{"id":30862,"date":"2025-11-05T05:36:03","date_gmt":"2025-11-05T02:36:03","guid":{"rendered":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/cdu-und-syrer-in-deutschland-viele-sollen-gehen-manche-durfen-wohl-bleiben\/"},"modified":"2025-11-05T05:36:03","modified_gmt":"2025-11-05T02:36:03","slug":"cdu-und-syrer-in-deutschland-viele-sollen-gehen-manche-durfen-wohl-bleiben","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/cdu-und-syrer-in-deutschland-viele-sollen-gehen-manche-durfen-wohl-bleiben\/","title":{"rendered":"CDU und Syrer in Deutschland: Viele sollen gehen, manche d\u00fcrfen wohl bleiben"},"content":{"rendered":"<p class=\"caps\">Politik         \t\t                   \t\t               \t\t                    <\/p>\n<figure> \t\t                       \t\t                        <img decoding=\"async\" alt=\"Tausende Syrer haben im vergangenen Dezember den Sturz des Machthabers Assad bejubelt - doch seitdem kehrten mit F\u00f6rderung des Bundes erst knapp 2000 Syrerinnen und Syrer freiwillig zur\u00fcck. \" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/img\/25421124-1733800197000\/16-9\/750\/Tausende-Syrer-haben-in-den-Sturz-des-Machthabers-Assad-bejubelt-fur-Dienstag-ist-in-Duisburg-eine-weitere-Kundgebung-angekundigt.jpg\"\/><figcaption>\n<p>Tausende Syrer haben im vergangenen Dezember den Sturz des Machthabers Assad bejubelt &#8211; doch seitdem kehrten mit F\u00f6rderung des Bundes erst knapp 2000 Syrerinnen und Syrer freiwillig zur\u00fcck.<\/p>\n<\/figcaption><\/figure>\n<p><strong>Bei seiner Syrienreise l\u00f6st Au\u00dfenminister Wadephul eine Debatte aus: Wie geht es weiter mit den Syrern in Deutschland? Er glaubt nicht, dass viele freiwillig zur\u00fcckkehren werden. Dem widerspricht Kanzler Merz. Die CDU zeigt sich aber auch offen f\u00fcr Bleibem\u00f6glichkeiten.<\/strong><\/p>\n<p>Wie geht es weiter mit den Syrern in Deutschland? Wer darf bleiben, wer muss zur\u00fcckkehren? Das ist eine der Fragen, die Au\u00dfenminister Johann Wadephul in Damaskus aufgeworfen hat. Los ging die Debatte mit seiner vermeintlichen Absage an Abschiebungen. &quot;Nur sehr eingeschr\u00e4nkt m\u00f6glich&quot; sei eine R\u00fcckkehr nach Syrien, sagte er dort vor Journalisten. Damit meinte er zwar eine freiwillige R\u00fcckkehr, doch verstanden wurden seine Worte anders: Als Absage an Abschiebungen.<\/p>\n<figure> <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/politik\/Steinmeier-wirbt-in-Syrien-Frage-fuer-Besonnenheit-article26140585.html\" rel=\"noreferrer\" target=\"_blank\">      <img decoding=\"async\" alt=\"555722405.jpg\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/img\/26140580-1762268940000\/17-6\/1136\/555722405.jpg\"\/> <\/a> <\/figure>\n<p>   Politik  04.11.25    &quot;Ich kenne die Situation&quot; Steinmeier wirbt in Syrien-Frage f\u00fcr Besonnenheit    <\/p>\n<p>Dabei hatte er das so nicht gesagt. An diesem Dienstag wiederholte er noch einmal, was er schon in Syrien hinzugef\u00fcgt hatte: Dass er die Abschiebung von Straft\u00e4tern und Gef\u00e4hrdern unterst\u00fctzt. So wie es Union und SPD im Koalitionsvertrag vereinbart haben. Da hatte ihn bereits CDU-Chef und Bundeskanzler Friedrich Merz von Husum aus eingenordet. W\u00e4hrend seines Antrittsbesuchs in Schleswig-Holstein sagte er: &quot;Der B\u00fcrgerkrieg in Syrien ist beendet. Es gibt jetzt keinerlei Gr\u00fcnde mehr f\u00fcr Asyl in Deutschland. Deswegen k\u00f6nnen wir auch mit den R\u00fcckf\u00fchrungen beginnen.&quot; <\/p>\n<p>Die Reihenfolge machte er ebenfalls deutlich: Erst sollen Straft\u00e4ter und Gef\u00e4hrder gehen, dann soll es Anreize zur freiwilligen R\u00fcckkehr nach Syrien geben. Im Gegensatz zu Wadephul zeigte sich Merz optimistisch, dass das gelingen kann. Erst im dritten Schritt soll es dann offenbar um Abschiebungen von Syrern mit befristetem Aufenthalt gehen, die Deutschland nicht verlassen wollen.<\/p>\n<p>In der Union ist man nicht happy dar\u00fcber, wie das gelaufen ist. &quot;Ganz klar, das war jetzt nicht gut, dass wir tagelang diese Debatte f\u00fchren mussten&quot;, sagte der Parlamentarische Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Unionsfraktion, Steffen Bilger, vor Journalisten in Berlin. Am Nachmittag sollte sich Wadephul in der Fraktion erkl\u00e4ren.