{"id":29945,"date":"2025-06-11T00:06:07","date_gmt":"2025-06-10T21:06:07","guid":{"rendered":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/proteste-retten-prasidenten-fur-trump-hatte-es-nicht-besser-kommen-konnen\/"},"modified":"2025-06-11T00:06:07","modified_gmt":"2025-06-10T21:06:07","slug":"proteste-retten-prasidenten-fur-trump-hatte-es-nicht-besser-kommen-konnen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/proteste-retten-prasidenten-fur-trump-hatte-es-nicht-besser-kommen-konnen\/","title":{"rendered":"Proteste retten Pr\u00e4sidenten: F\u00fcr Trump h\u00e4tte es nicht besser kommen k\u00f6nnen"},"content":{"rendered":"<p class=\"caps\">Politik         \t\t                   \t\t               \t\t                    <\/p>\n<figure> \t\t                       \t\t                        <img decoding=\"async\" alt=\"530214368.jpg\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/img\/25825567-1749586681000\/16-9\/750\/530214368.jpg\"\/><figcaption> \t\t                       \t\t                       \t\t                      <\/figcaption><\/figure>\n<p><strong>Der US-Pr\u00e4sident hat eine schlechte Woche: Streit mit dem reichsten Menschen der Welt, ein Machtkampf um das wichtige Haushaltsgesetz. Er wirkt angeschlagen. Dann die unerwartete Rettung: Migrationsproteste in Los Angeles. Und Trump ist wieder der alte. Wom\u00f6glich m\u00e4chtiger als je zuvor.<\/strong><\/p>\n<p>Die Proteste in Los Angeles sind f\u00fcr US-Pr\u00e4sident Donald Trump genau zur rechten Zeit gekommen. Sie folgen auf eine Woche, in der Trump nicht gut ausgesehen hatte: Er zerstritt sich auf offener B\u00fchne mit Tesla-Milliard\u00e4r Elon Musk. Der schoss scharf gegen Trumps gewaltiges Haushaltsgesetz, das zuvor nur knapp die erste H\u00fcrde im Kongress genommen hatte. Trump h\u00e4tte ohne ihn und sein Geld nie die Wahl gewonnen, so Musk. Musk kokettierte mit der Gr\u00fcndung einer eigenen Partei. Das Thema h\u00e4tte die US-Medien sicher noch eine Weile besch\u00e4ftigt, aber dann kam Los Angeles.<\/p>\n<p>Am vergangenen Freitag f\u00fchrte die Einwanderungsbeh\u00f6rde ICE in Los Angeles mehrere Razzien durch und nahm mehr als 40 Menschen fest &#8211; angeblich alle ohne Aufenthaltserlaubnis. In den mehrheitlich migrantischen Vierteln organisierte sich schnell Widerstand. Protestierende forderten die Freilassung der Festgenommenen. Einige Hundert wurden gewaltt\u00e4tig, die Polizei feuerte mit Gummigeschossen und Blendgranaten auf die Randalierer &#8211; eindrucksvolle Bilder, die die Berichte \u00fcber die gr\u00f6\u00dftenteils friedlichen Proteste bestimmten. Trump z\u00f6gerte nicht lange und schickte die Nationalgarde. Der Pr\u00e4sident wollte wohl Entschlossenheit demonstrieren &#8211; bei einem Thema, das f\u00fcr seinen Wahlsieg mitentscheidend war: Abschiebungen.<\/p>\n<p>Mit harter Migrationspolitik kann Trump noch punkten \u2013 bei anderen Themen wie Inflation, Z\u00f6llen oder auch der Ukraine br\u00f6ckelt dagegen die Zustimmung. Laut Umfragen sprechen sich \u00fcber die H\u00e4lfte der Befragten f\u00fcr seine Einwanderungspolitik aus &#8211; ein seltener Wert inmitten sonst schwacher Zustimmungswerte. <\/p>\n<p>&quot;Wir h\u00e4tten kein besseres Skript schreiben k\u00f6nnen,&quot; zitiert das US-Magazin &quot;Politico&quot; einen Insider. Die demokratische Partei bespiele mal wieder die unpopul\u00e4re Seite eines Themas. &quot;Das ist das, womit Trump die Wahl gewonnen hat.&quot;<\/p>\n<h2>&quot;Er will keinen Frieden schaffen, er will Krieg&quot;<\/h2>\n<p>Die Bilder aus Los Angeles wirken so, als h\u00e4tte ein \u00fcbermotivierter Trump-Berater sie per KI selbst generiert: Maskierte Ausl\u00e4nder zerst\u00f6ren Autos, verbrennen US-Flaggen, schwenken dabei die mexikanische. Und das alles auf verlassenen Highways. All das ist real. Aber es ist nur ein kleiner Teil der Wahrheit. F\u00fcr Trump und seine Leute mehr als genug. <\/p>\n<p>Denn all das passiert in einer Stadt voller Einwanderer, ausgerechnet in Kalifornien, der wichtigsten demokratischen Hochburg. Unter der Verantwortung eines Gouverneurs, dem Ambitionen auf Trumps Job nachgesagt werden. Dieser Gouverneur, Gavin Newsom bat die Menschen in Los Angeles am Wochenende: Spielt nicht mit, gebt Trump nicht das Spektakel, das er will. &quot;Er will keinen Frieden schaffen, er will Krieg&quot;, so Newsom.