{"id":30614,"date":"2025-09-26T08:35:59","date_gmt":"2025-09-26T05:35:59","guid":{"rendered":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/aussichten-furs-vierte-quartal-wall-street-dax-co-jahresendrally-oder-korrektur\/"},"modified":"2025-09-26T08:35:59","modified_gmt":"2025-09-26T05:35:59","slug":"aussichten-furs-vierte-quartal-wall-street-dax-co-jahresendrally-oder-korrektur","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/aussichten-furs-vierte-quartal-wall-street-dax-co-jahresendrally-oder-korrektur\/","title":{"rendered":"Aussichten f\u00fcrs vierte Quartal: Wall Street, Dax &amp; Co.: Jahresendrally oder Korrektur?"},"content":{"rendered":"<p class=\"caps\">Ratgeber         \t\t                   \t\t               \t\t                    <\/p>\n<figure> \t\t                       \t\t                        <img decoding=\"async\" alt=\"Auch eine Glaskugel hilft nicht. Oder doch?\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/img\/15520166-1436944440000\/16-9\/750\/Auch-eine-Glaskugel-hilft-nicht-Aktienkurse-entwickeln-sich-zufallig-sagen-Wissenschaftler.jpg\"\/><figcaption>\n<p>Auch eine Glaskugel hilft nicht. Oder doch?<\/p>\n<\/figcaption><\/figure>\n<p>W\u00e4hrend sich die Wall Street wieder auf Rekordkurs befindet, bewegt sich der Dax seit rund vier Monaten seitw\u00e4rts. Ist die Outperfomance der europ\u00e4ischen Aktienm\u00e4rkte schon wieder beendet? Und was kann die Goldrally stoppen? ntv.de hat vier Experten gefragt<\/p>\n<p>ntv.de: Erleben die Anleger wieder das, was sich schon seit Jahren zeigt: Die US-Aktienm\u00e4rkte sind das Ma\u00df aller Dinge und h\u00e4ngen die europ\u00e4ischen Handelspl\u00e4tze wieder ab?<\/p>\n<p>Reinhard Pfingsten: Der KI-Trend hilft sicherlich dem US-Aktienmarkt, aber nicht auf breiter Front. Zudem werden f\u00fcr einen Euro-Investor die Gewinne auf der Aktienseite durch den schw\u00e4chelnden US-Dollar fast auf null zur\u00fcckgef\u00fchrt. Da wir mit einer Wachstumsbelebung im Euroraum und einem sich weiter abschw\u00e4chenden US-Dollar rechnen, sind wir weiterhin positiv f\u00fcr den europ\u00e4ischen Aktienmarkt.<\/p>\n<figure> <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/img\/24052473-1681456730000\/4-3\/750\/Michael-Wittek-amerikanisch.jpg\" rel=\"noreferrer\" target=\"_blank\">      <img decoding=\"async\" alt=\"Michael Wittek leitet das Portfoliomanagement bei Albrecht, Kitta &amp; Co. und ist f\u00fcr die Anlagestrategie der Verm\u00f6gensverwaltung verantwortlich.\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/img\/24052473-1681456730000\/4-3\/750\/Michael-Wittek-amerikanisch.jpg\"\/> <\/a><figcaption>\n<p>Michael Wittek leitet das Portfoliomanagement bei Albrecht, Kitta &amp; Co. und ist f\u00fcr die Anlagestrategie der Verm\u00f6gensverwaltung verantwortlich.<\/p>\n<\/figcaption><\/figure>\n<p> Michael Wittek: In der Tat hat sich die zwischenzeitliche Outperformance der europ\u00e4ischen M\u00e4rkte wieder erledigt. Wobei die US-M\u00e4rkte quasi ausschlie\u00dflich von der Entwicklung der MegaCaps, also von gro\u00dfen Tech-Konzernen, abh\u00e4ngig sind.