{"id":30058,"date":"2025-06-29T10:47:21","date_gmt":"2025-06-29T07:47:21","guid":{"rendered":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/deutschlands-groste-niederlage-im-sommer-1944-erlitt-die-wehrmacht-ihr-super-stalingrad\/"},"modified":"2025-06-29T10:47:21","modified_gmt":"2025-06-29T07:47:21","slug":"deutschlands-groste-niederlage-im-sommer-1944-erlitt-die-wehrmacht-ihr-super-stalingrad","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/deutschlands-groste-niederlage-im-sommer-1944-erlitt-die-wehrmacht-ihr-super-stalingrad\/","title":{"rendered":"Deutschlands gr\u00f6\u00dfte Niederlage: Im Sommer 1944 erlitt die Wehrmacht ihr &#8220;Super-Stalingrad&#8221;"},"content":{"rendered":"<p class=\"caps\">Politik         \t\t                   \t\t               \t\t                    <\/p>\n<figure> \t\t                       \t\t                        <img decoding=\"async\" alt=\"Zerst\u00f6rtes Kriegsmaterial der Wehrmacht bei Babrujsk. Am 29. Juni 1944 marschiert die Rote Armee in der Stadt ein, in der sich deutsche Einheiten verschanzt hatten.\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/img\/25851519-1750620326000\/16-9\/750\/imago109502142.jpg\"\/><figcaption>\n<p>Zerst\u00f6rtes Kriegsmaterial der Wehrmacht bei Babrujsk. Am 29. Juni 1944 marschiert die Rote Armee in der Stadt ein, in der sich deutsche Einheiten verschanzt hatten.<\/p>\n<\/figcaption><\/figure>\n<p><strong>Es ist die schwerste Niederlage in der deutschen Milit\u00e4rgeschichte: Im Sommer 1944 bl\u00e4st die Rote Armee zur Gro\u00dfoffensive und vernichtet in mehreren Kesselschlachten die Heeresgruppe Mitte. Das NS-Regime taumelt nach der &quot;Operation Bagration&quot; seinem Untergang entgegen.<\/strong><\/p>\n<p>Wenige Tage nach der alliierten Landung in der Normandie entfesselt die Rote Armee an der Ostfront ein gewaltiges Inferno. Unter dem Decknamen &quot;Operation Bagration&quot; beginnt im Juni 1944 eine der gr\u00f6\u00dften Offensiven des Zweiten Weltkriegs. Die Wehrmacht hat dem Ansturm kaum etwas entgegenzusetzen. Innerhalb weniger Wochen zerschlagen die Sowjets drei deutsche Armeen und sto\u00dfen rund 600 Kilometer nach Westen vor.<\/p>\n<p>&quot;Die Operation Bagration f\u00fchrte zur schwersten Niederlage in der deutschen Milit\u00e4rgeschichte&quot;, sagt der Historiker Christian Hartmann im Gespr\u00e4ch mit ntv.de. &quot;Der Untergang der Heeresgruppe Mitte riss ein riesiges Loch in die deutsche Ostfront. F\u00fcr die Wehrmacht war das wie ein Super-Stalingrad &#8211; f\u00fcr das NS-Regime der Anfang vom Ende.&quot;<\/p>\n<figure> <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/politik\/Historiker-ueber-General-Erich-von-Manstein-Die-Geschichte-des-Westfeldzugs-1940-muss-neu-geschrieben-werden-article25803858.html\" rel=\"noreferrer\" target=\"_blank\">      <img decoding=\"async\" alt=\"GettyImages-107759595.jpg\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/img\/25803877-1748634676000\/17-6\/1136\/GettyImages-107759595.jpg\"\/> <\/a> <\/figure>\n<p>   Politik  09.06.25    Historiker \u00fcber General Manstein &quot;Die Geschichte des Westfeldzugs muss neu geschrieben werden&quot;    <\/p>\n<p>Schon vor der Sommeroffensive sieht die Lage f\u00fcr das Deutsche Reich d\u00fcster aus. Die Wehrmacht ist nach f\u00fcnf Jahren Krieg ausgelaugt, es mangelt an Personal, Waffen und Treibstoff. W\u00e4hrend im Westen die erwartete Landung der Alliierten bevorsteht und im S\u00fcden Amerikaner und Briten sich nach Rom vork\u00e4mpfen, hat die Rote Armee im Osten l\u00e4ngst die Initiative \u00fcbernommen. In Berlin rechnet man mit einer neuen sowjetischen Offensive, sobald die Schlammperiode endet. Adolf Hitler und seine Gener\u00e4le erwarten den Angriff im Norden der Ukraine. <\/p>\n<h2>Das T\u00e4uschungsman\u00f6ver der Sowjets gelingt<\/h2>\n<p>Tats\u00e4chlich aber nimmt das Oberkommando in Moskau den 1000 Kilometer langen Frontbogen in Belarus ins Visier. Dort ragt die deutsche Ostfront noch am weitesten in sowjetisches Gebiet. Um den Gegner zu t\u00e4uschen, verlegt die Rote Armee ihre Einheiten nur bei Nacht in die Ausgangsstellungen. Gleichzeitig rollen leere Z\u00fcge durch die Ukraine, um der deutschen Aufkl\u00e4rung Truppenbewegungen vorzugaukeln.