{"id":29618,"date":"2025-04-20T10:46:11","date_gmt":"2025-04-20T07:46:11","guid":{"rendered":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/die-folgen-sind-erheblich-warum-hohere-sozialbeitrage-problematisch-sind\/"},"modified":"2025-04-20T10:46:11","modified_gmt":"2025-04-20T07:46:11","slug":"die-folgen-sind-erheblich-warum-hohere-sozialbeitrage-problematisch-sind","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/die-folgen-sind-erheblich-warum-hohere-sozialbeitrage-problematisch-sind\/","title":{"rendered":"Die Folgen sind erheblich: Warum h\u00f6here Sozialbeitr\u00e4ge problematisch sind"},"content":{"rendered":"<p class=\"caps\">Politik         \t\t                   \t\t               \t\t                    <\/p>\n<figure> \t\t                       \t\t                        <img decoding=\"async\" alt=\"Insgesamt bleibt seit dem Jahreswechsel weniger Netto vom Brutto.\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/img\/25715650-1745132261000\/16-9\/750\/512912417.jpg\"\/><figcaption>\n<p>Insgesamt bleibt seit dem Jahreswechsel weniger Netto vom Brutto.<\/p>\n<\/figcaption><\/figure>\n<p>Um mehrere hundert Euro verteuerte sich f\u00fcr viele Menschen in Deutschland zum Jahreswechsel die Krankenversicherung. K\u00fcnftig d\u00fcrfte die Beitragsspirale die Belastungen f\u00fcr Krankenkasse, Rente und Pflege in immer gr\u00f6\u00dfere H\u00f6hen schrauben. Was steckt hinter der Entwicklung? Und wie bewerten \u00d6konomen den Umgang der sich anbahnenden schwarz-roten Koalition damit?<\/p>\n<p>Wie entwickeln sich die Krankenkassenbeitr\u00e4ge?<\/p>\n<p>Schon zum Jahreswechsel kam es zu einer Erh\u00f6hung der Zusatzbeitr\u00e4ge auf breiter Front. Zum allgemeinen 14,6-Prozent-Beitragssatz kamen Anfang des Jahres Zusatzbeitr\u00e4ge von im Schnitt 2,9 Prozent. Die Regierung hatte den amtlichen Orientierungswert daf\u00fcr auf 2,5 Prozent festgelegt &#8211; das waren bereits 0,8 Prozentpunkte mehr als 2024. F\u00fcr die kommenden zwei Jahre rechne er mit jeweils rund 0,2 Beitragssatzpunkten mehr, sagt der f\u00fcr seine Gesundheitsberechnungen bekannte Essener \u00d6konom J\u00fcrgen Wasem.<\/p>\n<p>Wie ist die Lage in den anderen Versicherungszweigen?<\/p>\n<p>Der Pflegebeitrag war zum Jahreswechsel um 0,2 Punkte auf 3,6 Prozent f\u00fcr Versicherte mit einem Kind gestiegen &#8211; und d\u00fcrfte nach Erwartung Wasems weiter nach oben gehen. Zu den Gr\u00fcnden z\u00e4hlen neben der Demografie insbesondere auch Lohnsteigerungen bei den Pflegekr\u00e4ften.<\/p>\n<p>2,6 Prozent sind es f\u00fcr die Arbeitslosenversicherung &#8211; trotz Kostendrucks auch hier soll der Satz vorerst stabil bleiben. \u00dcber den Rentenbeitragssatz wird heftig diskutiert: Wie lange bleibt er noch bei 18,6 Prozent des Bruttogehalts?<\/p>\n<p>Die Ampel hatte schon eine Rentenreform vor und taxierte den Beitrag f\u00fcr 2035 dabei auf 22,3 Prozent. Wie bei der gescheiterten Reform der Ampel-Regierung sieht auch der Koalitionsvertragsentwurf von CDU\/CSU und SPD vorerst ein stabiles Rentenniveau von 48 Prozent vor. Das kostet Milliarden. Der Pr\u00e4sident des Deutschen Instituts f\u00fcr Wirtschaftsforschung (DIW), Marcel Fratzscher, warnt bereits: &quot;Wenn der Beitragssatz wegen eines stabilen Rentenniveaus deutlich ansteigt, dann nimmt die Wirtschaft in Deutschland Schaden.