<\/p>\n<p>Marco Rumpf: Ja, die US-M\u00e4rkte zeigen einmal mehr ihre Dominanz. Besonders in K\u00fcnstlicher Intelligenz, Robotik und Cloud-Infrastruktur verf\u00fcgen amerikanische Unternehmen \u00fcber skalierbare Gesch\u00e4ftsmodelle mit tiefen \u00f6konomischen Burggr\u00e4ben. Diese Innovationsf\u00fchrerschaft erkl\u00e4rt auch die Bewertungspr\u00e4mien gegen\u00fcber europ\u00e4ischen M\u00e4rkten.<\/p>\n<p>Marco Kretschmann: Das sehe ich \u00e4hnlich. Der amerikanische Markt profitiert von starken Technologie-Werten, hoher Innovationskraft und seiner Rolle als Leitmarkt. Europa hingegen bleibt mit seiner st\u00e4rker zyklischen Branchenstruktur meist zur\u00fcck. Damit setzt sich ein bekanntes Muster fort: Die Wall Street h\u00e4ngt die europ\u00e4ischen B\u00f6rsen ab.<\/p>\n<p>Die amerikanischen Aktienm\u00e4rkte sind irre hoch bewertet. Dazu kommt, dass nur wenige gro\u00dfe Tech-Konzerne f\u00fcr die Rally sorgen und sich der breite Markt bei Weitem nicht so gut entwickelt. W\u00e4re da nicht eine Korrektur zu erwarten oder glauben Sie in den USA an eine Jahresendrally?<\/p>\n<figure> <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/img\/26057019-1758803504000\/4-3\/750\/Marco-Rumpf-1233-lowRes.jpg\" rel=\"noreferrer\" target=\"_blank\">      <img decoding=\"async\" alt=\"Marco Rumpf ist seit 1998 als gesch\u00e4ftsf\u00fchrender Gesellschafter bei der DRH Verm\u00f6gensverwaltung GmbH t\u00e4tig.\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/img\/26057019-1758803504000\/4-3\/750\/Marco-Rumpf-1233-lowRes.jpg\"\/> <\/a><figcaption>\n<p>Marco Rumpf ist seit 1998 als gesch\u00e4ftsf\u00fchrender Gesellschafter bei der DRH Verm\u00f6gensverwaltung GmbH t\u00e4tig.<\/p>\n<\/figcaption><\/figure>\n<p> Rumpf: Eine hohe Bewertung ist stets relativ. Im S&amp;P 500 waren in den vergangenen zw\u00f6lf Monaten rund zwei Drittel der Kursgewinne ertragsgetrieben. Beim Nasdaq stammen seit 2009 sogar rund 74 Prozent der Kurszuw\u00e4chse aus Gewinnwachstum. US-M\u00e4rkte erscheinen historisch h\u00e4ufig hoch bewertet, doch die zugrunde liegenden Gesch\u00e4ftsmodelle haben sich langfristig bew\u00e4hrt. Vor diesem Hintergrund sehen wir auch aktuell gute Chancen f\u00fcr eine Jahresendrally.<\/p>\n<p>Kretschmann: Ich bin nicht ganz so positiv f\u00fcr die Wall Street. Die US-B\u00f6rsen sind derzeit sehr ambitioniert bewertet, und die Rally st\u00fctzt sich stark auf wenige gro\u00dfe Tech-Konzerne. Das macht den Markt anf\u00e4llig f\u00fcr R\u00fcckschl\u00e4ge und spricht durchaus f\u00fcr die M\u00f6glichkeit einer Korrektur. Andererseits k\u00f6nnten nachlassende Inflationsdaten, eine vorsichtigere Fed und solide Unternehmensgewinne eine Jahresendrally beg\u00fcnstigen.