{"id":29781,"date":"2025-05-16T17:07:22","date_gmt":"2025-05-16T14:07:22","guid":{"rendered":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/pete-doherty-felt-better-alive-ich-kann-nicht-mehr-zuruck-ins-alte-leben\/"},"modified":"2025-05-16T17:07:22","modified_gmt":"2025-05-16T14:07:22","slug":"pete-doherty-felt-better-alive-ich-kann-nicht-mehr-zuruck-ins-alte-leben","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/pete-doherty-felt-better-alive-ich-kann-nicht-mehr-zuruck-ins-alte-leben\/","title":{"rendered":"Pete Doherty &#8220;Felt Better Alive&#8221;: &#8220;Ich kann nicht mehr zur\u00fcck ins alte Leben&#8221;"},"content":{"rendered":"<p class=\"caps\">Musik         \t\t                   \t\t               \t\t                    <\/p>\n<figure> \t\t                       \t\t                        <img decoding=\"async\" alt=\"War schon fr\u00fcher immer gut &quot;beh\u00fctet&quot;: Pete Doherty. Zumindest daran hat sich bis heute nichts ge\u00e4ndert.\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/img\/25761518-1747043664000\/16-9\/750\/Peter-Doherty-2025-by-Roger-Sargent-DSC05865.jpg\"\/><figcaption>\n<p>War schon fr\u00fcher immer gut &quot;beh\u00fctet&quot;: Pete Doherty. Zumindest daran hat sich bis heute nichts ge\u00e4ndert.<\/p>\n<\/figcaption><\/figure>\n<p>Pete Doherty hat turbulente Zeiten hinter sich. Viele Jahre glaubte niemand &#8211; wohl nicht einmal er selbst &#8211; dass er die 40 \u00fcberhaupt erreichen w\u00fcrde. Inzwischen ist der Brite sogar schon 46 Jahre alt, hat den Drogen abgeschworen und sich mit Frau, Kind und zwei Hunden in die Normandie zur\u00fcckgezogen, wo er gerne leckeren K\u00e4se und guten Wein genie\u00dft. Und wo er weiterhin Musik macht. Ein Jahr nach dem vierten Album seiner Band The Libertines erscheint mit &quot;Felt Better Alive&quot; nun sein f\u00fcnftes Soloalbum, das er vor dessen Release unter anderem in K\u00f6ln und Berlin live pr\u00e4sentierte.<\/p>\n<p>Wenige Stunden vor seinem Gig im Huxleys sprach Pete Doherty mit ntv.de nicht nur \u00fcber seine neue Musik, sondern auch \u00fcber sein Leben als Familienvater in Frankreich und warum er trotz aller Widrigkeiten optimistisch in die Zukunft blickt.<\/p>\n<p>Der Albumtitel &quot;Felt Better Alive&quot; klingt sehr optimistisch und suggeriert ein Gef\u00fchl der Befreiung. Ist es dein pers\u00f6nlichstes Album bisher? Oder gilt das sowieso immer f\u00fcr jedes neue Album eines K\u00fcnstlers?<\/p>\n<p> Pete Doherty: Ich glaube nicht. Die meisten meiner Alben sind sehr pers\u00f6nlich. In der Nacht, als ich den Song &quot;Felt Better Alive&quot; schrieb, habe ich tats\u00e4chlich auch einen anderen Song namens &quot;Felt Better Dead&quot; geschrieben, aber den habe ich noch niemandem vorgespielt, weil er nicht besonders gut ist. Mein Manager und das ganze Team m\u00f6gen das positive Gef\u00fchl von &quot;Felt Better Alive&quot;. Nach Jahren, in denen sie durch die Dunkelheit navigieren mussten, ist es eine sch\u00f6ne Abwechslung f\u00fcr sie, dass jetzt helleres Sonnenlicht da ist.