{"id":30885,"date":"2025-11-09T03:48:01","date_gmt":"2025-11-09T00:48:01","guid":{"rendered":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/das-netzwerk-der-tech-riesen-so-pumpen-kreisgeschafte-die-ki-blase-auf\/"},"modified":"2025-11-09T03:48:01","modified_gmt":"2025-11-09T00:48:01","slug":"das-netzwerk-der-tech-riesen-so-pumpen-kreisgeschafte-die-ki-blase-auf","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/das-netzwerk-der-tech-riesen-so-pumpen-kreisgeschafte-die-ki-blase-auf\/","title":{"rendered":"Das Netzwerk der Tech-Riesen: So pumpen Kreisgesch\u00e4fte die KI-Blase auf"},"content":{"rendered":"<p class=\"caps\">Wirtschaft         \t\t                   \t\t               \t\t                    <\/p>\n<figure> \t\t                       \t\t                        <img decoding=\"async\" alt=\"Nvidia und OpenAI haben die Kreisfinanzierung auf eine neue Stufe gehoben: Die wertvollste Firma der Welt steckt bis zu 100 Milliarden Dollar in OpenAI. OpenAI kauft mit dem Geld umgekehrt Nividia-Chips.\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/img\/26148157-1762524814000\/16-9\/750\/555313040.jpg\"\/><figcaption>\n<p>Nvidia und OpenAI haben die Kreisfinanzierung auf eine neue Stufe gehoben: Die wertvollste Firma der Welt steckt bis zu 100 Milliarden Dollar in OpenAI. OpenAI kauft mit dem Geld umgekehrt Nividia-Chips.<\/p>\n<\/figcaption><\/figure>\n<p><strong>Die Wall Street wird nerv\u00f6s. Der Hype um KI dreht sich nur noch im Kreis: Nur weil sich Unternehmen wie Nvidia und OpenAI quersubventionieren, geht die B\u00f6rsenparty weiter. Wenn sie stoppt, k\u00f6nnten die Abh\u00e4ngigkeiten zur Abw\u00e4rtsspirale werden. <\/strong><\/p>\n<p>&quot;Manchmal ist es der kl\u00fcgste Spielzug, gar nicht mitzuspielen.&quot; Mit diesem Satz brachte Hedgefonds-Manager Michael Burry k\u00fcrzlich auf X das wachsende Unbehagen vieler Investoren \u00fcber die zunehmende KI-Blase in den USA zum Ausdruck. Burry ist unter Investoren eine Legende, seit er mit seiner Wette gegen den US-Immobilienmarkt vor der Finanzkrise Milliarden verdiente und in &quot;The Big Short&quot; zum Filmhelden wurde. Nun hat sich Burry mit Verkaufsoptionen eingedeckt, um auf fallende Kurse von Palantir und Nvidia zu setzen. Am Dienstag brach die Palantir-Aktie trotz &quot;der besten Ergebnisse, die je eine Software-Firma geliefert hat&quot;, wie CEO Alex Karp prahlte, um ann\u00e4hernd acht Prozent ein.<\/p>\n<p>Denn die Bewertungen von Palantir mit fast 500 Milliarden Dollar B\u00f6rsenwert bei Ums\u00e4tzen von gerade mal vier Milliarden Dollar und anderen Tech-Firmen wie Nvidia mit fast f\u00fcnf Billionen Dollar haben sich inzwischen komplett von der Realit\u00e4t entkoppelt. Nicht nur Burry kommt deshalb ins Schwitzen. Der KI-Hype steht auf wackligen F\u00fc\u00dfen: Er wird gen\u00e4hrt von Kreisgesch\u00e4ften, durch die sich viele Tech-Firmen gegenseitig quersubventionieren.