<\/p>\n<figure> <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/img\/24610734-1702982105000\/4-3\/750\/Portrait-Reinhard-Pfingsten-51929-120dpi.jpg\" rel=\"noreferrer\" target=\"_blank\">      <img decoding=\"async\" alt=\"Reinhard Pfingsten arbeitet seit September 2023 als Chief Investment Officer bei der Deutschen Apotheker- und \u00c4rztebank. Diese Funktion \u00fcbte der studierte Mathematiker bereits zuvor bei der Bethmann Bank und Hauck &amp; Aufh\u00e4user Privatbankiers aus.\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/img\/24610734-1702982105000\/4-3\/750\/Portrait-Reinhard-Pfingsten-51929-120dpi.jpg\"\/> <\/a><figcaption>\n<p>Reinhard Pfingsten arbeitet seit September 2023 als Chief Investment Officer bei der Deutschen Apotheker- und \u00c4rztebank. Diese Funktion \u00fcbte der studierte Mathematiker bereits zuvor bei der Bethmann Bank und Hauck &amp; Aufh\u00e4user Privatbankiers aus.<\/p>\n<\/figcaption><\/figure>\n<p> Pfingsten: F\u00fcr eine Korrektur braucht es einen Anlass. Da wir f\u00fcr die US-Wirtschaft keine Rezession erwarten, die US-Inflation nur moderat ansteigen und die US-Notenbank die Leitzinsen weiter senken wird, br\u00e4uchte es einen anderen Ausl\u00f6ser, der auch von der politischen Seite kommen k\u00f6nnte. Eine Jahresendrally k\u00f6nnte durch st\u00e4rker als erwartete Zinssenkungen der Fed ausgel\u00f6st werden, die zudem von den Marktteilnehmern nicht als Reaktion auf eine US-Wirtschaftsschw\u00e4che interpretiert werden. Da es f\u00fcr beide Wege derzeit keine Anhaltspunkte gibt, rechnen wir im vierten Quartal 2025 auch nicht mit einer starken Reaktion am US-Aktienmarkt, egal in welche Richtung. Ein Euro-Investor sollte aber in seinen \u00dcberlegungen einen sich weiter abschw\u00e4chenden US-Dollar mitber\u00fccksichtigen.<\/p>\n<p>Bislang sind die negativen Auswirkungen der US-Einfuhrz\u00f6lle, also vor allem steigende Preise, weitgehend ausgeblieben. Ist die Wirtschaftspolitik von US-Pr\u00e4sident Donald Trump doch erfolgreicher als viele gedacht haben?<\/p>\n<p>Wittek: Hier sind wir noch relativ weit am Anfang. \u00c4hnlich wie die Ver\u00e4nderung von Notenbankzinsen wirken sich Z\u00f6lle viel sp\u00e4ter auf die Wirtschaft aus. Wir werden daher erst in einigen Monaten wissen, wie stark Unternehmen und Verbraucher betroffen sind.<\/p>\n<p>Rumpf: Trumps erste Amtszeit war faktisch das gr\u00f6\u00dfte Konjunkturprogramm seit der Nachkriegszeit. Steuerliche Impulse und protektionistische Ma\u00dfnahmen haben die Binnenkonjunktur sp\u00fcrbar gest\u00fctzt. In seiner zweiten Amtszeit spielt er diese Dominanz noch konsequenter aus &#8211; bislang ohne die bef\u00fcrchteten negativen Effekte h\u00f6herer Einfuhrz\u00f6lle.<\/p>\n<figure> <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/img\/26057024-1758803601000\/4-3\/750\/Marco-Kretschmann.jpg\" rel=\"noreferrer\" target=\"_blank\">      <img decoding=\"async\" alt=\"Marco Kretschmann leitet den Standort des Multi-Family-Office Qcoon-Invest in M\u00fcnchen.