{"id":31285,"date":"2026-01-12T21:46:01","date_gmt":"2026-01-12T18:46:01","guid":{"rendered":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/reisners-blick-auf-die-front-die-jungsten-aktionen-zeigen-trump-legt-nach\/"},"modified":"2026-01-12T21:46:01","modified_gmt":"2026-01-12T18:46:01","slug":"reisners-blick-auf-die-front-die-jungsten-aktionen-zeigen-trump-legt-nach","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/reisners-blick-auf-die-front-die-jungsten-aktionen-zeigen-trump-legt-nach\/","title":{"rendered":"Reisners Blick auf die Front: &#8220;Die j\u00fcngsten Aktionen zeigen: Trump legt nach&#8221;"},"content":{"rendered":"<p class=\"caps\">Politik<\/p>\n<h2>Reisners Blick auf die Front&quot;Die j\u00fcngsten Aktionen zeigen: Trump legt nach&quot;<\/h2>\n<p>12.01.2026, 17:53 Uhr Artikel anh\u00f6ren(09:12 min)<audio src=\"https:\/\/mp3.n-tv.de\/2026\/01\/TTSART_30231911_20260112175424-radleg2.mp3\"><\/audio>00:00 \/ 09:12<\/p>\n<ul>\n<li>0.5x<\/li>\n<li>0.8x<\/li>\n<li>1.0x<\/li>\n<li>1.2x<\/li>\n<li>1.5x<\/li>\n<li>2.0x<\/li>\n<\/ul>\n<figure><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/img\/30232093\/1768237438\/Img_16_9\/1024\/WASHINGTON-DC-JANUARY-06-U-S-President-Donald-Trump-addresses-a-House-Republican-retreat-at-The-John-F-Kennedy-Center-for-the-Performing-Arts-on-January-06-2026-in-Washington-DC-House-Republicans-will-discuss-their-2026-legislative-agenda-at-the-meeting.webp\" alt=\"WASHINGTON-DC-JANUARY-06-U-S-President-Donald-Trump-addresses-a-House-Republican-retreat-at-The-John-F-Kennedy-Center-for-the-Performing-Arts-on-January-06-2026-in-Washington-DC-House-Republicans-will-discuss-their-2026-legislative-agenda-at-the-meeting\"\/><figcaption>Trump \u00fcbt laut Medienberichten durch CIA-Operationen Druck auf Russland aus, den Krieg zu beenden. (Foto: Getty Images)<\/figcaption><\/figure>\n<p>Ein entf\u00fchrter Diktator, Drohungen gegen Gr\u00f6nland und die Mullahs im Iran. Welche Strategie verfolgt Donald Trump, und kann die Ukraine profitieren? Putin sei das Gebaren des Westens nicht egal, analysiert Oberst Reisner &#8211; das zeige auch der Oreschnik-Angriff. <\/p>\n<p>ntv.de: Herr Reisner, US-Pr\u00e4sident Donald Trump beginnt das neue Jahr mit einem Paukenschlag. Die Entf\u00fchrung Maduros, neue Drohungen gegen Gr\u00f6nland und nun die Ank\u00fcndigung, mit dem Regime im Iran zu verhandeln. Steckt ein Konzept dahinter? <\/p>\n<p>Im Hintergrund dieser Aktionen schwebt die zunehmende Auseinandersetzung der USA mit China. Venezuela und der Iran sind f\u00fcr Peking wichtige Vorposten und Erd\u00f6llieferanten. Ein Regimesturz im Iran und in Venezuela k\u00f6nnte bedeuten, dass China bis zu einem Viertel seiner \u00d6lversorgung wegbricht. Das h\u00e4tte nat\u00fcrlich Folgen. Russland ist derzeit auch ein verl\u00e4sslicher Erd\u00f6llieferant f\u00fcr China, und auch da sehen wir, wie die USA handeln. Sie setzen einen Tanker nach dem anderen aus der russischen Schattenflotte fest, zuletzt vor Gro\u00dfbritannien durch US-Spezialkr\u00e4fte, die man extra von Amerika nach Gro\u00dfbritannien geschickt hatte. Aus meiner Sicht zeigt das: Trump legt nach. <\/p>\n<p>Die USA k\u00f6nnten entschieden