<\/p>\n<p>Der Plan geht auf: Noch Ende Mai verlegt Hitler ein Panzerkorps aus Belarus in die Ukraine. Somit stehen im Juni etwa 490.000 Soldaten der Heeresgruppe Mitte mit 570 Panzern und 3200 Gesch\u00fctzen im belarussischen Frontbogen zwischen Witebsk und den Prypjats\u00fcmpfen. Die Sowjets sind den Deutschen in allen Bereichen \u00fcberlegen. F\u00fcr die Operation Bagration bietet Moskau 1,2 Millionen Rotarmisten auf, ferner 5800 Panzer, mehr als 24.000 Gesch\u00fctze und \u00fcber 6000 Flugzeuge. Zus\u00e4tzlich operieren fast 150.000 Partisanen hinter den deutschen Linien. <\/p>\n<figure> <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/mediathek\/bilderserien\/politik\/Als-Hitler-seinen-Vernichtungsfeldzug-begann-article22631858.html\" rel=\"noreferrer\" target=\"_blank\">      <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/img\/3517436-1354616858000\/16-9\/1136\/35-AP4108010101.jpg\"\/>    69 Bilder  <\/a> <\/figure>\n<p>   Politik  22.06.24    Der \u00dcberfall auf die Sowjetunion Als Hitler seinen Vernichtungsfeldzug begann    <\/p>\n<p>Am 22. Juni gibt Josef Stalin den Befehl zum Angriff &#8211; exakt drei Jahre nach dem Beginn des deutschen Vernichtungskriegs gegen die Sowjetunion. Auch der Name der Operation ist symbolisch. General Pjotr Bagration k\u00e4mpfte einst gegen Napoleon und stammte wie der Kremlchef aus Georgien.<\/p>\n<p>Die Rote Armee ist nicht nur zahlenm\u00e4\u00dfig im Vorteil &#8211; auch taktisch hat sie sich weiterentwickelt. Der Offensive geht ein massives Artilleriefeuer voraus, das die deutschen Linien mit beispielloser Wucht trifft: Bis zu 204 Gesch\u00fctze pro Quadratkilometer setzen die Sowjets ein. In manchen Bereichen dauert der Beschuss mehrere Stunden. Dann st\u00fcrmt die Infanterie vor. Anders als fr\u00fcher greift die Rote Armee nicht mehr auf breiter Front an, sondern sucht gezielt nach Schwachpunkten. Bereits am ersten Tag kollabiert die Front an mehreren Stellen.<\/p>\n<figure> <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/politik\/In-Russland-haelt-sich-der-Mythos-von-Prochorowka-bis-heute-article24189192.html\" rel=\"noreferrer\" target=\"_blank\">      <img decoding=\"async\" alt=\"imago0259145386h.jpg\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/img\/24189246-1686723592000\/17-6\/1136\/imago0259145386h.jpg\"\/> <\/a> <\/figure>\n<p>   Politik  05.07.23    Hitlers Sommeroffensive 1943 In Russland h\u00e4lt sich der Mythos von Prochorowka bis heute    <\/p>\n<p>Versch\u00e4rft wird die Lage durch Hitlers Entscheidungen. Immer wieder mischt sich der Diktator in die Operationsf\u00fchrung ein, wobei seine Befehle h\u00e4ufig von den Ereignissen \u00fcberholt werden. Besonders fatal: Schon vor der Offensive hat der &quot;F\u00fchrer&quot; angeordnet, wichtige St\u00e4dte in &quot;Feste Pl\u00e4tze&quot; zu verwandeln. Sie sollen als &quot;Wellenbrecher&quot; dienen und dem Feind hohe Verluste zuf\u00fcgen. Doch das starre Halten wird f\u00fcr die Wehrmacht zur t\u00f6dlichen Falle. W\u00e4hrend die Sturmtruppen der Roten Armee die Festungen umfahren und weit ins Hinterland vorsto\u00dfen, kreisen nachfolgende Verb\u00e4nde die Deutschen ein und nehmen sie unter Feuer. <\/p>\n<h2>&quot;Angst vor Gefangennahme war enorm gro\u00df&quot;<\/h2>\n<p>Die Hilferufe seiner Gener\u00e4le, aus den &quot;Festen Pl\u00e4tzen&quot; auszubrechen, lehnt Hitler ab. So nimmt die Katastrophe ihren Lauf. Am 27. Juni werden knapp 70.000 Wehrmachtsoldaten bei Babrujsk eingeschlossen. Zwei Tage toben die K\u00e4mpfe, dann sind die deutschen Einheiten aufgerieben. Eine Woche sp\u00e4ter sitzen etwa 100.000 Deutsche im Kessel von Minsk fest. \u00c4hnliche Szenen spielen sich in Witebsk und Mahiljou ab.