{"id":29506,"date":"2025-04-01T08:36:11","date_gmt":"2025-04-01T05:36:11","guid":{"rendered":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/sechs-faktoren-haben-einfluss-gleiches-brutto-anderes-netto-warum-der-lohn-oft-schwankt\/"},"modified":"2025-04-01T08:36:11","modified_gmt":"2025-04-01T05:36:11","slug":"sechs-faktoren-haben-einfluss-gleiches-brutto-anderes-netto-warum-der-lohn-oft-schwankt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/sechs-faktoren-haben-einfluss-gleiches-brutto-anderes-netto-warum-der-lohn-oft-schwankt\/","title":{"rendered":"Sechs Faktoren haben Einfluss: Gleiches Brutto, anderes Netto: Warum der Lohn oft schwankt"},"content":{"rendered":"<p class=\"caps\">Ratgeber         \t\t                   \t\t               \t\t                    <\/p>\n<figure> \t\t                       \t\t                        <img decoding=\"async\" alt=\"Nanu, was ist denn mit dem Entgelt passiert? Der monatliche Auszahlbetrag des Arbeitgebers kann sich immer mal \u00e4ndern - verschiedene Faktoren sind daf\u00fcr urs\u00e4chlich.\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/img\/25667114-1743404233000\/16-9\/750\/Nanu-was-ist-denn-mit-dem-Entgelt-passiert-Der-monatliche-Auszahlbetrag-des-Arbeitgebers-kann-sich-immer-mal-andern-verschiedene-Faktoren-sind-dafur-ursachlich.jpg\"\/><figcaption>\n<p>Nanu, was ist denn mit dem Entgelt passiert? Der monatliche Auszahlbetrag des Arbeitgebers kann sich immer mal \u00e4ndern &#8211; verschiedene Faktoren sind daf\u00fcr urs\u00e4chlich.<\/p>\n<\/figcaption><\/figure>\n<p>Ver\u00e4ndert sich der Betrag, den Ihr Arbeitgeber Ihnen \u00fcberweist, gelegentlich &#8211; und zwar, obwohl Sie keine variablen Gehaltsbestandteile haben und sich Ihr Bruttogehalt auch nicht ver\u00e4ndert? Was auf den ersten Blick verwundern kann, hat auf den zweiten ganz plausible Gr\u00fcnde. Diese 6 Faktoren haben Monat f\u00fcr Monat Einfluss auf die H\u00f6he Ihres Nettogehalts:<\/p>\n<p>Faktor 1: Steuerlicher Grundfreibetrag<\/p>\n<p>Ein gro\u00dfer Batzen, den Arbeitgeber f\u00fcr das Finanzamt vom Bruttogehalt abziehen, ist die Lohnsteuer. Allerdings gibt es f\u00fcr jeden Besch\u00e4ftigten einen j\u00e4hrlichen Grundfreibetrag bei der Steuer. Lediglich Einkommen, das diese Grenze \u00fcbersteigt, muss versteuert werden. Erst zum Jahreswechsel ist der Freibetrag von 11.784 auf 12.096 Euro gestiegen.<\/p>\n<p>&quot;Wenn sich der Grundfreibetrag erh\u00f6ht, f\u00e4llt bei Besch\u00e4ftigten weniger Lohnsteuer an. Arbeitgeber ber\u00fccksichtigen das und \u00fcberweisen automatisch ein h\u00f6heres Nettogehalt&quot;, erkl\u00e4rt Erich N\u00f6ll, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer des Bundesverbands Lohnsteuerhilfevereine (BVL).