{"id":31175,"date":"2025-12-25T15:05:55","date_gmt":"2025-12-25T12:05:55","guid":{"rendered":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/spd-und-union-schaudern-vor-2026-auf-die-merz-koalition-wartet-ein-jahr-zum-furchten\/"},"modified":"2025-12-25T15:05:55","modified_gmt":"2025-12-25T12:05:55","slug":"spd-und-union-schaudern-vor-2026-auf-die-merz-koalition-wartet-ein-jahr-zum-furchten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/spd-und-union-schaudern-vor-2026-auf-die-merz-koalition-wartet-ein-jahr-zum-furchten\/","title":{"rendered":"SPD und Union schaudern vor 2026: Auf die Merz-Koalition wartet ein Jahr zum F\u00fcrchten"},"content":{"rendered":"<p class=\"caps\">Politik<\/p>\n<h2>SPD und Union schaudern vor 2026Auf die Merz-Koalition wartet ein Jahr zum F\u00fcrchten <\/h2>\n<p>25.12.2025, 10:23 Uhr <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/autoren\/Sebastian-Huld-article20312245.html\" rel=\"noreferrer\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/img\/30014943\/1762975605\/Img_1_1\/36\/a6d1097d-155c-4edc-b000-7806375dfbdb~1.webp\" alt=\"a6d1097d-155c-4edc-b000-7806375dfbdb~1\"\/>Von Sebastian Huld<\/a>Artikel anh\u00f6ren(07:31 min)<audio src=\"https:\/\/mp3.n-tv.de\/2025\/12\/TTSART_30106210_20251225102429-radleg2.mp3\"><\/audio>00:00 \/ 07:31<\/p>\n<ul>\n<li>0.5x<\/li>\n<li>0.8x<\/li>\n<li>1.0x<\/li>\n<li>1.2x<\/li>\n<li>1.5x<\/li>\n<li>2.0x<\/li>\n<\/ul>\n<figure><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/img\/30128117\/1765383593\/Img_16_9\/1024\/Lars-Klingbeil-und-Friedrich-Merz-bei-der-Konferenz-der-Ministerpraesidenten-der-Laender-im-Kanzleramt-Berlin-04-12.webp\" alt=\"Lars-Klingbeil-und-Friedrich-Merz-bei-der-Konferenz-der-Ministerpraesidenten-der-Laender-im-Kanzleramt-Berlin-04-12\"\/><figcaption>Lars Klingbeil und Friedrich Merz erwartet ein herausforderndes Jahr. (Foto: picture alliance \/ Geisler-Fotopress)<\/figcaption><\/figure>\n<p>Denkbar holprig ist Schwarz-Rot durch die ersten Regierungsmonate gestolpert. Doch 2026 kommt es darauf an f\u00fcr die Merz-Koalition: Anstehende Wahlen und nicht aufschiebbare, tiefgreifende Entscheidungen erh\u00f6hen den Druck um ein Vielfaches.<\/p>\n<p>Endlich Weihnachten, endlich Feiertage und bis zum Jahreswechsel etwas durchschnaufen: Das politische Berlin hat einen Marathon hinter sich. Die Union hat sich nach dem Aus der Ampelkoalition im November 2024 mehr schlecht als recht zur\u00fcck ins Kanzleramt gek\u00e4mpft. Die SPD hat es \u00fcber das schmachvolle Ende der Kanzlerschaft von Olaf Scholz immerhin nicht vollends zerlegt. Die FDP muss nach ihrem Rauswurf aus dem Bundestag g\u00e4nzlich um ihre Existenz bangen und die Gr\u00fcnen suchen mit neuem Personal ihren Weg raus aus der Nische. Einzig an den politischen R\u00e4ndern, bei der Linken und der AfD, geht man gest\u00e4rkt aus dem Jahr 2025 &#8211; und hoffnungsvoll hinein in das n\u00e4chste.<\/p>\n<p>Drei miteinander verflochtene Themen werden das Jahr absehbar pr\u00e4gen: die f\u00fcnf von M\u00e4rz bis September stattfindenden Landtagswahlen zwischen Stuttgart und Schwerin, die Konkretisierung der von der Regierungskoalition heiligst versprochenen Sozialstaatsreformen und die Verhandlungen \u00fcber den Bundeshaushalt 2027 mit seiner mehr als 30 Milliarden Euro gro\u00dfen L\u00fccke. \u00dcber alldem schwebt ein doppeltes Damoklesschwert: die weitere wirtschaftliche Entwicklung und Europas Ringen mit Russland. <\/p>\n<h2>Zehn Wochen bis zur ersten Landtagswahl<\/h2>\n<p>Nachdem die Politik &#8211; anders als im Vorjahr &#8211; zumindest \u00fcber den Jahreswechsel durchschnaufen kann, geht es Schlag auf Schlag. Auf die traditionellen Jahresauftaktklausuren im Januar, darunter