{"id":29438,"date":"2025-03-23T12:05:55","date_gmt":"2025-03-23T09:05:55","guid":{"rendered":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/der-porsche-fur-arme-wird-60-porsche-912-vom-aschenputtel-zur-ikone\/"},"modified":"2025-03-23T12:05:55","modified_gmt":"2025-03-23T09:05:55","slug":"der-porsche-fur-arme-wird-60-porsche-912-vom-aschenputtel-zur-ikone","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/der-porsche-fur-arme-wird-60-porsche-912-vom-aschenputtel-zur-ikone\/","title":{"rendered":"Der &#8220;Porsche f\u00fcr Arme&#8221; wird 60: Porsche 912 &#8211; vom Aschenputtel zur Ikone"},"content":{"rendered":"<p class=\"caps\">Auto         \t\t                   \t\t               \t\t                    <\/p>\n<figure> \t\t                       \t\t                        <img decoding=\"async\" alt=\"Nachwuchsf\u00f6rderung: Der Vierzylinder-Typ 912 pr\u00e4sentierte sich als preiswertere Alternative zum Porsche-911-Portfolio mit Sechszylinder-Boxermotoren.\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/img\/25630364-1741960871000\/16-9\/750\/02-Nachwuchsfoerderung-Der-Vierzylinder-Typ-912.jpg\"\/><figcaption>\n<p>Nachwuchsf\u00f6rderung: Der Vierzylinder-Typ 912 pr\u00e4sentierte sich als preiswertere Alternative zum Porsche-911-Portfolio mit Sechszylinder-Boxermotoren.<\/p>\n<\/figcaption><\/figure>\n<p><strong>Er war der Elfer zum Budget-Tarif und deshalb beliebter als sein gro\u00dfer Bruder: Der 1965 pr\u00e4sentierte Porsche 912 differenzierte sich im Design kaum vom legend\u00e4ren 911, begn\u00fcgte sich aber mit preiswerter Vierzylinder-Power. Nur 90 Boxer-PS bot der 912. Aber was heute mild scheint, reichte damals f\u00fcr sportlichen Fahrspa\u00df.<\/strong><\/p>\n<p>War er wirklich ein Porsche, den keiner haben wollte? &quot;Aschenputtel&quot; und &quot;Poor Man&#039;s Porsche&quot; nannten manche Medien den Porsche 912, der im April 1965 als neues Einstiegsmodell ins Zuffenhausener Sportwagenprogramm deb\u00fctierte &#8211; nur 18 Monate nach der Markenikone 911\/901 mit dem ber\u00fchmten Sechszylinder-Boxer.<\/p>\n<figure>      <img decoding=\"async\" alt=\"Premiere im Pop-Art-Style: Mit dem Vierzylinder-Typ 912 traf Porsche den Zeitgeist der Swinging and Sporting Sixties.\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/img\/25630362-1742207978000\/3-4\/750\/01-Premiere-im-Pop-Art-Style-Mit-dem-.jpg\"\/><figcaption>\n<p>Premiere im Pop-Art-Style: Mit dem Vierzylinder-Typ 912 traf Porsche den Zeitgeist der Swinging and Sporting Sixties.<\/p>\n<p>(Foto: Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG)<\/p>\n<\/figcaption><\/figure>\n<p> Dem von Ferdinand Alexander Porsche in ewig jungen Linien gezeichneten Elfer sah der 912 zum Verwechseln \u00e4hnlich, aber in seinem Heck arbeitete ein Vierzylinder-Boxer, der nur 66 kW\/90 PS leistete. Rund 40 Prozent weniger Power als im global gefeierten Sechszylinder, konnte das gut gehen? Der sportwagenhungrigen Kundschaft fiel der Vmax-Verzicht leicht, schlie\u00dflich sprintete der Neun-Zw\u00f6lf (interner Projektcode: 902) immer noch in 13,5 Sekunden auf Tempo 100 und die Spitzengeschwindigkeit lag bei 185 km\/h. Werte, die sich im Umfeld anderer Athleten der sportwagenverr\u00fcckten 1960er nicht verstecken mussten, wie etwa der Vergleich mit Alfa Giulia GT &quot;Bertone&quot; oder Glas GT zeigt.