haben, eine st\u00e4rkere Gegenposition zu China, aber auch zum Kreml zu entwickeln? <\/p>\n<p>Diese Hoffnung haben jetzt viele! N\u00e4mlich, dass Trump gesehen hat: Putin ist nicht verhandlungsbereit, also braucht es eine h\u00e4rtere Gangart. Aufgrund der Ereignisse in Venezuela hat sich die Verhandlung zum 28-Punkte-Plan f\u00fcr die Ukraine noch einmal verz\u00f6gert. Den Europ\u00e4ern hat das Zeit verschafft. Es ist ihnen gelungen, einen eigenen 20-Punkte-Plan mit den USA abzustimmen. Welche Konsequenzen das haben wird, m\u00fcssen wir noch sehen. <\/p>\n<figure><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/logo_grey.svg\" alt=\"Markus-Reisner-ist-Historiker-und-Rechtswissenschaftler-Oberst-des-Generalstabs-im-Oesterreichischen-Bundesheer-und-Leiter-des-Institutes-fuer-Offiziersgrundausbildung-an-der-Theresianischen-Militaerakademie-Wissenschaftlich-arbeitet-er-u-a-zum-Einsatz-von-Drohnen-in-der-modernen-Kriegsfuehrung-Jeden-Montag-bewertet-er-fuer-ntv-de-die-Lage-an-der-Ukraine-Front\"\/><figcaption>Markus Reisner ist Historiker und Rechtswissenschaftler, Oberst des Generalstabs im \u00d6sterreichischen Bundesheer und Leiter des Institutes f\u00fcr Offiziersgrundausbildung an der Theresianischen Milit\u00e4rakademie. Wissenschaftlich arbeitet er u.a. zum Einsatz von Drohnen in der modernen Kriegsf\u00fchrung. Jeden Montag bewertet er f\u00fcr ntv.de die Lage an der Ukraine-Front. (Foto: privat)<\/figcaption><\/figure>\n<p>Parallel dazu haben die Europ\u00e4er versucht, innerhalb der Koalition der Willigen konkretere Pl\u00e4ne f\u00fcr die Zeit nach einem m\u00f6glichen Waffenstillstands-Abkommen zu schmieden. Muss Putin das nerv\u00f6s machen? <\/p>\n<p>Die USA sollen bereit sein, eine Waffenstillstandslinie mithilfe von Sensoren, Drohnen und Satelliten zu \u00fcberwachen. Zudem unterst\u00fctzen sie Sicherheitsgarantien f\u00fcr die Ukraine, die in groben Z\u00fcgen Teilen des Nato-Artikels 5 \u00e4hneln. \u00dcber eine Stationierung westlicher Truppen auf ukrainischem Territorium gibt es noch keine Einigung, aber zumindest diskutiert der Westen diese M\u00f6glichkeit intensiv. Ob sich jedoch im Falle erneuter Feindseligkeiten westliche Staaten zu einem Kampf gegen Russland verpflichtet f\u00fchlen w\u00fcrden? Ich h\u00e4tte ernsthafte Zweifel. <\/p>\n<p>Russland lehnt westliche Truppen in der Ukraine kategorisch ab. <\/p>\n<p>Der Einsatz der Oreschnik-Rakete am vergangenen Donnerstag ist da eine klare Eskalation des Kreml mit Blick auf die westlichen Pl\u00e4ne. Das haben wir in der Vergangenheit immer wieder gesehen: Wenn sich die Situation aus Sicht Putins zuspitzte, hat er in eindeutiger Weise gehandelt. Als die Situation f\u00fcr die russischen Truppen 2022 bei Cherson gef\u00e4hrlich wurde, haben die Russen mit dem Einsatz einer Atomwaffe gedroht. <\/p>\n<p>Und der Einsatz der Oreschnik als neu entwickelte Hyperschall-Rakete soll den westlichen Unterst\u00fctzern demonstrieren, dass Russland \u00fcberlegen ist? <\/p>\n<p>Die erste Oreschnik-Rakete hatte auch schon dieses Ziel. Sie wurde im November 2024 eingesetzt, als Reaktion auf den Einsatz weitreichender westlicher Raketen gegen milit\u00e4rische Ziele auf