Florida-Trump-is-traveling-to-attend-a-dedication-ceremony-to-rename-a-portion-of-Southern-Boulevard-before-remaining-at-his-Mar-a-Lago-property-for-the-holiday-weekend-Trump-is-traveling-to-attend-a-dedication-ceremony-to-rename-a-portion-of-Southern-Boulevard-before-remaining-at-his-Mar-a-Lago-property-for-the-holiday-weekend\"\/>Deals mit Interessenkonflikt?Trump investiert 100 Millionen Dollar in Anleihen<\/a><\/p>\n<h2>Wirtschafts- und Erschwinglichkeitskrise<\/h2>\n<p>Seine Wirtschaftspolitik bereitet ihm innenpolitische Probleme. Nach einem Jahr stellen ihm 61 Prozent der US-Amerikaner ein schlechtes Zeugnis bei der Wirtschaftspolitik aus. Dieser Wert ist weit weg vom versprochenen &quot;Goldenen Zeitalter&quot; des Republikaners. Die Inflation ist weiterhin vorhanden und sp\u00fcrbar; da sind auf Verbraucher umgelegte Importz\u00f6lle, sprunghaft gestiegene Krankenversicherungskosten und weniger Jobs in der verarbeitenden Industrie, w\u00e4hrend der KI-Boom allerorten Arbeitspl\u00e4tze infrage stellt. Trump hatte das Gegenteil versprochen. Das erste Mal seit den 1950er Jahren beteiligt sich der Staat zudem an privaten Schl\u00fcsselunternehmen in den Branchen Chips, Lithium und Stahl. Ein bisschen &quot;Sozialismus&quot; ist offenbar auch f\u00fcr Trump keine S\u00fcnde &#8211; wenn er es selbst macht.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/wirtschaft\/Die-Inflation-quaelt-Trump-id30248308.html\" rel=\"noreferrer\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/logo_grey.svg\" alt=\"U-S-President-Donald-Trump-attends-a-Mexican-Border-Defense-Medal-presentation-in-the-Oval-Office-at-the-White-House-in-Washington-D-C-U-S-December-15-2025\"\/>Ironie der GeschichteDie Inflation qu\u00e4lt Trump<\/a><\/p>\n<p>Die Erschwinglichkeitskrise, mit der Trump selbst erfolgreich gegen die Demokraten Wahlkampf gemacht hatte, ist zu seiner eigenen Achillesferse geworden. Erste Stimmungstests per Gouverneurswahlen gingen krachend daneben, und Mamdani gewann als Linker &#8211; kaum repr\u00e4sentativ, aber ein deutlicher Fingerzeig &#8211; die B\u00fcrgermeisterwahl in New York City, der bev\u00f6lkerungsreichsten Stadt mit den h\u00f6chsten Lebenshaltungskosten im Land. Trump hat f\u00fcr ihn fast sozialistisch anmutenden Vorschl\u00e4ge und Ma\u00dfnahmen, um Lebenshaltungskosten zu senken: Etwa die Kreditlinien f\u00fcr Hausk\u00e4ufe auf ein halbes Jahrhundert ausweiten, Kreditkartenzinsen auf maximal zehn Prozent begrenzen und Medikamentenpreise per Absprache mit Pharma-Konzernen zu dr\u00fccken.<\/p>\n<h2>Die Epstein-Akten<\/h2>\n<p>Nach den ersten Monaten der politischen Flitterwochen suchten die Epstein-Akten Trump und seine Regierung heim &#8211; das tun sie bis heute. Die Diskussion um nicht ver\u00f6ffentlichte Informationen zum verstorbenen Sexualstraft\u00e4ter Jeffrey Epstein, der sich im Gef\u00e4ngnis das Leben genommen hatte, hat die MAGA-Basis nie losgelassen und zu den ersten Br\u00fcchen in seiner sonst so felsenfesten Basis gef\u00fchrt. Trump sah sich sogar gen\u00f6tigt, seine Anh\u00e4nger \u00f6ffentlich vor die Wahl zu stellen: Ich oder Epstein. Weshalb? Es hatte sich unter ihnen die \u00dcberzeugung breitgemacht, es existiere eine geheime Liste von Prominenten, denen Epstein Minderj\u00e4hrige f\u00fcr Sex vermittelt habe. Viele Republikaner machten mit dem Versprechen Wahlkampf, dies aufzudecken. Einmal an der Regierung, dementierten dieselben Personen, dass solche Informationen existieren. Im Streit \u00fcber das Thema brach Trumps Mehrheit im Kongress, der eigenh\u00e4ndig f\u00fcr eine Ver\u00f6ffentlichung aller Inhalte stimmte, die nicht die nationale Sicherheit betr\u00e4fen. <\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/politik\/Trump-bricht-die-eigene-Basis-weg-id30127917.html\" rel=\"noreferrer\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/logo_grey.svg\" alt=\"President-Donald-Trump-looks-out-into-the-crowd-as-he-speaks-at-Mount-Airy-Casino-Resort-Tuesday-Dec-9-2025-in-Mount-Pocono-Pa\"\/>Desastr\u00f6ses Zeugnis f\u00fcr Z\u00f6lleTrump bricht die eigene Basis weg<\/a><\/p>\n<h2>Abschiebungen und B\u00fcrgerrechte<\/h2>\n<p>Eines der gro\u00dfen Wahlkampfversprechen Trumps war die Abschottung der S\u00fcdgrenze zu Mexiko, \u00fcber die keine neuen Migranten mehr in die USA gelangen sollten &#8211; was die Regierung weitestgehend erreicht hat. Doch zu welchem Preis? Dem der Angst. Die meist vermummten, bewaffneten Mitarbeiter der Ausl\u00e4nderbeh\u00f6rde