{"id":31278,"date":"2026-01-11T17:17:39","date_gmt":"2026-01-11T14:17:39","guid":{"rendered":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/usa-experte-im-interview-trump-zu-beschwichtigen-fuhrt-nirgendwohin-auser-in-die-holle\/"},"modified":"2026-01-11T17:17:39","modified_gmt":"2026-01-11T14:17:39","slug":"usa-experte-im-interview-trump-zu-beschwichtigen-fuhrt-nirgendwohin-auser-in-die-holle","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/usa-experte-im-interview-trump-zu-beschwichtigen-fuhrt-nirgendwohin-auser-in-die-holle\/","title":{"rendered":"USA-Experte im Interview: &#8220;Trump zu beschwichtigen, f\u00fchrt nirgendwohin au\u00dfer in die H\u00f6lle&#8221;"},"content":{"rendered":"<p class=\"caps\">Politik<\/p>\n<h2>USA-Experte im Interview&quot;Trump zu beschwichtigen, f\u00fchrt nirgendwohin au\u00dfer in die H\u00f6lle&quot;<\/h2>\n<p>11.01.2026, 14:19 Uhr Artikel anh\u00f6ren(16:15 min)<audio src=\"https:\/\/mp3.n-tv.de\/2026\/01\/TTSART_30227325_20260111141938-radleg2.mp3\"><\/audio>00:00 \/ 16:15<\/p>\n<ul>\n<li>0.5x<\/li>\n<li>0.8x<\/li>\n<li>1.0x<\/li>\n<li>1.2x<\/li>\n<li>1.5x<\/li>\n<li>2.0x<\/li>\n<\/ul>\n<figure><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/img\/30227377\/1768138448\/Img_16_9\/1024\/IN-FLIGHT-JANUARY-04-U-S-President-Donald-Trump-Commerce-Secretary-Howard-Lutnick-L-and-U-S-Sen-Lindsey-Graham-R-SC-C-speak-to-the-media-aboard-Air-Force-One-enroute-to-Washington-DC-on-January-04-2026-Trump-is-returning-to-the-White-House-after-giving-the-order-for-the-United-States-law-enforcement-to-capture-Venezuelan-President-Nicolas-Maduro-and-his-wife.webp\" alt=\"IN-FLIGHT-JANUARY-04-U-S-President-Donald-Trump-Commerce-Secretary-Howard-Lutnick-L-and-U-S-Sen-Lindsey-Graham-R-SC-C-speak-to-the-media-aboard-Air-Force-One-enroute-to-Washington-DC-on-January-04-2026-Trump-is-returning-to-the-White-House-after-giving-the-order-for-the-United-States-law-enforcement-to-capture-Venezuelan-President-Nicolas-Maduro-and-his-wife\"\/><figcaption>An Bord der Air Force One spricht Donald Trump mit Journalistinnen und Medienvertretern. (Foto: Getty Images)<\/figcaption><\/figure>\n<p>Kaum haben die USA Maduro entf\u00fchrt, da betont US-Pr\u00e4sident Trump seinen Appetit auf Gr\u00f6nland. Was auch immer Deutschland noch mit den USA verbindet &#8211; Freundschaft ist es nicht mehr. Die Entfremdung habe schon lange vor Trump begonnen, sagt der USA-Experte Holger Stark.<\/p>\n<p>ntv.de: Herr Stark, wenn es mit Gr\u00f6nland richtig schief geht und ein milit\u00e4rischer Konflikt entsteht, dann k\u00f6nnte im absurdesten Fall ein Nato-Land Beistand nach Artikel 5 einfordern gegen den Angriff eines anderen Nato-Landes. Wie l\u00e4sst sich das verhindern? Worauf reagiert Donald Trump?<\/p>\n<p>Wir m\u00fcssen Europa in die Lage versetzen, so zu handeln, als w\u00fcrde es die USA nicht geben. Wir w\u00fcssten ja in Wahrheit schon jetzt nicht mehr, ob das Wei\u00dfe Haus vielleicht die Seite des Kreml einnehmen w\u00fcrde, wenn die Russen das Baltikum angriffen oder entschieden, auf Polen zu marschieren. Eine der allerersten Lektionen aus meinen Jahren in Washington war, dass die Amerikaner Leute akzeptieren, die aus einer Position der St\u00e4rke heraus agieren. Das gilt im Kleinen, aber auch in gr\u00f6\u00dferen Linien. Ursula von der Leyen hat sich bei Donald Trump Respekt verschafft, obwohl die EU keine \u00fcbertrieben muskul\u00e4re Au\u00dfenpolitik betreibt. &quot;Tough Ursula&quot; nennt er sie oft und sagt intern auch mal, wenn es um Gespr\u00e4che mit Putin geht, &quot;We should call Ursula&quot;.