{"id":31058,"date":"2025-12-07T16:07:19","date_gmt":"2025-12-07T13:07:19","guid":{"rendered":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/es-wird-ungemutlich-sam-altman-ruft-alarmstufe-rot-bei-openai-aus\/"},"modified":"2025-12-07T16:07:19","modified_gmt":"2025-12-07T13:07:19","slug":"es-wird-ungemutlich-sam-altman-ruft-alarmstufe-rot-bei-openai-aus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/es-wird-ungemutlich-sam-altman-ruft-alarmstufe-rot-bei-openai-aus\/","title":{"rendered":"Es wird &#8220;ungem\u00fctlich&#8221;: Sam Altman ruft &#8220;Alarmstufe Rot&#8221; bei OpenAI aus"},"content":{"rendered":"<p class=\"caps\">Wirtschaft<\/p>\n<h2>Es wird &quot;ungem\u00fctlich&quot;Sam Altman ruft &quot;Alarmstufe Rot&quot; bei OpenAI aus<\/h2>\n<p>07.12.2025, 11:40 Uhr <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/incoming\/Hannes-Vogel-id4288126.html\" rel=\"noreferrer\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/img\/30101680\/1764776540\/Img_1_1\/36\/image (2).webp\" alt=\"image (2)\"\/>Von Hannes Vogel<\/a><\/p>\n<figure><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/img\/30109766\/1764940964\/Img_16_9\/1024\/Sam-Altman-CEO-OpenAI-aufgenommen-in-Berlin-25-09-2025-Fotografiert-im-Auftrag-des-Bundesministeriums-der-Finanzen.webp\" alt=\"Sam-Altman-CEO-OpenAI-aufgenommen-in-Berlin-25-09-2025-Fotografiert-im-Auftrag-des-Bundesministeriums-der-Finanzen\"\/><figcaption>OpenAI f\u00fcrchtet um seine Vormachtstellung. CEO Sam Altman ruft seine Besch\u00e4ftigten angesichts immer st\u00e4rker werdender Konkurrenten zu einem Kraftakt auf. (Foto: IMAGO\/BMF)<\/figcaption><\/figure>\n<p>Das wertvollste Startup der Welt steht an einem Wendepunkt: Wachsende Konkurrenz, zu wenige zahlende Kunden und explodierende Kosten kratzen an OpenAIs Image als f\u00fchrende KI-Schmiede. Sam Altman alarmiert die Belegschaft &#8211; und setzt auf fragw\u00fcrdige neue Gesch\u00e4fte.<\/p>\n<p>&quot;Wir befinden uns in einer kritischen Phase f\u00fcr ChatGPT,&quot; warnte OpenAI-Chef Sam Altman diese Woche seine Mitarbeiter in einem internen Memo. Laut der Tech-Webseite The Information und dem &quot;Wall Street Journal&quot; rief Altman in seiner Nachricht die h\u00f6chste Warnstufe aus, die das wertvollste Startup der Welt intern verwendet, um die Dringlichkeit von Problemen zu vermitteln: &quot;Code Red&quot;, Alarmstufe Rot. H\u00f6chste Priorit\u00e4t hat demnach nun, die Qualit\u00e4t von ChatGPT massiv zu verbessern. OpenAI mobilisiert daf\u00fcr alle Ressourcen und schiebt andere Projekte, wie etwa KI-Agenten f\u00fcr Shopping und Gesundheit, auf die lange Bank. <\/p>\n<p>Altmans Weckruf ist das bislang deutlichste Zeichen daf\u00fcr, wie gro\u00df der Druck auf die derzeit f\u00fchrende KI-Schmiede der Welt geworden ist. Und wie sehr die Konkurrenz OpenAI im Nacken sitzt: Schon im Oktober hatte der deutsche ChatGPT-Produktchef Nick Turley laut &quot;New York Times&quot; in einem internen Slack-Kanal von OpenAI &quot;Code Orange&quot; ausgegeben. Man sei inzwischen &quot;dem gr\u00f6\u00dften Wettbewerbsdruck aller Zeiten&quot; ausgesetzt. Bereits im November hatte Altman seine Belegschaft beim Launch von Googles neuestem KI-Modell &quot;Gemini 3&quot; auf deutlich h\u00e4rtere Zeiten eingeschworen: Es sei mit &quot;vor\u00fcbergehendem wirtschaftlichem Gegenwind f\u00fcr unsere Firma&quot; zu rechnen. &quot;Ich erwarte, dass es da drau\u00dfen eine Zeit lang etwas ungem\u00fctlich wird.