<\/p>\n<figure> <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/mediathek\/magazine\/navidi\/Navidi-sieht-Crash-Vorzeichen-wie-2008-Wird-kippen-article26148029.html\" rel=\"noreferrer\" target=\"_blank\">      <img decoding=\"async\" alt=\"NavidiCrash.jpg\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/img\/26148488-1762529936000\/16-9\/1136\/NavidiCrash.jpg\"\/>    04:18 min  <\/a> <\/figure>\n<p>   Navidi  07.11.25    &quot;Steuerzahler m\u00fcsste dran glauben&quot; Navidi sieht Crash-Vorzeichen wie 2008: &quot;Wird kippen&quot;    <\/p>\n<p>Der KI-Boom wird so k\u00fcnstlich aufgebl\u00e4ht: Viele der Billionen von Investment-Dollars werden doppelt gez\u00e4hlt, reale Ums\u00e4tze und Wachstum werden verschleiert. Die Tech-Riesen werden zu einem gigantischen Oligopol: Riesenkonzerne, die in einem Netz kreisf\u00f6rmiger finanzieller Abh\u00e4ngigkeiten miteinander verflochten sind, das zerrei\u00dfen k\u00f6nnte, falls ihre gigantische Wette auf KI nicht aufgeht. Es entsteht ein Tech-Komplex, der zunehmend nur noch um sich selbst kreist. Sollte nur eine der beteiligten Firmen ins Schwanken geraten, kann aus den Abh\u00e4ngigkeiten schnell ein Teufelskreis werden.<\/p>\n<h2>Die KI-Wirtschaft ist ein riesiges In-Sich-Gesch\u00e4ft<\/h2>\n<p>Im Zentrum der Kreisgesch\u00e4fte steht OpenAI. Schon die Anschubfinanzierung des KI-Pioniers war ein In-Sich-Gesch\u00e4ft: Microsoft pumpte rund 13 Milliarden Dollar in Sam Altmans Startup. Daf\u00fcr schickte OpenAI das Geld sofort wieder zur\u00fcck an den Tech-Riesen und kaufte von ihm Cloud-Computing-Kapazit\u00e4t f\u00fcr 13 Milliarden Dollar. <\/p>\n<p>Weil die Rechenleistung von Microsoft l\u00e4ngst nicht mehr ausreicht, hat OpenAI mit einer Reihe anderer Firmen \u00e4hnliche Deals gemacht. Von CoreWeave, einem Startup das Datenzentren baut, hat OpenAI Rechenleistung f\u00fcr 22 Milliarden Dollar gekauft. Im Gegenzug erhielt OpenAI Coreweave-Aktien im Wert von 350 Millionen Dollar, aus deren Wertgewinnen der Auftrag mitbezahlt wird. <\/p>\n<figure> <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/mediathek\/videos\/wirtschaft\/Experte-sieht-gefaehrlichen-Indikator-fuer-KI-Blase-article26145736.html\" rel=\"noreferrer\" target=\"_blank\">      <img decoding=\"async\" alt=\"KoelnNews_329228490_348.jpg\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/img\/26145851-1762442770000\/16-9\/1136\/KoelnNews-329228490-348.jpg\"\/>    01:34 min  <\/a> <\/figure>\n<p>   Wirtschaft  07.11.25    Auch MSCI World w\u00e4re in Gefahr Experte sieht &quot;gef\u00e4hrlichen Indikator&quot; f\u00fcr KI-Blase    <\/p>\n<p>Das gleiche Muster beim Chiphersteller AMD: OpenAI kauft von ihm KI-Chips f\u00fcr bis zu 100 Milliarden Dollar. Daf\u00fcr bekommt die KI-Schmiede eine Option auf rund zehn Prozent aller AMD-Aktien und wird damit einer der gr\u00f6\u00dften Anteilseigner ihres Lieferanten. Der Deal ist eine selbsterf\u00fcllende wirtschaftliche Prophezeiung: Die Nachricht lie\u00df den AMD-Kurs &#8211; und damit OpenAI&#039;s Beteiligung &#8211; explodieren. Dadurch hat OpenAI erst einen Gro\u00dfteil des Geldes, um sich die AMD-Chips \u00fcberhaupt leisten zu k\u00f6nnen. AMD zahlt faktisch daf\u00fcr, dass OpenAI Kunde wird.