<\/p>\n<p>Wie ist ihr das gelungen?<\/p>\n<p>Sie hat einfach nicht locker gelassen. Zun\u00e4chst mal ruft von der Leyen ihn sehr regelm\u00e4\u00dfig an, auch ohne Vorank\u00fcndigung. Sie textet ihm, widerspricht ihm dann auch. Sie hat verstanden, dass ein Verh\u00e4ltnis zu Trump nicht \u00fcber Kommuniques gepr\u00e4gt wird, sondern durch direkten, pers\u00f6nlichen Kontakt. In &quot;tough Ursula&quot; schwingt viel Respekt f\u00fcr sie mit. Den muss sich Europa als Wirtschaftsraum mit 450 Millionen Menschen auch verschaffen. Appeasement gegen\u00fcber Trump f\u00fchrt nirgendwo hin, au\u00dfer in die H\u00f6lle. Wir m\u00fcssen aber bereit sein, ein bisschen mehr Hardball zu spielen.<\/p>\n<p>Hardball mit den USA zu spielen ist knifflig, wenn zugleich die Ukraine milit\u00e4risch so direkt abh\u00e4ngt von US-amerikanischer Patriot-Munition, von Satelliten-Aufkl\u00e4rung und Informationen der Nachrichtendienste. Wie kann es gehen?<\/p>\n<p>Allen ist zudem klar, dass ein m\u00f6gliches Friedensabkommen zwischen der Ukraine und Russland ohne mindestens ein Monitoring oder eine Unterst\u00fctzung durch die USA keine Chance h\u00e4tte. Insofern sehe ich regelrecht vor mir, wie sie am vergangenen Wochenende im Kanzleramt sa\u00dfen und die Venezuela-Operation ein bisschen kritisieren wollten mit Blick auf das V\u00f6lkerrecht, aber auch nicht zu deutlich, damit Trump sich nicht attackiert f\u00fchlt. Herausgekommen ist eine wachsweiche Formulierung, die ich mir etwas deutlicher gew\u00fcnscht h\u00e4tte. Ich glaube, man kann mit diesem Amerika schon Klartext reden. Friedrich Merz hat das bislang ganz gut gemacht, aber ich er kann in der Sache h\u00e4rter sein und gleichzeitig im Ton verbindlich bleiben.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/politik\/Das-neue-Imperium-schlaegt-zweimal-zu-id30202240.html\" rel=\"noreferrer\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/logo_grey.svg\" alt=\"A-photograph-posted-by-U-S-President-Donald-Trump-on-his-Truth-Social-account-shows-him-sitting-next-to-U-S-Secretary-of-State-Marco-Rubio-as-they-watch-the-U-S-military-operation-in-Venezuela-from-Trump-s-Mar-a-Lago-resort-in-Palm-Beach-Florida-U-S-January-3-2026-realDonaldTrump-Handout-via-REUTERS-THIS-IMAGE-HAS-BEEN-SUPPLIED-BY-A-THIRD-PARTY\"\/>Trump st\u00fcrzt Maduro &#8211; und jetzt?Das neue Imperium schl\u00e4gt zweimal zu<\/a><\/p>\n<p>Wenn Merz&#039; Haltung als pragmatisch kritisiert wird, lohnt sich ein Blick in die deutsch-amerikanische Vergangenheit: 2003 sind die USA im Irak einmarschiert &#8211; v\u00f6lkerrechtswidrig, unter fadenscheiniger Begr\u00fcndung und mit Hunderttausenden Kriegsopfern. Deutschland hat diesen Krieg abgelehnt und zugleich logistisch unterst\u00fctzt.