{"id":29756,"date":"2025-05-12T23:26:24","date_gmt":"2025-05-12T20:26:24","guid":{"rendered":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/plotzlich-wie-ein-sozialist-trump-setzt-preisgrenzen-fur-medikamente-schimpft-auf-deutschland\/"},"modified":"2025-05-12T23:26:24","modified_gmt":"2025-05-12T20:26:24","slug":"plotzlich-wie-ein-sozialist-trump-setzt-preisgrenzen-fur-medikamente-schimpft-auf-deutschland","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/plotzlich-wie-ein-sozialist-trump-setzt-preisgrenzen-fur-medikamente-schimpft-auf-deutschland\/","title":{"rendered":"Pl\u00f6tzlich wie ein Sozialist: Trump setzt Preisgrenzen f\u00fcr Medikamente, schimpft auf Deutschland"},"content":{"rendered":"<p class=\"caps\">Politik         \t\t                   \t\t               \t\t                    <\/p>\n<figure> \t\t                       \t\t                        <img decoding=\"async\" alt=\"Versucht, ein Wahlversprechen einzul\u00f6sen: US-Pr\u00e4sident Donald Trump bei der Unterzeichnung des Arzneimittel-Dekrets.\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/img\/25762801-1747074967000\/16-9\/750\/49e060e809bda075b636b4a161ac026c.jpg\"\/><figcaption>\n<p>Versucht, ein Wahlversprechen einzul\u00f6sen: US-Pr\u00e4sident Donald Trump bei der Unterzeichnung des Arzneimittel-Dekrets.<\/p>\n<\/figcaption><\/figure>\n<p><strong>Deutschland ist an den hohen Medikamentenpreisen in den Vereinigten Staaten schuld &#8211; meint US-Pr\u00e4sident Trump. Demnach zahlten US-Patienten f\u00fcr die Forschung, von der die Gesundheitssysteme in der EU mit niedrigen Preisen profitierten. Ein Dekret soll das \u00e4ndern.<\/strong><\/p>\n<p>Bevor sich US-Pr\u00e4sident Donald Trump zu seinem Trip in den Nahen Osten, der ersten gro\u00dfen Auslandsreise seiner zweiten Amtszeit aufmachte, stellte er sich noch einmal an ein Rednerpult im Wei\u00dfen Haus &#8211; und beschimpfte Deutschland und die Europ\u00e4ische Union als &quot;gemein&quot;. Worum ging es? Um die exorbitant hohen Medikamentenpreise in den USA. Schuld daran sind aber laut Trump nicht die &quot;sehr m\u00e4chtigen&quot; Pharmakonzerne, wie der Republikaner sagte. Sondern das &quot;sozialistische Gesundheitssystem in Deutschland&quot; sowie anderen Teilen der EU: &quot;Die Europ\u00e4ische Union ist auf gemeiner als China.&quot;<\/p>\n<p>Also nahm der Republikaner einen seiner dicken schwarzen Filzmarker in die Hand &#8211; und setzte seine Unterschrift unter ein Dekret, das Preise von verschreibungspflichtigen Medikamenten um &quot;30 bis 80 Prozent&quot; senken soll: Er weist das Gesundheitsministerium an, den Unternehmen innerhalb von 30 Tagen eine Preisliste zukommen zu lassen, die sich an den niedrigsten internationalen Preisen ausrichtet &#8211; unabh\u00e4ngig von Marktgr\u00f6\u00dfe oder Wirtschaftskraft des anderen Landes. Vor allem Arzneimittel, bei denen die Preisunterschiede zwischen dem US-Markt und dem Ausland besonders gro\u00df sind, sollen ins Visier genommen werden.<\/p>\n<p>Staatlich festgelegte Preisobergrenzen sind in den Vereinigten Staaten h\u00f6chst ungew\u00f6hnlich und w\u00e4ren wegen des Eingriffs Washingtons in den freien Markt wom\u00f6glich in den vergangenen Jahrzehnten als Sozialismus verschrien worden. Ob das Dekret bestehen bleibt, die Ma\u00dfnahmen greifen und welche Auswirkungen sie haben werden, ist unklar. US-Medien gehen davon aus, dass Pharmaunternehmen gegen die Anordnung klagen werden. <\/p>\n<figure> <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/politik\/Bis-zu-80-Prozent-Trump-kuendigt-Preissturz-bei-Medikamenten-an-article25760536.html\" rel=\"noreferrer\" target=\"_blank\">      <img decoding=\"async\" alt=\"AP25129766547516.jpg\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/img\/25760540-1747009479000\/17-6\/1136\/AP25129766547516.jpg\"\/> <\/a> <\/figure>\n<p>   Politik  12.05.25    Kosten bis zu 80 Prozent runter  Trump k\u00fcndigt Preissturz bei Medikamenten an    <\/p>\n<p>Die Medikamentenpreise in den USA sind fast dreimal so hoch wie der Schnitt von 33 vergleichbaren Industriel\u00e4ndern, gab das US-Gesundheitsministerium im Jahr 2022 an. Die Pharmaindustrie verteidigt sich und verweist auf die hohen Forschungskosten f\u00fcr neue Medikamente. In den Vereinigten Staaten gibt es &#8211; anders als in vielen anderen Industriel\u00e4ndern &#8211; keine zentrale staatliche Preisregulierung. Medikamentenpreise werden weitgehend von den Pharmaunternehmen bestimmt. Nun versucht Trump, mit Druck auf die eigene Industrie und Schuldzuweisungen an andere L\u00e4nder, das Problem zu l\u00f6sen.