{"id":31258,"date":"2026-01-08T19:26:13","date_gmt":"2026-01-08T16:26:13","guid":{"rendered":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/erst-garantien-dann-milliarden-trump-hat-seine-rechnung-ohne-die-us-ol-multis-gemacht\/"},"modified":"2026-01-08T19:26:13","modified_gmt":"2026-01-08T16:26:13","slug":"erst-garantien-dann-milliarden-trump-hat-seine-rechnung-ohne-die-us-ol-multis-gemacht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/erst-garantien-dann-milliarden-trump-hat-seine-rechnung-ohne-die-us-ol-multis-gemacht\/","title":{"rendered":"Erst Garantien, dann Milliarden: Trump hat seine Rechnung ohne die US-\u00d6l-Multis gemacht"},"content":{"rendered":"<p class=\"caps\">Wirtschaft<\/p>\n<h2>Erst Garantien, dann MilliardenTrump hat seine Rechnung ohne die US-\u00d6l-Multis gemacht<\/h2>\n<p>08.01.2026, 16:44 Uhr <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/autor-fallback.svg\" alt=\"image\"\/>Von Juliane KipperArtikel anh\u00f6ren(07:27 min)<audio src=\"https:\/\/mp3.n-tv.de\/2026\/01\/TTSART_30218054_20260108164503-radleg2.mp3\"><\/audio>00:00 \/ 07:27<\/p>\n<ul>\n<li>0.5x<\/li>\n<li>0.8x<\/li>\n<li>1.0x<\/li>\n<li>1.2x<\/li>\n<li>1.5x<\/li>\n<li>2.0x<\/li>\n<\/ul>\n<figure><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/img\/30218174\/1767887405\/Img_16_9\/1024\/FILE-A-picture-dated-8-April-2008-shows-a-man-working-in-the-field-of-oil-production-of-Petrozuata-in-San-Diego-de-Cabrutica-Venezuela-Presidents-of-Venezuela-Hugo-Chavez-and-Belarus-Alexander-Lukashenko-signed-an-exploration-and-exploitation-of-natural-gas-agreement-in-three-fields-eastern-in-the-country-within-22-new-bilateral-cooperation-agreements-17-March-2010.webp\" alt=\"FILE-A-picture-dated-8-April-2008-shows-a-man-working-in-the-field-of-oil-production-of-Petrozuata-in-San-Diego-de-Cabrutica-Venezuela-Presidents-of-Venezuela-Hugo-Chavez-and-Belarus-Alexander-Lukashenko-signed-an-exploration-and-exploitation-of-natural-gas-agreement-in-three-fields-eastern-in-the-country-within-22-new-bilateral-cooperation-agreements-17-March-2010\"\/><figcaption>Das Interesse am venezolanischen \u00d6lmarkt h\u00e4lt sich auch angesichts der weltweiten \u00dcberproduktion und dem relativ niedrigen \u00d6lpreis von rund 60 US-Dollar pro Barrel derzeit in Grenzen. (Foto: picture-alliance \/ dpa)<\/figcaption><\/figure>\n<p>Trump will venezolanisches \u00d6l rasch auf den US-Markt bringen &#8211; doch Chevron, Exxon &amp; Co. fordern zuerst rechtliche und finanzielle Garantien, bevor sie Milliarden in die marode Infrastruktur pumpen. Der US-Pr\u00e4sident kann die Forderungen der \u00d6l-Multis nur schwer ignorieren.<\/p>\n<p>US-Pr\u00e4sident Donald Trump stellt es sich ganz einfach vor. Amerikanische \u00d6lkonzerne sollen nach der Entf\u00fchrung von Venezuelas Pr\u00e4sident Nicol\u00e1s Maduro, Milliarden in die marode \u00d6l-Infrastruktur des Landes investieren und fette Gewinne erzielen. Doch noch bevor sich Trump am morgigen Freitag mit den drei gr\u00f6\u00dften US-\u00d6lkonzernen Chevron, ConocoPhillips und Exxon Mobil im Wei\u00dfen Haus trifft, zeichnet sich ab: Die amerikanischen \u00d6l-Multis fordern von der Regierung in Washington erst einmal ernsthafte Garantien f\u00fcr umfangreiche Investitionen in Venezuela. Die Manager dringen auf starke rechtliche und finanzielle Absicherungen, bevor sie Kapital zusagen, wie die &quot;Financial Times&quot; berichtet. <\/p>\n<p>Besonders eine Vorgeschichte pr\u00e4gt laut dem \u00d6l-Analysten Nils M\u00fcller von der Hamburger Commercial Bank (HCOB) die aktuelle Skepsis gegen\u00fcber einem neuen Engagement in Venezuela. Die Verstaatlichung zahlreicher ausl\u00e4ndischer \u00d6lprojekte ab 2007 hat gerade f\u00fcr ExxonMobil und ConocoPhillips milliardenschwere Verluste bedeutet. Beide Unternehmen f\u00fchren bis heute internationale Schiedsverfahren und fordern Milliardenbetr\u00e4ge f\u00fcr die damalige Enteignung.