{"id":29818,"date":"2025-05-22T00:37:08","date_gmt":"2025-05-21T21:37:08","guid":{"rendered":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/trump-reizt-mit-genozid-vorwurf-sudafrikanischer-prasident-entgeht-der-selenskyj-falle\/"},"modified":"2025-05-22T00:37:08","modified_gmt":"2025-05-21T21:37:08","slug":"trump-reizt-mit-genozid-vorwurf-sudafrikanischer-prasident-entgeht-der-selenskyj-falle","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/trump-reizt-mit-genozid-vorwurf-sudafrikanischer-prasident-entgeht-der-selenskyj-falle\/","title":{"rendered":"Trump reizt mit Genozid-Vorwurf: S\u00fcdafrikanischer Pr\u00e4sident entgeht der Selenskyj-Falle"},"content":{"rendered":"<p class=\"caps\">Politik         \t\t                   \t\t                \t \t\t          \t          \t\t          \t\t\t<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/img\/25784632-1747854647000\/16-9\/1136\/526584299.jpg\" alt=\"526584299.jpg\"\/>          \t\t\t          \t\t          \t           \t                              <\/p>\n<p><strong>Seit Wochen schon rumpelt es zwischen den Regierungen der USA und S\u00fcdafrikas. Der Besuch Pr\u00e4sident Ramaphosas im Wei\u00dfen Haus braucht dann auch nicht lange, um Brisanz zu entwickeln. Aber der s\u00fcdafrikanischen Delegation gelingt es, den polternden Trump einzufangen. Dabei hilft auch ein Golfer.<\/strong><\/p>\n<p>&quot;Wenn es einen V\u00f6lkermord an afrikanischen Farmern g\u00e4be, w\u00e4ren diese drei Herren sicher nicht hier&quot;, sagte der s\u00fcdafrikanische Pr\u00e4sident Cyril Ramaphosa. Er zeigte auf drei wei\u00dfe M\u00e4nner, die er mitgebracht hatte zu seinem Treffen mit dem US-Pr\u00e4sidenten Donald Trump. Ein kluger Schachzug, wie sich im Verlauf des Treffens zeigen sollte.<\/p>\n<p>Ramaphosa war nach Washington gereist, um Spannungen abzubauen: Anfang Februar hatte Trump US-Hilfen f\u00fcr S\u00fcdafrika eingefroren, im M\u00e4rz den Botschafter ausgewiesen. Kurz darauf hatten erste wei\u00dfe S\u00fcdafrikaner in den USA den Fl\u00fcchtlingsstatus erhalten &#8211; obwohl die US-Regierung kaum noch Gefl\u00fcchtete aufnimmt.<\/p>\n<p>Trump wirft S\u00fcdafrika vor, einen &quot;Genozid&quot; an wei\u00dfen Bauern zu begehen, er kritisiert die angebliche Diskriminierung der Afrikaner -Nachfahren niederl\u00e4ndischer Siedler. Fachleute widersprechen dem. Besonders emp\u00f6rt Trump ein Gesetz, das Landenteignungen im \u00f6ffentlichen Interesse erlaubt, um Folgen der Apartheid auszugleichen. Der Gro\u00dfteil des Farmlands geh\u00f6rt weiter wei\u00dfen S\u00fcdafrikanern.<\/p>\n<h2>&quot;Tod&quot;, &quot;Tod&quot;, &quot;schrecklicher Tod&quot;<\/h2>\n<p>Als nun Ramaphosa im Oval Office sa\u00df, kam das Thema schnell auf: Trump lie\u00df das Licht dimmen und ein Video abspielen, in dem der s\u00fcdafrikanische Oppositionspolitiker Julius Malema in immer neuen Situationen singend fordert, &quot;die Buren umzubringen&quot;. Der Slogan stammt aus der Anti-Apartheidsbewegung, 2022 urteilte das s\u00fcdafrikanische Verfassungsgericht, er sei keine Hetze.