<\/p>\n<p>Faktor 2: Steuerprogression<\/p>\n<p>Zusammen mit dem Grundfreibetrag wurde der Steuertarif angepasst. Das hat den Vorteil, dass sich die Grenzen, ab wann ein h\u00f6herer Steuersatz f\u00e4llig wird, etwas verschoben haben, erkl\u00e4rt Isabell Pohlmann, Steuerexpertin bei der Stiftung Warentest. &quot;Die \u00c4nderungen f\u00fchren insgesamt dazu, dass f\u00fcr den gleichen Bruttoverdienst wie im Vorjahr nun etwas weniger Lohnsteuer f\u00e4llig wird.&quot;<\/p>\n<p>Faktor 3: Sozialversicherungsbeitr\u00e4ge<\/p>\n<p>Vom Gehaltszettel kennt jeder auch die Abz\u00fcge f\u00fcr verschiedene Sozialversicherungen: die Kranken- und Pflegeversicherung, Rentenbeitr\u00e4ge und Arbeitslosenversicherung. Sobald sich deren Beitragssatz ver\u00e4ndert, hat also auch das Auswirkungen auf die H\u00f6he des Nettolohns.<\/p>\n<p>So haben zum Januar viele gesetzliche Krankenkassen ihren Zusatzbeitrag erh\u00f6ht. Diesen d\u00fcrfen die Krankenversicherer individuell festlegen. Die Spanne reicht von 1,84 bis 4,4 Prozent. &quot;Die Zusatzbeitr\u00e4ge der Krankenkassen unterscheiden sich deutlich. Wer zu einer g\u00fcnstigeren Kasse wechselt, spart &#8211; und sieht das gleich beim Nettolohn&quot;, so Pohlmann.<\/p>\n<p>Auch der Beitragssatz f\u00fcr die Pflegeversicherung ist um 0,2 Prozentpunkte gestiegen. Das d\u00fcrfte den meisten auf ihrem Lohnzettel aber kaum auffallen. Einen gr\u00f6\u00dferen Effekt auf dessen H\u00f6he hat dagegen die Geburt eines Kindes. Kinderlose teilen sich derzeit 4,2 Prozent an Pflegekassen-Beitr\u00e4gen mit ihrem Arbeitgeber, Eltern mit einem Kind 3,6 Prozent. Wer mehr Kinder hat und f\u00fcr diese Kindergeld bezieht, zahlt einen noch niedrigeren Beitrag.<\/p>\n<p>Faktor 4: Beitragsbemessungsgrenzen<\/p>\n<p>Sozialversicherungsbeitr\u00e4ge werden immer nur bis zu einer gewissen Einkommensgrenze berechnet. Wer ein h\u00f6heres Einkommen bezieht, muss irgendwann nicht noch h\u00f6here Beitr\u00e4ge entrichten. Allerdings werden diese sogenannten Beitragsbemessungsgrenzen regelm\u00e4\u00dfig angehoben. Im Januar stiegen sie f\u00fcr die Krankenkasse auf 55.120,50 Euro pro Monat, f\u00fcr die gesetzliche Renten- und Arbeitslosenversicherung auf 8050 Euro monatlich.<\/p>\n<p>Das kann sich auf das Nettoeinkommen von Gutverdienern auswirken. &quot;Wer mit seinem Verdienst knapp \u00fcber der alten Verdienstgrenze gelegen hat, kann durch die Erh\u00f6hung wieder darunter rutschen &#8211; und dadurch mehr Beitr\u00e4ge zahlen&quot;, wei\u00df Pohlmann.<\/p>\n<p>Faktor 5: Steuerklassen<\/p>\n<p>Es gibt sechs verschiedene Steuerklassen, die unterschiedlich hohe Lohnsteuerabz\u00fcge zur Folge haben. Wer die Steuerklasse wechselt, kann damit die H\u00f6he des Nettolohns beeinflussen. M\u00f6glich ist das allerdings nur f\u00fcr Ehepaare und Alleinerziehende.<\/p>\n<p>Bei Letzteren wirkt sich ein Steuerklassenwechsel erheblich aus, sagt Steuerexperte N\u00f6ll. &quot;Alleinerziehende k\u00f6nnen in die Steuerklasse II wechseln, wenn sie alleine mit ihrem Kind im Haushalt leben.