\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/img\/26057024-1758803601000\/4-3\/750\/Marco-Kretschmann.jpg\"\/> <\/a><figcaption>\n<p>Marco Kretschmann leitet den Standort des Multi-Family-Office Qcoon-Invest in M\u00fcnchen.<\/p>\n<\/figcaption><\/figure>\n<p> Kretschmann: Bislang sind die direkten Folgen der US-Einfuhrz\u00f6lle tats\u00e4chlich geringer ausgefallen, als viele bef\u00fcrchtet hatten. Das liegt daran, dass Unternehmen einen Teil der Kosten geschluckt oder Lieferketten umgestellt haben und die US-Konjunktur insgesamt robust blieb. Ob man das als &quot;Erfolg&quot; werten kann, ist jedoch umstritten: Langfristige Belastungen wie h\u00f6here Produktionskosten, Unsicherheit im Welthandel und m\u00f6gliche Nachteile f\u00fcr Verbraucher und Exporteure sind nicht vom Tisch. Trumps Wirtschaftspolitik wirkt kurzfristig stabilisierend, birgt aber weiterhin erhebliche Risiken.<\/p>\n<p>Die Konjunktur verliert in den USA an Dynamik. Es werden kaum noch neue Stellen geschaffen. Gleichzeitig kommt die Inflation nicht zur\u00fcck. Droht den USA eine Stagflation, also kein Wirtschaftswachstum bei steigenden Preisen?<\/p>\n<p>Wittek: Eine Stagflation kommt grunds\u00e4tzlich sehr selten vor. Gleichzeitig hat sich meines Erachtens die Wahrscheinlichkeit im Vergleich der vergangenen 20 Jahre deutlich erh\u00f6ht.<\/p>\n<p>Rumpf: Da bin ich anderer Meinung. Von einer klassischen Stagflation sind die USA meiner Einsch\u00e4tzung nach weit entfernt. Das Wirtschaftswachstum lag im zweiten Quartal mit 3,3 Prozent klar \u00fcber den Erwartungen, auch wenn sich die Arbeitsmarktdaten zuletzt eintr\u00fcbten.<\/p>\n<p>Pfingsten: Mit einem stagnierenden Wirtschaftswachstum rechnen auch wir nicht. Aber das Thema Inflation wird noch l\u00e4nger auf der Agenda stehen.<\/p>\n<p>Anleger aus dem Euroraum haben von der Rally in den USA in diesem Jahr nichts gehabt, da der Dollar so stark gefallen ist, wie der S&amp;P 500 gestiegen ist. Ist der Tiefpunkt des Dollars langsam erreicht?<\/p>\n<p>Kretschmann: Ob der Tiefpunkt erreicht ist, h\u00e4ngt vor allem von der Geldpolitik ab. Senkt die Fed fr\u00fcher als die EZB die Zinsen, k\u00f6nnte der Dollar weiter unter Druck geraten.<\/p>\n<p>Pfingsten: Wir gehen nicht davon aus, dass die Talfahrt des US-Dollars schon zu Ende ist. Unsere 12-Monats-Prognose liegt bei 1,25 US-Dollar pro Euro. Neben den Zinssenkungen der Fed ist auch ein zunehmender Vertrauensverlust in die US-Institutionen hierf\u00fcr verantwortlich.<\/p>\n<p>Wittek: So sehr der US-Dollar noch in den zur\u00fcckliegenden Jahren gefragt war, wird er nun wie die ber\u00fchmte hei\u00dfe Kartoffel fallen gelassen. In der Tat denken wir \u00fcber erste antizyklische Investments nach. Der US-Dollar wird auch in den n\u00e4chsten Jahren die Leitw\u00e4hrung bleiben.<\/p>\n<p>Kommen wir nach Europa. Ein schwaches Wirtschaftswachstum, der feste Euro und auch hier hohe Bewertungen &#8211; der Stoxx Europe 600 entwickelte sich zuletzt nur noch seitw\u00e4rts. Haben die europ\u00e4ischen Aktienm\u00e4rkte in diesem Jahr schon ihre besten Tage gesehen?