<\/p>\n<p>Was hat dich \u00fcberhaupt dazu motiviert, ein weiteres Soloalbum zu machen?<\/p>\n<p>Die Songs kamen in einem ziemlich kurzen Zeitraum zu mir. Es war unerwartet, weil es eine sowieso schon ereignisreiche Zeit in meinem Leben war. Meine Frau bekam ein Baby, und ich schrieb mit Carl, meinem Partner bei The Libertines, Songs f\u00fcr das Libertines-Album. In den wenigen Momenten, die ich allein zu Hause hatte, nachdem das Baby geboren wurde, schrieb ich all diese Songs. Es sind wirklich starke St\u00fccke. Ich nahm sie mit ins Studio, aber f\u00fcr Carl passten sie nicht wirklich zum Band-Projekt. F\u00fcr ihn ist The Libertines eine Songwriting-Partnerschaft, und er wollte nicht einfach fertige Songs \u00fcbernehmen, die sehr pers\u00f6nlich und eben meine waren.<\/p>\n<p>Nachvollziehbar &#8230;<\/p>\n<p> Klar. Also traf ich Mike Moore, den Produzenten aus Liverpool, der dieses Album produziert hat. Er nahm all diese Songs, machte Streicherarrangements und half mir, einige von ihnen fertigzustellen. Als das Libertines-Album fertig und ver\u00f6ffentlicht war, war auch das Solo-Album fertig, und ich wollte es ebenfalls direkt ver\u00f6ffentlichen. Nicht etwa, weil es besser, sondern weil es anders ist. Aber mein Management entschied, dass es aus kommerziellen Gr\u00fcnden keine gute Idee sei, beide Alben gleichzeitig zu releasen. Also haben wir gewartet &#8230; und gewartet &#8230;<\/p>\n<p>Und warten ist nat\u00fcrlich genau dein Ding &#8230; <\/p>\n<p>Ich hasse es! Besonders bei neuen Songs. Ich will sie einfach rausbringen. Deshalb habe ich in der Vergangenheit immer schon Sachen kostenlos online gestellt. Aber mein Manager w\u00fcrde das definitiv nicht zulassen. Er denkt, dieses Album k\u00f6nnte auf Platz eins gehen. Wir werden viel Promo machen, In-Store-Shows veranstalten &#8211; du wei\u00dft schon, diese Shows, bei denen man nur reinkommt, wenn man eine Kopie der Platte kauft. Ich glaube, ich k\u00f6nnte mit diesem Album in die Top Ten in Gro\u00dfbritannien kommen. (lacht)<\/p>\n<p>Hat das Vaterwerden dein Songwriting ver\u00e4ndert oder die Dinge, \u00fcber die du schreibst?<\/p>\n<p>Nicht so sehr, ernsthaft. Aber ich habe jetzt einfach weniger Zeit. Darum geht es in &quot;Pot Of Gold&quot; &#8211; da hei\u00dft es: &quot;Bitte weine nicht, ich versuche einen Song zu schreiben.&quot; Ich kann meine Augen nicht mehr schlie\u00dfen und singen. Ich muss die ganze Zeit wachsam sein, weil meine Tochter da ist.<\/p>\n<p>Wie hat sich das Touren mit Hunden und einem Kind ver\u00e4ndert im Vergleich zu fr\u00fcher?<\/p>\n<p>Es ist ein himmelweiter Unterschied. Jetzt schlafe ich mehr! (lacht) Es ist erstaunlich zu sehen, wie ein kleines M\u00e4dchen in dieser Umgebung aufw\u00e4chst. F\u00fcr sie sind all die Instrumente und Backstage-Bereiche ihre nat\u00fcrliche Umgebung. F\u00fcr mich war mit 17, 18 die Vorstellung, zu einem Konzert zu gehen oder hinter der B\u00fchne zu sein, so aufregend.<\/p>\n<p>W\u00fcrdest du ihr empfehlen, eines Tages selbst Musikerin zu werden?