ICE gehen im Inland auch zur Abschreckung mit Brutalit\u00e4t vor. Die sozialen Netzwerke sind voll von \u00fcbergriffigen ICE-Mitarbeitern, erschreckenden Erfahrungsberichten und markigen Memes der Beh\u00f6rde. Dabei machen sie nicht vor US-Staatsangeh\u00f6rigen Halt. Zuletzt erschoss ein ICE-Mitarbeiter die 37-j\u00e4hrige US-Amerikanerin Renee Good in deren Auto in Minneapolis. Vizepr\u00e4sident Vance behauptete, ICE genie\u00dfe &quot;absolute Immunit\u00e4t&quot;, die Regierung sponn sich eine Rechtfertigung zusammen, die von Videos klar widerlegt wird. <\/p>\n<p>Die Wortwahl gegen Migranten ist extrem, angef\u00fchrt von Trumps Vize-Stabschef im Wei\u00dfen Haus, Stephen Miller. Ihm zufolge k\u00f6nne man auch dar\u00fcber nachdenken, in den USA geborenen Kindern von Migranten den Pass zu entziehen. In der Darstellung der Regierung wird im Zusammenhang mit Migration fast ausschlie\u00dflich von Kriminalit\u00e4t und Drogen gesprochen. Immer wieder hat Trump die Nationalgarde in St\u00e4dte geschickt. <\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/politik\/Trump-Ministerium-geht-gegen-Demokraten-in-Minnesota-vor-id30251786.html\" rel=\"noreferrer\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/logo_grey.svg\" alt=\"Protesters-gather-in-front-of-the-Whipple-Federal-Building-in-Minneapolis-United-States-on-January-15-2026-and-get-shot-with-pepperballs-pepper-spray-and-flash-bangs\"\/>&quot;Gef\u00e4hrliche, autorit\u00e4re Taktik&quot;Trump-Ministerium geht gegen Demokraten in Minnesota vor<\/a><\/p>\n<h2>Die Clicktatorship<\/h2>\n<p>&quot;Alles ist Content in Trumps zweiter Amtszeit&quot;, schreibt das US-Technikmagazin &quot;Wired&quot;: Die Regierung ver\u00f6ffentlicht Memes mit markigen Spr\u00fcchen, KI-Bilder und -Videos, etwa Alligatoren mit ICE-Kappe in Anspielung auf das Abschiebelager &quot;Alligator Alcatraz&quot;, die verantwortliche Heimatschutzministerin Kristi Noem ver\u00f6ffentlicht markige Videos, um Migranten abzuhalten. Aber ebenso andersherum bezieht sich die Regierung auch auf Behauptungen, die online unter ihren Unterst\u00fctzern popul\u00e4r werden, auch wenn sie nicht stimmen. Das ging schon im Wahlkampf los &#8211; da behauptete Trump bei der TV-Debatte, somalische Einwanderer w\u00fcrden Hunde und Katzen essen &#8211; und setzt sich fort. Gepaart mit dem autorit\u00e4ren Vorgehen der Regierung nennt das ein Wissenschaftler die &quot;Clicktatorship&quot;, die Klicktatur.<\/p>\n<h2>Wie dauerhaft ist Trumps Politik?<\/h2>\n<p>Seit dem Zweiten Weltkrieg hat kein Pr\u00e4sident mehr so wenige Gesetze in seinem ersten Amtsjahr unterschrieben wie Donald Trump. Niemand wei\u00df, ob er noch Vorhaben durch den Kongress bringen will &#8211; und ob er \u00fcberhaupt dazu kommen wird. Zuletzt zeigte sich erster Widerstand des Kongresses beim Ringen um die Staatsfinanzierung. Republikaner und Demokraten verabschiedeten gemeinsam Pakete f\u00fcr verschiedene Regierungsbereiche, obwohl Trump K\u00fcrzungen gefordert hatte. <\/p>\n<p>Die Zustimmungswerte in der Bev\u00f6lkerung sind nach dem ersten Jahr schlecht, liegen derzeit im Schnitt bei unter 43 Prozent. 55 Prozent der US-Amerikaner sind unzufrieden. Sie sind zudem wesentlich pessimistischer geworden, hat CNN festgestellt &#8211; nur jeder Vierte erwartet ein besseres kommendes Jahr. Bei Trumps Amtsantritt waren es noch 56 Prozent. Sollten sich Trumps Umfragewerte in den Kongresswahlergebnissen im November niederschlagen, m\u00fcsste sich Trump noch mehr auf Dekrete verlassen. Die k\u00f6nnen von einem Nachfolger wieder einkassiert werden. Der mittel- bis langfristige Schaden seiner Politik ist wom\u00f6glich bereits angerichtet.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Politik Wildes erstes AmtsjahrIn der Wut wird Trump sogar zum Sozialisten 18.01.2026, 17:56 Uhr Eine Auswahl von Roland Peters, New YorkArtikel anh\u00f6ren(13:18 min)00:00 \/ 13:18 0.5x 0.8x 1.0x 1.2x 1.5x<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-31321","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-nachrichten"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/31321","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=31321"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/31321\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=31321"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=31321"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=31321"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}