{"id":30615,"date":"2025-09-26T12:36:20","date_gmt":"2025-09-26T09:36:20","guid":{"rendered":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/trotzdem-kein-misserfolg-der-kreml-hatte-sich-von-der-russischen-sommeroffensive-mehr-versprochen\/"},"modified":"2025-09-26T12:36:20","modified_gmt":"2025-09-26T09:36:20","slug":"trotzdem-kein-misserfolg-der-kreml-hatte-sich-von-der-russischen-sommeroffensive-mehr-versprochen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/trotzdem-kein-misserfolg-der-kreml-hatte-sich-von-der-russischen-sommeroffensive-mehr-versprochen\/","title":{"rendered":"Trotzdem kein Misserfolg: Der Kreml hatte sich von der russischen Sommeroffensive mehr versprochen"},"content":{"rendered":"<p class=\"caps\">Politik         \t\t                   \t\t               \t\t                    <\/p>\n<figure> \t\t                       \t\t                        <img decoding=\"async\" alt=\"Dieses vom russischen Verteidigungsministerium verbreitete Bild zeigt, wie ein russischer Soldat in der Ukraine eine Drohne startet.\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/img\/26057917-1758822690000\/16-9\/750\/9d5139b1cce02a1107ca97d742263484.jpg\"\/><figcaption>\n<p>Dieses vom russischen Verteidigungsministerium verbreitete Bild zeigt, wie ein russischer Soldat in der Ukraine eine Drohne startet.<\/p>\n<\/figcaption><\/figure>\n<p><strong>Der gro\u00dfe Erfolg der russischen Angriffe ist in den vergangenen Monaten ausgeblieben. Dahinter steckt eine durchaus bemerkenswerte Leistung der ukrainischen Armee. Ein Misserfolg war die russische Sommeroffensive dennoch nicht.<\/strong><\/p>\n<p>Von der russischen Sommeroffensive in der Ukraine hatte sich das Regime in Moskau viel versprochen. Im besten Fall h\u00e4tte sie zu einem bedeutenden Vordingen der russischen Armee im Norden der ukrainischen Region Donezk Richtung der gr\u00f6\u00dferen St\u00e4dte Slowjansk und Kramatorsk f\u00fchren sollen. Ein wirklich gro\u00dfer Erfolg wurde allerdings nicht daraus. &quot;Wenn wir sehen, dass es den russischen Gruppierungen nicht gelungen ist, ihre Vorst\u00f6\u00dfe in einen Durchbruch umzusetzen, dann hat die russische Offensive nicht das vom Kreml erwartete Ergebnis gebracht&quot;, sagt Mykola Beleskow, Milit\u00e4ranalytiker vom Nationalen Institut f\u00fcr strategische Studien in Kiew.<\/p>\n<p>Viele Menschen au\u00dferhalb und auch in der Ukraine h\u00e4tten gar keine Vorstellung, welche Anstrengungen die ukrainischen Streitkr\u00e4fte daf\u00fcr unternehmen mussten, sagt Beleskow. Gleichzeitig sei es der Ukraine aus unterschiedlichen Gr\u00fcnden nicht gelungen, die Front ausreichend zu stabilisieren. Zudem verf\u00fcge Russland \u00fcber die Ressourcen, um die aktuelle Intensit\u00e4t der K\u00e4mpfe aufrechtzuerhalten.<\/p>\n<figure> <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/mediathek\/videos\/politik\/Frustrierter-Selenskyj-legt-Finger-in-Wunden-der-UN-article26054838.html\" rel=\"noreferrer\" target=\"_blank\">      <img decoding=\"async\" alt=\"548969840.jpg\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/img\/26054976-1758728515000\/16-9\/1136\/548969840.jpg\"\/>    17:55 min  <\/a> <\/figure>\n<p>   Politik  24.09.25    &quot;Waffen entscheiden&quot; Frustrierter Selenskyj legt Finger in Wunden der UN    <\/p>\n<p>Den Russen gehe es nicht vorrangig darum, an einer bestimmten Front Erfolge zu erzielen, so Beleskow: &quot;Die Bem\u00fchungen Russlands zielen weiterhin darauf ab, die Widerstandsf\u00e4higkeit der Ukraine insgesamt zu untergraben. Dazu soll sowohl die Moral im Land geschw\u00e4cht werden als auch der Willen unserer Partner, der Ukraine bei ihrer Selbstverteidigung zu helfen.