{"id":29965,"date":"2025-06-14T10:05:55","date_gmt":"2025-06-14T07:05:55","guid":{"rendered":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/auf-dem-feld-in-der-fabrik-trumps-abschiebungen-zersetzen-fundament-der-us-wirtschaft\/"},"modified":"2025-06-14T10:05:55","modified_gmt":"2025-06-14T07:05:55","slug":"auf-dem-feld-in-der-fabrik-trumps-abschiebungen-zersetzen-fundament-der-us-wirtschaft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/auf-dem-feld-in-der-fabrik-trumps-abschiebungen-zersetzen-fundament-der-us-wirtschaft\/","title":{"rendered":"Auf dem Feld, in der Fabrik: Trumps Abschiebungen zersetzen Fundament der US-Wirtschaft"},"content":{"rendered":"<p class=\"caps\">Politik         \t\t                   \t\t               \t\t                    <\/p>\n<figure> \t\t                       \t\t                        <img decoding=\"async\" alt=\"&quot;Sie werden mehr Razzien an Arbeitspl\u00e4tzen sehen, als jemals in der Geschichte dieser Nation&quot;, sagte &quot;Grenzzar&quot; Tom Homan.\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/img\/25833071-1749822985000\/16-9\/750\/2025-06-11T202348Z-1831060419-RC2C0FAY9HMS-RTRMADP-3-USA-MIGRATION-RAID-NEBRASKA.jpg\"\/><figcaption>\n<p>&quot;Sie werden mehr Razzien an Arbeitspl\u00e4tzen sehen, als jemals in der Geschichte dieser Nation&quot;, sagte &quot;Grenzzar&quot; Tom Homan.<\/p>\n<\/figcaption><\/figure>\n<p><strong>US-Pr\u00e4sident Trump hat Massenabschiebungen versprochen, und er scheint fest entschlossen, sie zu liefern. Das k\u00f6nnte allerdings ein anderes Wahlkampfversprechen unm\u00f6glich machen.  <\/strong><\/p>\n<p>Menschen ohne Aufenthaltserlaubnis sind das Fundament der US-Wirtschaft. Sie gie\u00dfen Beton, putzen Toiletten, ernten Erdbeeren und braten Burger. Die USA brauchen ihre illegalen Arbeitskr\u00e4fte so sehr, wie Teile von ihnen sie verachten. Donald Trump gewann die Wahl auch, indem er Massenabschiebungen versprach. Er sprach davon, dass Migranten &quot;das Blut unseres Landes vergiften&quot; und die Menschen w\u00e4hlten ihn. Nun ist Trump Pr\u00e4sident und steckt in einer Zwickm\u00fchle &#8211; und mit ihm das ganze Land: Er will irregul\u00e4r Eingewanderte loswerden und er braucht zugleich eine florierende Wirtschaft. Das d\u00fcrfte schwierig werden.<\/p>\n<p>In Los Angeles l\u00f6sten Abschiebe-Razzien vergangenes Wochenende gro\u00dfe, teils gewaltsame Proteste aus. Auf die Menschen, um die dort gestritten wird, d\u00fcrften die Bilder besonderen Eindruck machen: die brennenden Autos, die schwer bewaffneten Soldaten, die die Razzien sch\u00fctzen. Es sind bisher nur erste statistische Trends und Beobachtungen Einzelner &#8211; aber es scheint, als ob Trumps Migrationspolitik den Arbeitsmarkt bereits zu erfassen beginnt.<\/p>\n<figure> <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/mediathek\/videos\/politik\/Richter-L-A-Proteste-sind-womoeglich-erst-der-Anfang-article25825829.html\" rel=\"noreferrer\" target=\"_blank\">      <img decoding=\"async\" alt=\"RichterLA.jpg\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/img\/25826178-1749627117000\/16-9\/1136\/RichterLA.jpg\"\/>    03:13 min  <\/a> <\/figure>\n<p>   Politik  11.06.25    Reporter schildert Lage vor Ort Richter: L.A.-Proteste sind wom\u00f6glich erst der Anfang    <\/p>\n<p>Die Deutsche Presse-Agentur zitiert einen jungen Mann aus Los Angeles: &quot;Die Leute gehen nicht aus dem Haus. Sie gehen nicht zur Arbeit, weil es immer noch ein angespanntes Gebiet ist.