{"id":30934,"date":"2025-11-17T00:47:31","date_gmt":"2025-11-16T21:47:31","guid":{"rendered":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/deutet-die-signale-trump-sagt-nicht-krise-aber-er-redet-daruber\/"},"modified":"2025-11-17T00:47:31","modified_gmt":"2025-11-16T21:47:31","slug":"deutet-die-signale-trump-sagt-nicht-krise-aber-er-redet-daruber","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/deutet-die-signale-trump-sagt-nicht-krise-aber-er-redet-daruber\/","title":{"rendered":"Deutet die Signale: Trump sagt nicht Krise, aber er redet dar\u00fcber"},"content":{"rendered":"<p class=\"caps\">Politik<\/p>\n<h2>Deutet die SignaleTrump sagt nicht Krise, aber er redet dar\u00fcber<\/h2>\n<p>16.11.2025, 21:31 Uhr <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/autor-fallback.svg\" alt=\"image\"\/>Von Roland Peters, New York<\/p>\n<figure><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/img\/30028957\/1763327645\/Img_16_9\/1024\/President-Donald-Trump-speaks-to-reporters-on-Air-Force-One-on-his-way-to-his-Mar-a-Lago-estate-in-Palm-Beach-Fla-Friday-Nov-14-2025.webp\" alt=\"President-Donald-Trump-speaks-to-reporters-on-Air-Force-One-on-his-way-to-his-Mar-a-Lago-estate-in-Palm-Beach-Fla-Friday-Nov-14-2025\"\/><figcaption>Unbeliebt: US-Pr\u00e4sident Donald Trump. (Foto: AP)<\/figcaption><\/figure>\n<p>Inflation, drohende Krise, geplatzte Versprechen &#8211; US-Pr\u00e4sident Trump dementiert alles. Doch abenteuerliche Vorschl\u00e4ge in Richtung seiner W\u00e4hler sprechen B\u00e4nde.<\/p>\n<p>Wird Donald Trump direkt auf die Wirtschaft angesprochen, ist alles gut, golden, gro\u00dfartig. &quot;Wir haben derzeit die beste Wirtschaft&quot;, zeigte sich der US-Pr\u00e4sident ein Jahr nach seinem eigenen Wahlsieg \u00fcberzeugt. Die Inflation? &quot;Jeder Preis ist niedriger&quot;, behauptete er: &quot;Viel niedriger.&quot; Sie existiere &quot;praktisch nicht&quot;. All das ist falsch.<\/p>\n<p>Die Wirtschaft wuchs um 1,4 Prozent im ersten Halbjahr, aber ohne KI-Unternehmen nur um 0,1 Prozent. Die Inflation legte in den vergangenen Monaten stetig zu und liegt bei rund 3 Prozent. Trump sagt nichts dar\u00fcber, aber seine Vorschl\u00e4ge und die Ver\u00f6ffentlichungen des Wei\u00dfen Hauses sprechen eine andere Sprache: Demnach klopft die Krise an die T\u00fcr. Neben ihr stehen die W\u00e4hler und beschweren sich lautstark. Trump versucht, die schlechte Stimmung mit allerlei Vorschl\u00e4gen aufzuhellen. Seine grobschl\u00e4chtige Industriepolitik mit dem Zollhammer ist offenbar einer der Gr\u00fcnde daf\u00fcr. <\/p>\n<p>Was Trump mache, sei ein &quot;zuf\u00e4lliger Mischmasch&quot;, keine Industriepolitik, wird die renommierte Wirtschaftswissenschaftlerin Mariana Mazzucato vom University College London von &quot;Politico&quot; zitiert: &quot;Er will damit m\u00e4chtig und stark wirken, w\u00e4hrend er in Wirklichkeit die Wirtschaft schw\u00e4cht, indem er genau die Industriestrategie abschafft, die zur Gr\u00fcndung von Unternehmen wie Intel gef\u00fchrt hat&quot;. Das waren der \u00d6konomin zufolge staatliche Anreize. &quot;Industriepolitik ist nicht nur ein einzelnes Werkzeug, sondern ein ganzes Set anderer Ma\u00dfnahmen&quot;. Eine Regierung m\u00fcsse eine Richtung vorgeben.