{"id":29902,"date":"2025-06-04T12:16:39","date_gmt":"2025-06-04T09:16:39","guid":{"rendered":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/okosystem-im-pazifik-bedroht-eisen-aus-industrieabgasen-verandert-ozean\/"},"modified":"2025-06-04T12:16:39","modified_gmt":"2025-06-04T09:16:39","slug":"okosystem-im-pazifik-bedroht-eisen-aus-industrieabgasen-verandert-ozean","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/okosystem-im-pazifik-bedroht-eisen-aus-industrieabgasen-verandert-ozean\/","title":{"rendered":"\u00d6kosystem im Pazifik bedroht: Eisen aus Industrieabgasen ver\u00e4ndert Ozean"},"content":{"rendered":"<p class=\"caps\">Wissen         \t\t                   \t\t               \t\t                    <\/p>\n<figure> \t\t                       \t\t                        <img decoding=\"async\" alt=\"In vier Expeditionen untersuchte das Forschungsteam Wasserproben, Phytoplankton und die Ozeandynamik im Nordpazifik.\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/img\/25811884-1749026132000\/16-9\/750\/urn-binary-dpa-com-20090101-250603-911-005284-FILED.jpg\"\/><figcaption>\n<p>In vier Expeditionen untersuchte das Forschungsteam Wasserproben, Phytoplankton und die Ozeandynamik im Nordpazifik.<\/p>\n<\/figcaption><\/figure>\n<p><strong>Mitten im Pazifik, keine Zivilisation weit und breit &#8211; und dennoch finden sich auch hier Spuren menschlicher Verschmutzung. Wie ein Forschungsteam nun herausfindet, gelangt Eisen aus industrieller Luftverschmutzung in entlegenste Teile der Ozeane und wirbelt dort das \u00d6kosystem durcheinander.<\/strong><\/p>\n<p>Das \u00d6kosystem im Nordpazifik wird einer neuen Studie zufolge durch Eisen aus Industrieabgasen bedroht. Das Metall gelange \u00fcber die Atmosph\u00e4re zu entlegenen Ozeanregionen und werde dort durch Regen ins Meer gesp\u00fclt. &quot;Das ist ein Beispiel daf\u00fcr, wie weitreichend menschliche Verschmutzung marine \u00d6kosysteme beeinflussen kann &#8211; selbst Tausende Kilometer vom Ursprungsort entfernt&quot;, sagte Studienleiter Nick Hawco von der Universit\u00e4t von Hawaii.<\/p>\n<p>Das Eisen wirkt nach Forscherangaben im Meer als D\u00fcnger und l\u00f6st eine starke Vermehrung von Mikroalgen und anderem Phytoplankton aus &#8211; mit negativen Folgen. Publiziert wurden die Ergebnisse in den &quot;Proceedings&quot; der US-Nationalen Akademie der Wissenschaften.<\/p>\n<p>Untersucht wurde eine Region n\u00f6rdlich von Hawaii, die in Windrichtung gro\u00dfer Industriezentren Ostasiens liegt. Dass industrielles Eisen dieses Gebiet im Nordpazifik erreicht, war bereits bekannt, doch die genauen Auswirkungen auf das \u00d6kosystem dieser f\u00fcr die Fischerei bedeutenden Region waren bislang unklar.<\/p>\n<h2>Nat\u00fcrliche oder industrielle Eisenquellen?<\/h2>\n<p>In vier Expeditionen untersuchte das Team Wasserproben, Phytoplankton und die Ozeandynamik. Die Ergebnisse zeigen: Im Fr\u00fchjahr hat das Phytoplankton in der untersuchten Region Eisenmangel, sodass zus\u00e4tzliches Eisen sein typisches Fr\u00fchjahrswachstum ankurbelt. In der Folge des starken Phytoplankton-Wachstums werden andere N\u00e4hrstoffe schneller verbraucht &#8211; was sp\u00e4ter in der Saison zu einem R\u00fcckgang der Population f\u00fchre. Dieser Effekt stimmt laut Studie mit Satellitenmessungen \u00fcberein: &quot;Diese zeigen eine k\u00fcrzere, aber intensivere Fr\u00fchjahrsbl\u00fcte, gefolgt von einem fr\u00fcheren Eintreten n\u00e4hrstoffarmer Bedingungen im Sommer.&quot;<\/p>\n<figure> <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/img\/25811878-1749026025000\/16-9\/750\/urn-binary-dpa-com-20090101-250603-911-005286-FILED.jpg\" rel=\"noreferrer\" target=\"_blank\">      <img decoding=\"async\" alt=\"Rosetten-Wasserprobenehmer werden vorbereitet f\u00fcr den Einsatz w\u00e4hrend der Gradients Cruise an Bord des Forschungsschiffs Kilo Moana der Universit\u00e4t von Hawaii.\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/img\/25811878-1749026025000\/16-9\/750\/urn-binary-dpa-com-20090101-250603-911-005286-FILED.jpg\"\/> <\/a><figcaption>\n<p>Rosetten-Wasserprobenehmer werden vorbereitet f\u00fcr den Einsatz w\u00e4hrend der Gradients Cruise an Bord des Forschungsschiffs Kilo Moana der Universit\u00e4t von Hawaii.<\/p>\n<p>(Foto: Ryan Tabata\/University of Hawaii at Manoa\/dpa)<\/p>\n<\/figcaption><\/figure>\n<p>Das Forschungsteam untersuchte die sogenannte Nordpazifische \u00dcbergangszone n\u00f6rdlich von Hawaii. Hier treffen n\u00e4hrstoffarme \u00d6kosysteme auf weiter n\u00f6rdlich liegende n\u00e4hrstoffreiche. &quot;Mit dem zus\u00e4tzlichen Eisen verschiebt sich diese Grenze nach Norden &#8211; ein Trend, der sich durch die Ozeanerw\u00e4rmung noch verst\u00e4rkt&quot;, erkl\u00e4rt Hawco. Leider geh\u00f6rten die Regionen, die n\u00e4her an Hawaii liegen, zu den Verlierern.<\/p>\n<p>&quot;Da Phytoplankton die Grundlage der marinen Nahrungsketten bildet, k\u00f6nnen wir uns vorstellen, dass eine k\u00fcrzere Wachstumsperiode Auswirkungen auf die Biomasse von Fischen und anderen Tieren haben k\u00f6nnte&quot;, berichtet Hawco. Belegt sei ein solcher Zusammenhang zwischen dem anthropogenen Eiseneintrag und Beobachtungen von Meeress\u00e4ugern oder der Fischerei bislang jedoch nicht.<\/p>\n<p>Das Team hatte die Isotopenzusammensetzung des Eisens analysiert, um zwischen nat\u00fcrlichen und industriellen Quellen zu unterscheiden. Isotope sind verschieden schwere Atomsorten eines Elements. Der gesch\u00e4tzte industrielle Eiseneintrag ist beachtlich. Demnach stammt die Eisenmenge des Oberfl\u00e4chenwassers zu rund 40 Prozent aus der Industrie.<\/p>\n<p>Quelle: ntv.de, hny\/dpa<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wissen In vier Expeditionen untersuchte das Forschungsteam Wasserproben, Phytoplankton und die Ozeandynamik im Nordpazifik. 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