{"id":31242,"date":"2026-01-06T01:46:14","date_gmt":"2026-01-05T22:46:14","guid":{"rendered":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/die-folgen-der-entfuhrung-weltpolitisch-ein-desaster-doch-trump-konnte-der-ol-coup-gelingen\/"},"modified":"2026-01-06T01:46:14","modified_gmt":"2026-01-05T22:46:14","slug":"die-folgen-der-entfuhrung-weltpolitisch-ein-desaster-doch-trump-konnte-der-ol-coup-gelingen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/die-folgen-der-entfuhrung-weltpolitisch-ein-desaster-doch-trump-konnte-der-ol-coup-gelingen\/","title":{"rendered":"Die Folgen der Entf\u00fchrung: Weltpolitisch ein Desaster, doch Trump k\u00f6nnte der \u00d6l-Coup gelingen"},"content":{"rendered":"<p class=\"caps\">Politik<\/p>\n<h2>Die Folgen der Entf\u00fchrungWeltpolitisch ein Desaster, doch Trump k\u00f6nnte der \u00d6l-Coup gelingen<\/h2>\n<p>05.01.2026, 20:33 Uhr <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/autoren\/Frauke-Niemeyer-article21397208.html\" rel=\"noreferrer\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/img\/4047465\/1744363629\/Img_1_1\/36\/Unbenannt.webp\" alt=\"Unbenannt\"\/>Von Frauke Niemeyer<\/a>Artikel anh\u00f6ren(08:08 min)<audio src=\"https:\/\/mp3.n-tv.de\/2026\/01\/TTSART_30205716_20260105203344-radleg2.mp3\"><\/audio>00:00 \/ 08:08<\/p>\n<ul>\n<li>0.5x<\/li>\n<li>0.8x<\/li>\n<li>1.0x<\/li>\n<li>1.2x<\/li>\n<li>1.5x<\/li>\n<li>2.0x<\/li>\n<\/ul>\n<figure><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/img\/30205822\/1767637313\/Img_16_9\/1024\/United-States-President-Donald-J-Trump-returns-to-the-White-House-in-Washington-DC-USA-on-Sunday-January-4-2026.webp\" alt=\"United-States-President-Donald-J-Trump-returns-to-the-White-House-in-Washington-DC-USA-on-Sunday-January-4-2026\"\/><figcaption>US-Pr\u00e4sident Donald Trump auf dem R\u00fcckweg ins Wei\u00dfe Haus (Foto: IMAGO\/MediaPunch)<\/figcaption><\/figure>\n<p>V\u00f6lkerrecht war gestern, heute folgen die USA der &quot;Donroe&quot;-Doktrin. W\u00e4hrend die Folgen f\u00fcr die Weltordnung fatal sein werden, k\u00f6nnte US-Pr\u00e4sident Trump f\u00fcr seine Ziele einen Erfolg einfahren. <\/p>\n<p>Als in Caracas das Licht ausging, war Maduros Schicksal besiegelt: Drei konzentrierte Stunden mit Luftschl\u00e4gen \u00fcber Venezuelas Hauptstadt, Ausschalten der Flugabwehrsysteme und Helikopter im Tiefflug. Dann hatten die US-Spezialkr\u00e4fte der Delta-Force Venezuelas Machthaber Nicol\u00e1s Maduro in ihrer Gewalt.<\/p>\n<p>Doch auch wenn sie bei Nacht und Nebel geschah und nach drei Stunden schon Geschichte war: Die Aktion ist ein V\u00f6lkerrechtsbruch &#8211; unstrittig. Eine schwere Verletzung der internationalen Ordnung. Und das, so ist zu bef\u00fcrchten, wird Folgen weltweit haben. US-Pr\u00e4sident Donald Trump indes hat das V\u00f6lkerrecht zu den Akten gelegt und statt dessen ein anderes Dokument zur Maxime erhoben: die 200 Jahre alte &quot;Monroe-Doktrin&quot;, die man plakativ kurzerhand zur &quot;Donroe-Doktrin&quot; erweitert. <\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/mediathek\/videos\/politik\/US-Beamte-ueberfuehren-Maduro-in-Handschellen-zum-Gericht-id30204625.html\" rel=\"noreferrer\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/logo_grey.svg\" alt=\"Maduro\"\/>Mit