{"id":30966,"date":"2025-11-22T11:27:24","date_gmt":"2025-11-22T08:27:24","guid":{"rendered":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/im-schnitt-gut-versorgt-wie-hoch-die-einkommen-von-rentnern-wirklich-sind\/"},"modified":"2025-11-22T11:27:24","modified_gmt":"2025-11-22T08:27:24","slug":"im-schnitt-gut-versorgt-wie-hoch-die-einkommen-von-rentnern-wirklich-sind","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/im-schnitt-gut-versorgt-wie-hoch-die-einkommen-von-rentnern-wirklich-sind\/","title":{"rendered":"Im Schnitt gut versorgt: Wie hoch die Einkommen von Rentnern wirklich sind"},"content":{"rendered":"<p class=\"caps\">Wirtschaft<\/p>\n<h2>Im Schnitt gut versorgtWie hoch die Einkommen von Rentnern wirklich sind<\/h2>\n<p>22.11.2025, 08:09 Uhr <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/autor-fallback.svg\" alt=\"image\"\/>Von Christina Lohner und Martin Morcinek (Daten)<\/p>\n<figure><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/img\/30050789\/1763721709\/Img_16_9\/1024\/Muenchen-11-3-2024-Schmuckfoto-Symbolfoto-Ein-Mann-und-eine-Frau-sitzen-auf-einer-Bank-im-Muenchner-Olympiapark-Im-Hintergrund-das-Olympiastadion.webp\" alt=\"Muenchen-11-3-2024-Schmuckfoto-Symbolfoto-Ein-Mann-und-eine-Frau-sitzen-auf-einer-Bank-im-Muenchner-Olympiapark-Im-Hintergrund-das-Olympiastadion\"\/><figcaption>F\u00fcr einige reicht die Rente kaum zum Leben, auf der anderen Seite erh\u00e4lt ein Drittel der Paare im Rentenalter mehr als 4000 Euro im Monat. (Foto: picture alliance \/ SZ Photo)<\/figcaption><\/figure>\n<p>Etwa jeder Zehnte muss im Alter mit sehr geringen Eink\u00fcnften auskommen. Insgesamt ist die heutige Rentnergeneration allerdings gut abgesichert. Viele haben neben der gesetzlichen Rente weitere Geldquellen, ganz abgesehen von Verm\u00f6gen.<\/p>\n<p>F\u00fcr die SPD geht es im Rentenstreit um &quot;arm gegen reich&quot;, wie Generalsekret\u00e4r Tim Kl\u00fcssendorf es formulierte. Gerade die weniger Beg\u00fcterten m\u00fcssten sich auf die gesetzliche Rente verlassen k\u00f6nnen. Das stimmt grunds\u00e4tzlich, schlie\u00dflich l\u00e4sst sich mit weniger Geld auch weniger zus\u00e4tzlich vorsorgen. Zudem hat etwa die H\u00e4lfte der Ruhest\u00e4ndler kein weiteres Einkommen. Doch zumindest im Schnitt ist die heutige Rentnergeneration gut abgesichert, Verm\u00f6gen und Eigenheim noch gar nicht eingerechnet. Die Bezieher niedriger Renten sind zudem nicht unbedingt die mit den geringsten Haushaltseinkommen. <\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/mediathek\/videos\/politik\/Worum-geht-es-beim-Rentenstreit-eigentlich-genau-id30048822.html\" rel=\"noreferrer\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/logo_grey.svg\" alt=\"Rentenniveau\"\/>Rebellion in der Union Worum geht es beim Rentenstreit eigentlich genau?<\/a><\/p>\n<p>Die durchschnittliche gesetzliche Rente aus Altersgr\u00fcnden lag 2023 bei knapp 1100 Euro netto vor Steuern, also nach Abzug der Sozialversicherungsbeitr\u00e4ge, wie aus dem Alterssicherungsbericht 2024 des Arbeitsministeriums hervorgeht. Die Mehrheit der Senioren hat nach Berechnungen des Bundesinstituts f\u00fcr Bev\u00f6lkerungsforschung (BIB) aber deutlich mehr Geld zur Verf\u00fcgung.<\/p>\n<p>Alleinstehende M\u00e4nner ab 65 Jahren hatten 2023 demnach im Schnitt ein monatliches Haushaltseinkommen von 2210 Euro netto, alleinstehende Frauen von 1860 Euro. Paare in der Altersgruppe kamen auf ein gemeinsames Haushaltsnettoeinkommen von durchschnittlich 3760 Euro &#8211; in den alten Bundesl\u00e4ndern im Schnitt fast 3900, in den neuen knapp 3200 Euro. <\/p>\n<p>Ein Drittel der Paare im Rentenalter erhielt mehr als 4000 Euro im Monat, ein Viertel 3000 bis 4000 Euro. Die \u00fcbrigen 40 Prozent mussten mit weniger auskommen, f\u00fcnf Prozent sogar mit 1500 Euro oder teils deutlich weniger.