&quot; Robert Dietz, Chef\u00f6konom der US-Hausbauer, best\u00e4tigt das f\u00fcr seine Branche: Die Razzien h\u00e4tten eine abschreckende Wirkung auf Bauarbeiter. Tauche die Einwanderungsbeh\u00f6rde irgendwo auf, k\u00e4men f\u00fcr einige Wochen weniger Arbeitskr\u00e4fte auf die Baustelle, sagte er beim Radiosender NPR. Der Effekt sei lokal begrenzt, doch Dietz zeigte sich besorgt. Auch wegen des ohnehin schon knappen Wohnraums in den USA.<\/p>\n<p>&quot;Sie werden mehr Razzien an Arbeitspl\u00e4tzen sehen, als jemals in der Geschichte dieser Nation&quot;, hatte Trumps &quot;Grenzzar&quot; Tom Homan vor Kurzem noch einmal die Marschrichtung der Regierung vorgegeben. Was aber bedeutet das f\u00fcr die US-Wirtschaft?<\/p>\n<h2>Jeder f\u00fcnfte Erwerbst\u00e4tige im Ausland geboren<\/h2>\n<p>Belastbare Daten sind rar. Wenig \u00fcberraschend, immerhin geht es um eine Gruppe, die sich dem Zugriff des Staates entzieht. Erhebungen versuchen, auch Menschen ohne Papiere zu erfassen, doch viele von ihnen nehmen aus Angst nicht teil oder werden wegen wechselnder Wohnsitze nicht erfasst. Die Statistikbeh\u00f6rde ver\u00f6ffentlicht Zahlen zur ausl\u00e4ndischen Erwerbsbev\u00f6lkerung. Das schlie\u00dft Menschen mit und ohne legalem Aufenthaltstitel ein, die Arbeit haben oder eine suchen. <\/p>\n<p>F\u00fcr die vergangenen beiden Monate verzeichnet die Statistik den gr\u00f6\u00dften R\u00fcckgang seit der Pandemie. Erstmals seit dieser Zeit schrumpfte die ausl\u00e4ndische Erwerbsbev\u00f6lkerung um mehr als eine Million Menschen. US-Medien vermuten einen Zusammenhang mit Trumps Politik. Aber statistisch ist diese Entwicklung noch kein gro\u00dfer Ausrei\u00dfer. Noch liegt die Zahl im Rahmen \u00fcblicher Schwankungen. Doch falls der Trend anh\u00e4lt, wird es ernst. <\/p>\n<p>Sollte diese Gruppe weiter schrumpfen, geriete ein bestimmter Teil der US-Wirtschaft unter Druck. Im Mai war jeder f\u00fcnfte Erwerbst\u00e4tige in den USA im Ausland geboren &#8211; \u00fcber 32 Millionen Menschen. Es sind Menschen, die vor allem in Dienstleistungsberufen arbeiten, auf dem Bau, dem Feld oder in Fabriken, Menschen, die G\u00fcter transportieren und Stra\u00dfen reparieren. <\/p>\n<h2>Lebensmittelpreise k\u00f6nnten steigen<\/h2>\n<p>Sch\u00e4tzungen zufolge leben in den USA zehn bis zw\u00f6lf Millionen Menschen ohne Aufenhaltserlaubnis. Davon wiederum arbeiten demnach mehr als acht Millionen &#8211; das sind knapp f\u00fcnf Prozent der Erwerbsbev\u00f6lkerung. Auch sie arbeiten \u00fcberwiegend in den genannten Branchen, sind dabei aber in einigen Wirtschaftszweigen besonders pr\u00e4sent: Gerade in der Landwirtschaft geht ohne die billigen, zumeist unversicherten Arbeitsmigranten nichts.<\/p>\n<p>Laut Agrarministerium waren 2022 zwei Drittel der Erntehelfer im Ausland geboren, 42 Prozent ohne g\u00fcltige Papiere. In Kalifornien, dem landwirtschaftlich bedeutendsten Bundestaat, sind es Sch\u00e4tzungen zufolge bis zu 75 Prozent. Abschiebungswellen irregul\u00e4r eingewanderter Menschen d\u00fcrften sich deshalb rasch auf den Tellern der US-Amerikaner bemerkbar machen. Oder an den Supermarktkassen, wo gestiegene Lebensmittelpreise schon jetzt f\u00fcr Missmut sorgen.<\/p>\n<figure> <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/politik\/Trump-deutet-Anderungen-in-Migrationspolitik-an-article25831299.html\" rel=\"noreferrer\" target=\"_blank\">      <img decoding=\"async\" alt=\"530882912.jpg\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/img\/25831312-1749791125000\/17-6\/1136\/530882912.jpg\"\/> <\/a> <\/figure>\n<p>   Politik  13.06.25    US-Farmer f\u00fcrchten um Personal Trump deutet \u00c4nderungen in Migrationspolitik an    <\/p>\n<p>Besonders der Blick ins Milchregal k\u00f6nnte bald schmerzhaft werden. Eine Studie der Universit\u00e4t von Wisonsin