Frau in Helikopter transportiertUS-Beamte \u00fcberf\u00fchren Maduro in Handschellen zum Gericht<\/a><\/p>\n<h2>Im Vorgarten kann Trump walten<\/h2>\n<p>Der damalige Pr\u00e4sident James Monroe wollte die europ\u00e4ischen M\u00e4chte aus Nord- wie S\u00fcdamerika heraushaben und erkl\u00e4rte Lateinamerika zur US-amerikanischen Einflusssph\u00e4re. Simpel ausgedr\u00fcckt: eine Region im Vorgarten der USA, in dem Washington schalten und walten kann. Und so sieht es das Wei\u00dfe Haus nach 200 Jahren wieder. <\/p>\n<p>&quot;Ein Tabubruch&quot; sei der Verweis Trumps auf die Monroe-Doktrin, so Cornelius Friesendorf vom Institut f\u00fcr Friedensforschung und Sicherheitspolitik an der Universit\u00e4t Hamburg. &quot;Selbst w\u00e4hrend der d\u00fcstersten Zeiten des Kalten Krieges, als die USA in Lateinamerika alle m\u00f6glichen repressiven Kr\u00e4fte wie Milit\u00e4rregierungen oder die Contras in Nicaragua unterst\u00fctzten, haben sie versucht, diese Interventionen in einen Kampf f\u00fcr die Freiheit einzukleiden.&quot; So brutal und disruptiv das Vorgehen auch war &#8211; rhetorisch passierte alles im Namen der Freiheit.<\/p>\n<p>In Venezuela wollen die USA nun unter explizitem Verweis auf die Monroe-Doktrin &quot;die von ihnen wahrgenommene Vorherrschaft in Lateinamerika durchsetzen&quot;, sagt Friesendorf. Imperialismus bedeutet: &quot;Gro\u00dfm\u00e4chte haben einen anderen Status als kleinere Staaten. Das Imperium bestimmt ihr Schicksal.&quot;<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/politik\/Warum-eiert-die-Bundesregierung-beim-US-Angriff-auf-Venezuela-so-herum-id30205458.html\" rel=\"noreferrer\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/logo_grey.svg\" alt=\"United-States-President-Donald-J-Trump-welcomes-Chancellor-Friedrich-Merz-of-Germany-in-the-Oval-Office-of-the-White-House-in-Washington-DC-US-on-Thursday-June-5-2025\"\/>Blo\u00df keine Kritik an TrumpWarum eiert die Bundesregierung beim US-Angriff auf Venezuela so herum?<\/a><\/p>\n<p>Wer an dieser Stelle Parallelen zur Weltsicht eines Wladimir Putin zu erkennen glaubt, ist auf der richtigen Spur. Denn auch der russische Machthaber beansprucht in seinem Vorgarten die Vorherrschaft &#8211; in dem Fall also im postsowjetischen Raum. Sicherlich wird es dem Kremlchef pers\u00f6nlich egal sein, ob er seinen v\u00f6lkerrechtswidrigen Angriff auf die Ukraine mit einer v\u00f6lkerrechtswidrigen Milit\u00e4raktion der USA in Venezuela gleichsetzen kann. Und w\u00fcrden seine Kr\u00e4fte den ukrainischen Pr\u00e4sidenten Wolodymyr Selenskyj jemals in die H\u00e4nde kriegen, w\u00fcrde der das wohl kaum \u00fcberleben. Dabei w\u00e4re es aus Putins Sicht komplett irrelevant, ob die westliche Staatengemeinschaft das als Mord verurteilen w\u00fcrde oder nicht.<\/p>\n<p>In der Argumentation nach au\u00dfen nutzt der Kreml aber durchaus milit\u00e4risches Vorgehen des Westens, das als Verletzung des V\u00f6lkerrechts bewertet wird &#8211; sei es die Irakinvasion 2003 durch die USA oder die Bombardierung Jugoslawiens durch die Nato. &quot;Auch die Milit\u00e4roperation in Venezuela k\u00f6nnte als Propagandamaterial dienen, um den aus russischer Sicht geheuchelten Einsatz f\u00fcr internationales Recht aufzuzeigen&quot;, so Friesendorf.