{"id":30269,"date":"2025-07-31T09:16:45","date_gmt":"2025-07-31T06:16:45","guid":{"rendered":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/belastung-massiv-unterschatzt-studie-zeigt-alarmierende-werte-fur-mikroplastik-in-der-luft\/"},"modified":"2025-07-31T09:16:45","modified_gmt":"2025-07-31T06:16:45","slug":"belastung-massiv-unterschatzt-studie-zeigt-alarmierende-werte-fur-mikroplastik-in-der-luft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/belastung-massiv-unterschatzt-studie-zeigt-alarmierende-werte-fur-mikroplastik-in-der-luft\/","title":{"rendered":"&#8220;Belastung massiv untersch\u00e4tzt&#8221;: Studie zeigt alarmierende Werte f\u00fcr Mikroplastik in der Luft"},"content":{"rendered":"<p class=\"caps\">Wissen         \t\t                   \t\t               \t\t                    <\/p>\n<figure> \t\t                       \t\t                        <img decoding=\"async\" alt=\"Forscher haben berechnet, wie viele winzige Plastikteilchen sich beim Atmen in unseren K\u00f6rpern ansammeln k\u00f6nnten. \" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/img\/25935999-1753936462000\/16-9\/750\/539041181.jpg\"\/><figcaption>\n<p>Forscher haben berechnet, wie viele winzige Plastikteilchen sich beim Atmen in unseren K\u00f6rpern ansammeln k\u00f6nnten.<\/p>\n<\/figcaption><\/figure>\n<p><strong>Menschen atmen mehr Mikroplastik ein als gedacht, wie eine Studie aufzeigt. Besonders stark belastet ist die Luft in Innenr\u00e4umen und Autos. Die Teilchen k\u00f6nnten Forschern zufolge tief in die Lunge eindringen. <\/strong><\/p>\n<p>Menschen atmen Berechnungen zufolge deutlich mehr Mikroplastik ein als bislang angenommen. Besonders in Innenr\u00e4umen wie Wohnungen und in Autos k\u00f6nnten laut einer Studie t\u00e4glich im Schnitt rund 68.000 winzige Plastikpartikel in die Atemwege eines Erwachsenen gelangen &#8211; bei Kindern sind es etwa 47.000. <\/p>\n<p>Die Forschenden um Nadiia Yakovenko vom Geowissenschaftlichen Institut der Universit\u00e4t Toulouse berichten in der Fachzeitschrift &quot;PLOS One&quot;, dass die Belastung mit besonders kleinen Teilen zwischen einem und zehn Mikrometern Durchmesser weit h\u00f6her liegt als zuvor vermutet.<\/p>\n<p>Teilchen dieser Gr\u00f6\u00dfe gelten als besonders problematisch, weil sie tief in die Lunge vordringen und dort m\u00f6glicherweise Entz\u00fcndungen, Zellsch\u00e4den oder andere gesundheitliche Probleme ausl\u00f6sen k\u00f6nnen. Fr\u00fchere Sch\u00e4tzungen, die auf gr\u00f6\u00dferen Partikeln basierten, lagen rund hundertfach niedriger. &quot;Die tats\u00e4chliche Belastung durch eingeatmetes Mikroplastik wurde bislang massiv untersch\u00e4tzt&quot;, hei\u00dft es in der Studie.<\/p>\n<h2>Innenr\u00e4ume stark belastet &#8211; besonders Autos<\/h2>\n<figure> <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/mediathek\/videos\/wissen\/Was-Kaugummikauen-gefaehrlich-macht-und-was-hilft-article25663888.html\" rel=\"noreferrer\" target=\"_blank\">      <img decoding=\"async\" alt=\"kaugummi.JPG\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/img\/25664040-1743169788000\/16-9\/1136\/kaugummi.jpg\"\/>    02:02 min  <\/a> <\/figure>\n<p>   Wissen  30.03.25    US-Forscherin startet Selbstversuch Was Kaugummikauen gef\u00e4hrlich macht &#8211; und was hilft    <\/p>\n<p>Gemessen wurde die Belastung unter anderem in Privatwohnungen und in Autoinnenr\u00e4umen in S\u00fcdfrankreich. W\u00e4hrend in Wohnr\u00e4umen im Schnitt 528 Mikroplastikpartikel pro Kubikmeter Luft nachgewiesen wurden, lag die Konzentration in Autos mit 2238 Partikeln deutlich h\u00f6her. 94 Prozent dieser gefundenen Teilchen war kleiner als zehn Mikrometer, also f\u00e4hig in die Lunge einzudringen. Im Anschluss wurden Berechnungen vorgenommen, wie viel davon Menschen durchschnittlich am Tag einatmen.<\/p>\n<p>Hauptquellen der Belastung sind laut Studie der Abrieb von Textilien, Kunststoffm\u00f6beln oder der Innenverkleidung von Fahrzeugen. Die Mehrheit der nachgewiesenen Partikel bestand aus Polyethylen und Polyamid &#8211; Kunststoffe, die h\u00e4ufig in Alltagsprodukten vorkommen.