sch\u00e4tzte 2023, dass 70 Prozent der Arbeit auf den Milchviehbetrieben des Staates von Arbeitern ohne Aufenthaltserlaubnis geleistet werde. Unter anderem der Unmut \u00fcber teure Lebensmittel hat Trump ins Wei\u00dfe Haus gebracht, er versprach Besserung. Sollten die Preise weiter steigen, d\u00fcrfte das ihm und seiner Partei sp\u00e4testens bei den Kongresswahlen im kommenden Jahr auf die F\u00fc\u00dfe fallen. Trump hat wohl auch deshalb am Donnerstag m\u00f6gliche Anpassungen seiner Migrationspolitik angedeutet: &quot;Wir m\u00fcssen unsere Landwirte sch\u00fctzen, aber die Kriminellen aus den USA entfernen&quot;, schrieb er.<\/p>\n<h2>&quot;Das ist Fantasterei&quot;<\/h2>\n<p>Aber auch im Staatshaushalt w\u00fcrden sich Abschiebungen bemerkbar machen, f\u00e4nden sie in dem Ausma\u00df statt, das Trump vorschwebt. Denn viele Arbeitskr\u00e4fte ohne g\u00fcltige Papiere zahlen in den USA ganz normal Steuern. Je nach Anstellungsverh\u00e4ltnis werden sie ihnen direkt vom Lohn abgezogen, sp\u00e4testens aber mit dem Einkauf im Supermarkt oder mit der Mietzahlung werden sie f\u00e4llig. Studien zufolge flie\u00dft mehr als ein Drittel der Steuern, die irregul\u00e4r Eingewanderte zahlen, in die Sozialsicherungssysteme, zu denen sie selbst kaum Zugang haben. Sie subventionieren also das Arbeitslosengeld, die Krankenversicherung und die Rente ihrer Mitmenschen. <\/p>\n<p>Trumps Republikaner argumentieren, die Migranten verknappten das Wohnungsangebot, dr\u00fcckten L\u00f6hne und n\u00e4hmen US-B\u00fcrgern deren Jobs weg. Viele Fachleute widersprechen. &quot;Die Vorstellung, dass Abschiebungen dazu f\u00fchren, dass US-Arbeitskr\u00e4fte herbeieilen und die gleichen Arbeitspl\u00e4tze besetzen, ist Fantasterei&quot;, sagte der \u00d6konom Michael Clemens &quot;Foreign Policy&quot;. Eine Gruppe um die Wirtschaftswissenschaftlerin Andrea Velasquez untersuchte die Effekte der Abschiebung von 400.000 Menschen unter Ex-Pr\u00e4sident Barack Obama: Die Arbeitsmarktaussichten verschlechterten sich &#8211; f\u00fcr Migranten, wie auch f\u00fcr US-B\u00fcrger.<\/p>\n<figure> <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/wirtschaft\/Trumps-harter-Migrationskurs-belastet-US-Unternehmen-article25829802.html\" rel=\"noreferrer\" target=\"_blank\">      <img decoding=\"async\" alt=\"98c6722a35f2cc52c03539ed80365b16.jpg\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/img\/25829783-1749728393000\/17-6\/1136\/98c6722a35f2cc52c03539ed80365b16.jpg\"\/> <\/a> <\/figure>\n<p>   Wirtschaft  12.06.25    Wichtige Kunden bleiben aus Trumps harter Migrationskurs belastet US-Unternehmen    <\/p>\n<p>Einen ganz anderen Weg ging 2004 Spanien ging 2004: Die Regierung legalisierte rund 600.000 bereits im Land lebende Migranten ohne Aufenthaltserlaubnis &#8211; wenn diese ein Arbeitsangebot vorweisen konnten. Die Folge: Laut einer Studie wechselte rund die H\u00e4lfte langfristig in legale, oft besser bezahlte, anspruchsvollere Jobs. Besonders interessant: Auch unter Einheimischen sank die Zahl informell Besch\u00e4ftigter. <\/p>\n<p>Dieser Ansatz w\u00e4re wohl politischer Selbstmord f\u00fcr Trumps Regierung. Sie widerrief am Donnerstag die Aufenthaltserlaubnisse Hunderttausender Menschen aus Kuba, Haiti, Nicaragua und Venezuela. Trump l\u00f6st Wahlversprechen ein, auch wenn die teuer werden k\u00f6nnten.<\/p>\n<p>Quelle: ntv.de, Von Lukas Wessling, New York<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Politik &quot;Sie werden mehr Razzien an Arbeitspl\u00e4tzen sehen, als jemals in der Geschichte dieser Nation&quot;, sagte &quot;Grenzzar&quot; Tom Homan. 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