<\/p>\n<h2>Putin-Versteher profitieren<\/h2>\n<p>Ein weiterer Beispielfall also f\u00fcr den auch in Deutschland von pro-russischen Kr\u00e4ften gern genutzten Whataboutism. &quot;What about Irak? What about Guantanamo? What about Kosovo? Und ab jetzt eben auch: What about Venezuela?&quot; BSW, AfD und andere Putin-Versteher werden sich begeistert bedienen, sagt Friesendorf. Motto: Die Amerikaner tun doch nichts anderes als die Russen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/mediathek\/videos\/politik\/Venezuela-wird-zum-Argument-im-Taiwan-Konflikt-id30205760.html\" rel=\"noreferrer\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/logo_grey.svg\" alt=\"Taiwan Venezuela\"\/>China \u00fcbt scharfe KritikVenezuela wird zum Argument im Taiwan\u2011Konflikt<\/a><\/p>\n<p>Betrachtet man die Entf\u00fchrung Maduros rein aus Sicht der US-Interessen, also entlang der Donroe-Doktrin, dann k\u00f6nnte das v\u00f6lkerrechtswidrige Gebaren am Ende sogar zum Erfolg f\u00fchren. Denn die Bev\u00f6lkerung Venezuelas ist zwar mehrheitlich gegen die Vereinigten Staaten eingestellt. Doch als entscheidender f\u00fcr den Erfolg eines von au\u00dfen orchestrierten Regimewechsels gelten die Machteliten im Land.<\/p>\n<p>In Venezuela befinden sich diese in den zwei zentralen Machtbl\u00f6cken: der sozialistischen Einheitspartei und dem Milit\u00e4r. &quot;Die Machteliten sorgten bisher daf\u00fcr, dass sich das Maduro-System trotz schwerster Wirtschaftskrisen, katastrophaler humanit\u00e4rer Lage, breiter gesellschaftlicher Ablehnung und horrend schlechten Wahlergebnissen an der Spitze des Landes halten konnte&quot;, sagt Jonas Wolff, Politologe mit Fokus auf Lateinamerika am Leibniz-Institut f\u00fcr Friedens- und Konfliktforschung. Ihr Einfluss ist ausgesprochen stark. <\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/politik\/politik_kommentare\/Angriff-auf-Venezuela-nur-eine-Festnahme-Trump-straft-sich-selbst-Luegen-id30200298.html\" rel=\"noreferrer\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/logo_grey.svg\" alt=\"President-Donald-Trump-speaks-during-a-news-conference-at-Mar-a-Lago-Saturday-Jan-3-2026-in-Palm-Beach-Fla\"\/>Nur eine Festnahme?Trump straft sich selbst L\u00fcgen<\/a><\/p>\n<p>Schaut man auf Beispiele der j\u00fcngeren Geschichte, dann geht mit Interventionen gegen Staaten ein hohes Risiko zu scheitern einher. Nach dem Sturz des Diktators Muammar al-Gaddafi in Libyen etwa landete das Land im B\u00fcrgerkrieg. auch der Irakkrieg kostete Hunderttausende Menschenleben. Doch in beiden F\u00e4llen war tats\u00e4chlich der Anspruch der Intervention, einen Weg zur Demokratisierung dieser Staaten einzuschlagen.<\/p>\n<p>Haben die USA beim Bestellen ihres Vorgartens eine Befreiung Venezuelas hin zur Demokratie aber gar nicht vor Augen, wollen sie die politischen und milit\u00e4rischen Eliten gar nicht entmachten, dann wird die Aktion sofort deutlich einfacher. Und vieles spricht daf\u00fcr, dass Donald Trump sich mit der bisherigen Stellvertreterin Maduros gut arrangieren k\u00f6nnte, wenn bessere Gesch\u00e4ftsbedingungen f\u00fcr US-amerikanische \u00d6lkonzerne dabei rausspringen.