russischem Territorium in Kursk. Als im Sommer die Lieferung von amerikanischen Tomahawks diskutiert wurde, hat der Kreml wieder mit dem Poseidon gedroht, einem Unterwasser-Torpedo, das auch nuklear bewaffnet werden kann. Nun haben wir mit dem erneuten Oreschnik-Einsatz die vierte Eskalation dieser Art, und zwar gegen Lwiw, ganz nah an der polnischen Grenze, nur 90 Kilometer entfernt. Ein klarer Indikator, dass diese Rakete eine Botschaft trug &#8211; adressiert an Europa und an die USA. <\/p>\n<p>Man h\u00e4tte Lwiw auch mit Marschflugk\u00f6rpern angreifen k\u00f6nnen. <\/p>\n<p>Dann h\u00e4tte der Angriff allerdings nicht diese Aufmerksamkeit bekommen. Die Oreschnik kann mehrere Gefechtsk\u00f6pfe tragen, auch nukleare. Sie fliegt 5000 Kilometer weit, erreicht dabei Geschwindigkeiten \u00fcber Mach 10 und ist darum nur schwer abzufangen. Gegen die Oreschnik braucht man sehr potente Abwehrsysteme. Falls man die USA mit ihren Luftverteidigungsbasen in Polen und Rum\u00e4nien herausrechnet, w\u00e4ren in Zukunft die Deutschen die ersten, die mit dem israelischen Abwehrsystem Arrow III in der Lage w\u00e4ren, diese Mittelstreckenrakete abzufangen. <\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/mediathek\/videos\/politik\/Wie-gefaehrlich-ist-die-Hyperschallrakete-Oreschnik-id30222838.html\" rel=\"noreferrer\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/logo_grey.svg\" alt=\"Oreschnik\"\/>Mehrere Tote in KiewWie gef\u00e4hrlich ist die Hyperschallrakete Oreschnik?<\/a><\/p>\n<p>Es gab nicht nur die Oreschnik gegen Lwiw, sondern auch Luftschl\u00e4ge gegen Kiew, Odessa und andere ukrainische St\u00e4dte, die vielen Menschen Strom, Wasser und W\u00e4rme gekappt haben. <\/p>\n<p>Die Ukrainer haben nun anstatt wie bislang vier bis acht Stunden auf Energie zu verzichten, oft zw\u00f6lf bis 16 Stunden keine Versorgung. Und das mitten in der K\u00e4ltewelle bei minus 10 Grad. Pr\u00e4sident Wolodymyr Selenskyj sagt, die Russen versuchen, die gro\u00dfen St\u00e4dte unbewohnbar zu machen. Er hat sehr drastische Aussagen dazu gemacht. Denn die Ukrainer wissen, dass in den Lagern im Westen noch genug Fliegerabwehrsysteme vorhanden sind. Die m\u00fcsse man ihnen geben, sagt Selenskyj. Und auch ich verstehe nicht, warum die Ukraine-Unterst\u00fctzer diese Waffen zur\u00fcckhalten. Sie werden gerade jetzt so dringend ben\u00f6tigt. Sie sind zudem rein defensiv ausgerichtet. Ist es bereits die Sorge um die eigenen F\u00e4higkeiten?<\/p>\n<p>Zugleich greifen aber auch die Ukrainer in gro\u00dfem Stil aus der Luft an, t\u00e4glich mit 200 bis 350 Drohnen auf Ziele der kritischen Infrastruktur in Russland. Zeigt das Effekte? Etwa der Angriff gegen drei Bohrinseln im Kaspischen Meer? <\/p>\n<p>Der Schutz solcher Plattformen ist besonders anspruchsvoll, weil man Abwehrsysteme auf hoher See nur begrenzt einsetzen kann. Die Russen k\u00f6nnen die Luftverteidigungssysteme nur auf der Plattform selbst stationieren oder m\u00fcssen Schiffe im Nahbereich positionieren. Allerdings ist das schwierig f\u00fcr den Kreml, weil die Ukrainer durch den Einsatz von unbemannten Systemen die Russen unter Druck gebracht haben. Wenn nun die Russen Schiffe an jeder