<\/p>\n<h2>Vernichtendes Urteil der W\u00e4hler<\/h2>\n<p>Die W\u00e4hler sind \u00e4u\u00dferst unzufrieden mit Trump, ihre Hauptsorge sind die Lebenshaltungskosten. Die Zustimmungswerte f\u00fcr ihn sind so schlecht wie bei keinem Staatschef vor ihm zum gleichen Zeitpunkt der Pr\u00e4sidentschaft. Im Oktober stellten ihm die US-Amerikaner laut CNN ein vernichtendes Urteil aus: Noch nie bewerteten sie demnach die Wirtschaftspolitik eines Pr\u00e4sidenten schlechter. Der hatte versprochen, ab &quot;Tag eins&quot; die Preise zu senken. Das ist nicht geschehen. Zwar begann das Problem vor seiner Pr\u00e4sidentschaft. Aber er muss sich damit herumschlagen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/wirtschaft\/Trump-macht-bei-Lebensmitteln-Zollrueckzieher-id30025210.html\" rel=\"noreferrer\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/logo_grey.svg\" alt=\"President-Donald-Trump-waves-from-the-stairs-of-Air-Force-One-as-he-boards-upon-his-arrival-at-Joint-Base-Andrews-Md-Friday-Nov-14-2025-en-route-to-his-Mar-a-Lago-estate-in-Palm-Beach-Fla-AP-Photo-Luis-M\"\/>Wende nach Wahlschlappen Trump macht bei Lebensmitteln Zollr\u00fcckzieher<\/a><\/p>\n<p>Die Verbraucherpreise sind seit Anfang 2021 um rund 25 Prozent gestiegen, und die L\u00f6hne haben bis heute nicht komplett aufgeholt. Trumps Z\u00f6lle, praktisch eine zus\u00e4tzliche Steuer, die irgendwann auch beim Verbraucher ankommen, erschweren die Angleichung. Hei\u00dft: Die Menschen bemerken weiterhin keine Verbesserung, sondern hecheln den Preiserh\u00f6hungen hinterher, da sie mehr Geld als zuvor f\u00fcr den Alltag ben\u00f6tigen. Sie sparen so wenig wie nie seit Trumps Amtsantritt. Der sitzt auch deshalb im Wei\u00dfen Haus, weil die W\u00e4hler den Demokraten als Regierungspartei die Inflation angekreidet hatten. <\/p>\n<p>Seit den Wahlniederlagen Anfang November hat der Pr\u00e4sident bereits \u00f6ffentlich dar\u00fcber sinniert, jedem US-B\u00fcrger mit niedrigen oder mittleren Einkommen 2000 US-Dollar auszuzahlen. Daf\u00fcr d\u00fcrften die Zolleinnahmen laut \u00d6konomen der unabh\u00e4ngigen Denkfabrik Tax Foundation jedoch bei Weitem nicht reichen. Die Experten sch\u00e4tzen, dass die Z\u00f6lle das Wirtschaftswachstum in den kommenden zehn Jahren um etwa 0,6 Prozent verringern und etwa 600.000 Vollzeitjobs kosten werden. <\/p>\n<h2>Erschwinglichkeitskrise k\u00f6nnte sich versch\u00e4rfen<\/h2>\n<p>Trump hat auch vorgeschlagen, die bislang auf maximal 30 Jahre begrenzten Immobilienkredite f\u00fcr Privathaushalte auf 50 Jahre auszuweiten; das w\u00fcrde lediglich die einzelnen R\u00fcckzahlungsraten und finanziellen Druck zwar verringern, am Grundproblem der hohen Immobilienpreise aber wohl nichts \u00e4ndern. Am Freitag k\u00fcndigte die Regierung zudem an, die Z\u00f6lle f\u00fcr bestimmte Lebensmittel wie Tomaten oder Bananen wieder abschaffen zu wollen. Auch Fleisch und Kaffee sollen k\u00fcnftig ausgenommen werden &#8211; deren Preise sind in diesem Jahr um rund 19 Prozent gestiegen. <\/p>\n<p>Damit gibt Trumps Regierung indirekt zu, dass ihre Z\u00f6lle auf die Verbraucherpreise durchschlagen. Auf der Website des Wei\u00dfen Hauses haben vier der f\u00fcnf Ver\u00f6ffentlichungen seit dem Wahltag am 4. November mit Verbraucherpreisen zu tun. &quot;Wir machen gro\u00dfe Fortschritte bei Preisen &#8211; und wir arbeiten weiter daran, dass jeder davon profitiert&quot;, hie\u00df es dort am Freitag. Davon ist die Wirtschaft derzeit weit entfernt. Weite Teile der Bev\u00f6lkerung f\u00fchlen sich von den oberen zehn Prozent abgeh\u00e4ngt.