<\/p>\n<figure> <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/ratgeber\/Geht-die-Rally-weiter-oder-kommt-die-grosse-Korrektur-article25430889.html\" rel=\"noreferrer\" target=\"_blank\">      <img decoding=\"async\" alt=\"226369287.jpg\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/img\/22780047-1630579026000\/17-6\/1136\/226369287.jpg\"\/> <\/a> <\/figure>\n<p>   Ratgeber  25.12.24    Aktien &#8211; die Aussichten f\u00fcr 2025 Geht die Rally weiter oder kommt die gro\u00dfe Korrektur?    <\/p>\n<p> Pfingsten: Richtig, die Bewertungen sind auch f\u00fcr den europ\u00e4ischen Aktienmarkt zuletzt leicht gestiegen. Aber aus unserer Sicht ist das Bewertungsniveau trotzdem noch attraktiver als f\u00fcr den US-Aktienmarkt. Des Weiteren verschieben sich die Wachstumsperspektiven f\u00fcr die beiden Wirtschaftsr\u00e4ume derzeit zu Gunsten Europas. Im Vergleich der beiden Regionen halten wir an unserem \u00dcbergewicht von Europa somit fest.<\/p>\n<p>Kretschmann: Sie haben in ihrer Frage die entscheidenden Punkte genannt. Vieles deutet darauf hin, dass die europ\u00e4ischen Aktienm\u00e4rkte ihren H\u00f6hepunkt in diesem Jahr bereits \u00fcberschritten haben.<\/p>\n<p>Rumpf: Kurzfristig wirken Momentum und Geldmengenwachstum st\u00fctzend f\u00fcr die europ\u00e4ischen Aktienm\u00e4rkte. Mittel- bis langfristig bleiben die Perspektiven jedoch begrenzt: W\u00e4hrend Innovation in den USA und China massiv vorangetrieben wird, hemmen in Europa der mangelnde Reformwille der Mitgliedstaaten und eine nach wie vor \u00fcberbordende B\u00fcrokratie das Wachstumspotenzial. Entsprechend k\u00f6nnte die Seitw\u00e4rtsbewegung im Stoxx Europe 600 ein Vorbote struktureller Schw\u00e4chen sein.<\/p>\n<p>Der Goldpreis in US-Dollar ist allein in diesem Jahr um circa 40 Prozent gestiegen. Ist hier die Rally nicht langsam hei\u00dfgelaufen?<\/p>\n<p>Rumpf: Die au\u00dfergew\u00f6hnliche Dynamik beim Goldpreis hat kurzfristig das Risiko von R\u00fccksetzern erh\u00f6ht. Auf Sicht von mehreren Jahren sehen wir jedoch ein konstruktives Umfeld: Strukturell h\u00f6here Inflationsraten st\u00e4rken die Nachfrage nach Sachwerten, und Gold bleibt hier ein zentraler Baustein.<\/p>\n<p>Pfingsten: Wir halten an unseren Goldpositionen im Rahmen der Verm\u00f6gensverwaltung weiterhin fest. Wir glauben, dass von Seiten verschiedener Notenbanken die Suche nach Alternativen zum US-Dollar f\u00fcr die Anlage ihrer W\u00e4hrungsreserven anhalten wird. Das gelbe Edelmetall bietet hierf\u00fcr ideale Voraussetzungen. Das begrenzte Angebot und die steigende Nachfrage werden sich somit unseres Erachtens auch in den kommenden Monaten noch in steigenden Notierungen widerspiegeln.<\/p>\n<p>Wittek: Ich h\u00f6re schon seit zwei Jahren, dass der Anstieg zu steil verlief. Und immer wieder konnte der Goldpreis auf neue Hochs laufen.