<\/p>\n<h2>Mehr als 20 Prozent des Staatshaushalts<\/h2>\n<p>Schon in seiner ersten Amtszeit hatte Trump versprochen, die Medikamentenpreise zu senken, was aber praktisch nicht gelang. Sein Nachfolger und Vorg\u00e4nger, Joe Biden, hatte erstmals Preisverhandlungen zwischen Staat und Herstellern eingef\u00fchrt, welche die Preise bestimmter Medikamente wie Insulin f\u00fcr einkommensschwache Menschen im Rentenalter gesenkt hat. Jedes Jahr darf Medicare \u00fcber weitere, zus\u00e4tzliche Medikamente verhandeln. Die Pharmaindustrie wehrt sich dagegen. Trumps Regierung hat sich offen daf\u00fcr gezeigt, das entsprechende Gesetz zu \u00fcberarbeiten.<\/p>\n<p>Etwa 150 Millionen einkommensschwache US-Amerikaner im arbeitsf\u00e4higen Alter sind \u00fcber Medicaid und im Rentenalter \u00fcber Medicare krankenversichert und bekommen so auch ihre Medikamente bezahlt oder bezuschusst. Der Staat gibt viel Geld f\u00fcr die Krankenversicherung insgesamt aus: Medicaid und Medicare kosteten im vergangenen Jahr etwa 1,4 Billionen US-Dollar, das waren 22 Prozent des gesamten Haushalts. F\u00fcr Trump k\u00f6nnten niedrigere Ausgaben f\u00fcr Medikamente andere Wahlversprechen mitfinanzieren: Niedrigere Steuern und der sogenannte &quot;Golden Dome&quot;, der Raketenabwehrschirm f\u00fcr die USA. <\/p>\n<p>F\u00fcr den Fall, dass sich nichts \u00e4ndert, droht Trump in seiner Verordnung damit, entsprechende Preise staatlich festzulegen und verschreibungspflichtige Medikamente mit &quot;aggressiven Ma\u00dfnahmen&quot; zu senken. Unter anderem k\u00f6nnte die Regierung den Import g\u00fcnstigerer Alternativmedikamente genehmigen, den Export einschr\u00e4nken, kartellrechtliche Schritte einleiten, oder gar Marktzulassungen entziehen. All das w\u00fcrde zus\u00e4tzlichen Druck auf die eigene Industrie aus\u00fcben, die Preise zu senken.<\/p>\n<figure> <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/politik\/US-Regierung-will-kuenstliche-Farbstoffe-verbieten-article25719967.html\" rel=\"noreferrer\" target=\"_blank\">      <img decoding=\"async\" alt=\"520877453.jpg\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/img\/25719991-1745388761000\/17-6\/1136\/520877453.jpg\"\/> <\/a> <\/figure>\n<p>   Politik  23.04.25    &quot;Kinder leben in giftiger Suppe&quot; US-Regierung will k\u00fcnstliche Farbstoffe verbieten    <\/p>\n<h2>&quot;EU unversch\u00e4mter als China&quot;<\/h2>\n<p>&quot;Wir werden keinen Wucher und keine Preistreiberei mehr zulassen&quot;, k\u00fcndigte Trump an. Zugleich versuchte er jedoch, eine offene Konfrontation zu vermeiden. &quot;Ich kritisiere nicht wirklich die Pharmaunternehmen, sondern die anderen L\u00e4nder&quot;, meinte er. Auch wenn Trump es nicht ausdr\u00fccklich sagte , baut er mit dem Dekret eine gro\u00dfe Drohkulisse f\u00fcr die eigene Industrie auf. Mit einem Umsatzr\u00fcckgang in den USA k\u00f6nnte der Druck f\u00fcr Unternehmen steigen, h\u00f6here Preise in anderen Industrienationen wie Deutschland zu erzielen. Sie k\u00f6nnten auch den Markteintritt verz\u00f6gern oder gar nicht erst vornehmen, so niedrige Preisreferenzen verhindern und den Preis in den USA sch\u00fctzen.<\/p>\n<p>&quot;Ab heute werden die Vereinigten Staaten nicht mehr die Gesundheitsversorgung anderer L\u00e4nder subventionieren&quot;, k\u00fcndigte Trump an. Die Demokraten h\u00e4tten die Pharmaindustrie gesch\u00fctzt, sagte er. Amerikanische Patienten h\u00e4tten so auch Deutschland subventioniert. Der Europ\u00e4ischen Union warf Trump vor, sich in Preisverhandlungen &quot;unversch\u00e4mter als China&quot; zu verhalten. Europa m\u00fcsse k\u00fcnftig tiefer in die Tasche greifen: &quot;Der Rest der Welt wird mehr zahlen m\u00fcssen&quot;, sagte er. &quot;Und Amerika wird viel weniger zahlen.&quot; In dem Dekret wird Handelsminister Howard Lutnick angewiesen, &quot;notwendige und angemessene Schritte&quot; zu unternehmen, damit Patienten in den USA weniger zahlen.<\/p>\n<p>Quelle: ntv.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Politik Versucht, ein Wahlversprechen einzul\u00f6sen: US-Pr\u00e4sident Donald Trump bei der Unterzeichnung des Arzneimittel-Dekrets. Deutschland ist an den hohen Medikamentenpreisen in den Vereinigten Staaten schuld &#8211; meint US-Pr\u00e4sident Trump. 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