<\/p>\n<p>Der Spagat von damals zeigt sehr gut, wie ambivalent und schwierig das Verh\u00e4ltnis zu den USA war. Der SPD-Mann Gerhard Schr\u00f6der hat damals Wahlkampf damit gemacht zu sagen: Der Irakkrieg ist falsch, wir sind nicht dabei. Gleichzeitig haben die Deutschen hinter den Kulissen die Schie\u00dfpl\u00e4tze f\u00fcr die US-Soldaten l\u00e4nger offen gelassen, \u00dcberflugrechte garantiert f\u00fcr die Flugzeuge, die via Ramstein den gesamten Irakkrieg administriert haben. Die Airbase in Ramstein ist zentrale Drehscheibe der Amerikaner in den Nahen Osten.<\/p>\n<p>Ohne diese Logistik h\u00e4tten die USA diesen Krieg nicht so f\u00fchren k\u00f6nnen?<\/p>\n<p>Wenn Deutschland sich zu neutralem Territorium erkl\u00e4rt h\u00e4tte, w\u00e4re der Irakkrieg nicht in der Form abgelaufen. Das haben die Deutschen aber nicht getan, sondern eine Art Ablasshandel betrieben: Wenn wir nach au\u00dfen so hart diesen Krieg verurteilen, dann wollen wir zumindest hintenrum gute Verb\u00fcndete sein. Der damalige Au\u00dfenminister Joschka Fischer hat es mir so beschrieben: &quot;Wir sind damals auf einem sehr d\u00fcnnen Seil \u00fcber eine sehr tiefe Schlucht balanciert.&quot;<\/p>\n<p>Wenn man aber sp\u00fcrt, wie tief die Schlucht ist, weil Deutschland so abh\u00e4ngig ist: W\u00e4re das nicht ein guter Anlass gewesen zu sagen: &quot;Leute, wir m\u00fcssen uns selbst besser aufstellen?&quot;<\/p>\n<p>Seit dem Zweiten Weltkrieg ist keine Bundesregierung auch nur ann\u00e4hernd so weit gegangen zu sagen, f\u00fcr unsere Sicherheit m\u00fcssten wir selbst zust\u00e4ndig sein. Und wenn das erkannt wurde, ist trotzdem nichts passiert. Angela Merkel hat als Kanzlerin sehr fr\u00fch verstanden, was Donald Trump f\u00fcr ein Politiker ist. Bei ihrem Antrittsbesuch traf ihr au\u00dfenpolitischer Berater Christoph Heusgen sich mit Trumps Schwiegersohn Jared Kushner. Heusgen beschreibt das so: Er erinnert im Gespr\u00e4ch an die Luftbr\u00fccke, an &quot;Ick bin ein Berliner&quot;, Ronald Reagan und \u00e4hnliches, er schwelgt in Erinnerungen. Dann schaut ihn Kushner so k\u00fchl an, dass die Temperatur im Raum sinkt, und sagt: &quot;Wissen Sie, wir stammen aus der Gesch\u00e4ftswelt. Da ist man an einem Tag Freund und am n\u00e4chsten Tag Feind, wie es die jeweiligen Deals erfordern. Genauso werden wir Au\u00dfenpolitik betreiben.&quot; Heusgens Weltbild bricht in der Sekunde zusammen.<\/p>\n<figure><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/logo_grey.svg\" alt=\"08\"\/><figcaption>Von Investigativjournalist und USA-Experte Holger Stark ist soeben das Buch &quot;Das erwachsene Land. Deutschland ohne Amerika &#8211; eine historische Chance&quot; erschienen. <\/figcaption><\/figure>\n<p>Und daraus zieht Merkel ihre Schl\u00fcsse?<\/p>\n<p>Das l\u00e4sst sie im Mai 2017 bei einer Rede in einem bayerischen Bierzelt den Satz sagen: &quot;Wir Europ\u00e4er m\u00fcssen unser Schicksal wirklich in unsere eigene Hand nehmen.&quot; Sie erkennt also schon vor fast zehn Jahren, was Trumps Wahl bedeutet. Doch mit diesem Wissen trifft sie keine Entscheidungen, keine Aufstockung f\u00fcr die Bundeswehr, f\u00fcr die Geheimdienste, da tut sie fast nichts. Die Abkopplung h\u00e4tte einen Epochenbruch bedeutet, und diese Gr\u00f6\u00dfe hat die verantwortlichen Politiker bis hin zur Kanzlerin paralysiert. Gel\u00e4hmt. Sie das Gef\u00fchl, wenn das passiert, w\u00e4re es ein anderes Deutschland.