<\/p>\n<h2>F\u00fcr Kunden, die sich keinen 911 leisten konnten<\/h2>\n<p>Vor allem aber konnte sich der Porsche 912 mit seinem Vorg\u00e4nger messen, dem bis 1965 gebauten Porsche 356. Dies nicht nur im Temperament, sondern auch im Preis, denn der 912 sollte dem schw\u00e4bischen Sportwagenbauer Kunden zuf\u00fchren, die sich keinen 911 leisten konnten. Tats\u00e4chlich wurde die Zw\u00f6lf f\u00fcr Zuffenhausen eine Gl\u00fcckszahl, die Rendite garantierte. Schon im ersten vollen Jahr verkaufte Porsche drei Mal so viele 912 wie Elfer. Als nach vier Jahren der Vorhang f\u00fcr den 912 fiel, hatte sich der Vierzylinder speziell in Amerika vom vermeintlichen Aschenputtel zur Ikone entwickelt.<\/p>\n<figure> <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/img\/25630373-1742208065000\/16-9\/750\/04-Nachfolger-des-Porsche-356-und-kleiner-Bruder-.jpg\" rel=\"noreferrer\" target=\"_blank\">      <img decoding=\"async\" alt=\"Nachfolger des Porsche 356 und &quot;kleiner&quot; Bruder des 911: Die Baureihe 902, bekannt als Porsche 912, entwickelte sich ab 1965 zum Bestseller.\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/img\/25630373-1742208065000\/16-9\/750\/04-Nachfolger-des-Porsche-356-und-kleiner-Bruder-.jpg\"\/> <\/a><figcaption>\n<p>Nachfolger des Porsche 356 und &quot;kleiner&quot; Bruder des 911: Die Baureihe 902, bekannt als Porsche 912, entwickelte sich ab 1965 zum Bestseller.<\/p>\n<p>(Foto: Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG)<\/p>\n<\/figcaption><\/figure>\n<p> Nie waren Sportwagen beliebter: Vor 60 Jahren raste das Wirtschaftswunder seinem H\u00f6hepunkt entgegen und Vmax-Fans erlebten adrenalinhaltige Zeiten. \u00dcber 300 Typen in aufregenden Formen boten eine kaum \u00fcberschaubare Auswahl. Die westliche Welt befand sich im Temporausch, befl\u00fcgelt vom Rennen zum Mond, dem Ausbau des Autobahnnetzes und dem Luxusleben der sogenannten Jet-Setter in den bunten Bl\u00e4ttern.<\/p>\n<h2>Porsche als Symbol f\u00fcr wirtschaftlichen Erfolg<\/h2>\n<p>In den Wohnzimmern der Bundesrepublik flimmerten &quot;Stra\u00dfenfeger&quot; wie der &quot;Forellenhof&quot; oder &quot;John Klings Abenteuer&quot; \u00fcber die TV-Bildschirme &#8211; nat\u00fcrlich mit Porsche-Sportwagen als Symbol f\u00fcr wirtschaftlichen Erfolg. Porsche hatte sich bereits mit dem Modell 356 als Fixstern am Himmel der schnellen GT verankert und mit dem 911 seinen sch\u00e4rfsten Pfeil abgeschossen &#8211; und trotzdem litt der 911 an einem Problem: Er war f\u00fcr viele treue Porsche-Kunden zu teuer.<\/p>\n<figure> <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/img\/25630367-1742208160000\/16-9\/750\/05-Begehrenswerter-als-der-Elfer-Der-von-1965-bis-1969-.jpg\" rel=\"noreferrer\" target=\"_blank\">      <img decoding=\"async\" alt=\"Begehrenswerter als der Elfer: Der von 1965 bis 1969 gebaute Porsche 912 \u00fcbertraf anfangs die Verkaufszahlen der Ikone.\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/img\/25630367-1742208160000\/16-9\/750\/05-Begehrenswerter-als-der-Elfer-Der-von-1965-bis-1969-.jpg\"\/> <\/a><figcaption>\n<p>Begehrenswerter als der Elfer: Der von 1965 bis 1969 gebaute Porsche 912 \u00fcbertraf anfangs die Verkaufszahlen der Ikone.