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/wirtschaft\/Amerikas-Wackelturm-Wirtschaft-haengt-nur-noch-an-den-Reichen-id30022691.html\" rel=\"noreferrer\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/logo_grey.svg\" alt=\"A-Tesla-Cybertruck-drives-in-Chinatown-in-New-York-City-U-S-July-5-2025\"\/>Tech und Luxus treiben Konsum Amerikas Wackelturm-Wirtschaft h\u00e4ngt nur noch an den Reichen<\/a><\/p>\n<p>Die Erschwinglichkeitskrise wird sich voraussichtlich versch\u00e4rfen. Erste US-Amerikaner bekommen bereits ihre Briefe, was ihre Krankenversicherung im kommenden Jahr kosten wird: F\u00fcr etwa 22 Millionen US-Amerikaner, die \u00fcber Obamacare versichert sind, also bezuschusste Privatversicherungen, wird es wegen wegfallender staatlicher Zahlungen ab Januar im Schnitt mehr als das Doppelte sein. Mehrere Millionen Menschen k\u00f6nnten ihre Versicherung ganz aufgeben m\u00fcssen. <\/p>\n<p>Dies triebe die Lebenshaltungskosten weiter nach oben. Eine von Trump ge\u00e4u\u00dferte Idee f\u00fcr Abhilfe: Es sei besser, die Zusch\u00fcsse direkt an die Menschen auszuzahlen. Der Pr\u00e4sident verspricht zudem, &quot;eine viel bessere und viel weniger teure&quot; Alternative einzuf\u00fchren. Erarbeiten sollen diese in Windeseile, bis Mitte Dezember, die Republikaner im Kongress. Schon in Trumps erster Amtszeit hatten die Konservativen versucht, Obamacare abzuschaffen und waren damit mehrmals gescheitert. <\/p>\n<h2>Gespenst der Investitionsblase<\/h2>\n<p>Eine sp\u00fcrbare Besserung der Lage ist nicht in Sicht, im Gegenteil. Abseits der sintflutartigen Investitionen der KI-Unternehmen -auch schuldenfinanziert &#8211; in neue Datenzentren und anderes, herrscht finanzielle D\u00fcrre in der greifbaren US-Wirtschaft. Dazu geht das Gespenst einer Investitionsblase um &#8211; sollte sie platzen, k\u00f6nnte die Krise ganz schnell um sich greifen. Trump behauptet das Gegenteil, verweist immer wieder auf zugesagte Investitionen in neue Industrie, die es ohne seine Importz\u00f6lle nicht gegeben h\u00e4tte.<\/p>\n<p>Doch der erste echte Stimmungstest f\u00fcr seine Politik ging Anfang November krachend daneben. Nicht nur wegen New York und ihrem k\u00fcnftigen linken B\u00fcrgermeister; die gr\u00f6\u00dfte Stadt des Landes ist ein Sonderfall. In den Bundesstaaten New Jersey und Virginia gewannen die Gouverneurskandidatinnen der Demokraten, die sich im Wahlkampf auf die hohen Lebenshaltungskosten konzentriert hatten, haushoch. Den Republikanern gingen scharenweise Latinos und Schwarze aus der Arbeiterschicht von der Fahne. Seither wei\u00df Trump, was die Stunde geschlagen hat.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Politik Deutet die SignaleTrump sagt nicht Krise, aber er redet dar\u00fcber 16.11.2025, 21:31 Uhr Von Roland Peters, New York Unbeliebt: US-Pr\u00e4sident Donald Trump. 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