<\/p>\n<figure> <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/mediathek\/videos\/panorama\/Migranten-versorgen-Polizisten-am-Rande-von-L-A-Unruhen-article25823864.html\" rel=\"noreferrer\" target=\"_blank\">      <img decoding=\"async\" alt=\"Unbenannt.jpg\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/img\/25824653-1749557624000\/16-9\/1136\/LA.jpg\"\/>    01:32 min  <\/a> <\/figure>\n<p>   Panorama  10.06.25    Vers\u00f6hnliche Szene im Chaos Migranten versorgen Polizisten am Rande von L.A.-Unruhen       <\/p>\n<p>Newsom versucht sich als Ruhepol in der allgemeinen Aufregung, sagt die Eskalation durch den Pr\u00e4sidenten sei unn\u00f6tig, die \u00f6rtliche Polizei habe die Lage im Griff. Doch h\u00e4ngen bleibt bei vielen etwas anderes: Die Demokraten sind schwach, unt\u00e4tig, oder gar auf Seiten der Randalierer. Selbst im eigenen Lager sehen das manche so. &quot;Das ist Anarchie und echtes Chaos&quot;, schrieb der demokratische Senator John Fetterman auf X: &quot;Meine Partei verliert die moralische Oberhand, wenn wir uns weigern, das Anz\u00fcnden von Autos, die Zerst\u00f6rung von Geb\u00e4uden und Angriffe auf die Ordnungskr\u00e4fte zu verurteilen.&quot;<\/p>\n<p>Dabei tut Newsom genau das. Er verurteilt gewaltt\u00e4tige Protestierende immer wieder, fordert deren Verhaftung. Er verurteilt aber eben auch Trumps Vorgehen. Das &quot;Wall Street Journal&quot; schreibt dazu: Newsoms Haltung &quot;wird bei den meisten Amerikanern nicht gut ankommen.&quot;<\/p>\n<h2>Was bedeutet das alles?<\/h2>\n<p>Trump jedenfalls ist hochzufrieden. Auf Truth Social schrieb er: &quot;Ich habe eine gro\u00dfartige Entscheidung getroffen, als ich die Nationalgarde schickte.&quot; Er forderte, der Gouverneur und die B\u00fcrgermeisterin sollten sagen: &quot;Danke Pr\u00e4sident Trump, sie sind so wundervoll, wir w\u00e4ren nichts ohne sie.&quot; <\/p>\n<p>Was bedeutet das alles? Au\u00dfer, dass der Pr\u00e4sident nach einer schlechten Woche wieder Freude am Regieren hat? <\/p>\n<p>Trump demonstriert in Los Angeles einmal mehr seinen unbedingten Machtwillen. Sein Haushaltspaket hat im Kongress noch einen langen Weg vor sich &#8211; da bieten die Proteste die Gelegenheit, sich als starker Anf\u00fchrer zu zeigen. Trump will Dinge anordnen, die schnell Wirkung zeigen &#8211; wenn auch nur vordergr\u00fcndig. Er will Entscheidungen treffen, keine Kompromisse finden.<\/p>\n<p>Trump testet aus, wie weit seine Macht reicht. Das Milit\u00e4r &quot;ganz normal&quot; gegen die Bundesstaaten einsetzen zu k\u00f6nnen &#8211; daran arbeite Trump schon l\u00e4nger, sagte der Politikwissenschaftler Thomas J\u00e4ger. Jetzt habe sich ihm ein Anlass geboten. Viele Menschen in den USA verunsichert diese Aussicht. Der demokratische Senator Bernie Sanders warnte beim Sender CNN, der Pr\u00e4sident f\u00fchre das Land &quot;mit gro\u00dfer Geschwindigkeit in den Autoritarismus&quot;.<\/p>\n<figure> <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/mediathek\/videos\/politik\/Politologe-Jaeger-erklaert-Trump-will-Militaer-im-eigenen-Land-einsetzen-L-A-gibt-ihm-den-gesuchten-Anlass-article25823227.html\" rel=\"noreferrer\" target=\"_blank\">      <img decoding=\"async\" alt=\"J\u00e4gerTrumpMilit\u00e4r.jpg\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/img\/25823338-1749541770000\/16-9\/1136\/JagerTrumpMilitar.jpg\"\/>    06:05 min  <\/a> <\/figure>\n<p>   Politik  10.06.25    &quot;Er hat nur den Anlass gesucht&quot; J\u00e4ger: Darum will Trump im eigenen Land Milit\u00e4r einsetzen    <\/p>\n<p>Um das Milit\u00e4r wirklich zum Einsatz zu bringen, muss Trump eine Rebellion feststellen. Das scheint im Moment weit hergeholt, zumal die Polizei in Los Angeles den Aufr\u00fchrern klar \u00fcberlegen ist. Wom\u00f6glich reicht Trump aber vorerst die Drohung mit dem Milit\u00e4r &#8211; gewisserma\u00dfen als Stimmungstest.<\/p>\n<p>Trump sendet ein Zeichen. &quot;Wir senden eine Botschaft an andere Gouverneure und andere Bundesstaaten&quot; zitiert &quot;Politico&quot; eine Quelle innerhalb der Regierung: Wer seine St\u00e4dte von Demonstranten niederbrennen lasse, dem drohe Kaliforniens Schicksal.<\/p>\n<p>Quelle: ntv.de, Von Lukas Wessling, New York<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Politik Der US-Pr\u00e4sident hat eine schlechte Woche: Streit mit dem reichsten Menschen der Welt, ein Machtkampf um das wichtige Haushaltsgesetz. Er wirkt angeschlagen. 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