{"id":30260,"date":"2025-07-29T20:16:31","date_gmt":"2025-07-29T17:16:31","guid":{"rendered":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/von-wegen-planungssicherheit-haben-wir-uberhaupt-einen-deal-mit-trump\/"},"modified":"2025-07-29T20:16:31","modified_gmt":"2025-07-29T17:16:31","slug":"von-wegen-planungssicherheit-haben-wir-uberhaupt-einen-deal-mit-trump","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/von-wegen-planungssicherheit-haben-wir-uberhaupt-einen-deal-mit-trump\/","title":{"rendered":"Von wegen Planungssicherheit: Haben wir \u00fcberhaupt einen Deal mit Trump?"},"content":{"rendered":"<p class=\"caps\">Wirtschaft         \t\t                   \t\t               \t\t                    <\/p>\n<figure> \t\t                       \t\t                        <img decoding=\"async\" alt=\"Gro\u00dfe Schrift, wenig Klarheit: Trumps Notizen f\u00fcr die Vorstellung des &quot;gr\u00f6\u00dften Deals aller Zeiten&quot;.\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/img\/25932653-1753798826000\/16-9\/750\/AP25208646211410.jpg\"\/><figcaption>\n<p>Gro\u00dfe Schrift, wenig Klarheit: Trumps Notizen f\u00fcr die Vorstellung des &quot;gr\u00f6\u00dften Deals aller Zeiten&quot;.<\/p>\n<\/figcaption><\/figure>\n<p><strong>Mit dem Argument, dass ein schlechter Deal immerhin besser sei als andauernde Unsicherheit, versucht etwa Kanzler Merz, die umstrittene Zoll-Einigung zu verteidigen. Nach allem, was bekannt ist, sind die offenen Punkte und Ungereimtheiten aber so gro\u00df, dass von einer Beilegung des Handelskonflikts kaum die Rede sein kann.<\/strong><\/p>\n<p>F\u00fcr US-Pr\u00e4sident Donald Trump ist es der &quot;gr\u00f6\u00dfte Deal aller Zeiten&quot;. Bundeskanzler Friedrich Merz zeigt sich nach dem Handschlag zwischen Trump und der EU-Kommissionspr\u00e4sidentin Ursula von der Leyen zwar &quot;nicht zufrieden&quot;, betont aber: &quot;Von stabilen und planbaren Handelsbeziehungen mit Marktzugang f\u00fcr beide Seiten profitieren alle.&quot; Auch an der B\u00f6rse herrschte zun\u00e4chst Erleichterung, dass mit dem Deal nun die monatelange Zeit der Unsicherheit vorbei sei. Am Morgen danach stieg der deutsche Leitindex Dax deutlich &#8211; um dann jedoch im Laufe des Tages deutlich ins Minus zu fallen. Denn es setzte sich nicht nur die Erkenntnis durch, welche Kr\u00f6ten die EU schlucken muss, sondern vor allem, wie viele Punkte offengeblieben und wie widerspr\u00fcchlich die Angaben beider Seiten dar\u00fcber sind, was \u00fcberhaupt vereinbart wurde. <\/p>\n<p>Von der Leyen selbst sprach nach dem Treffen mit Trump von einer &quot;Rahmenvereinbarung&quot;. Anders als die Kommissionschefin es darstellt, bleiben dabei allerdings nicht nur Details zu kl\u00e4ren, sondern auch durchaus grunds\u00e4tzliche Fragen. Deutlich wird das dadurch, dass bis zum jetzigen Zeitpunkt nicht einmal ein gemeinsames Grundsatzpapier schriftlich vorliegt. Alles, was bisher \u00fcber den Deal bekannt ist, beruht auf m\u00fcndlichen \u00c4u\u00dferungen des Wei\u00dfen Hauses und der Kommission. Und diese Angaben klaffen teilweise weit auseinander. <\/p>\n<figure> <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/mediathek\/videos\/wirtschaft\/Deutschen-Strassen-droht-eher-keine-Flut-von-US-Autos-article25931092.html\" rel=\"noreferrer\" target=\"_blank\">      <img decoding=\"async\" alt=\"304235231.jpg\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/img\/25931143-1753770414000\/16-9\/1136\/304235231.jpg\"\/>    01:34 min  <\/a> <\/figure>\n<p>   Wirtschaft  29.07.25    Was folgt aus Zoll-Deal der EU? Deutschen Stra\u00dfen droht eher keine Flut von US-Autos    <\/p>\n<p>Klar ist, Trump will schon ab diesem Freitag, den 1. August, einen &quot;Mindestzoll&quot; auf alle Importe aus der EU einf\u00fchren. Laut Wei\u00dfem Haus einschlie\u00dflich der bislang weitgehend zollbefreiten pharmazeutischen Produkte. EU-Vertreter betonen dagegen laut &quot;Euronews&quot;, dass explizit die Ausnahme von Pharmaprodukten vereinbart worden sei, zumindest bis eine Untersuchung von US-Beh\u00f6rden zu dem Thema abgeschlossen sei. Unklar ist ebenfalls, ob Halbleiter unter den 15-Prozent-Basiszoll fallen. <\/p>\n<h2>EU soll mehr Gas kaufen als die USA \u00fcberhaupt exportieren<\/h2>\n<p>F\u00fcr Stahl und Aluminium-Importe in die USA hat die EU offenkundig zugestimmt, dass der von Trump vor Monaten verh\u00e4ngte 50-Prozent-Zollsatz dauerhaft bestehen bleibt. Allerdings wurde laut EU-Darstellung auch vereinbart, dass es &#8211; noch genau zu bestimmende &#8211; zollfreie Kontingente f\u00fcr europ\u00e4ische Exporteure geben soll. Das bedeutet, dass die hohen Z\u00f6lle nur