<\/p>\n<p>Kretschmann: Kurzfristig wirkt der Markt \u00fcberhitzt, zumal Gewinnmitnahmen jederzeit einsetzen k\u00f6nnten. Andererseits bleibt Gold in einem Umfeld geopolitischer Unsicherheit und anhaltender Inflationssorgen gefragt. Eine Korrektur ist m\u00f6glich, doch der grunds\u00e4tzliche Aufw\u00e4rtstrend d\u00fcrfte damit nicht automatisch beendet sein.<\/p>\n<p>Der Bitcoin ist in diesem Jahr &quot;nur&quot; ann\u00e4hernd halb so stark gestiegen wie Gold. Ist die Digitalw\u00e4hrung der bessere, weil g\u00fcnstiger bewertete Wertspeicher?<\/p>\n<p>Kretschmann: Gold gilt seit Jahrhunderten als stabiler Wertspeicher, w\u00e4hrend Bitcoin weiterhin sehr volatil ist und stark von Spekulation getrieben wird. Als alternativer Wertspeicher kann die Digitalw\u00e4hrung interessant sein, tr\u00e4gt jedoch ein h\u00f6heres Risiko.<\/p>\n<p>Wittek: Weder Gold noch Bitcoin k\u00f6nnen wirklich bewertet werden. Daher kann der Bitcoin weder teurer noch billiger als Gold sein.<\/p>\n<p>Rumpf: Der Bitcoin \u00fcberzeugt langfristig als klar kalkulierbarer Wertspeicher: Die Verwahrung ist einfacher, und das Angebot ist durch die harte Begrenzung strikt limitiert. Bei Gold steigt mit dem Preis stets auch der Anreiz f\u00fcr die Minengesellschaften, mehr zu f\u00f6rdern, sodass das Angebot ausgeweitet werden kann.<\/p>\n<p>Pfingsten: Wir ber\u00fccksichtigen im Rahmen der Kapitalanlage f\u00fcr unsere Kunden generell keine Kryptow\u00e4hrungen. Dazu fehlt es der Anlageklasse schlichtweg an Wertstabilit\u00e4t. Wer Spa\u00df am Spekulieren hat, kann sicherlich ein bisschen Geld einsetzen &#8211; als Wertspeicher eignet sich die Anlageklasse aus unserer Sicht aber nicht.<\/p>\n<p>Aktien, Gold und Bitcoin &#8211; alles ist hoch bewertet. Stellen Anleihen in diesem Umfeld die bessere Alternative dar? Amerikanische Bonds werfen sp\u00fcrbar h\u00f6here Zinsen ab als deutsche.<\/p>\n<figure> <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/ratgeber\/Die-besten-Investments-fuer-2025-article25431069.html\" rel=\"noreferrer\" target=\"_blank\">      <img decoding=\"async\" alt=\"Die Angst um das Ersparte geht um. Doch Sparer k\u00f6nnen sich vor Wertverlusten sch\u00fctzen.\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/img\/7759676-1353359593000\/17-6\/1136\/Inflation.jpg\"\/> <\/a> <\/figure>\n<p>   Ratgeber  26.12.24    Anleihen, Bitcoin, Gold und \u00d6l  Die besten Investments f\u00fcr 2025     <\/p>\n<p> Wittek: Wer Anfang Januar in US-Anleihen investiert hat, liegt damit deutlich auf der Nase. Soll hei\u00dfen: In Fremdw\u00e4hrungen zu investieren, macht nur dann Sinn, wenn man von der W\u00e4hrung \u00fcberzeugt ist. Anleger sollten die h\u00f6here Rendite nicht als einzigen Ma\u00dfstab nehmen.<\/p>\n<p>Kretschmann: F\u00fcr sicherheitsorientierte Anleger k\u00f6nnen US-Treasuries eine veritable Alternative zu hoch bewerteten Aktien, Gold und Kryptow\u00e4hrungen darstellen. Gleichwohl ist das Zinsumfeld volatil, sodass auch bei Anleihen mit Kursrisiken zu rechnen ist.