<\/p>\n<p>Da kann Oppositionsf\u00fchrerin Mar\u00eda Corina Machado noch so sehr mit Friedensnobelpreisen beh\u00e4ngt werden &#8211; Trump wird wohl diejenige vorziehen, mit der er gute Gesch\u00e4fte machen kann. Und das ist Maduros Nachfolgerin Delcy Rodr\u00edguez. Die w\u00e4re im \u00dcbrigen auch dem Regime in Kuba viel genehmer, denn mit ihr h\u00e4tte man Chancen, dass der \u00d6lhahn Richtung Havanna nicht sofort abgedreht w\u00fcrde.<\/p>\n<h2>Das Ziel scheint erreichbar<\/h2>\n<p>&quot;Alles h\u00e4ngt davon ab, welche zentralen Forderungen die USA nun stellen werden, um eine Nachfolgeregierung unter Vizepr\u00e4sidentin Rodr\u00edguez zu akzeptieren und von weiteren Milit\u00e4rschl\u00e4gen abzusehen&quot;, sagt Wolff. Der Wissenschaftler beobachtet bei den venezolanischen Eliten, die sich im politischen und im milit\u00e4rischen Apparat eingerichtet haben, eine deutliche Bereitschaft, sich nach Maduro nun mit den USA neu zu arrangieren. &quot;Es geht voraussichtlich darum, so gut wie m\u00f6glich politische Kontinuit\u00e4t herzustellen und dem Wei\u00dfen Haus zu signalisieren, dass man bereit ist, zu kooperieren.&quot;<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/mediathek\/videos\/wirtschaft\/Nicht-nur-die-Menge-von-Venezuelas-Oel-Vorkommen-machen-es-so-attraktiv-fuer-die-USA-id30204025.html\" rel=\"noreferrer\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/logo_grey.svg\" alt=\"\u00d6l Beschaffenheit\"\/>Nicht nur die Menge entscheidendWas Venezuelas \u00d6l f\u00fcr die USA besonders attraktiv macht<\/a><\/p>\n<p>Zwar sind aus Sicht Wolffs Friktionen und neue Lagerbildungen innerhalb des B\u00fcndnisses der Eliten denkbar &#8211; solche, die nur minimale Zugest\u00e4ndnisse machen wollen und andere, die zu mehr Wandel bereit w\u00e4ren. &quot;Bisher jedoch sieht man davon wenig.&quot; Sollte sich das Ziel der USA tats\u00e4chlich darin ersch\u00f6pfen, bestimmte eigene Interessen gegen\u00fcber der venezolanischen Regierung durchzusetzen, dann scheint das aus Sicht Wolffs durchaus erreichbar. &quot;Das w\u00e4re aber vermutlich auch erreichbar gewesen, ohne Bomben auf Caracas und die Entf\u00fchrung Maduros. Allerdings ist das Drohpotential nat\u00fcrlich jetzt massiver.&quot;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Politik Die Folgen der Entf\u00fchrungWeltpolitisch ein Desaster, doch Trump k\u00f6nnte der \u00d6l-Coup gelingen 05.01.2026, 20:33 Uhr Von Frauke NiemeyerArtikel anh\u00f6ren(08:08 min)00:00 \/ 08:08 0.5x 0.8x 1.0x 1.2x 1.5x 2.0x US-Pr\u00e4sident<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-31242","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-nachrichten"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/31242","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=31242"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/31242\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=31242"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=31242"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=31242"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}