{"id":30282,"date":"2025-08-02T14:36:46","date_gmt":"2025-08-02T11:36:46","guid":{"rendered":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/moskaus-langer-schatten-in-smiley-dreht-sich-john-le-carres-agentenwelt-weiter\/"},"modified":"2025-08-02T14:36:46","modified_gmt":"2025-08-02T11:36:46","slug":"moskaus-langer-schatten-in-smiley-dreht-sich-john-le-carres-agentenwelt-weiter","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/moskaus-langer-schatten-in-smiley-dreht-sich-john-le-carres-agentenwelt-weiter\/","title":{"rendered":"Moskaus langer Schatten: In &#8220;Smiley&#8221; dreht sich John-le-Carr\u00e9s-Agentenwelt weiter"},"content":{"rendered":"<p class=\"caps\">H\u00f6rb\u00fccher         \t\t                   \t\t               \t\t                    <\/p>\n<figure> \t\t                       \t\t                        <img decoding=\"async\" alt=\"Smiley, hier von Alec Guiness in einer Miniserie verk\u00f6rpert, wird \u00fcberraschend reaktiviert. \" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/img\/25921782-1753340968000\/16-9\/750\/imago94683282.jpg\"\/><figcaption>\n<p>Smiley, hier von Alec Guiness in einer Miniserie verk\u00f6rpert, wird \u00fcberraschend reaktiviert.<\/p>\n<\/figcaption><\/figure>\n<p><strong>Ein russischer \u00dcberl\u00e4ufer: Da freut sich der britische Geheimdienst. Aber ist dem Mann, der einen Mord geplant hat, zu trauen? Das kann nur der beste Spion Ihrer Majest\u00e4t herausfinden. Nein, nicht &quot;007&quot;, sondern Smiley, George Smiley.<\/strong><\/p>\n<p>Die Aufgabe h\u00f6rt sich simpel an: Ein Buch schreiben, das einen Anfang, eine Mitte und ein Ende hat. Aber es geht noch weiter: &quot;Es muss Sie bewegen, sich Ihnen einpr\u00e4gen und Sie mit dem Wunsch nach mehr entlassen. Mal sehen, ob es das tut.&quot; Nick Harkaway schreibt diese S\u00e4tze in seinem Vorwort f\u00fcr den Agentenroman &quot;Smiley&quot;. Nun ist Harkaway nicht irgendein Autor, sondern ein Sohn von John le Carr\u00e9, dem Vater des Agententhrillers, dem Sch\u00f6pfer von Genreklassikern wie &quot;Der Spion, der aus der K\u00e4lte kam&quot; und &quot;Bube, Dame, K\u00f6nig, As, Spion&quot;.<\/p>\n<p>Die Latte liegt also hoch. Sehr hoch. Das r\u00e4umt Harkaway auch unumwunden ein. Es wird Leser geben, die &quot;Smiley&quot; nicht anr\u00fchren werden, das Werk vorab bereits verdammen. Frevel an le Carr\u00e9! Aber es wird auch diejenigen geben, die sich auf &quot;Smiley&quot; st\u00fcrzen werden, denn der Plot ist zwischen den beiden Klassikern angesiedelt. Entscheiden Sie selbst!<\/p>\n<figure> <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/leute\/Bestseller-Autor-John-le-Carre-ist-tot-article22233290.html\" rel=\"noreferrer\" target=\"_blank\">      <img decoding=\"async\" alt=\"96256195.jpg\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/img\/22233291-1607899349000\/17-6\/1136\/96256195.jpg\"\/> <\/a> <\/figure>\n<p>   Unterhaltung  13.12.20    Meister des Spionage-Romans Bestseller-Autor John le Carr\u00e9 ist tot    <\/p>\n<h2>Ein Spion, durch und durch<\/h2>\n<p>Nach dem Fiasko an der Berliner Mauer, dem Ende von &quot;Der Spion, der aus der K\u00e4lte kam&quot;, ist f\u00fcr George Smiley Schluss. Er wird Privatmann, k\u00fcmmert sich mehr um seine Ehefrau, schaltet mehrere G\u00e4nge zur\u00fcck. Es ist kein einfacher Schritt f\u00fcr den mittlerweile korpulenten Mittf\u00fcnfziger, denn er ist kein unterhaltsamer Mensch, er ist kein T\u00e4nzer oder &quot;fr\u00f6hlicher Geselle&quot;. Aber Smiley besitzt zumindest die Art staubtrockenen Humors, der die Engl\u00e4nder ber\u00fchmt gemacht hat. Immerhin. Das am Boden liegende westliche Agentennetz entringt Smiley deshalb auch nur ein m\u00fcdes L\u00e4cheln.