<\/p>\n<p>Deutschland also gel\u00e4hmt, w\u00e4hrend sich in Amerika sehr viel ver\u00e4ndert hat. Warum machen Sie das Maga-Ph\u00e4nomen, &quot;Make America great again&quot;, gar nicht so sehr an Donald Trump fest?<\/p>\n<p>In den letzten 25 Jahren, seit der Jahrtausendwende, haben sich die USA massiv ver\u00e4ndert. Mehrere gro\u00dfe Krisen haben sich zu einem perfekten Sturm verdichtet. Das begann mit den Anschl\u00e4gen vom 11. September und den daraus resultierenden gro\u00dfen Kriegen in Afghanistan und im Irak. Die f\u00fchrten zu mehreren tausend toten US-Soldaten, aber auch zu einer unfassbaren \u00dcberschuldung des amerikanischen Staatshaushalts. Amerika hatte gar kein Geld mehr, zugleich gingen im Zuge der Globalisierung etwa sechs Millionen Arbeitspl\u00e4tze verloren. Bei den einfachen Leuten ist ein starker Groll entstanden &#8211; sie z\u00e4hlten sich zu den Verlierern der Globalisierung und sahen US-Soldaten in aller Welt sterben f\u00fcr Dinge, die ihnen nicht wichtig waren. Trumps &quot;Make America great again&quot; spricht vielen aus der Seele.<\/p>\n<p>Aber wie schafft man es als Multimilliard\u00e4r, Leute, die sich abgeh\u00e4ngt f\u00fchlen, davon zu \u00fcberzeugen, dass man f\u00fcr bessere Verteilung und ihre Sache k\u00e4mpft?<\/p>\n<p>Man muss Trump nicht m\u00f6gen, um anzuerkennen: Er hat ein sensationelles Gesp\u00fcr, einen sensationellen Instinkt, genau diese Punkte anzusprechen, die die Menschen bewegen, und einen Sound zu finden, der ihnen aus dem Herzen spricht. Seine Botschaft lautet: &quot;Ihr werdet beschissen vom Rest der Welt und von den Eliten in unserem Land. Aber ich k\u00fcmmere mich um euch, ich bin Euer Anwalt.&quot; Das ist mehrheitsf\u00e4hig in diesem Amerika und der Wandel, den viele Europ\u00e4er lange Zeit nicht begriffen haben.<\/p>\n<p>Wie sehen die Menschen in Amerika Trump nach einem Jahr Amtszeit? Liefert er aus ihrer Sicht?<\/p>\n<p>Seine Zustimmungsraten sind gesunken, aber sie sind nicht im Keller. Die Z\u00f6lle haben bisher nicht zu den prognostizierten Einbr\u00fcchen in der Wirtschaft gef\u00fchrt. Massive Inflation ist auch ausgeblieben, der Dow Jones im Rekordhoch. Bei der f\u00fcr viele Amerikaner wichtigen Rahmenbedingung Geld steht es gar nicht so schlecht. Wenn man sich aber anschaut, wie viele Kratzer die Demokratie in den USA in diesem Jahr schon erfahren hat, dann ist bemerkenswert, wie viele Amerikaner noch immer auf Trumps Seite stehen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/politik\/Weltpolitisch-ein-Desaster-doch-Trump-koennte-der-Oel-Coup-gelingen-id30205716.html\" rel=\"noreferrer\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/logo_grey.svg\" alt=\"United-States-President-Donald-J-Trump-returns-to-the-White-House-in-Washington-DC-USA-on-Sunday-January-4-2026\"\/>Die Folgen der Entf\u00fchrungWeltpolitisch ein Desaster, doch Trump k\u00f6nnte der \u00d6l-Coup gelingen<\/a><\/p>\n<p>Checks and Balances sehen Sie da kaum noch?