<\/p>\n<p>Pfingsten: Anleihen haben infolge der Zinsanstiege und Inflationsr\u00fcckg\u00e4nge ihren strukturellen Nachteil gegen\u00fcber Aktien wieder wettmachen k\u00f6nnen und bilden somit beim Aufbau eines Portfolios einen ernstzunehmenden Bestandteil. Welche Quote zu ber\u00fccksichtigen ist, h\u00e4ngt nat\u00fcrlich von der Risikoneigung eines Investors ab. Da wir auf der Anleihenseite im Normalfall die w\u00e4hrungsgesicherte Variante bevorzugen, f\u00e4llt der Renditevorteil der auf den US-Markt fokussierten Produkte zwar geringer aus, als man auf den ersten Blick vermuten w\u00fcrde, aber sie geh\u00f6ren trotz unserer US-Dollar-Prognose dazu.<\/p>\n<p>Kurze Frage zum Schluss. Wie sollten sich Anleger in diesem Umfeld positionieren?<\/p>\n<p>Kretschmann: Eine ausgewogene Mischung aus Aktien, Anleihen und ausgew\u00e4hlten Sachwerten wie Gold reduziert Risiken. Es sei angemerkt, dass hier keine Anlageberatung erfolgt.<\/p>\n<p>Wittek: Da kann ich nur zustimmen. Wie immer ist die breite Streuung in unterschiedliche Anlageklassen der Schl\u00fcssel zum langfristigen B\u00f6rsenerfolg.<\/p>\n<p>Pfingsten: In einem gemischten Portfolio sind wir derzeit auf der Aktienseite leicht untergewichtet, was sich insbesondere durch ein Untergewicht der US-Region ergibt. Den japanischen Aktienmarkt und die Schwellenl\u00e4nder bevorzugen wir aktuell. An unserem Gold-Investment halten wir nach wie vor fest und gewichten die Rentenseite leicht \u00fcber.<\/p>\n<p>Rumpf: Anleger sollten ihren kurzfristigen Liquidit\u00e4tsbedarf in Zinsanlagen abdecken, also in Anleihen &#8211; wohlwissend, dass hier das Risiko eines realen Geldwertverlustes bleibt. F\u00fcr den mittel- bis langfristigen Horizont empfehlen sich fungible Sachwerte wie Aktien, Bitcoin oder Gold, mit breiter Diversifikation, um von Wachstumstrends und Inflationsschutz gleicherma\u00dfen zu profitieren.<\/p>\n<p>Diese Publikation dient nur zu Informationszwecken und zur Nutzung durch den Empf\u00e4nger. Sie stellt weder ein Angebot noch eine Aufforderung seitens oder im Auftrag der Albrecht, Kitta &amp; Co. Verm\u00f6gensverwaltung GmbH, der Deutsche Apotheker- und \u00c4rztebank, der DRH Verm\u00f6gensverwaltung GmbH und der Qcoon-Invest GmbH (Anlageberatung und Anlagevermittlung erfolgt unter Haftung und f\u00fcr Rechnung der NFS Netfonds Financial Service GmbH) zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren oder Investmentfonds dar. Die in der vorliegenden Publikation enthaltenen Informationen wurden aus Quellen zusammengetragen, die als zuverl\u00e4ssig gelten. Die Albrecht, Kitta &amp; Co. Verm\u00f6gensverwaltung GmbH, die Deutsche Apotheker- und \u00c4rztebank, die DRH Verm\u00f6gensverwaltung GmbH und die Qcoon GmbH geben jedoch keine Gew\u00e4hr hinsichtlich deren Zuverl\u00e4ssigkeit und Vollst\u00e4ndigkeit und lehnen jede Haftung f\u00fcr Verluste ab, die sich aus der Verwendung dieser Information ergeben. <\/p>\n<p>Quelle: ntv.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ratgeber Auch eine Glaskugel hilft nicht. Oder doch? 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