das j\u00e4hrliche Treffen der CSU-Bundestagsabgeordneten in Kloster Seeon, folgt am dritten Februarwochenende der CDU-Bundesparteitag in Stuttgart. Der Standort ist Absicht: Am 8. M\u00e4rz w\u00e4hlt Baden-W\u00fcrttemberg einen neuen Landtag und damit einen Nachfolger des langj\u00e4hrigen Gr\u00fcnen-Ministerpr\u00e4sidenten Winfried Kretschmann. <\/p>\n<p>Die CDU will ihre vormalige Hochburg von den Gr\u00fcnen zur\u00fcckerobern. Die schicken zwar mit dem Spitzenkandidaten Cem \u00d6zdemir einen der beliebtesten Politiker des Landes ins Rennen. Aber die CDU liegt mit ihrem deutlich weniger bekannten Kandidaten Manuel Hagel in Umfragen einigerma\u00dfen komfortabel vorn. Sollte sich das Rennen zwischen beiden M\u00e4nnern zuspitzen, droht die im L\u00e4ndle ohnehin schwache SPD unter die R\u00e4der zu geraten. Ein schwaches, einstelliges Ergebnis f\u00fcr die Sozialdemokraten w\u00fcrde die Koalition im Bund wohl ebenso belasten wie eine Niederlage Hagels gegen \u00d6zdemir.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/politik\/Oezdemir-gibt-den-Gallier-und-den-Gruenen-die-Hand-id30088738.html\" rel=\"noreferrer\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/logo_grey.svg\" alt=\"Cem-Oezdemir-Buendnis-90-Die-Gruenen-spricht-beim-Bundesparteitag-von-Buendnis-90-Die-Gruenen\"\/>&quot;Keinen Kulturrabatt&quot; f\u00fcr T\u00e4ter\u00d6zdemir gibt den Gallier &#8211; und den Gr\u00fcnen die Hand<\/a><\/p>\n<p>Mit Spannung blickt auch die FDP der Wahl entgegen: Bei keiner anderen Wahl im laufenden Jahr sind die Chancen auf einen (Wieder-)Einzug in den Landtag so hoch. Zugleich w\u00fcrde eine Verteidigung der Mandate in Stuttgart R\u00fcckenwind f\u00fcr die folgenden, aus FDP-Sicht noch schwierigeren Wahltermine verleihen. Am 22. M\u00e4rz jedenfalls droht den Freidemokraten der direkte Wechsel von der Regierungsbank in Mainz in die au\u00dferparlamentarische Opposition. <\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/politik\/Bas-verliert-dramatisch-an-Ansehen-Reichinnek-ist-Star-des-Ostens-id30121343.html\" rel=\"noreferrer\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/logo_grey.svg\" alt=\"Berlin-Deutschland-Deutscher-Bundestag-47\"\/>Neues RTL\/ntv Politiker-RankingBas verliert dramatisch an Ansehen, Reichinnek ist Star des Ostens<\/a><\/p>\n<p>Eine Fortsetzung des Ampel-B\u00fcndnisses in Rheinland-Pfalz jedenfalls scheint den Umfragen zufolge unwahrscheinlich, weshalb es auch f\u00fcr Alexander Schweitzer schwer wird, das von Malu Dreyer geerbte Ministerpr\u00e4sidentenamt zu verteidigen. In Umfragen liegt die CDU eine Handvoll Prozentpunkte vor der SPD. So erleben die Parteien, die im Bund nur m\u00fchsam miteinander zurechtkommen und doch erfolgreich sein m\u00fcssen, binnen drei Wochen wichtige Landtagswahlen, in denen eine Partei ein echtes Erfolgserlebnis nur um den Preis einer schmerzhaften Niederlage des Koalitionspartners im Bund haben kann. <\/p>\n<h2>Blaue Welle im Osten?<\/h2>\n<p>Keinesfalls aber darf sich Schwarz-Rot im Fr\u00fchling zerlegen, wenn die Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt am 6. September sowie die Wahlen in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern am 20. September nicht in einen historischen Tiefpunkt m\u00fcnden sollen: Sowohl auf die Sozialdemokratin Manuela Schwesig in Schwerin als auch auf CDU-Urgestein Reiner Haseloff, der nicht wieder kandidiert, k\u00f6nnte hypothetisch ein AfD-Ministerpr\u00e4sident folgen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/politik\/Schulze-hat-was-auf-der-Kirsche-und-will-die-AfD-schlagen-article26135280.html\" rel=\"noreferrer\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/logo_grey.svg\" alt=\"555966833\"\/>Wahlkampf in Sachsen-AnhaltSchulze hat &quot;was auf der Kirsche&quot; und will die AfD schlagen<\/a><\/p>\n<p>Die AfD k\u00f6nnte in einem oder beiden Fl\u00e4chenstaaten die absolute Mehrheit holen, st\u00e4rkste Kraft werden oder zumindest eine Koalition ohne sie faktisch unm\u00f6glich machen &#8211; auch weil die CDU eine Kooperation mit der Linken ausschlie\u00dft.