&quot;<\/p>\n<h2>Kein klassischer Stellungskrieg<\/h2>\n<p>In seiner Kolumne f\u00fcr das renommierte Online-Medium &quot;Dzerkalo Tyschnja&quot; schreibt der beliebte ehemalige Befehlshaber der ukrainischen Armee und heutige Botschafter in London, Walerij Saluschnyj, Russland und die Ukraine steckten in einer &quot;positionellen Sackgasse&quot;, die an den Ersten Weltkrieg erinnere. Gerade im Frontabschnitt Donezk h\u00e4tten die K\u00e4mpfe schon im Oktober 2022 einen Positionscharakter angenommen. Was heute an der Front passiere, der sogenannte &quot;Stupor&quot;, unterscheide sich jedoch vom klassischen Stellungskrieg.<\/p>\n<p>&quot;Trotz der generellen Stabilit\u00e4t der Front kommt es zu langsamen, manchmal lokalen, manchmal breiteren Vorm\u00e4rschen, die gewisserma\u00dfen ein schleichendes Format annehmen, gepaart mit unverh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfigen Verlusten der Angriffsseite&quot;, schreibt Saluschnyj. Im Gegensatz zu klassischen Operationen zur Vernichtung des Feindes w\u00fcrden die Russen Taktiken einsetzen, die darauf basieren, ukrainische Einheiten aus besetzten Positionen zu verdr\u00e4ngen. &quot;Mit Ausnahme der K\u00e4mpfe um Bachmut haben unsere Kr\u00e4fte ihre Kampff\u00e4higkeit nie verloren&quot;, sagt der rangh\u00f6chste ukrainische General, der sich damit auch auf die aktuellen K\u00e4mpfe um logistische Schl\u00fcsselst\u00e4dte wie Pokrowsk in der Region Donezk und Kupjansk im Bezirk Charkiw bezieht.<\/p>\n<h2>Die Situation in Pokrowsk und Kupjansk<\/h2>\n<p>Bei Pokrowsk versucht Russland weiterhin, ukrainische Nachschublinien zu unterbrechen, um die Stadt einzukesseln. Die Stadt bleibt weiterhin unter ukrainischer Kontrolle, doch die Flanken sind \u00e4u\u00dferst gef\u00e4hrdet. Eine wichtige Rolle spielt dabei die naheliegende Stadt Dobropillja, wo die Russen zun\u00e4chst eine L\u00fccke in der ukrainischen Verteidigung fanden, sich dann jedoch nach ukrainischen Konterangriffen aus vielen Stellungen zur\u00fcckziehen musste. Eine Einnahme von Dobropillja w\u00fcrde die Logistik um Pokrowsk f\u00fcr die Ukraine bedeutend erschweren. Au\u00dferdem liegt zwischen Dobropillja und Kramatorsk eine der wichtigsten Stra\u00dfen im ukrainisch kontrollierten Rest des Donbass, die bereits seit einiger Zeit unter russischen Drohnen-Beschuss steht.<\/p>\n<p>Bei Kupjansk in der Region Charkiw wiederum gibt es immer mehr Grauzonen, von denen nicht klar ist, wer sie kontrolliert &#8211; und besorgniserregend ist die wachsende Pr\u00e4senz der Russen in der Region Dnipropetrowsk, auch wenn sie vorerst mit weiteren Angriffspl\u00e4nen in Donezk zusammenh\u00e4ngt.