{"id":31114,"date":"2025-12-16T12:56:08","date_gmt":"2025-12-16T09:56:08","guid":{"rendered":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/der-westen-zeigt-sich-einig-gute-show-aber-jetzt-braucht-putin-druck\/"},"modified":"2025-12-16T12:56:08","modified_gmt":"2025-12-16T09:56:08","slug":"der-westen-zeigt-sich-einig-gute-show-aber-jetzt-braucht-putin-druck","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/der-westen-zeigt-sich-einig-gute-show-aber-jetzt-braucht-putin-druck\/","title":{"rendered":"Der Westen zeigt sich einig: Gute Show, aber jetzt braucht Putin Druck"},"content":{"rendered":"<p class=\"caps\">Kommentare<\/p>\n<h2>Der Westen zeigt sich einigGute Show, aber jetzt braucht Putin Druck<\/h2>\n<p>16.12.2025, 10:52 Uhr <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/autoren\/Frauke-Niemeyer-article21397208.html\" rel=\"noreferrer\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/img\/4047465\/1744363629\/Img_1_1\/36\/Unbenannt.webp\" alt=\"Unbenannt\"\/>Ein Kommentar von Frauke Niemeyer<\/a><\/p>\n<figure><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/img\/30148215\/1765880156\/Img_16_9\/1024\/Steve-Witkoff-Sondergesandter-des-US-Praesidenten-l-Jared-Kushner-Berater-und-Schwiegersohn-des-US-Praesidenten-beim-Eintreffen-Staats-und-Regierungschefinnen-und-Chefs-beim-Besuch-des-ukrainischen-Prv-sidenten-Wolodymyr-Selenskyj-mit-Bundeskanzler-Friedrich-Merz-im-Bundeskanzleramt-in-Berlin-am-15-Dezember-2025.webp\" alt=\"Steve-Witkoff-Sondergesandter-des-US-Praesidenten-l-Jared-Kushner-Berater-und-Schwiegersohn-des-US-Praesidenten-beim-Eintreffen-Staats-und-Regierungschefinnen-und-Chefs-beim-Besuch-des-ukrainischen-Prv-sidenten-Wolodymyr-Selenskyj-mit-Bundeskanzler-Friedrich-Merz-im-Bundeskanzleramt-in-Berlin-am-15-Dezember-2025\"\/><figcaption>Die US-Vertreter Steve Witkoff und Jared Kushner am Montagabend mit Bundeskanzler Friedrich Merz (Foto: picture alliance \/ Andreas Gora)<\/figcaption><\/figure>\n<p>Die zwei Tage von Berlin waren gut. Aber Putin interessiert das nicht. Wollen die westlichen L\u00e4nder wirklich etwas erreichen, m\u00fcssen sie jetzt Druck machen<\/p>\n<p>Schon klar. Es h\u00e4tte in Berlin deutlich schlechter laufen k\u00f6nnen. Da war viel Luft nach unten &#8211; die erste Verhandlungsrunde am Sonntag zwischen Wolodymyr Selenskyj, Jared Kushner und Steve Witkoff h\u00e4tte nach einer Stunde abgebrochen werden k\u00f6nnen, wegen un\u00fcberbr\u00fcckbarer Gegens\u00e4tze. Die zweite Runde am Montagmorgen h\u00e4tten Donald Trumps Schwiegersohn und sein Sondergesandter absagen k\u00f6nnen und nach Hause fliegen. Mit einem Schlag w\u00e4re klar geworden, in welchem Ausma\u00df die USA in der transatlantischen Partnerschaft nicht mehr an Bord sind. <\/p>\n<p>Alles nicht passiert. Stattdessen f\u00fcnf Stunden &quot;produktive&quot; (Bilanz von Selenskyj) Gespr\u00e4che zwischen den vom US-Pr\u00e4sidenten gesandten Amerikanern und dem Pr\u00e4sidenten der Ukraine. Am n\u00e4chsten Morgen gleich nochmal. Dann machten die Gesandten wom\u00f6glich eine Stadtrundfahrt oder schipperten im Sonnenschein auf der Spree &#8211; wer wei\u00df das schon, jedenfalls waren sie am Abend erneut am Start, als eine wirklich beachtliche Riege europ\u00e4ischer Staats- und Regierungschefs sowie weiterer Amtsinhaberinnen und Amtsinhaber im Kanzleramt am Bankett Platz nahm. Macron, Starmer, Meloni, Tusk, von der Leyen, Rutte &#8211; um nur einige Namen zu nennen. <\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/politik\/Fuenf-Lehren-aus-den-Verhandlungen-von-Berlin-id30146800.html\" rel=\"noreferrer\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/logo_grey.svg\" alt=\"French-President-Emmanuel-Macron-German-Chancellor-Friedrich-Merz-Ukraine-s-President-Volodymyr-Zelenskiy-and-Steve-Witkoff-stand-together-in-the-chancellery-in-Berlin-Germany-Monday-Dec-15-2025\"\/>&quot;Glanzleistung