<\/p>\n<p>Deklinieren wir es einmal durch: Der Kongress winkt bislang praktisch alles durch, auch in Trumps Regierung gibt es keine Widerworte. Der Supreme Court ist mit Loyalisten besetzt, die ihm an keiner relevanten Stelle einen Riegel vorgeschoben haben. Einzig auf Ebene der Bundesrichter in den einzelnen Staaten wurden einige Stoppzeichen gesetzt. Die amerikanischen Medien funktionieren bestenfalls noch in Teilen als Kontrolle. Trumps Milliardenklagen gegen CBS, die &quot;New York Times&quot; und andere &#8211; teilweise nur angedroht, zum Teil aber auch eingereicht &#8211; sch\u00fcchtern die Redaktionen ein. Die Demokratie in Amerika steht momentan mindestens wacklig da. <\/p>\n<p>Hei\u00dft das, auch wenn die US-Verfassung keine dritte Amtszeit eines Pr\u00e4sidenten vorsieht, k\u00f6nnte Trump das am Ende selbst entscheiden? Denn stoppen w\u00fcrde ihn niemand? <\/p>\n<p>Da gibt es widerspr\u00fcchliche Signale. Trump ist klar, dass die Verfassung das nicht vorsieht. Aber ich gehe davon aus, dass die Maga-Bewegung l\u00e4ngst breiter und gr\u00f6\u00dfer ist als eine einzelne Person. Donald Trump ist ein Jahrhundert-Politiker, eine Ausnahmeerscheinung. Zugleich bereitet sich beispielsweise Vizepr\u00e4sident JD Vance darauf vor, seine Nachfolge anzutreten. Auch Marco Rubio, der Au\u00dfenminister, hat erkennbar Ambitionen darauf. <\/p>\n<p>Beide wirken viel intellektueller als Trump. W\u00fcrden sie den einfachen Leuten glaubw\u00fcrdig erscheinen? Die m\u00fcssten sie \u00fcberzeugen. <\/p>\n<p>Marco Rubio hat definitiv Charme und Charisma. Als klassischer konservativer Falke fehlt ihm aber die Glaubw\u00fcrdigkeit aus Sicht von Maga tats\u00e4chlich ein bisschen. JD Vance ist sehr viel k\u00fchler und kontrollierter, arbeitet aber sehr strategisch und konstant darauf hin, Trumps Nachfolge anzutreten. Er bedient besonders die Maga-Basis, deren Anh\u00e4ngerschaft sicher 25, vielleicht auch 30 Prozent der W\u00e4hlerinnen und W\u00e4hler in den USA ausmacht. Da ist Vance der klare Favorit derzeit, und von dort aus etwas mehr in die Mitte zu strahlen, ist wahrscheinlich gar nicht mehr so schwer. <\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.amazon.de\/dp\/3549110189?tag=ntvde0f-21&amp;linkCode=ogi&amp;th=1&amp;psc=1\" rel=\"noreferrer\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/m.media-amazon.com\/images\/I\/415yJr3frxL._SL500_.jpg\"\/><\/a>Das erwachsene Land: Deutschland ohne Amerika \u2013 eine historische Chance | Der Vize-Chef der ZEIT sagt, warum Deutschland ohne die USA besser f\u00e4hrt226,00 \u20acZum Angebot bei amazon.de<\/p>\n<p>Das w\u00fcrde bedeuten: Auch nach Trump wird nie wieder diese enge Bindung zwischen den USA und Deutschland, sowie Europa entstehen, die man mal hatte. <\/p>\n<p>Das ist die Botschaft, die wir in Europa endlich verstehen m\u00fcssen. Der Maga-Nationalismus ist mehrheitsf\u00e4hig. Und selbst wenn 2028 ein Demokrat ins Wei\u00dfe Haus einzieht, wird der Handlungsspielraum verengt sein, weil er das bedienen muss. Joe Biden hat als Pr\u00e4sident gegen\u00fcber China einen ganz \u00e4hnlichen Ton angeschlagen wie zuvor Trump, auch in der Politik. Weil klare Kante gegen China mehrheitsf\u00e4hig ist in den USA. Niemand, auch kein liberaler Demokrat, wird es sich leisten k\u00f6nnen, den Maga-Nationalismus zu konterkarieren. <\/p>\n<p>Soweit die Analyse. Was machen wir jetzt damit? <\/p>\n<p>Ich halte das eingangs erw\u00e4hnte Bild, wie