ihrer Plattformen stationieren, dann laufen sie Gefahr, dass diese Angriffsziele von ukrainischen Unter- oder \u00dcberwasserdrohnen werden. Hier ist die Ukraine durchaus in der Lage, messbaren Druck auf Russland auszu\u00fcben. <\/p>\n<p>Schafft sie das ganz allein? <\/p>\n<p>Nein, bei den Angriffen auf russische Infrastruktur spielen die USA im Hintergrund weiterhin eine herausragende Rolle. Die New York Times hat gerade erst dargestellt, wie nachhaltig und tiefgehend die Unterst\u00fctzung des Auslandsgeheimdienstes CIA f\u00fcr die Ukrainer ist. Zun\u00e4chst hat man in Raffinerien \u00d6ltanks angegriffen, was zwar spektakul\u00e4re Rauchs\u00e4ulen aufsteigen l\u00e4sst und damit gute Bilder bringt, aber hinter dem Rauch steckt einfach nur ein brennender Tank. Dann hat man begonnen, kritische Bauteile in den Anlagen anzugreifen. Mit dem Ergebnis soll Trump sehr zufrieden gewesen sein, weil es ihm die M\u00f6glichkeit er\u00f6ffnet, auf beide Seiten Druck auszu\u00fcben. <\/p>\n<p>Und mit Blick auf einen erzielbaren Effekt: Ist es in der Verarbeitungskette f\u00fcr \u00d6l effektiver, die Bohrinsel zu attackieren oder die Raffinerie anzugreifen? <\/p>\n<p>Die russische Erd\u00f6lproduktion ist nicht allein abh\u00e4ngig von Bohrinseln im Schwarzen oder Kaspischen Meer. Man kann also verschiedene Ans\u00e4tze verfolgen. Die Ukrainer k\u00f6nnen bei den F\u00f6rdereinrichtungen ansetzen. Sie k\u00f6nnen die Raffinerien lahmlegen, wo das \u00d6l veredelt wird, oder die Lager ins Visier nehmen, oder auch die Terminals, von wo aus der Weitertransport erfolgt. Aus milit\u00e4rischer Sicht ist entscheidend: Jede Aktion muss messbare Ergebnisse bringen. <\/p>\n<p>Zum Beispiel? <\/p>\n<p>Messbare Ergebnisse kann hei\u00dfen: Mehr Absch\u00fcsse von Raketen und Drohnen f\u00fchren dazu, dass weniger kritische Infrastruktur zerst\u00f6rt wird. Angriffe auf die \u00d6l-Versorgung sorgen f\u00fcr Engp\u00e4sse an der Front, weil Treibstofflieferungen ausbleiben. Die Ukrainer sind aber leider nicht in der Lage, ihre Angriffe zu skalieren. Es scheitert immer noch an der Verf\u00fcgbarkeit einsetzbarer Systeme. Zwar hat Kiew die Unterst\u00fctzung des Westens f\u00fcr den Bau von Drohnen und f\u00fcr andere Projekte, aber noch immer ist zu wenig verf\u00fcgbar. Die Ukrainer brauchen mehr. <\/p>\n<p>Mit Markus Reisner sprach Frauke Niemeyer<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Politik Reisners Blick auf die Front&quot;Die j\u00fcngsten Aktionen zeigen: Trump legt nach&quot; 12.01.2026, 17:53 Uhr Artikel anh\u00f6ren(09:12 min)00:00 \/ 09:12 0.5x 0.8x 1.0x 1.2x 1.5x 2.0x Trump \u00fcbt laut Medienberichten<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-31285","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-nachrichten"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/31285","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=31285"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/31285\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=31285"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=31285"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=31285"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}