&quot;<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/wirtschaft\/Die-USA-sind-eine-riesige-Wette-auf-KI-article26103609.html\" rel=\"noreferrer\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/logo_grey.svg\" alt=\"2020-03-03T214055Z-1950033386-RC2LCF969DPC-RTRMADP-3-USA-STOCKS\"\/>Wehe, wenn die Blase platztDie USA sind eine riesige Wette auf KI<\/a><\/p>\n<p>Damit steht OpenAI am Wendepunkt. Bisher war das Startup unangefochten die f\u00fchrende KI-Schmiede. Seit dem Start von ChatGPT im November 2022 hinkten die Entwickler bei Google, Meta und Co. den Modellen aus San Francisco hinterher. Der Glaube an OpenAIs Technologie und die Bewertungen der KI-Firmen stiegen ins Unermessliche. Doch nun beginnt sich das Blatt zu wenden. Nur wenige der Hunderte Millionen ChatGPT-Nutzer zahlen auch. Zudem holt die Konkurrenz von Google, Anthropic und Co. rasant auf und ist finanziell weit besser ausgestattet. OpenAI muss dringend profitabel werden, um zu \u00fcberleben. Deshalb setzt Altman auch auf neue, fragw\u00fcrdige Gesch\u00e4ftsfelder. <\/p>\n<h2>Google und Anthropic sind ChatGPT auf den Fersen<\/h2>\n<p>Dass Altman intern Alarm schl\u00e4gt, wirkt wie ein D\u00e9j\u00e0-vu. Diesmal allerdings mit umgekehrten Vorzeichen. Als ChatGPT Ende 2022 die Welt im Sturm eroberte, gingen bei Google die Warnleuchten an. OpenAI hatte den m\u00e4chtigsten Internetriesen aus dem Stand geschlagen. Google-Chef Sundar Pichai sorgte sich \u00f6ffentlich, dass ChatGPT das Ende der Internetsuche bedeuten k\u00f6nne. Drei Jahre lang war OpenAI praktisch synonym mit KI. Nun dreht sich der Wind wieder.<\/p>\n<p>Gemini 3 ist ChatGPT inzwischen bei einer Reihe von Tests \u00fcberlegen, mit denen die F\u00e4higkeiten von KI gemessen werden. Dazu geh\u00f6ren beispielsweise die &quot;Letzte Pr\u00fcfung der Menschheit&quot; (Humanity&#039;s Last Exam), Matheaufgaben, Programmierung oder die zeitgleiche Analyse von Text, Audio und Video. Viele ChatGPT-Nutzer wechseln deshalb zu Gemini: &quot;Ich gehe nicht zur\u00fcck&quot;, sagte etwa Salesforce-Chef Marc Benioff k\u00fcrzlich \u00fcber seinen Wechsel. 650 Millionen Nutzer hat Gemini inzwischen laut Google. ChatGPT bringt es auf 800 Millionen. Mit Claude ist zudem ein weiterer Konkurrent stark im Kommen: Der Chatbot von Anthropic hat sich mit seinem Fokus auf sichere KI-Entwicklung und Unternehmenskunden eine Marktl\u00fccke erarbeitet. Hinzu kommen weitere Mitbewerber wie Perplexity, Grok und Llama oder Mistral aus Europa und Deepseek aus China. <\/p>\n<h2>Viel zu wenig zahlende Kunden<\/h2>\n<p>Damit wird es f\u00fcr OpenAI noch schwieriger, mit seinen Chatbots Geld zu verdienen. Die monet\u00e4re Konversion l\u00e4uft \u00e4u\u00dferst schleppend: Laut The Information zahlen aktuell nur rund f\u00fcnf Prozent der Nutzer, also etwa 35 Millionen Menschen, f\u00fcr die Dienste der KI-Schmiede. Laut dem Bericht rechnet OpenAI intern damit, dass es bis 2030 220 Millionen werden. Das w\u00fcrde das Unternehmen in puncto Abonnenten etwa in eine Liga mit Netflix (300 Millionen Abonnenten) oder Spotify (280 Millionen Abonnenten) katapultieren. Bis dahin ist es jedoch noch ein sehr weiter Weg. <\/p>\n<p>Tats\u00e4chlich sind die Ausgaben europ\u00e4ischer Kundinnen und Kunden f\u00fcr OpenAI-Abos im Juni leicht gefallen und haben sich seitdem kaum weiter erholt. Dies geht aus einer Auswertung von anonymisierten Zahlungsdaten europ\u00e4ischer Banken aus Gro\u00dfbritannien, Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien hervor, auf die sich Deutsche Bank Research beruft. &quot;Anders als in den letzten beiden Jahren hat sich das Wachstumstempo lange nach der j\u00e4hrlichen Sommerflaute nicht beschleunigt, was darauf hindeutet, dass das Abo-Modell m\u00f6glicherweise die S\u00e4ttigungsgrenze erreicht&quot;, schreibt die Bank.