<\/p>\n<p>(Foto: Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG)<\/p>\n<\/figcaption><\/figure>\n<p> Schlie\u00dflich kostete der schnellste deutsche Heckmotor-Racer 1965 mindestens 21.900 Mark, was dem Gegenwert von vier VW 1200 entsprach und sogar die Preise des st\u00e4rkeren Mercedes 230 SL \u00fcbertraf. Da kam der kosteng\u00fcnstigere Porsche 912 genau richtig, zumal er in einem Segment antrat, in dem sogar bisher brave Marken wie Opel sehen wollten, was ging. Auf der IAA 1965 deb\u00fctierte der Opel GT Experimental mit einem 90-PS-Vierzylinder, weniger Leistung als heute im kleinsten Opel Corsa. In den leichtgewichtigen Fahrzeugen der Swinging Sixties gen\u00fcgte diese Kraft f\u00fcr sportive Agilit\u00e4t, wie eben auch der lediglich 970 Kilogramm wiegende Porsche 912 beispielhaft vorf\u00fchrte.<\/p>\n<h2>&quot;Targa&quot;, das neue B\u00fcgel-Cabrio<\/h2>\n<figure> <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/img\/25630365-1742207965000\/16-9\/750\/03-Design-Ikone-aber-als-912-kein-UEberflieger-.jpg\" rel=\"noreferrer\" target=\"_blank\">      <img decoding=\"async\" alt=\"Design-Ikone, aber als 912 kein \u00dcberflieger: Der Targa lag nur mit Sechszylinder-Boxer im Trend.\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/img\/25630365-1742207965000\/16-9\/750\/03-Design-Ikone-aber-als-912-kein-UEberflieger-.jpg\"\/> <\/a><figcaption>\n<p>Design-Ikone, aber als 912 kein \u00dcberflieger: Der Targa lag nur mit Sechszylinder-Boxer im Trend.<\/p>\n<p>(Foto: Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG)<\/p>\n<\/figcaption><\/figure>\n<p> Auf der IAA stahl der Porsche 912 dem R\u00fcsselsheimer GT die Show auf andere Art: &quot;Targa&quot; hie\u00df das neue B\u00fcgel-Cabrio, das Porsche bei der Autoschau vorstellte als &quot;erstes serienm\u00e4\u00dfiges Sicherheitscabriolet der Welt&quot; mit feststehendem und in die Karosserie integrierten Schutzb\u00fcgel aus Nirosta-Edelstahl. Ein Stilelement, das Designgeschichte schrieb und sowohl den 911 wie auch den 912 auszeichnete, der auf diese Art das klassische Vollcabriolet Porsche 356 beerbte.<\/p>\n<figure> <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/img\/25630368-1742208251000\/16-9\/750\/06-Blickfang-Das-spektakulaere-Buegel-Cabrio-.jpg\" rel=\"noreferrer\" target=\"_blank\">      <img decoding=\"async\" alt=\"Das spektakul\u00e4re B\u00fcgel-Cabrio Porsche 912 Targa gab es mit Kunststoff- und Glasheckscheibe.\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/img\/25630368-1742208251000\/16-9\/750\/06-Blickfang-Das-spektakulaere-Buegel-Cabrio-.jpg\"\/> <\/a><figcaption>\n<p>Das spektakul\u00e4re B\u00fcgel-Cabrio Porsche 912 Targa gab es mit Kunststoff- und Glasheckscheibe.<\/p>\n<p>(Foto: Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG)<\/p>\n<\/figcaption><\/figure>\n<p> Angeblich sollte das Targa-Konzept einem in den USA diskutierten Cabriolet-Verbot vorbeugen. Wichtiger war jedoch, dass der markante \u00dcberrollb\u00fcgel den offenen Porsche Coup\u00e9s bezahlbare Stabilit\u00e4t verlieh, denn beim Entwurf der Typen 911 und 912 war noch nicht an Open-Air-Versionen gedacht worden. Nachtr\u00e4gliche Karosserieversteifungen f\u00fcr ein Vollcabrio w\u00e4ren aufw\u00e4ndig gewesen, so aber kostete der ab 1967 ausgelieferte 912 Targa mit herausnehmbarem Dachteil und zu \u00f6ffnender Soft-Heckscheibe (eine Glasscheibe gab es ab 1968) nur 1400 Mark Aufpreis. <\/p>\n<figure> <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/img\/25630366-1742208528000\/3-4\/750\/08-Ganz-oder-teilweise-geoeffnet-Der-Porsche-Targa-.jpg\" rel=\"noreferrer\" target=\"_blank\">      <img decoding=\"async\" alt=\"Ganz oder teilweise ge\u00f6ffnet: Der Porsche Targa bot anfangs mehrere M\u00f6glichkeiten.