&quot;<\/p>\n<figure> <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/politik\/Okonomen-gehen-von-stark-steigenden-Sozialbeitraegen-aus-article25715524.html\" rel=\"noreferrer\" target=\"_blank\">      <img decoding=\"async\" alt=\"490453604.jpg\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/img\/25715525-1745119636000\/17-6\/1136\/490453604.jpg\"\/> <\/a> <\/figure>\n<p>   Politik  20.04.25    Weniger Netto vom Brutto \u00d6konomen gehen von stark steigenden Sozialbeitr\u00e4gen aus    <\/p>\n<p>Was geschieht ohne Reformen mit den Beitr\u00e4gen?<\/p>\n<p>&quot;In den n\u00e4chsten zehn Jahren schl\u00e4gt der demografische Wandel voll auf die Sozialversicherungsausgaben durch&quot;, sagt der Mannheimer \u00d6konom Nicolas Ziebarth. Die sogenannten Babyboomer verabschieden sich aus dem Arbeitsmarkt. Dabei habe die Politik \u00fcber Jahre ignoriert, dass auch in der Krankenversicherung die Demografie-Effekte \u00e4hnlich wie in der Rente enorm sind, kritisiert Gesundheits\u00f6konom Wasem. &quot;\u00c4ltere Menschen brauchen im Schnitt drei bis vier Mal so viele Leistungen wie j\u00fcngere.&quot;<\/p>\n<p>Das privatwirtschaftliche Forschungsinstitut IGES hat errechnet, welcher Anteil vom Einkommen in den kommenden Jahren f\u00fcr die Sozialsysteme f\u00e4llig wird. &quot;Wenn man grundlegende Trends (&#8230;) fortschreibt, ergibt sich in zehn Jahren eine Gesamtbelastung durch Sozialversicherungsbeitr\u00e4ge in H\u00f6he von knapp 49 Prozent&quot;, sagt IGES-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Martin Albrecht, &quot;mit einem Spektrum zwischen knapp 46 bei g\u00fcnstiger und 53 Prozent bei ung\u00fcnstiger Entwicklung&quot;. Heute sind es rund 42 Prozent.<\/p>\n<figure> <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/politik\/Merz-korrigiert-Klingbeil-bei-15-Euro-Mindestlohn-article25700759.html\" rel=\"noreferrer\" target=\"_blank\">      <img decoding=\"async\" alt=\"imago810582448.jpg\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/img\/25700781-1744510525000\/17-6\/1136\/imago810582448.jpg\"\/> <\/a> <\/figure>\n<p>   Politik  13.04.25    &quot;Haben wir so nicht verabredet&quot; Merz korrigiert Klingbeil bei 15 Euro Mindestlohn    <\/p>\n<p>Warum wiegen hohe Sozialkosten heute besonders schwer?<\/p>\n<p>Sie k\u00f6nnen weniger als fr\u00fcher durch Wirtschaftswachstum kompensiert werden. DIW-Pr\u00e4sident Fratzscher erwartet, dass Deutschland auch wegen des Zollkonflikts mit den USA das dritte Jahr hintereinander eine Rezession erlebt. Doch selbst wenn alles aktuell bestens laufen sollte, sieht Fratzscher f\u00fcr die kommenden Jahre nur ein potenzielles Wachstum von 0,3 Prozent. &quot;Ein gr\u00f6\u00dferes Wachstumspotenzial hat die deutsche Wirtschaft derzeit nicht mehr.&quot;<\/p>\n<p>Wasem erl\u00e4utert: &quot;Das St\u00fcck, das f\u00fcr die Kranken- und Pflegeversicherung aus dem Wohlstandskuchen herausgeschnitten wird, wird also immer gr\u00f6\u00dfer &#8211; nur der Kuchen w\u00e4chst nicht mehr.&quot; Das Wohlstandswachstum in Deutschland ist also begrenzt. Das \u00c4lterwerden der Gesellschaft ist auch hierf\u00fcr ein Grund, nicht nur f\u00fcr die steigenden Sozialkosten. Denn es gibt zugleich weniger J\u00fcngere, und somit stehe ein &quot;starker R\u00fcckgang der Besch\u00e4ftigung in Deutschland&quot; bevor, so Fratzscher. K\u00fcnftig brauchen mehr Menschen Leistungen &#8211; doch weniger erwirtschaften Wachstum.