<\/p>\n<p>Die Schere geht weit auseinander: Jeder neunte alleinstehende Mann ab 65 und jede achte alleinstehende Frau in dem Alter hatte ein Nettoeinkommen von weniger als 1000 Euro im Monat. Ein F\u00fcnftel der \u00e4lteren M\u00e4nner hatte 1000 bis 1500 Euro zur Verf\u00fcgung, bei den Frauen lag das Einkommen bei einem Viertel in diesem Bereich. <\/p>\n<p>Auf der anderen Seite verf\u00fcgte fast die H\u00e4lfte der alleinstehenden \u00e4lteren M\u00e4nner \u00fcber 2000 Euro oder teils deutlich mehr. Alleinstehende Frauen m\u00fcssen h\u00e4ufiger mit weniger Einkommen haushalten, von ihnen kam nur ein Drittel auf mehr als 2000 Euro. Frauen zahlen im Schnitt k\u00fcrzer in die Rentenversicherung ein, arbeiten \u00f6fter in Teilzeit und verdienen weniger. <\/p>\n<h2>Viele wohnen im Eigenheim<\/h2>\n<p>Nicht ber\u00fccksichtigt sind bei den Einkommen Verm\u00f6genswerte wie etwa ein Eigenheim. Sieben von zehn \u00e4lteren Paaren und fast die H\u00e4lfte der Alleinstehenden wohnen laut dem Bundesinstitut in einer eigenen Immobilie oder mietfrei.<\/p>\n<p>Das Einkommen von Haushalten, in denen nur Ruhest\u00e4ndler wohnen, besteht dem Statistischem Bundesamt zufolge in erster Linie aus Renten und Pensionen, zu durchschnittlich 92 Prozent. Einnahmen aus Verm\u00f6gen machen 5 Prozent aus, aus Erwerbst\u00e4tigkeit stammen 2 Prozent, ein Prozent aus Transferzahlungen wie Grundsicherung im Alter. Auf Letztere sind demnach rund vier Prozent der Bev\u00f6lkerung im Rentenalter angewiesen, das hei\u00dft, sie k\u00f6nnen ihren Lebensunterhalt nicht aus eigenem Einkommen oder Verm\u00f6gen bestreiten. <\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/mediathek\/videos\/politik\/Rentner-die-zu-uns-kommen-sind-sehr-verzweifelt-id30036961.html\" rel=\"noreferrer\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/logo_grey.svg\" alt=\"Daldrup\"\/>Trotz lebenslanger Arbeit &quot;Rentner, die zu uns kommen, sind sehr verzweifelt&quot;<\/a><\/p>\n<p>Niedrige gesetzliche Renten bedeuten nicht unbedingt niedrige Einkommen &#8211; im Gegenteil. Geringe Renten werden meist durch weitere Eink\u00fcnfte oder den Partner ausgeglichen, wie aus dem Alterssicherungsbericht hervorgeht. Je niedriger die gesetzliche Rente, desto geringer ist demnach im Schnitt deren Anteil am Gesamteinkommen. So haben beispielsweise Paare mit einer Bruttorente von durchschnittlich 317 Euro ein Haushaltsbruttoeinkommen von gut 5300 Euro. <\/p>\n<p>Alleinstehende M\u00e4nner mit einer gesetzlichen Rente unter 500 Euro hatten im Schnitt insgesamt rund 2750 Euro zur Verf\u00fcgung, Frauen gut 1730 Euro. Ursache von Kleinstrenten sind demnach vor allem sehr kurze Beitragszeiten in der gesetzlichen Rentenversicherung, etwa von Frauen in den alten Bundesl\u00e4ndern infolge sehr kurzer Erwerbsbiografien oder wenn Beitragszahler in die Beamtenversorgung oder andere Alterssicherungssysteme gewechselt sind.<\/p>\n<h2>Die H\u00e4lfte hat neben Rente zus\u00e4tzliche Einkommen<\/h2>\n<p>62 Prozent der Paare und 46 Prozent der Alleinstehenden erzielten zus\u00e4tzlich zu gesetzlichen Renten oder Pensionen weitere Einkommen. Ein Drittel der \u00c4lteren erhielt laut BIB Eink\u00fcnfte aus privater Vorsorge, etwa aus privaten Renten- und Lebensversicherungen wie der Riester-Rente, im Schnitt 420 Euro pro Monat. <\/p>\n<p>Bei vielen privaten Versicherungen l\u00e4sst sich das angesparte Kapital alternativ auf einen Schlag auszahlen. Neben solchen Einmalzahlungen verf\u00fcgt ein Teil der Rentner \u00fcber Erspartes oder Geldanlagen, die dar\u00fcber hinaus teils Zinsertr\u00e4ge bringen. <\/p>\n<p>Vermietung oder Verpachtung sind ebenfalls f\u00fcr viele eine Einkommensquelle. Ein F\u00fcnftel der Paare und zehn Prozent der Alleinstehenden ab 65 Jahren bezogen dem Alterssicherungsbericht zufolge Eink\u00fcnfte aus Vermietung oder Verpachtung, in den alten Bundesl\u00e4ndern doppelt so viele wie in den neuen. Im gesamtdeutschen Durchschnitt erzielten Paare im Rentenalter damit gut 1000 Euro im Monat, Alleinstehende knapp 800 Euro.