<\/p>\n<p>Mit Nvidia hat OpenAI die Kreisfinanzierung auf eine neue Stufe gehoben: Die wertvollste Firma der Welt will bis zu 100 Milliarden Dollar in das wertvollste Startup der Welt stecken. Mit dem Geld kauft OpenAI bei Nvidia dann Millionen seiner neusten KI-Chips. Man kann darin ein cleveres Investment sehen, mit dem Nvidia bei OpenAI einen Fu\u00df in der T\u00fcr hat, bevor die Firma an die B\u00f6rse geht. Oder einen Notkredit, ohne den sich sein gr\u00f6\u00dfter Kunde nicht mehr lange \u00fcber Wasser halten kann.<\/p>\n<figure> <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/wirtschaft\/Wir-sind-auf-dem-Weg-zu-einer-KI-Blase-aber-nicht-kurz-vor-dem-Platzen-article26133631.html\" rel=\"noreferrer\" target=\"_blank\">      <img decoding=\"async\" alt=\"544885172.jpg\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/img\/26133800-1761920598000\/17-6\/1136\/544885172.jpg\"\/> <\/a> <\/figure>\n<p>   Wirtschaft  31.10.25    Fondsmanager erkl\u00e4rt Risiken &quot;Wir sind auf dem Weg zu einer KI-Blase, aber nicht kurz vor dem Platzen&quot;    <\/p>\n<p>Auch mit Oracle ist die Abh\u00e4ngigkeit riesig: Der Datenbank-Konzern von Trump-Oligarch Larry Ellison hat zugesagt, f\u00fcr OpenAI Serverfarmen im Wert von 300 Milliarden Dollar zu bauen. Daf\u00fcr soll OpenAI dann Oracle in den n\u00e4chsten f\u00fcnf Jahren 300 Milliarden Dollar f\u00fcr die Nutzung dieser Rechenleistung zahlen. Die Chips kauft Oracle bei Nvidia. Der Deal ist ein gigantisches Klumpenrisiko: Zwei Drittel aller kommenden Ums\u00e4tze von Oracle h\u00e4ngen damit von nur einem einzigen Kunden ab: OpenAI.<\/p>\n<h2>Ein Teufelskreis der Abh\u00e4ngigkeiten <\/h2>\n<p>Die Tech-Giganten haben sich damit auf Gedeih und Verderb an Sam Altmans finanziellen Erfolg gekettet. Laut Berechnungen der &quot;Financial Times&quot; hat OpenAI \u00fcber die Kreis-Deals 20 Gigawatt Rechenleistung im Wert von einer Billion Dollar eingekauft &#8211; in etwa so viel Strom, wie 20 Atomreaktoren liefern. Dabei macht die KI-Schmiede Milliardenverluste. &quot;OpenAI ist keinesfalls in der Lage, auch nur eine dieser Verpflichtungen zu bedienen&quot;, warnt ein Analyst in der britischen Zeitung.<\/p>\n<p>Und die Abh\u00e4ngigkeiten h\u00f6ren nicht dort auf. Auch bei xAI soll es bald so laufen: Nvidia will sich laut Medienberichten bei der neusten Finanzierungsrunde mit zwei Milliarden Dollar auch an Elon Musks Startup beteiligen. Mit dem frischen Geld des Chip-Giganten und anderer Investoren sollen dann f\u00fcr 20 Milliarden Dollar Chips bei Nvidia geordert werden. Nvidia hat sich zudem auch mit 7 Prozent an CoreWeave beteiligt, weil die Firma f\u00fcr ihre Rechenzentren ebenfalls best\u00e4ndig neue Nvidia-Chips braucht. <\/p>\n<figure> <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/wirtschaft\/Platzen-jetzt-alle-Blasen-oder-startet-die-Jahresendrally-article26142819.html\" rel=\"noreferrer\" target=\"_blank\">      <img decoding=\"async\" alt=\"242561490.jpg\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/img\/26142815-1762351790000\/17-6\/1136\/242561490.jpg\"\/> <\/a> <\/figure>\n<p>   Wirtschaft  06.11.25    Krypto, KI und Gold Platzen jetzt alle Blasen &#8211; oder startet die Jahresendrally?    <\/p>\n<p>Nvidia kauft sogar bis 2032 s\u00e4mtliche \u00dcberkapazit\u00e4ten auf, die CoreWeave nicht selbst an den Markt bringen kann &#8211; faktisch ein Blankoscheck f\u00fcr seinen Kunden. Gr\u00f6\u00dfter Kunde von CoreWeave ist wiederum der Microsoft-Konzern, der ebenfalls im gro\u00dfen Stil Nvidia-Chips kauft und eine Partnerschaft mit AMD unterh\u00e4lt. Zudem hat Nvidia 5 Milliarden Dollar in Intel investiert und entwickelt mit seinem gr\u00f6\u00dften Rivalen nun sogar gemeinsame Chips.<\/p>\n<h2>Die KI-Giganten finanzieren sich ihre eigene Nachfrage <\/h2>\n<p>Das Muster in all den kreisf\u00f6rmigen Deals erinnert gef\u00e4hrlich an den DotCom-Crash der 90er Jahre: Die Tech-Riesen finanzieren selbst ihre gr\u00f6\u00dften Kunden und damit faktisch ihre eigene Nachfrage. Das Paradebeispiel daf\u00fcr war damals Lucent Technologies, ein Netzwerkausr\u00fcster, der Milliardenkredite an Telekomanbieter vergab, die damit bei ihm Technik f\u00fcr ihren Netzausbau einkauften. Die Kundenfinanzierung stellt das Wachstumsversprechen des KI-\u00d6kosystems infrage: &quot;Findet es niemand merkw\u00fcrdig, dass alle erz\u00e4hlen, die Nachfrage nach Rechenleistung sei grenzenlos &#8211; aber die Verk\u00e4ufer m\u00fcssen st\u00e4ndig ihre Kunden quersubventionieren?&quot;, fragte k\u00fcrzlich der Leerverk\u00e4ufer Jim Chanos.<\/p>\n<figure> <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/wirtschaft\/OpenAI-zapft-Rechenzentren-von-Amazon-an-article26138230.html\" rel=\"noreferrer\" target=\"_blank\">      <img decoding=\"async\" alt=\"Der ChatGPT-Entwickler OpenAI ist permanent auf der Suche nach mehr Rechenleistung. (Symbolbild)\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/img\/26138114-1762182906000\/17-6\/1136\/Der-ChatGPT-Entwickler-OpenAI-ist-permanent-auf-der-Suche-nach-mehr-Rechenleistung.jpg\"\/> <\/a> <\/figure>\n<p>   Wirtschaft  03.11.25    Milliardendeal geschlossen OpenAI zapft Rechenzentren von Amazon an    <\/p>\n<p>All das geht so lange gut, wie Investoren daran glauben, dass die Billionen-Investments in KI-Infrastruktur sich eines Tages rentieren werden, weil KI-Schmieden wie OpenAI irgendwann gigantische Ums\u00e4tze aus ihren Modellen generieren. &quot;Keine Frage: Eines Tages m\u00fcssen wir sehr profitabel werden, und wir sind zuversichtlich und geduldig, dass wir das schaffen werden&quot;, bringt Sam Altman die Hoffnung auf den Punkt. &quot;Aber in dieser Phase steht f\u00fcr uns Investieren und Wachsen im Vordergrund.&quot;<\/p>\n<p>Die Gefahr liegt darin, dass die Musik auf der Billionen-Party irgendwann abrupt aufh\u00f6rt zu spielen: Kein Geldgeber hat Lust, auf ewig Unsummen in Firmen zu k\u00fcbeln, die seit Jahren rote Zahlen schreiben und deren k\u00fcnftige Profitabilit\u00e4t bestenfalls wolkig ist. &quot;Kreisl\u00e4ufe k\u00f6nnen im Aufschwung ein Segen und im Abschwung ein Fluch sein&quot;, warnt das &quot;Wall Street Journal&quot;. &quot;Diese Deals k\u00f6nnen lange gutgehen &#8211; bis sie pl\u00f6tzlich nicht mehr funktionieren.&quot;<\/p>\n<p>Quelle: ntv.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wirtschaft Nvidia und OpenAI haben die Kreisfinanzierung auf eine neue Stufe gehoben: Die wertvollste Firma der Welt steckt bis zu 100 Milliarden Dollar in OpenAI. 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