<\/p>\n<p>Das \u00e4ndert sich jedoch, als ein russischer Spion zu den Briten \u00fcberlaufen will. Er sollte einen Mann t\u00f6ten, der als Verleger unauff\u00e4llig in London lebte und arbeitete &#8211; und nun spurlos verschwunden ist. Wie vom Erdboden verschluckt. &quot;Control&quot; holt Smiley zur\u00fcck in den Dienst, \u00fcbergibt ihm die Befragung einer aus Ungarn gefl\u00fcchteten jungen Frau, die einzige Angestellte des Verlegers. Und ehe Smiley &quot;Spion&quot; sagen kann, ist er wieder mittendrin im blutiger werdenden Gesch\u00e4ft aus L\u00fcgen, Intrigen, Verrat und Tod.<\/p>\n<p>Smiley und die junge Ungarin versuchen, den verschwundenen Mann zu finden und so hinter dessen Geheimnis zu kommen. Smiley st\u00f6\u00dft dabei auf alte Bekannte, lernt neue Gesichter kennen, spielt seine F\u00e4higkeiten aus und legt am Ende all seine Karten auf den Tisch. Ob er damit den Jackpot holt und in sein &quot;ruhigeres&quot; Rentnerdasein zur\u00fcckkehren kann? Will er das denn in der Tiefe seines Herzens \u00fcberhaupt?<\/p>\n<p>   ANZEIGE   <a href=\"https:\/\/www.amazon.de\/dp\/B0F8JDMM9T?tag=ntv-tr-a-5912-21&amp;linkCode=ogi&amp;th=1&amp;psc=1\" rel=\"noreferrer\" target=\"_blank\"> <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/m.media-amazon.com\/images\/I\/51TAnfubTmL._SL500_.jpg\"\/><\/a>   Smiley (German Edition): Ein Roman aus John le Carr\u00e9s Circus     11  22,30 \u20ac 23,95 \u20ac  Zum Angebot bei amazon.de      <\/p>\n<h2>Alter Hund ist nach wie vor bissig<\/h2>\n<p>Zugegeben: Agententhriller hie\u00df f\u00fcr mich bislang Ian Flemming und Frederick Forsyth. Die sp\u00e4ten 1970er- und fr\u00fchen 1980er-Jahre waren es, die Hochzeit des Kalten Krieges, die dabei in den Bann zog. 1963, das Jahr, in dem Harkaway seinen &quot;Smiley&quot; angesiedelt hat, war da schon sehr weit weg. Spionage-Welten liegen dazwischen. Und dennoch fasziniert Harkaways Roman. Smiley ist ein Spion im besten Sinn, kein &quot;007&quot;, der Frauen aufrei\u00dft, schnelle Autos f\u00e4hrt und der am Ende immer zielsicher die Kohlen aus dem Feuer holt. Smiley hat Anstand, ist moralisch integer. Intelligent, aber nicht \u00fcberheblich. Sein Motto scheint zu sein: Lieber verlieren, als wie der Feind werden. <\/p>\n<p>Und genau das macht seine Figur in der heutigen Zeit so besonders. In einer Zeit, in der der amtierende US-Pr\u00e4sident jeden Sinn f\u00fcr Anstand und Moral ebenso an der politischen Garderobe abgegeben zu haben scheint, wie sein russischer Gegenpart und der israelische Ministerpr\u00e4sident gleicherma\u00dfen. Der Mensch z\u00e4hlt nichts mehr, wie es scheint. Das ist bei Smiley anders.<\/p>\n<p>Das sp\u00fcren Leser und H\u00f6rer des bei Ullstein und Oetinger erschienenen Werks. Stephan Benson liest es und seine ruhig-sonore Stimme passt zur Geschichte, zur Zeit und zu den handelnden Personen wie die sprichw\u00f6rtliche Faust aufs Auge, wie der Moskwitsch 408 in die Verfolgsjagd durch das Budapest der damaligen Zeit, Trabant inklusive. <\/p>\n<p>Harkaway hat es sich nicht einfach gemacht, &quot;Smiley&quot; zu schreiben. Es ging um nichts weniger als das famili\u00e4re Erbe. Aber es h\u00e4tte sich kein besserer Autor f\u00fcr die John-le-Carr\u00e9sche-Spionagewelt finden k\u00f6nnen. Kurzum: &quot;Smiley&quot; hat einen Anfang, eine Mitte und ein Ende. Es wird Sie bewegen, sich Ihnen einpr\u00e4gen und Sie mit dem Wunsch nach mehr entlassen. Da kann Smiley noch so entschlossen sagen: &quot;Lassen Sie den alten Hund hinter dem Ofen hocken und bitten Sie ihn nicht rauszugehen und mit den j\u00fcngeren Hunden Hasen zu jagen. Das ist f\u00fcr alle nur peinlich, selbst f\u00fcr die Hasen.&quot;<\/p>\n<p>Quelle: ntv.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>H\u00f6rb\u00fccher Smiley, hier von Alec Guiness in einer Miniserie verk\u00f6rpert, wird \u00fcberraschend reaktiviert. Ein russischer \u00dcberl\u00e4ufer: Da freut sich der britische Geheimdienst. 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