<\/p>\n<p>Ramaphosa harrte aus. Als Trump aber ein weiteres Video zeigte &#8211; eine Stra\u00dfe, ges\u00e4umt mit Tausenden wei\u00dfen Kreuzen, von denen jedes f\u00fcr einen ermordeten wei\u00dfen, s\u00fcdafrikanischen Bauer stehe, so Trump &#8211; da wollte Ramaphosa doch gerne mitreden. Er habe diese Stra\u00dfe noch nie gesehen, ob Trump wisse, wo das sei. Der sch\u00fcttelte erst den Kopf, antwortete dann aber doch: &quot;In S\u00fcdafrika.&quot; Trump nahm einen dicken Papierstapel in die Hand, Zeitungsartikel \u00fcber das Schicksal wei\u00dfer Bauern. Blatt f\u00fcr Blatt hielt Trump in die Kameras: &quot;Tod&quot;, &quot;Tod&quot;, &quot;schrecklicher Tod&quot;, kommentierte er.<\/p>\n<p> <strong>Farmermorde in S\u00fcdafrika<\/strong> <\/p>\n<p>Die im Wei\u00dfen Haus gezeigten Wei\u00dfen Kreuze geh\u00f6ren zum &quot;Witkruis Monument&quot;, das ermordeter Farmer gedenkt, unabh\u00e4ngig von deren Hautfarbe. <br \/>Die Mordrate in S\u00fcdafrika ist schwindelerregend hoch &#8211; j\u00e4hrlich sterben rund 27.000 Menschen einen gewaltsamen Tod. Die Zahl der Farmmorde nahm in vergangenen Jahren ab.<\/p>\n<p>Sp\u00e4testens hier d\u00fcrfte Ramaphosa klar gewesen sein, worauf er sich eingelassen hatte. Seiner Reaktion nach wusste er das allerdings schon sehr lange. Ramaphosa wird sich viel Zeit genommen haben, um diesen Auftritt vorzubereiten, hat ihn m\u00f6glicherweise sogar geprobt. Er wird den Besuch des ukrainischen Pr\u00e4sidenten im Wei\u00dfen Haus studiert haben: Wolodymyr Selenskyj hatte sich von Trump und dessen Vize provozieren lassen, das Treffen endete mit einem Hinauswurf Selenksyjs.<\/p>\n<h2>&quot;Das haben Sie wirklich gut gemacht&quot;<\/h2>\n<p>Ramaphosa dagegen blieb ruhig. &quot;Lassen Sie mich das richtigstellen&quot;, sagte er immer wieder. Nach jedem Ausbruch Trumps hakte er vorsichtig ein. Trump warf Ramaphosa vor, dessen Regierung lasse Farmer enteignen, &quot;und dann werden die wei\u00dfen Farmer get\u00f6tet&quot;. Ramaphosa widersprach &#8211; sachlich, ohne Konfrontation. Er lenkte das Gespr\u00e4ch in eine Richtung, die ihm Fortschritt versprach.<\/p>\n<p>Unterst\u00fctzt wurde er dabei von seiner Delegation: W\u00e4hrend Trump Ramaphosas Ausf\u00fchrungen mit verkniffenem Blick, angespannt und scheinbar unwillig, lockerten sich die Gesichtsmuskeln des US-Pr\u00e4sidenten, als der s\u00fcdafrikanische Golfprofi Ernie Els zu sprechen begann. Der wei\u00dfe Sportler w\u00e4hlte knapp drei Minuten lang bed\u00e4chtig seine Worte, wandte immer wieder den Blick ab von Trump, wie um sich zu sammeln. Die Essenz von Els&#039; Beitrag: Er freue sich, Trump zu treffen, denn er wolle sein Land aufbl\u00fchen sehen. Daf\u00fcr brauche es die Hilfe der USA.