<\/p>\n<p>Um aber halbwegs heil in den September zu kommen, reichen stabile Wahlergebnisse im Fr\u00fchjahr nicht. Der von der Union ausgerufene Herbst der Reformen hat zwar stattgefunden, gemessen an der reinen Zahl verabschiedeter Gesetze. Tiefgreifende Reformen beim B\u00fcrgergeld, der gesetzlichen Krankenversicherung, Pflege und Rente m\u00fcssen aber 2026 kommen.<\/p>\n<h2>Wirtschaftskrise dr\u00e4ngt zum Handeln<\/h2>\n<p>Schon Anfang des Jahres soll die Kommission zur Sozialstaatsreform ihre Vorschl\u00e4ge vorlegen, die Rentenkommission bis zum Sommer. Hinzu kommen ebenfalls im ersten Quartal die Ergebnisse der Kommission zur Reform der Schuldenbremse und die lang erwarteten Vorschl\u00e4ge von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche zur Neuausrichtung der Energiewende und des Heizungsgesetzes. Jedes einzelne dieser Themen hat enormes Sprengpotenzial f\u00fcr die Merz-Mannschaft. <\/p>\n<p>Zumal diese auch nichts zu verteilen hat: Die Mittel aus dem 500 Milliarden Euro schweren Verschuldungsprogramm erstrecken sich auf zw\u00f6lf Jahre, die weiteren Schulden flie\u00dfen gr\u00f6\u00dftenteils in die Ert\u00fcchtigung der Bundeswehr und teils in die Ukraine. Mehr als 30 Milliarden fehlen laut der mittelfristigen Finanzplanung von Lars Klingbeil im Haushalt 2027. Weitere 140 Milliarden fehlen in den Jahren 2028 und 2029, wenn regul\u00e4r die n\u00e4chste Bundestagswahl ansteht. <\/p>\n<p>Erheblich erleichtert w\u00fcrde zumindest das Finanzproblem, z\u00f6ge die deutsche Wirtschaft endlich wieder an. Der Bund rechnet im kommenden Jahr mit einem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 1,3 Prozent. Das w\u00e4ren nach drei Jahren Rezession erstmals wieder schwarze Zahlen, andererseits basieren diese vor allem auf der schuldenfinanzierten, staatlichen Nachfrage. Und: Verschiedene \u00d6konomen sind inzwischen pessimistischer als Reiches Herbstprognose, erwarten nur ein Prozent Wachstum und nicht einmal das ist sicher angesichts der volatilen Weltlage und der konfrontativen Handelspolitik der Machthaber in Washington und Peking.<\/p>\n<p>&quot;Deutschland ist in der tiefsten Wirtschaftskrise seit Gr\u00fcndung der Bundesrepublik&quot;, sagte Bundeskanzler Merz Mitte Dezember vor Vertretern der Metall- und Elektroindustrie. Das Land m\u00fcsse es schaffen, die gesamtwirtschaftliche Entwicklung umzukehren, sonst werde aus der Wirtschaftskrise eine &quot;Legitimationskrise der Demokratie&quot;. Die Entscheidung f\u00e4llt wom\u00f6glich im neuen Jahr.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Politik SPD und Union schaudern vor 2026Auf die Merz-Koalition wartet ein Jahr zum F\u00fcrchten 25.12.2025, 10:23 Uhr Von Sebastian HuldArtikel anh\u00f6ren(07:31 min)00:00 \/ 07:31 0.5x 0.8x 1.0x 1.2x 1.5x 2.0x<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-31175","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-nachrichten"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/31175","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=31175"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/31175\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=31175"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=31175"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=31175"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}