<\/p>\n<p>Auf sich allein gestellt, versuchen tausende Deutsche, sich in kleinen Gruppen zu den eigenen Linien durchzuschlagen, teils \u00fcber hunderte Kilometer. Nur wenige schaffen es. &quot;Die Mehrheit der Soldaten war kriegsm\u00fcde, aber die Angst vor einer Gefangennahme war enorm gro\u00df&quot;, sagt Hartmann \u00fcber die Beweggr\u00fcnde der &quot;R\u00fcckk\u00e4mpfer&quot;.<\/p>\n<figure> <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/img\/25851533-1750621722000\/16-9\/750\/GettyImages-170969472.jpg\" rel=\"noreferrer\" target=\"_blank\">      <img decoding=\"async\" alt=\"Als Zeichen des Sieges l\u00e4sst Stalin Mitte Juli fast 60.000 deutsche Soldaten, die w\u00e4hrend der Offensive in Gefangenschaft geraten, durch Moskau marschieren.\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/img\/25851533-1750621722000\/16-9\/750\/GettyImages-170969472.jpg\"\/> <\/a><figcaption>\n<p>Als Zeichen des Sieges l\u00e4sst Stalin Mitte Juli fast 60.000 deutsche Soldaten, die w\u00e4hrend der Offensive in Gefangenschaft geraten, durch Moskau marschieren.<\/p>\n<p>(Foto: Universal Images Group via Getty)<\/p>\n<\/figcaption><\/figure>\n<p>Erst Anfang August stoppen deutsche Panzer den sowjetischen Angriff vor Warschau. Stalins Truppen sind ersch\u00f6pft. Hohe Verluste und \u00fcberdehnte Nachschublinien zwingen sie zur Pause. Die &quot;Operation Bagration&quot; ist beendet.<\/p>\n<p>&quot;Der Wehrmacht gelang es noch einmal, die Front kurzzeitig zu stabilisieren &#8211; doch die Niederlage war unausweichlich&quot;, sagt Hartmann. Das erkennen auch Deutschlands B\u00fcndnispartner. Nacheinander wechseln Finnland, Ungarn und Rum\u00e4nien die Seiten. &quot;Damit verlor Deutschland auch seine letzten Verb\u00fcndeten.&quot;<\/p>\n<p>   ANZEIGE   <a href=\"https:\/\/www.amazon.de\/dp\/B0B8P7RT8W?tag=ntv-tr-a-4933-21&amp;linkCode=ogi&amp;th=1&amp;psc=1\" rel=\"noreferrer\" target=\"_blank\"> <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/m.media-amazon.com\/images\/I\/31vt7UuaX8L._SL500_.jpg\"\/><\/a>   Unternehmen Barbarossa: Der deutsche Krieg im Osten 1941-1945 (Beck&#039;sche Reihe 2714)     130  9,99 \u20ac   Zum Angebot bei amazon.de      <\/p>\n<p>Die Bilanz ist verheerend. Fast 400.000 deutsche Soldaten werden get\u00f6tet, verwundet oder gefangen genommen. 28 von 40 Divisionen der Heeresgruppe Mitte sind zerschlagen. Auch die Rote Armee zahlt einen hohen Preis mit etwa doppelt so hohen Verlustzahlen. Doch im Unterschied zur Wehrmacht kann sie diese ersetzen.<\/p>\n<p>Mit der achtw\u00f6chigen &quot;Operation Bagration&quot; endet die deutsche Besatzung in Belarus sowie in Teilen Polens, Litauens und Lettlands. Nicht \u00fcberall erscheinen die sowjetischen Soldaten als Befreier. Polen und das Baltikum geraten bald vollst\u00e4ndig unter die Kontrolle Moskaus. <\/p>\n<p>Ende August stehen Stalins Armeen an der Weichsel, vor Riga und an der Grenze zu Ostpreu\u00dfen. Knapp vier Monate sp\u00e4ter startet die letzte sowjetische Gro\u00dfoffensive des Krieges. Ihr Ziel: Berlin.<\/p>\n<p>Quelle: ntv.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Politik Zerst\u00f6rtes Kriegsmaterial der Wehrmacht bei Babrujsk. Am 29. 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