<\/p>\n<p>Tief in meinem Herzen w\u00fcrde ich mir w\u00fcnschen, dass sie das will. Aber man kann Kindern nichts vorschreiben, oder? Man wei\u00df es einfach nie. Entweder ist es in ihnen oder nicht. Alles steht ihr offen, wenn sie es will. Es ist ihre Welt, die sie \u00fcbernehmen kann. Aber vielleicht hat sie \u00fcberhaupt kein Interesse an Musik. Sie scheint in diese Richtung zu gehen. Sie ist noch nicht einmal zwei, aber sie geht schon auf die B\u00fchne, tanzt w\u00e4hrend der Shows und schl\u00e4gt die Drums. Aber alle Kinder machen das gerne. Es ist unm\u00f6glich zu wissen, was sie einmal werden m\u00f6chte.<\/p>\n<p>Machst du dir Sorgen hinsichtlich der Zukunft der Musikindustrie eigentlich Gedanken \u00fcber KI?<\/p>\n<p> <strong>Pete Doherty auf RTL+ Musik.<\/strong> <\/p>\n<figure>       <img decoding=\"async\" alt=\"imago807381675.jpg\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/img\/25761547-1747044010000\/16-9\/750\/imago807381675.jpg\"\/><figcaption>\n<p>(Foto: IMAGO\/Avalon.red)<\/p>\n<\/figcaption><\/figure>\n<p>H\u00f6ren Sie die Musik von Pete Doherty auf RTL+ Musik.<\/p>\n<p> Nein, dar\u00fcber mache ich mir keine Sorgen. Man kann die menschliche Seele niemals ersetzen. Menschen werden immer zusammen Musik machen wollen. All diese Popbands mit Autotuning und Drumcomputern gibt es schon seit Jahrzehnten. Was mich mehr beunruhigt, ist das Streaming &#8211; das nimmt den Leuten praktisch das Essen aus dem Mund.<\/p>\n<p>Aber es ist auch eine Chance f\u00fcr junge K\u00fcnstler, ein gr\u00f6\u00dferes Publikum zu erreichen &#8230;<\/p>\n<p>Absolut. Aber man muss auf Tour gehen, um als Musiker Geld zu verdienen. Mehr als fr\u00fcher.<\/p>\n<p>Du lebst jetzt in Frankreich und f\u00fchrst ein v\u00f6llig anderes Leben als fr\u00fcher. <\/p>\n<p>Um ehrlich zu sein, die Art, wie ich in meinen 20ern und 30ern gelebt habe &#8211; ich glaube nicht, dass ich k\u00f6rperlich in der Lage gewesen w\u00e4re, das durchzuhalten. Mein K\u00f6rper k\u00f6nnte das heute nicht mehr aushalten. Ich habe Gl\u00fcck, \u00fcberhaupt noch am Leben zu sein. Ich kann nicht dorthin zur\u00fcckkehren, ich kann mir nicht vorstellen, zur\u00fcckzugehen. Ich kann nicht mehr zur\u00fcck ins alte Leben.<\/p>\n<p>Vermisst du es manchmal? Den Rausch, die durchzechten N\u00e4chte &#8230;<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich vermisse ich es. Ich habe es fr\u00fcher f\u00fcr mich selbst so romantisiert. Es war mehr als nur die k\u00f6rperliche Wirkung &#8211; es war das Ganze, die Utensilien, die Ger\u00fcche, das Leben. Die verr\u00fcckten Abenteuer. Aber dann gibt es nat\u00fcrlich auch das Gef\u00e4ngnis, den Tod und das verdammte Geld. Es gab einen Grund, warum ich es getan habe, und dieser Grund wird nie verschwinden. Aber man lebt damit.