von Merz&quot;F\u00fcnf Lehren aus den Verhandlungen von Berlin<\/a><\/p>\n<p>Gemeinsam brachten die Europ\u00e4er eine durchaus beherzte Erkl\u00e4rung an die \u00d6ffentlichkeit, die der Ukraine Truppen zur Absicherung einer m\u00f6glichen Waffenruhe verspricht. Details m\u00fcssen folgen. In der derzeitigen Gesamtlage darf man konstatieren: Da hat der deutsche Kanzler mit sauerl\u00e4ndischer Dickk\u00f6pfigkeit einiges bewegt im Sinne der f\u00fcr ihre und Europas Freiheit k\u00e4mpfenden Ukraine. Und eine starke Rede gehalten, die Wladimir Putins Eroberungsfeldzug, sein Ansinnen, mindestens die ehemaligen Ostblockl\u00e4nder wieder unter die russische Knute zu bringen, und seine Sch\u00e4bigkeit mit Blick auf das t\u00e4gliche Morden an Zivilisten, klar benennt. <\/p>\n<p>Starke Worte, aber eben auch nur das &#8211; Worte. Und nat\u00fcrlich darf man nach den Verhandlungen von Berlin ein wenig mehr Hoffnung f\u00fcr die Ukraine haben als vorher. Denn immerhin ist erreicht worden, dass in kommenden Verhandlungen die westliche Seite eine Reihe von Forderungen und Angeboten vertreten kann, die einigerma\u00dfen homogen klingen, als sei das nahezu mit einer Stimme gesprochen. <\/p>\n<h2>Kratzt das alles Putin? Ganz sicher nicht<\/h2>\n<p>Die Frage ist: Wird das in irgendeiner Weise den skrupellosen, machthungrigen, jeden Tag \u00fcber rund 1000 Leichen in der eigenen Truppe gehenden Wladimir Putin beeindrucken? Die Antwort ist: Ganz sicher nicht. <\/p>\n<p>Falls Donald Trump sich von seinen beiden Vertretern \u00fcberzeugen l\u00e4sst, die inhaltlich in Berlin ausgearbeiteten Punkte dem Kreml vorzuschlagen, wird die Moskauer Antwort irgendwas sein, was die Textbausteine &quot;grunds\u00e4tzliche Bereitschaft zum Frieden&quot;, &quot;Europa will keinen Frieden&quot;, &quot;Bedingungen leider unannehmbar&quot; und &quot;Ursachen des Konflikts m\u00fcssen gel\u00f6st werden&quot; enth\u00e4lt. Das war\u2019s. <\/p>\n<p>Klar kann man mit einem Massenm\u00f6rder und Kriegsverbrecher verhandeln. Und das sollte man auch unbeirrt tun. Aber Chancen darauf, etwas zu erreichen, hat nur, wer auf Worte auch Taten folgen l\u00e4sst. <\/p>\n<p>Chancen auf Erfolg hat derjenige, der ein Angebot macht und zugleich signalisiert: Das hier ist eine gute Gelegenheit f\u00fcr dich, den Konflikt jetzt zu beenden. Nimm sie besser wahr im eigenen Interesse, bevor du von uns &#8211; im anderen Fall &#8211; richtig eins aufs Dach kriegst. <\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/politik\/Europaeer-bieten-Kiew-Truppe-an-In-Berlin-kippt-die-Stimmung-zu-Putins-Nachteil-id30146685.html\" rel=\"noreferrer\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/logo_grey.svg\" alt=\"2025-12-15-19-09-15-BERLIN-Der-amtierende-Premierminister-Dick-Schoof-posiert-mit-anderen-europaeischen-Staats-und-Regierungschefs-vor-einem-Gipfeltreffen-zur-Ukraine-An-dem-Treffen-nehmen-die-Spitzenpolitiker-der-NATO-und-der-EU-der-ukrainische-Praesident-Wolodymyr-Selenskyj-sowie-die-US-Delegation-Jared-Kushner-2-v-r-und-Steve-Witkoff-3-v-r-teil-Die-USA-die-Ukraine-und-weitere-europaeische-Laender-verhandeln-ueber-die-Inhalte-ihres-gemeinsamen-Friedensplans-fuer-die-Ukraine\"\/>Europ\u00e4er bieten Kiew &quot;Truppe&quot; anIn Berlin kippt die Stimmung &#8211; zu Putins Nachteil<\/a><\/p>\n<p>Anders gesagt: Die zwei Tage von Berlin w\u00e4ren gut und Anlass zur Hoffnung, wenn die anschlie\u00dfenden Handlungsschritte wie folgt auss\u00e4hen: <\/p>\n<ul>\n<li>\n<p>Am Donnerstag beschlie\u00dft der Rat der Europ\u00e4ischen Union, das eingefrorene russische Staatsverm\u00f6gen \u00fcber eine Kreditaufnahme f\u00fcr die Ukraine nutzbar zu machen. Das