<\/p>\n<p>Mit durchschnittlich 64,7 Jahren gingen die Deutschen im vergangenen Jahr in Rente, Frauen und M\u00e4nner gleicherma\u00dfen. Neben dem Eintrittsalter ist dem Statistischem Bundesamt zufolge allerdings auch die Erwerbst\u00e4tigkeit im Alter gestiegen. Zuletzt war jeder siebte Rentner zwischen 65 und 74 Jahren erwerbst\u00e4tig, 16 Prozent der M\u00e4nner mit einer Altersrente und 10 Prozent der Frauen. Von den 65- bis 66-j\u00e4hrigen Rentenempf\u00e4ngern sind sogar noch fast ein F\u00fcnftel erwerbst\u00e4tig. <\/p>\n<p>Von den Rentenbeziehenden mit h\u00f6herem Bildungsniveau arbeiteten deutlich mehr als von denen mit mittlerem oder niedrigem. In einer laut Alterssicherungsbericht repr\u00e4sentativen Befragung gaben 14 Prozent der arbeitenden Rentner an, finanziell zum Weiterarbeiten gezwungen zu sein. Die H\u00e4lfte war geringf\u00fcgig besch\u00e4ftigt.<\/p>\n<p>Voll berufst\u00e4tige 65-J\u00e4hrige verzerren zunehmend die Einkommensstatistik der Rentnergeneration. Denn durch den Anstieg der Regelaltersgrenze w\u00e4chst auch die Zahl der noch regul\u00e4r arbeitenden \u00fcber 64-J\u00e4hrigen, deren Einkommen aus einem vollen Gehalt besteht. <\/p>\n<p>Daneben heben etwa auch Beamte im Ruhestand den Einkommensschnitt. Die 1,4 Millionen Pension\u00e4rinnen und Pension\u00e4re nach dem Beamten- und Soldatenversorgungsrecht haben deutlich h\u00f6here Alterseink\u00fcnfte als die gesetzliche Rente, zuletzt ein durchschnittliches Brutto-Ruhegehalt von 3240 Euro im Monat.<\/p>\n<p>Zur Einordnung: F\u00fcr Menschen mit niedrigeren Einkommen fallen die Lebenshaltungskosten viel st\u00e4rker ins Gewicht. Diese sind in den vergangenen Jahren unter anderem infolge des Ukraine-Kriegs stark gestiegen. Die Einkommen der \u00c4lteren haben im Vergleich zu 2019 laut dem Alterssicherungsbericht allerdings st\u00e4rker zugenommen als die Lebenshaltungskosten. Im Durchschnitt zeige sich ein realer Einkommenszuwachs.<\/p>\n<p>Menschen am Existenzminimum helfen solche Durchschnittswerte selbstverst\u00e4ndlich nicht. Wer hingegen finanziell dazu in der Lage ist, k\u00f6nnte von den Zahlen angespornt sein, zus\u00e4tzlich zur gesetzlichen Rentenversicherung privat vorzusorgen &#8211; unabh\u00e4ngig vom Rentenniveau, auf das sich die Bundesregierung am Ende einigt. Die Deutsche Rentenversicherung mahnt, es gelinge derzeit nicht umfassend, die Niveausenkung in der gesetzlichen Versicherung mit der freiwilligen zus\u00e4tzlichen Altersvorsorge zu kompensieren. &quot;Sowohl die Verbreitung als auch die H\u00f6he der Beitr\u00e4ge lassen W\u00fcnsche offen.&quot;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wirtschaft Im Schnitt gut versorgtWie hoch die Einkommen von Rentnern wirklich sind 22.11.2025, 08:09 Uhr Von Christina Lohner und Martin Morcinek (Daten) F\u00fcr einige reicht die Rente kaum zum Leben,<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-30966","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-nachrichten"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/30966","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=30966"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/30966\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=30966"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=30966"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=30966"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}