<\/p>\n<h2>Die eigentliche Frage ist eine andere<\/h2>\n<figure> <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/politik\/Gruene-widersprechen-Kanzler-entschieden-bei-Umgang-mit-Syrern-article26139254.html\" rel=\"noreferrer\" target=\"_blank\">      <img decoding=\"async\" alt=\"548927528.jpg\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/img\/26139403-1762248293000\/17-6\/1136\/548927528.jpg\"\/> <\/a> <\/figure>\n<p>   Politik  04.11.25    Merz sieht keine Asylgr\u00fcnde mehr Gr\u00fcne widersprechen Kanzler entschieden bei Umgang mit Syrern    <\/p>\n<p>Also alles gekl\u00e4rt? Nein, nicht wirklich. Denn die eigentliche Frage ist nicht, wie realistisch Wadephul eine freiwillige R\u00fcckkehr von Syrern in ihre Heimat h\u00e4lt. Die entscheidende Frage wird sein, unter welchen Bedingungen hier lebende Syrer bleiben d\u00fcrfen. Wie geht es weiter, wenn einmal Straft\u00e4ter und Gef\u00e4hrder abgeschoben worden sind? Rund 700.000 von rund 950.000 in Deutschland gemeldeten Syrern haben einen befristeten Aufenthaltsstatus in Deutschland, aufgrund der Genfer Fl\u00fcchtlingskonvention oder als subsidi\u00e4ren Schutz. M\u00fcssen die alle wieder zur\u00fcck? <\/p>\n<p>Im Prinzip ja, so k\u00f6nnte man eine \u00c4u\u00dferung von Unionsfraktionschef Jens Spahn am Nachmittag verstehen. Deutschland m\u00fcssten diejenigen verlassen &quot;die keinen dauerhaften Aufenthaltstitel in Deutschland haben, die nicht freiwillig ausreisen, die m\u00f6glicherweise nicht erwerbst\u00e4tig sind&quot;.<\/p>\n<p>CSU-Landesgruppenchef Alexander Hoffmann sagte, dass man R\u00fcckf\u00fchrungen von &quot;arbeitsf\u00e4higen Syrern&quot; wolle, die in Deutschland keiner Besch\u00e4ftigung nachgingen. &quot;Mehr als 500.000 Syrer beziehen aktuell in Deutschland B\u00fcrgergeld&quot;, sagte er. Das schlie\u00dft aber auch 150.000 Kinder mit ein. Rund 250.000 haben eine sozialversicherungspflichtige Arbeit.<\/p>\n<h2>Wer bleiben k\u00f6nnte<\/h2>\n<p>Spahn machte aber auch deutlich, dass es durchaus eine Bleibeperspektive gebe. &quot;Wer die deutsche Staatsb\u00fcrgerschaft hat, soll nat\u00fcrlich hier bleiben&quot;, sagte er. Gut 140.000 Menschen aus Syrien wurden allein in den vergangenen drei Jahren eingeb\u00fcrgert. &quot;Wer einen dauerhaften Aufenthaltstitel hat, weil er oder sie sich gut integriert hat, soll nat\u00fcrlich hier bleiben&quot;, sagte Spahn. Ende 2024 hatten gut 70.000 Syrer und Syrerinnen eine Niederlassungserlaubnis, die einen unbefristeten Aufenthalt in Deutschland erlaubt. &quot;Nat\u00fcrlich&quot;, sagte Spahn, k\u00f6nne man Kriterien festlegen, wer bleiben kann. &quot;Am Ende z\u00e4hlt immer die gute Integration.&quot;<\/p>\n<figure> <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/mediathek\/magazine\/fruehstart\/Dobrindt-vernachlaessigt-grosse-Sicherheitsthemen-article26139074.html\" rel=\"noreferrer\" target=\"_blank\">      <img decoding=\"async\" alt=\"emmerich-fr\u00fchstart.jpg\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/img\/26139300-1762246067000\/16-9\/1136\/emmerich-fruhstart.jpg\"\/>    07:23 min  <\/a> <\/figure>\n<p>   Fr\u00fchstart  04.11.25    Gr\u00fcner Emmerich im ntv Fr\u00fchstart &quot;Dobrindt vernachl\u00e4ssigt gro\u00dfe Sicherheitsthemen&quot;    <\/p>\n<p>Genau diese &quot;Kriterien&quot;, die Spahn ansprach, gibt es aber noch nicht. Regelungen wie ein &quot;Spurwechsel&quot;, der es Asylbewerbern erlaubte, einen Aufenthaltstitel aufgrund eines Arbeitsplatzes zu bekommen, waren an einen Stichtag Ende 2023 gebunden. <\/p>\n<p>Bilger, der Parlamentarische Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer von CDU und CSU, verwies zudem darauf, dass es &quot;sicherlich Volksgruppen gibt, die in Syrien zurzeit nach wie vor gef\u00e4hrdet sind, die Alawiten oder auch die Christen.&quot; Auch das k\u00f6nnte also zum Verbleib berechtigen. Wer in Deutschland gut integriert sei, wessen Kinder zur Schule gingen, &quot;und die hier eine neue Heimat gefunden haben, die werden auch hier bleiben. Und da gibt es ja auch viele, \u00fcber die wir uns sehr freuen, weil sie hier einen guten Beitrag leisten&quot;, sagte Bilger.<\/p>\n<p>Quelle: ntv.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Politik Tausende Syrer haben im vergangenen Dezember den Sturz des Machthabers Assad bejubelt &#8211; doch seitdem kehrten mit F\u00f6rderung des Bundes erst knapp 2000 Syrerinnen und Syrer freiwillig zur\u00fcck. 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