<\/p>\n<figure> <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/mediathek\/videos\/politik\/Seedrohne-entkommt-russischem-Dauerfeuer-und-schlaegt-ein-article26057042.html\" rel=\"noreferrer\" target=\"_blank\">      <img decoding=\"async\" alt=\"SeedrohneKreis.jpg\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/img\/26057124-1758804895000\/16-9\/1136\/SeedrohneKreis.jpg\"\/>    01:25 min  <\/a> <\/figure>\n<p>   Politik  25.09.25    Rasante Schlangenfahrt in Hafen Seedrohne entkommt russischem Dauerfeuer und schl\u00e4gt ein    <\/p>\n<p> Wie Ex-Befehlshaber Saluschnyj erkl\u00e4rt, ist zwar die Verteidigung durch Drohnen f\u00fcr die Ukrainer einfacher geworden. Weil die Russen aber \u00fcber eine Menge von Drohnen verf\u00fcgen, sei selbst in der Verteidigung eine gro\u00dfe Konzentration von Menschen unm\u00f6glich. Deswegen m\u00fcsse sich die ukrainische Armee an einigen Stellungen langsam zur\u00fcckziehen. &quot;W\u00e4hrend Russland unsere Stellungen mit immer mehr Menschen angreift und uns ebenfalls eine solche Taktik aufzuzwingen versucht, m\u00fcssen wir einen anderen Weg gehen&quot;, pl\u00e4diert Saluschnyj. Dieser Weg sei, ein wirksames technologisches Mittel gegen die t\u00f6dliche Kraft der neuen russischen Waffen zu finden.<\/p>\n<h2>Die Stabilisierung der Front bleibt das Hauptziel<\/h2>\n<p>&quot;Russland konzentriert seine Bem\u00fchungen aktuell \u00fcberwiegend auf einer Frontrichtung&quot;, kommentiert der ukrainische Milit\u00e4rexperte Serhij Hrabskyj, Oberst in der Reserve. Die Intensit\u00e4t der K\u00e4mpfe auf den beiden derzeit hei\u00dfesten Punkten der Front, Donezk und Kupjansk, k\u00f6nne kaum miteinander verglichen werden &#8211; im Donezk seien die K\u00e4mpfe intensiver. Viele Angriffe f\u00fchre Russland ohne wirkliche Technikunterst\u00fctzung durch, mit Kr\u00e4ften bis hin zu einer motorisierten Sch\u00fctzenabteilung. Was allerdings keinesfalls bedeutet, dass diese Angriffe f\u00fcr die Ukraine ungef\u00e4hrlich und leicht abzuwehren sind.<\/p>\n<figure> <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/politik\/politik_kommentare\/Trump-mit-einem-lichten-Moment-der-US-Praesident-muss-bitte-sofort-in-Quarantaene-article26054252.html\" rel=\"noreferrer\" target=\"_blank\">      <img decoding=\"async\" alt=\"imago835085399.jpg\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/img\/26054268-1758715094000\/17-6\/1136\/imago835085399.jpg\"\/> <\/a> <\/figure>\n<p>   Kommentare  24.09.25    Trump mit einem lichten Moment Der Pr\u00e4sident muss bitte sofort in Quarant\u00e4ne    <\/p>\n<p> Deshalb w\u00e4re es gerade aus ukrainischer Sicht grundfalsch, von einem Misserfolg der russischen Sommeroffensive zu sprechen. Beleskow erinnert daran, dass es sowohl im Oktober 2023 als auch im Oktober 2024 deutliche Vorst\u00f6\u00dfe der Russen gab. Weil das Ende des russisch-ukrainischen Krieges nicht in Sicht ist und Putin weiterhin auf einen langen Zerm\u00fcrbungskrieg setzt, bleibt die Hauptgabe der ukrainischen Armee, die Front zu stabilisieren. In diesem Sommer sowie im September haben es die Ukrainer geschafft, keine gr\u00f6\u00dferen Durchbr\u00fcche der Russen zuzulassen. Angesichts der Umst\u00e4nde war das eine bemerkenswerte Leistung. Von einer echten Stabilisierung der Front ist die Ukraine jedoch unver\u00e4ndert weit entfernt.<\/p>\n<p>Quelle: ntv.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Politik Dieses vom russischen Verteidigungsministerium verbreitete Bild zeigt, wie ein russischer Soldat in der Ukraine eine Drohne startet. 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