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/wirtschaft\/Trumps-Traum-vom-Oel-Boom-kollidiert-mit-der-Realitaet-id30213424.html\" rel=\"noreferrer\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/logo_grey.svg\" alt=\"epa03367661-A-view-of-the-oil-camp-in-Morichal-district-of-Orinoco-Oil-Belt-Monagas-state-Venezuela-on-22-August-2012-Reports-state-that-President-Hugo-Chavez-said-on-21-August-between-2013-and-2016-will-be-invested-130-000-million-dollars-in-the-belt-the-first-oil-reserve-worldwide-to-increase-the-national-production-from-3-million-barrels-daily-to-6-million-barrels\"\/>Zahllose H\u00fcrden in VenezuelaTrumps Traum vom \u00d6l-Boom kollidiert mit der Realit\u00e4t<\/a><\/p>\n<p>&quot;An erster Stelle steht f\u00fcr die \u00d6l-Konzerne rechtliche Klarheit&quot;, sagt M\u00fcller ntv.de. Chevron und Co. w\u00fcrden demnach vermutlich verbindliche Zusagen erwarten, dass US-Sanktionen aufgehoben oder langfristige Sondergenehmigungen erteilt werden. Ebenso wichtig d\u00fcrften der Schutz vor erneuten Enteignungen sein sowie die M\u00f6glichkeit, bestehende Forderungen aus fr\u00fcheren Enteignungen durchzusetzen. &quot;Ohne diese Garantien bleibt das Risiko, Milliardeninvestitionen zu verlieren, sehr hoch&quot;, so M\u00fcller. <\/p>\n<p>Zu den gew\u00fcnschten finanziellen Absicherungen k\u00f6nnten laut dem Rohstoff-Experten &quot;Garantien f\u00fcr Entsch\u00e4digungen bei politischen Risiken und gegebenenfalls Abnahmevertr\u00e4ge geh\u00f6ren, die Absatz und Preisstabilit\u00e4t gew\u00e4hrleisten&quot; geh\u00f6ren. Solche Mechanismen seien in M\u00e4rkten mit hoher Unsicherheit durchaus \u00fcblich, um Investitionen kalkulierbar zu machen. Unabh\u00e4ngig davon, k\u00f6nnten die Unternehmen laut M\u00fcller wahrscheinlich auch Schutz f\u00fcr ihre Mitarbeiter und Anlagen angesichts der anhaltenden Sicherheitsprobleme, schwacher Infrastruktur und politischer Unsicherheit im Land fordern.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/mediathek\/videos\/wirtschaft\/Nicht-nur-die-Menge-von-Venezuelas-Oel-Vorkommen-machen-es-so-attraktiv-fuer-die-USA-id30204025.html\" rel=\"noreferrer\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/logo_grey.svg\" alt=\"\u00d6l Beschaffenheit\"\/>Nicht nur die Menge entscheidendWas Venezuelas \u00d6l f\u00fcr die USA besonders attraktiv macht<\/a><\/p>\n<p>Neue Marktteilnehmer z\u00f6gern allerdings nicht nur wegen fehlender Beziehungen, Personal und logistischer Kapazit\u00e4ten, Milliarden in die marode Infrastruktur zu investieren. Laut Analysten d\u00fcrfte es Jahre dauern, um die Produktion wieder deutlich zu steigern. Hinzu kommt: Das Interesse am venezolanischen \u00d6lmarkt h\u00e4lt sich auch angesichts der weltweiten \u00dcberproduktion und dem relativ niedrigen \u00d6lpreis von rund 60 US-Dollar pro Barrel derzeit in Grenzen. Analysten zufolge liegt die Gewinnschwelle bei durchschnittlich 80 US-Dollar.<\/p>\n<p>Auch wenn zun\u00e4chst niedrige Preise ein Faktor sein k\u00f6nnten, die potenzielle Investoren abschrecken, weil geringe Margen die Rentabilit\u00e4t gro\u00dfer Projekte infrage stellen, gibt Energiestratege Thomas O\u2019Donnell zu bedenken: Seit einiger Zeit testen Ingenieure verschiedene Verfahren, um die F\u00f6rderkosten deutlich auf etwa 20 Dollar pro Barrel zu senken. &quot;Diese Tests zeigen, dass das Potenzial besteht, auch bei niedrigen Preisen profitabel zu produzieren, wenn die richtigen Methoden und Investitionen eingesetzt werden&quot;, sagt O\u2019Donnell auf Anfrage von ntv.de. Der Experte denkt nicht, dass es langfristig ein grundlegendes Problem sein wird, in Venezuela Geld zu verdienen. &quot;Vorausgesetzt, die F\u00f6rderung wird technisch effizient umgesetzt und die n\u00f6tigen Investitionen flie\u00dfen in die richtigen Projekte.