<\/p>\n<p>Inzwischen hast du dein Leben um 180 Grad gedreht &#8230;<\/p>\n<p>Ja, aber der Grund daf\u00fcr ist Billy May, meine Tochter. Das ist es, weshalb ich wirklich nicht zur\u00fcckgehen kann, weil sie sie mir sonst wegnehmen w\u00fcrden. Ich d\u00fcrfte sie nicht mehr sehen. Man kann nicht so leben &#8211; Crack rauchen und Heroin nehmen mit einem Baby und Hunden um sich herum. F\u00fcr die Hunde war es schon schlimm genug, denn sie haben es gehasst. <\/p>\n<p>Wenn du auf Solo-Tour bist, ist das anders als mit The Libertines oder einst Babyshambles? Du triffst doch jetzt vermutlich alle Entscheidungen selbst?<\/p>\n<p>Ja, vollst\u00e4ndig. Es ist ein sehr entspannendes Gef\u00fchl. Wenn es mir nicht gef\u00e4llt, passiert es nicht. Eine g\u00fctige Diktatur sozusagen. Aber ich treffe Entscheidungen in enger Absprache mit den Leuten, mit denen ich arbeite.<\/p>\n<p>Du widmest dich auch der Malerei. Was bedeutet diese Art von Kunst f\u00fcr dich im Vergleich zur Musik?<\/p>\n<p>Musik ist eine Performance. Wir haben das Album aufgenommen, aber ich h\u00f6re es mir nicht an, es sei denn, ich muss mich auf eine Show vorbereiten. Es ist etwas \u00c4therisches, das kommt und geht &#8211; in die Ohren der Menschen und hoffentlich in ihre Herzen und K\u00f6pfe. Die Collagen und Gem\u00e4lde hingegen sind etwas sehr Physisches. Sie sind da, sie nehmen Raum ein. Tats\u00e4chlich habe ich mittlerweile eine echte Lagerkrise. Meine Schwiegermutter hat die Nase voll von all diesen Papieren \u00fcberall im Haus. Aber die Songs &#8211; sie sind einfach frei, einfach drau\u00dfen.<\/p>\n<figure>        <\/figure>\n<p>    Nicole Ankelmann ist Redakteurin im Ressort Unterhaltung. Dabei unterh\u00e4lt sie sich nicht nur gern, sondern mag vor allem Musik von Alternative Rock \u00fcber Indiefolk bis Metal und liebt anspruchsvolles Arthouse-Kino ebenso wie gut gemachte Blockbuster.      <\/p>\n<p> In Interviews hast du die politische Situation in Gro\u00dfbritannien und Europa als chaotisch beschrieben. Was gibt dir Hoffnung in diesen Tagen?<\/p>\n<p>Kleine, schrittweise Ver\u00e4nderungen. Ich denke, dass der Machtverlust der britischen Konservativen Partei das Wichtigste war, damit Labour an die Macht kommen konnte. Auch wenn Labour keine traditionelle linke Partei mehr ist, steht sie immer noch knapp links von den Konservativen. Ich hoffe &#8211; vielleicht ist das naiv und optimistisch von mir -, dass wir \u00fcber einen l\u00e4ngeren Zeitraum nach links driften k\u00f6nnen. Dass wir der \u00d6ffentlichkeit das Wasser und den Strom zur\u00fcckgeben k\u00f6nnen, denn diese Ressourcen sollten allen geh\u00f6ren. Ich bin optimistisch, weil ich so viele Menschen treffe, die f\u00fcr mich auf der richtigen Seite stehen. Das gibt mir Hoffnung. Wir haben den Kampf noch nicht verloren, er ist immer noch da, es gibt noch etwas zu gewinnen. Die Menschen m\u00fcssen sich einfach genug darum k\u00fcmmern.<\/p>\n<p>Mit Pete Doherty sprach Nicole Ankelmann<\/p>\n<p>Das Album &quot;Felt Better Alive&quot; ist ab dem 16. Mai \u00fcberall erh\u00e4ltlich.<\/p>\n<p>Quelle: ntv.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Musik War schon fr\u00fcher immer gut &quot;beh\u00fctet&quot;: Pete Doherty. 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