<\/p>\n<figure> <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/wirtschaft\/Arbeitnehmer-verdienen-2025-netto-weniger-article25595773.html\" rel=\"noreferrer\" target=\"_blank\">      <img decoding=\"async\" alt=\"104604267.jpg\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/img\/25595789-1740689288000\/17-6\/1136\/104604267.jpg\"\/> <\/a> <\/figure>\n<p>   Wirtschaft  28.02.25    H\u00f6here Sozialbeitr\u00e4ge ab Februar Arbeitnehmer verdienen 2025 netto weniger    <\/p>\n<p>Wie reagiert die Koalition auf die zugespitzte Lage?<\/p>\n<p>Aus Sicht der \u00d6konomen entt\u00e4uschend. Etwa bei Pflege und Gesundheit sollen erst einmal Kommissionen eingesetzt werden. Von diesen erwarte er nicht viel, sagt Ziebarth vom Zentrum f\u00fcr europ\u00e4ische Wirtschaftsforschung (ZEW). &quot;Die ideologischen Unterschiede (&#8230;) sind zu gro\u00df.&quot; Die Union wolle im Grundsatz mehr Eigenbeteiligung, also dass Versicherte mehr selbst beitragen. Die SPD wolle hingegen, dass Wohlhabende mehr einzahlen.<\/p>\n<p>Fratzscher sagt: &quot;Unser Sozialstaat wird derzeit von Jahr zu Jahr ein St\u00fcck weniger generationengerecht.&quot; Immer st\u00e4rker werde von Jung zu Alt umverteilt. &quot;Der Koalitionsvertrag versch\u00e4rft das Problem: Anstelle von Vorschl\u00e4gen zu einer Begrenzung des k\u00fcnftigen Beitragsanstiegs gibt es hier teure Versprechungen wie beispielsweise ein stabiles Rentenniveau und eine ausgeweitete M\u00fctterrente&quot;, sagt Fratzscher. &quot;Offensichtlich wollen weder Union noch SPD ihre W\u00e4hlerinnen und W\u00e4hlern mit irgendwelchen Zumutungen bel\u00e4stigen.&quot;<\/p>\n<figure> <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/politik\/Experten-warnen-Union-und-SPD-vor-Beitrags-Tsunami-article25700845.html\" rel=\"noreferrer\" target=\"_blank\">      <img decoding=\"async\" alt=\"495722243.jpg\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/img\/25700865-1744521065000\/17-6\/1136\/495722243.jpg\"\/> <\/a> <\/figure>\n<p>   Politik  13.04.25    Hohe Abgaben Gift f\u00fcr Konjunktur Experten warnen Union und SPD vor &quot;Beitrags-Tsunami&quot;    <\/p>\n<p>Was sind die Folgen hoher Beitr\u00e4ge?<\/p>\n<p>&quot;Hohe Sozialabgaben hemmen den privaten Konsum, der mehr als die H\u00e4lfte zur Wirtschaftsleistung beitr\u00e4gt&quot;, sagt Fratzscher. &quot;Wenn die Menschen in Deutschland nicht wieder mehr ausgeben, wird nachhaltige konjunkturelle Erholung kaum gelingen.&quot;<\/p>\n<p>Ziebarth meint: &quot;Die steigenden Sozialbeitr\u00e4ge sind heute eine der dr\u00e4ngendsten Herausforderungen f\u00fcr die deutsche Wirtschaft.&quot; <\/p>\n<p>Und wie sehr hemmen hohe Beitr\u00e4ge die Unternehmen konkret? Ziebarth sagt: &quot;Studien legen nahe, dass pro Sozialbeitragssatzpunkt mit 50.000 bis 100.000 Arbeitspl\u00e4tzen weniger pro Jahr zu rechnen ist.&quot; Das sei aber nur ein Ann\u00e4herungswert.<\/p>\n<p>Quelle: ntv.de, Basil Wegener, dpa<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Politik Insgesamt bleibt seit dem Jahreswechsel weniger Netto vom Brutto. Um mehrere hundert Euro verteuerte sich f\u00fcr viele Menschen in Deutschland zum Jahreswechsel die Krankenversicherung. 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