<\/p>\n<h2>Wie der K\u00f6rper mit Mikroplastik umgeht<\/h2>\n<figure> <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/mediathek\/videos\/ratgeber\/Umweltfreundliche-Reinigungsmittel-im-Test-article25766698.html\" rel=\"noreferrer\" target=\"_blank\">      <img decoding=\"async\" alt=\"86132.jpg\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/img\/25768299-1747242643000\/16-9\/1136\/86132.jpg\"\/>    03:15 min  <\/a> <\/figure>\n<p>   Ratgeber  18.05.25    F\u00fcr Sp\u00fclmaschine, Backblech und Co. Umweltfreundliche Reinigungsmittel im Test    <\/p>\n<p>Die gesundheitlichen Auswirkungen sind bislang kaum erforscht. Einige der winzigen Partikel k\u00f6nnen tief in die Lunge eindringen und dort m\u00f6glicherweise Entz\u00fcndungsprozesse ausl\u00f6sen. <\/p>\n<p>Eleonore Fr\u00f6hlich von der Medizinischen Universit\u00e4t Graz und Professorin an der Universit\u00e4t T\u00fcbingen weist darauf hin, dass Mikroplastik zwar potenziell gesundheitlich relevant ist &#8211; im Vergleich zur deutlich h\u00f6heren Feinstaubbelastung jedoch derzeit als weniger gravierend einzusch\u00e4tzen sei. Feinstaub enthalte oft toxischere Substanzen und sei in deutlich gr\u00f6\u00dferen Mengen in der Luft vorhanden. <\/p>\n<p>Aber auch die Form der Partikel spiele eine Rolle f\u00fcr ihre Wirkung im K\u00f6rper: W\u00e4hrend Feinstaub meist aus eher runden Partikeln besteht, handele es sich bei Mikroplastik oft um Fasern oder unregelm\u00e4\u00dfige Fragmente. Solche faserf\u00f6rmigen Teilchen k\u00f6nnen laut Fr\u00f6hlich weniger tief in die Lunge eindringen, da sie sich besonders leicht an Verzweigungen in den Atemwegen ablagern. Da die Lunge Partikel, die sich einmal festgesetzt haben, nur begrenzt abtransportieren kann, kann dies ihre Funktion auf Dauer beeintr\u00e4chtigen.<\/p>\n<h2>Berechnete Werte mit Unsicherheiten<\/h2>\n<figure> <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/mediathek\/magazine\/auslandsreport\/Fischerei-Muell-verpestet-Straende-von-Valdez-article25429042.html\" rel=\"noreferrer\" target=\"_blank\">      <img decoding=\"async\" alt=\"robbe.JPG\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/img\/25430981-1734098693000\/16-9\/1136\/robbe.jpg\"\/>    02:26 min  <\/a> <\/figure>\n<p>   Auslandsreport  15.12.24    Beh\u00f6rden reagieren zahnlos Fischerei-M\u00fcll verpestet Str\u00e4nde von Valdez    <\/p>\n<p>Die Autoren der Studie betonen, dass ihre Ergebnisse ein starkes Argument daf\u00fcr seien, die gesundheitlichen Folgen der Mikroplastikbelastung in Innenr\u00e4umen systematisch zu erforschen. Menschen in modernen Gesellschaften verbringen rund 90 Prozent ihrer Zeit in geschlossenen R\u00e4umen &#8211; potenziell also in einer Umgebung mit erh\u00f6hter Belastung durch Plastikpartikel in der Luft.<\/p>\n<p>Der direkte Nachweis von Mikroplastik im menschlichen K\u00f6rper wurde im Rahmen der Studie nicht versucht. Stattdessen wurden Luftproben in Innenr\u00e4umen genommen und auf dieser Basis berechnet, wie viele Partikel beim Atmen theoretisch aufgenommen werden &#8211; etwa im Alltag zu Hause oder im Auto. Dabei legten die Forschenden Standardwerte f\u00fcr das Atemvolumen ruhender Personen zugrunde. <\/p>\n<p>Professorin Fr\u00f6hlich weist darauf hin, dass die Daten auf Messungen aus relativ kleinen Luftvolumina und auf der Analyse nur eines kleinen Teils der Gesamtprobe basieren und deshalb mit Unsicherheiten behaftet sein k\u00f6nnen: &quot;Jeder kleine Messfehler setzt sich fort.&quot; Zudem k\u00f6nne k\u00f6rperliche Aktivit\u00e4t die tats\u00e4chliche Aufnahme deutlich erh\u00f6hen. F\u00fcr belastbare Aussagen sei eine breitere Datengrundlage notwendig.<\/p>\n<p>Quelle: ntv.de, mbr\/dpa<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wissen Forscher haben berechnet, wie viele winzige Plastikteilchen sich beim Atmen in unseren K\u00f6rpern ansammeln k\u00f6nnten. Menschen atmen mehr Mikroplastik ein als gedacht, wie eine Studie aufzeigt. 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