<\/p>\n<p>Laut Deutscher Bank Research sammelt OpenAI bei seinen Kunden zwar immer noch am meisten Geld ein. Der Gesamtwert der Abos hat seit Jahresbeginn um 18 Prozent zugelegt. Doch die Wachstumsraten der Konkurrenz sind noch weitaus h\u00f6her: Perplexity bringt es auf 48 Prozent und Claude hat seine Abo-Einnahmen im gleichen Zeitraum sogar fast versiebenfacht. OpenAI muss daher dringend andere Wege finden, Geld zu verdienen. Deshalb hat Sam Altman angek\u00fcndigt, bald Werbung zu schalten. F\u00fcr zahlende Erwachsene soll zudem Sex-Talk mit der KI freigeschaltet werden. <\/p>\n<h2>OpenAI braucht Milliarden, um zu \u00fcberleben<\/h2>\n<p>Denn ohne frisches Geld ist OpenAI nicht \u00fcberlebensf\u00e4hig. Obwohl es als wertvollstes Startup der Welt mit einer halben Billion Dollar bewertet wird, verbrennt es Kapital mit atemberaubender Geschwindigkeit. Laut &quot;Wall Street Journal&quot; rechnet OpenAI Investoren gegen\u00fcber mit einem Verlust von 9 Milliarden Dollar in diesem Jahr, obwohl das Unternehmen Einnahmen von 13 Milliarden Dollar vorweisen kann. Zu den operativen Verlusten kommen laut Deutsche Bank Research Zahlungsverpflichtungen von 1,4 Billionen Dollar in den n\u00e4chsten acht Jahren f\u00fcr die gigantischen Investitionen in KI-Rechenzentren wie &quot;Stargate&quot; in Texas hinzu.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/mediathek\/videos\/wirtschaft\/ChatGPT-plant-Erotik-Funktion-andere-KIs-schon-weiter-article26098591.html\" rel=\"noreferrer\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/logo_grey.svg\" alt=\"KoelnArchiv-83762363-5125\"\/>Flirts, Fantasien, TraumpartnerChatGPT plant Erotik-Funktion &#8211; andere KIs schon weiter<\/a><\/p>\n<p>Die Konkurrenz ist finanziell deutlich besser aufgestellt. Zwar schreibt Anthropic ebenfalls noch rote Zahlen und hat mit etwas mehr als vier Milliarden Dollar geringere Ums\u00e4tze, aber daf\u00fcr sind die Kosten auch viel niedriger. Laut dem Blatt wird die KI-Firma daher zwei Jahre fr\u00fcher die Gewinnzone erreichen als OpenAI und bis dahin 14-mal weniger Geld verbrennen. Die Cloud-Giganten Google und Amazon verf\u00fcgen ohnehin \u00fcber finanzielle Mittel aus ihren etablierten Gesch\u00e4ften und k\u00f6nnen im Gegensatz zu OpenAI einen Gro\u00dfteil der enormen Ausgaben f\u00fcr die KI-Infrastruktur quasi aus der Portokasse bezahlen. Sam Altman hat selbst zugegeben, dass man sich in einem &quot;Rechenpower-Wettlauf mit finanziell besser ausgestatteten Gegnern&quot; befinde. <\/p>\n<p>&quot;OpenAI muss seine Ausgaben in den Griff kriegen oder dem Markt beweisen, dass es sich das irgendwie leisten kann&quot;, warnt die Deutsche Bank daher. Langfristig geht das nur, indem die Firma den Kapitalmarkt anzapft. Konkurrent Anthropic arbeitet Medienberichten zufolge bereits an einem Mega-B\u00f6rsengang, wom\u00f6glich schon im kommenden Jahr. OpenAI-Finanzchefin Sarah Friar schlie\u00dft ihn bislang zwar \u00f6ffentlich noch aus. Intern soll sie allerdings laut Insidern f\u00fcr 2027 einen Gang aufs Parkett anpeilen. Wie viel Zeit noch bleibt, h\u00e4ngt davon ab, was das OpenAI-Team nun aus Sam Altmans Weckruf macht. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wirtschaft Es wird &quot;ungem\u00fctlich&quot;Sam Altman ruft &quot;Alarmstufe Rot&quot; bei OpenAI aus 07.12.2025, 11:40 Uhr Von Hannes Vogel OpenAI f\u00fcrchtet um seine Vormachtstellung. 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