<\/p>\n<figure> <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/politik\/Trump-unterstuetzt-die-weisse-Minderheit-Suedafrikas-mit-Apartheid-Argumenten-article25539147.html\" rel=\"noreferrer\" target=\"_blank\">      <img decoding=\"async\" alt=\"AP12071717029.jpg\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/img\/25539172-1738684555000\/17-6\/1136\/AP12071717029.jpg\"\/> <\/a> <\/figure>\n<p>   Politik  04.02.25    Panik in S\u00fcdafrika Trump unterst\u00fctzt wei\u00dfe Minderheit mit Apartheid-Argumenten    <\/p>\n<p>Der golfbegeisterte Trump schien ehrlich beeindruckt: &quot;Nun, das haben Sie wirklich gut gemacht.&quot; Lachen im Raum. Els hatte Ramaphosa eine Rampe gebaut: Sein Land brauche US-amerikanische Unterst\u00fctzung, nahm der den Faden auf: um die Wirtschaft anzukurbeln, Jobs zu schaffen, die Arbeitslosigkeit zu senken und so schlie\u00dflich die Kriminalit\u00e4t zu bek\u00e4mpfen. Die Kriminalit\u00e4t, die viele wei\u00dfe und noch mehr schwarze Menschen das Leben koste. <\/p>\n<h2>Ramaphosa: Trump hat mich angeh\u00f6rt<\/h2>\n<p>Trump gab das so nicht zu; aber Ramaphosa und sein Team hatten ihn um den Finger gewickelt. Auf die Frage einer Reporterin, ob er noch an einen Genozid in S\u00fcdafrika glaube, sagte er: &quot;Ich habe mich noch nicht entschieden.&quot; Da war nur noch wenig \u00fcbrig von der Verbissenheit, die Trump zu Beginn des Treffens an den Tag gelegt hatte. Er versuche ja nur, Leben zu retten, egal wo, erkl\u00e4rte er. F\u00fcr ihn sei das ein Leichtes. <\/p>\n<figure> <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/der_tag\/Suedafrikas-Ramaphosa-erlaubt-sich-bei-Trump-Scherz-ueber-Katar-Jumbojet-article25784646.html\" rel=\"noreferrer\" target=\"_blank\">      <img decoding=\"async\" alt=\"526579247.jpg\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/img\/25784606-1747852453000\/17-6\/1136\/526579247.jpg\"\/> <\/a> <\/figure>\n<p>   Der Tag  21.05.25    Der Tag S\u00fcdafrikas Ramaphosa erlaubt sich bei Trump Scherz \u00fcber Katar-Jumbojet    <\/p>\n<p>&quot;Diese zwei M\u00e4nner hingegen&quot;, Trump zeigte auf die zwei s\u00fcdafrikanischen Golfer in Ramaphosas Delegation: &quot;Das ist ein sehr hartes Leben, von Stadt zu Stadt, von Land zu Land zu ziehen und einen Ball 350 Meter weit zu schie\u00dfen, wie sie es tun.&quot; Wieder Gel\u00e4chter. Er sei froh, dass sie hier seien &#8211; Trump l\u00e4chelte zufrieden. <\/p>\n<p>Eine Frage sp\u00e4ter war der Pressetermin beendet, Trump und Ramaphosa zogen sich zu Beratungen zur\u00fcck. Beim Verlassen des Wei\u00dfen Hauses fragte ein CNN-Reporter Ramaphosa, ob er glaube, dass Trump ihn wirklich angeh\u00f6rt habe. Die Antwort: &quot;Ja, das hat er.&quot;<\/p>\n<p>Quelle: ntv.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Politik Seit Wochen schon rumpelt es zwischen den Regierungen der USA und S\u00fcdafrikas. Der Besuch Pr\u00e4sident Ramaphosas im Wei\u00dfen Haus braucht dann auch nicht lange, um Brisanz zu entwickeln. 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