einen Teil der europ\u00e4ischen Stahl- und Aluminiumausfuhren der EU in die USA betreffen w\u00fcrden. In der Darstellung des Wei\u00dfen Hauses dagegen tauchen diese Kontingente nicht auf. <\/p>\n<p>Daf\u00fcr hei\u00dft es in der US-Zusammenfassung des Deals, die EU habe im Zuge der Verhandlungen &quot;zugestimmt, erhebliche Mengen an US-Milit\u00e4rausr\u00fcstung zu kaufen&quot;. Das w\u00e4re schon deshalb ungew\u00f6hnlich, weil allein die Mitgliedstaaten der EU mit der R\u00fcstungsbeschaffung befasst sind. Von EU-Seite hei\u00dft es entsprechend, eine solche Vereinbarung gebe es nicht. <\/p>\n<figure> <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/mediathek\/videos\/wirtschaft\/Welche-Punkte-die-EU-laut-Experten-nun-angehen-sollte-article25929411.html\" rel=\"noreferrer\" target=\"_blank\">      <img decoding=\"async\" alt=\"Unbenannt.jpg\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/img\/25929456-1753697620000\/16-9\/1136\/EU.jpg\"\/>    01:25 min  <\/a> <\/figure>\n<p>   Wirtschaft  28.07.25    Nach Zoll-Deal mit den USA Welche Punkte die EU laut Experten nun angehen sollte    <\/p>\n<p>Teil des Deals sind zudem massive europ\u00e4ische Investitionen in den USA und der Kauf amerikanischer Energietr\u00e4ger &#8211; haupts\u00e4chlich Erdgas &#8211; durch die EU im Wert von 750 Milliarden Dollar innerhalb von nur drei Jahren. Dieser Teil der Vereinbarung wird von den EU-Vertretern nicht bestritten. Allerdings hei\u00dft es, dass es nur eine Absichtsbekundung gebe. <\/p>\n<p>Durchgef\u00fchrt werden k\u00f6nnten Importe und Investitionen nur von privaten Unternehmen. Zudem ist die Summe der angeblich geplanten Energiek\u00e4ufe so hoch, dass unklar ist, wie US-Unternehmen so viel \u00fcberhaupt liefern k\u00f6nnten in den n\u00e4chsten drei Jahren. Zum Vergleich: Im letzten Jahr importierte die EU Energietr\u00e4ger f\u00fcr gut 75 Milliarden Dollar aus den USA. Der gesamte Energieexport der USA belief sich auf rund 166 Milliarden Dollar. <\/p>\n<h2>Solange ein Punkt offen ist, ist alles offen<\/h2>\n<p>Dass diese Widerspr\u00fcche, Ungereimtheiten und vielen weiteren offenen Fragen in den kommenden Wochen oder Monaten in Verhandlungen auf Expertenebene ger\u00e4uschlos ausger\u00e4umt werden, ist kaum zu erwarten. Unter den bislang ungel\u00f6sten Streitpunkten sind auch politisch sensible Themen wie der Agrarmarkt und Lebensmittelsicherheit. Da komplexe Vereinbarungen wie Handelsabkommen immer Paketl\u00f6sungen sind, bei denen am Ende alle Themen zusammen betrachtet und abgewogen werden, gilt: Solange ein Punkt offen ist, ist alles offen. <\/p>\n<figure> <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/wirtschaft\/kommentare\/Das-ist-kein-Deal-das-ist-Unterwerfung-article25929652.html\" rel=\"noreferrer\" target=\"_blank\">      <img decoding=\"async\" alt=\"2024-11-07T204249Z_1493261757_RC2TYAAO7SZ3_RTRMADP_3_USA-TRUMP-POLL.JPG\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/img\/25347378-1731057317000\/17-6\/1136\/2024-11-07T204249Z-1493261757-RC2TYAAO7SZ3-RTRMADP-3-USA-TRUMP-POLL.jpg\"\/> <\/a> <\/figure>\n<p>   Kommentare  28.07.25    Trump siegt im Zoll-Streit Das ist kein Deal, das ist Unterwerfung    <\/p>\n<p>Anschlie\u00dfend an eine noch gar nicht abzusehende Einigung auf ein vollst\u00e4ndiges Abkommen steht zumindest in Europa ein komplexer Ratifizierungsprozess unter anderem durch das Europaparlament und die Mitgliedstaaten an. In den USA ist unterdessen noch nicht einmal klar, wer f\u00fcr eine Ratifizierung zust\u00e4ndig ist. Ob Trump ohne Zustimmung des Kongresses \u00fcberhaupt umfangreiche Z\u00f6lle verh\u00e4ngen darf, ist derzeit Gegenstand von Gerichtsprozessen. Von Planungssicherheit f\u00fcr europ\u00e4ische Unternehmen kann auf absehbare Zeit somit keine Rede sein. <\/p>\n<p>Quelle: ntv.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wirtschaft Gro\u00dfe Schrift, wenig Klarheit: Trumps Notizen f\u00fcr die Vorstellung des &quot;gr\u00f6\u00dften Deals aller Zeiten&quot;. Mit dem Argument, dass ein schlechter Deal immerhin besser sei als andauernde Unsicherheit, versucht etwa<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-30260","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-nachrichten"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/30260","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=30260"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/30260\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=30260"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=30260"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=30260"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}