sichert in etwa zwei Jahre ausreichenden Nachschub an Waffen und Munition, Geld f\u00fcr Entwicklung vor allem bei der Drohnentechnologie, Instandhaltung der Kriegslogistik sowie die M\u00f6glichkeit, die Frontk\u00e4mpfer angemessen zu bezahlen. Eine solche Entscheidung w\u00fcrde Russland, das war in den letzten Tagen zu beobachten, nerv\u00f6s machen. <\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>\n<p>Die Europ\u00e4ischen Staaten verpflichten sich, jeglichen Handel mit Russland komplett einzustellen. Eine Umgehung der Sanktionen etwa mittels der russischen Schattenflotte wird hart bestraft. Weitere schmerzhafte Sanktionen werden entwickelt und in Kraft gesetzt. <\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>\n<p>Die europ\u00e4ischen Unterst\u00fctzer kaufen den USA Tomahawk-Marschflugk\u00f6rper f\u00fcr die Ukraine ab und legen noch einige Dutzend Taurus aus Deutschland oben drauf. Das er\u00f6ffnet dem ukrainischen Generalstab die M\u00f6glichkeit, mit den anspruchsvollen Luftschl\u00e4gen gegen russische Gas- und \u00d6l-Infrastruktur auch wirklich schweren Schaden anzurichten. Denn f\u00fcnf Drohneneinschl\u00e4ge k\u00f6nnen eine Raffinerie nicht zum Stillstand bringen. Dieselbe Menge an Tomahawks schafft das durchaus und kann darum Moskau nachhaltig schw\u00e4chen.<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p>W\u00e4re dieses Ma\u00dfnahmenpaket einget\u00fctet, w\u00fcrde Putin merken, dass dieser vier Jahre w\u00e4hrende Krieg ihn bald noch mehr Geld und Kraft kosten wird &#8211; anstatt nur Menschenleben, die ihm komplett egal sind. Und dann w\u00e4re wom\u00f6glich endlich Musik drin, wenn Diplomatie zum Zuge kommt. Dann k\u00f6nnte es sich tats\u00e4chlich lohnen, mit einer westlichen Stimme die Forderungen und Angebote vorzutragen, die in den vergangenen zwei Tagen ausgearbeitet wurden. <\/p>\n<h2>Putin muss nur l\u00e4nger durchhalten<\/h2>\n<p>Bislang passiert das aber nicht, und es sieht auch nicht danach aus, als w\u00fcrde es in absehbarer Zeit passieren. Stattdessen wird es wohl keine begleitenden Ma\u00dfnahmen geben, wenn dem Kreml die neuen Berliner Punkte unterbreitet werden. Warum sollte Putin auf Vorschl\u00e4ge reagieren, die ihm Kompromisse abverlangen? Er kann doch ohne Kompromisse alles haben, wenn er den Abnutzungskrieg gegen Kiew nur lange genug durchh\u00e4lt. <\/p>\n<p>Waffenstillstand noch vor Weihnachten &#8211; das w\u00e4re eine tolle Nachricht. Und Friedrich Merz hat recht, wenn er sagt, das liegt jetzt nur an Russland. Aber Putin wird einer Waffenruhe nur zustimmen, wenn ihm daf\u00fcr die Ukraine auf dem Tablett serviert wird. Oder aber, wenn er ihn mit ausreichend Druck gezwungen wird. In diesem Sinne sind die folgenden Tage entscheidender als die zur\u00fcckliegenden. Die zwei Tagen von Berlin haben den Europ\u00e4ern die M\u00f6glichkeit geschaffen, im Sinne einer Friedensl\u00f6sung kraftvoll zu agieren. Dann also bitte, am Donnerstag geht\u2019s los. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kommentare Der Westen zeigt sich einigGute Show, aber jetzt braucht Putin Druck 16.12.2025, 10:52 Uhr Ein Kommentar von Frauke Niemeyer Die US-Vertreter Steve Witkoff und Jared Kushner am Montagabend mit<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-31114","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-nachrichten"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/31114","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=31114"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/31114\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=31114"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=31114"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=31114"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}