Europa dast\u00fcnde, wenn es Amerika nicht g\u00e4be, f\u00fcr sehr hilfreich. F\u00fcr die Leute im Kanzleramt, mit denen ich rede, ist das ein gro\u00dfer Gedanke: Wie kommen wir da hin, dass wir uns selbstst\u00e4ndig gegen ein angreifendes Russland verteidigen k\u00f6nnten, wenn es die USA nicht g\u00e4be. Funktionieren kann das nur im europ\u00e4ischen Kontext. Und auch da kann viel passieren: Warum st\u00e4rkt die EU nicht den Euro als Leitw\u00e4hrung und wickelt Gesch\u00e4fte nicht mehr \u00fcber den Dollar, sondern \u00fcber den Euro ab? Das ist eine Frage der Bequemlichkeit, und es w\u00e4re mit ein paar Entscheidungen in Br\u00fcssel zu \u00e4ndern. <\/p>\n<p>Dort muss man aber einstimmig entscheiden, darum wird das nicht passieren. <\/p>\n<p>Selbst klarste Anh\u00e4nger Europas sind sich bewusst, dass es im Zweifelsfall ein Kern-Europa geben muss. Eine kleine Gruppe, die entschlossen ist voranzuschreiten. Dazu z\u00e4hlt ganz sicher Deutschland, dazu z\u00e4hlen die Franzosen, die Polen, die Skandinavier, Italien. Und warum assoziieren wir nicht Kanada? Die Kanadier suchen neue Partner, und sie denken in vielerlei Hinsicht europ\u00e4ischer als manche osteurop\u00e4ische Nationen. Warum kaufen wir noch immer Waffen aus Amerika? Warum formieren wir Europ\u00e4er nicht selbst eine Geheimdienst-Allianz, einen engen Kreis verl\u00e4sslicher Europ\u00e4er, die F\u00e4higkeiten haben und Informationen vorbehaltlos miteinander austauschen? Die Seven-Eyes-of-Europe? Europa muss sich an einigen Stellen einfach ein bisschen breiter, ein bisschen mutiger und entschlossener aufstellen. Auch Gr\u00f6nland k\u00f6nnte Mitglied der EU werden. <\/p>\n<p>Was macht Sie optimistisch, dass die EU solche Schritte gehen wird? <\/p>\n<p>Epische Entscheidungen dieser Tragweite kann es nur dann geben, wenn die Not wirklich gro\u00df ist. Das ist sie im Moment. Mit der angedrohten Annexion von Gr\u00f6nland und dem, was in Venezuela passiert ist, ist dem Allerletzten klar geworden: Diese Amerikaner sind keine Freunde mehr. Der ehemalige Au\u00dfenminister Sigmar Gabriel sagt, wir brauchen die USA noch etwa zehn Jahre. Das bedeutet aber: Jetzt m\u00fcssen die Weichen gestellt werden, damit wir in zehn Jahren unabh\u00e4ngig sind. Wir sind gerade wie ein Teenager, der sich mit seinen Eltern streitet und merkt, dass er ausziehen muss.<\/p>\n<p>Mit Holger Stark sprach Frauke Niemeyer<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Politik USA-Experte im Interview&quot;Trump zu beschwichtigen, f\u00fchrt nirgendwohin au\u00dfer in die H\u00f6lle&quot; 11.01.2026, 14:19 Uhr Artikel anh\u00f6ren(16:15 min)00:00 \/ 16:15 0.5x 0.8x 1.0x 1.2x 1.5x 2.0x An Bord der Air<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-31278","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-nachrichten"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/31278","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=31278"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/31278\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=31278"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=31278"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=31278"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}