&quot; Lebt im Haushalt keine weitere vollj\u00e4hrige Person, erhalten Alleinerziehende einen Steuerfreibetrag, der die Lohnsteuer deutlich dr\u00fcckt. Der Entlastungsbetrag liegt 2025 bei 4260 Euro im Jahr und erh\u00f6ht sich f\u00fcr jedes weitere Kind um 240 Euro.<\/p>\n<p>Ehepartner werden nach der Hochzeit vom Finanzamt automatisch in die Steuerklasse IV eingeordnet. Sie k\u00f6nnen jedoch auch IV mit Faktor beantragen oder die Steuerklassenkombination III und V. Dann wird die Lohnsteuerlast anders zwischen den Ehepartnern verteilt.<\/p>\n<p>Besonders gro\u00df ist der Effekt, wenn die Partner deutlich unterschiedlich verdienen. &quot;Der Besserverdienende spart in Steuerklasse III monatlich mehr Lohnsteuer, als der Partner in Klasse V zus\u00e4tzlich zahlen muss. Unterm Strich kommt netto so monatlich mehr raus&quot;, sagt N\u00f6ll. Allerdings gibt er zu bedenken, dass in der Einkommensteuererkl\u00e4rung final abgerechnet wird. Insgesamt ver\u00e4ndert sich die Steuerlast f\u00fcr das Paar nicht. Deshalb kann es zu Nachzahlungen kommen.<\/p>\n<p>Faktor 6: Lohnsteuerfreibetr\u00e4ge<\/p>\n<p>Arbeitnehmer k\u00f6nnen zus\u00e4tzlich etwas tun, um ihr monatliches Netto zu erh\u00f6hen. Es gibt die M\u00f6glichkeit, vom Finanzamt zus\u00e4tzliche Lohnsteuerfreibetr\u00e4ge eintragen zu lassen. Auch dann f\u00e4llt weniger Lohnsteuer an, wodurch vom Gehalt jeden Monat mehr \u00fcbrigbleibt.<\/p>\n<p>  <strong>Mehr zum Thema<\/strong>    Netto bleibt mehr \u00fcbrig  Freibetrag steigt: H\u00f6heres Dezember-Gehalt f\u00fcr Besch\u00e4ftigte    <\/p>\n<p>M\u00f6glich ist das f\u00fcr Kosten, die sich sowieso von der Steuer absetzen lassen, wie Werbungskosten, au\u00dfergew\u00f6hnliche Belastungen oder Sonderausgaben. Nur dass Arbeitnehmer damit dann nicht bis zur Steuererkl\u00e4rung warten muss. &quot;Sinnvoll kann das zum Beispiel f\u00fcr Personen sein, die weit zur Arbeit pendeln m\u00fcssen und dadurch hohe Fahrtkosten haben&quot;, so N\u00f6ll.<\/p>\n<p>Die H\u00fcrde bei jobbedingten Ausgaben ist aber recht hoch. Denn die Werbungskostenpauschale in H\u00f6he von 1230 Euro wird jedem Arbeitnehmer sowieso gutgeschrieben. Die Grenze, ab der ein Freibetrag eingetragen werden kann, muss 600 Euro dar\u00fcber liegen. 1830 Euro an Kosten im Jahr m\u00fcssen also zum Beispiel f\u00fcrs Pendeln schon anfallen, wenn der Freibetrag allein mit dieser Ausgabe begr\u00fcndet wird.<\/p>\n<p>Quelle: ntv.de, Annika Krempel, dpa<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ratgeber Nanu, was ist denn mit dem Entgelt passiert? Der monatliche Auszahlbetrag des Arbeitgebers kann sich immer mal \u00e4ndern &#8211; verschiedene Faktoren sind daf\u00fcr urs\u00e4chlich. 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