&quot;<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/wirtschaft\/So-schwer-ist-es-Venezuelas-Oelinfrastruktur-zu-retten-id30205026.html\" rel=\"noreferrer\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/logo_grey.svg\" alt=\"Schwarzes-Oel-stroemt-aus-Einschussloechern-von-gestapelten-Oelfaessern-Symbolbild-zum-Thema-Preisverfall-beim-Rohoel-Oelkrise-Kriegsgrund-Oel-usw\"\/>Sprudelnde Einnahmen?So schwer ist es, Venezuelas \u00d6linfrastruktur zu retten <\/a><\/p>\n<p>Einem &quot;Bloomberg&quot;-Bericht zufolge erw\u00e4gt bereits das Unternehmen Citgo Petroleum Corp., die indirekt im Besitz des venezolanischen Staates befindliche raffinierte US-Firma, die Wiederaufnahme ihrer K\u00e4ufe zum ersten Mal seit der Unterbrechung ihrer Lieferungen durch US-Sanktionen im Jahr 2019. Der Handelsriese Trafigura Group und andere wollen laut &quot;Bloomberg&quot; zumindest Gespr\u00e4che mit der US-Regierung dar\u00fcber f\u00fchren, wie sie wieder Roh\u00f6l aus Venezuela kaufen und das Land mit Kraftstoff versorgen k\u00f6nnen, sagte der globale Leiter der \u00d6lsparte des Unternehmens.<\/p>\n<p>Regierungsvertreter stehen derweil laut Informationen der Nachrichtenagentur Dow Jones bereits in Kontakt mit F\u00fchrungskr\u00e4ften der \u00d6lindustrie und dr\u00e4ngen sie, Ideen zu entwickeln, wie sich am besten Geld mit dem \u00d6l Venezuelas verdienen lie\u00dfe. Erwogen werde unter anderem, venezolanisches \u00d6l an eine Reihe von H\u00e4ndlern und internationalen Energieunternehmen zu verkaufen. <\/p>\n<p>Die Macht der amerikanischen \u00d6l-Multis in den Gespr\u00e4chen mit Trump ist laut \u00d6l-Analyst M\u00fcller erheblich. Ohne ihre Investitionen lasse sich dessen Wunsch, Venezuelas \u00d6lproduktion schnell hochzufahren, kaum umsetzen. Sollten die Unternehmen ihre Investitionen verz\u00f6gern oder zur\u00fcckhalten, w\u00fcrde das den Zeitplan f\u00fcr eine Produktionssteigerung deutlich bremsen. &quot;Die Trump-Administration kann die Forderung nach Garantien deswegen schwer ignorieren&quot;, sagt M\u00fcller.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/wirtschaft\/Venezuelas-Glaeubiger-stehen-Schlange-id30202184.html\" rel=\"noreferrer\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/logo_grey.svg\" alt=\"Kaeufer-stehen-Schlange-um-Eier-zu-kaufen\"\/>Investoren, Firmen, StaatenVenezuelas Gl\u00e4ubiger stehen Schlange<\/a><\/p>\n<p>Der US-Konzern Chevron, der bis dato mit einer Sondergenehmigung \u00d6l in Venezuela f\u00f6rdert, musste zuletzt wegen Sanktionen seine Exporte in die USA auf rund 100.000 Barrel pro Tag drosseln \u2013 zuvor waren es noch 250.000 Barrel. Insidern zufolge verhandelt das Unternehmen bereits mit Washington \u00fcber eine deutliche Ausweitung seiner Gesch\u00e4ftst\u00e4tigkeit in Venezuela. Ziel sei es, die Lizenz so zu erweitern, dass Chevron wieder mehr Roh\u00f6l aus dem s\u00fcdamerikanischen Land exportieren k\u00f6nne, sagten vier mit den Gespr\u00e4chen vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters. Die Exporte sollen sowohl an eigene Raffinerien gehen als auch an andere K\u00e4ufer verkauft werden d\u00fcrfen. Eine erweiterte Lizenz w\u00fcrde es Chevron erm\u00f6glichen, zu fr\u00fcheren Exportmengen zur\u00fcckzukehren. <\/p>\n<p>Die Verhandlungen f\u00fcgen sich in umfassendere Gespr\u00e4che zwischen den USA und Venezuela ein. Dabei geht es um die Lieferung von bis zu 50 Millionen Barrel venezolanischen \u00d6ls in die USA. Laut US-Energieminister Chris Wright wollen die USA den Verkauf venezolanischen \u00d6ls &quot;auf unbestimmte Zeit&quot; in ihre Hand nehmen. Um den Kauf von zuvor sanktioniertem \u00d6l zu erm\u00f6glichen, plant die US-Regierung, die Sanktionen gegen Venezuela in den kommenden Tagen selektiv zur\u00fcckzunehmen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wirtschaft Erst Garantien, dann MilliardenTrump hat seine Rechnung ohne die US-\u00d6l-Multis gemacht 08.01.2026, 16:44 Uhr Von Juliane KipperArtikel anh\u00f6ren(07:27 min)00:00 \/ 07:27 0.5x 0.8x 1.0x 1.2x 1.5x 2.0x Das Interesse<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-31258","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-nachrichten"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/31258","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=31258"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/31258\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=31258"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=31258"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=31258"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}