\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/img\/25630366-1742208528000\/3-4\/750\/08-Ganz-oder-teilweise-geoeffnet-Der-Porsche-Targa-.jpg\"\/> <\/a><figcaption>\n<p>Ganz oder teilweise ge\u00f6ffnet: Der Porsche Targa bot anfangs mehrere M\u00f6glichkeiten.<\/p>\n<p>(Foto: Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG)<\/p>\n<\/figcaption><\/figure>\n<p> Trotz dieser revolution\u00e4ren Idee und des Medienhypes um die Targa-Typen (italienisch f\u00fcr &quot;Schild&quot; und zugleich eine Hommage an das legend\u00e4re Targa-Florio-Rennen) kamen die Absatzzahlen des offenen Vierzylinders lediglich langsam in Fahrt. W\u00e4hrend beim 911 vor\u00fcbergehend fast jedes dritte Fahrzeug in Targa-Konfiguration bestellt wurde, wurden von insgesamt rund 31.000 Porsche 912 nur gut 2.500 als Targa gebaut.<\/p>\n<h2>Zu teuer f\u00fcr &quot;Poor Man&#039;s Porsche&quot;<\/h2>\n<p>Das Auto als beruflicher und gesellschaftlicher Erfolgsausweis, die 1960er hatten ihre eigenen Regeln, und Porsche nutzte sie, um den Typ 912 zu promoten: &quot;Ein Porsche ist \u2026 ein Auto f\u00fcr Kenner und K\u00f6nner &#8211; und ein sichtbares Kompliment an ihren Lebensstil.&quot; Schlie\u00dflich war das &quot;Fahren in seiner sch\u00f6nsten Form&quot; (Porsche-Markencredo) auch mit dem 912 nicht wirklich billig. So kostete der Einstieg ins Porsche-Portfolio mindestens 16.250 Mark beziehungsweise das \u00c4quivalent in Dollar. Daf\u00fcr gab es in Amerika gleich zwei MG B Roadster.<\/p>\n<figure> <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/img\/25630370-1742208622000\/16-9\/750\/09-Vier-fuer-alle-Faelle-der-Porsche-912-bot-trotz-kleinem-.jpg\" rel=\"noreferrer\" target=\"_blank\">      <img decoding=\"async\" alt=\"Der Porsche 912 bot trotz kleinem Vierzylinder-Boxer den Look, die Zuverl\u00e4ssigkeit und die Alltagstauglichkeit des 911.\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/img\/25630370-1742208622000\/16-9\/750\/09-Vier-fuer-alle-Faelle-der-Porsche-912-bot-trotz-kleinem-.jpg\"\/> <\/a><figcaption>\n<p>Der Porsche 912 bot trotz kleinem Vierzylinder-Boxer den Look, die Zuverl\u00e4ssigkeit und die Alltagstauglichkeit des 911.<\/p>\n<p>(Foto: Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG)<\/p>\n<\/figcaption><\/figure>\n<p> Vom &quot;Poor Man&#039;s Porsche&quot; konnte also beim 912 keine Rede sein. Die um ein paar Anzeigen reduzierte Armaturentafel des 912 wirkte auf manche Fachleute sogar noch sportlicher als das Elfer-Cockpit. Andererseits war es gerade der Langstreckenkomfort des Gran Turismo, der Motorjournalisten begeisterte: &quot;Das Fahrerlebnis mit einem Porsche 912 muss man als Nonplusultra bezeichnen.&quot; Hinzu kam das eng mit Volkswagen verbundene Werkstattnetz, ein nicht zu untersch\u00e4tzender Vorteil gegen\u00fcber allen Wettbewerbern.<\/p>\n<figure> <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/img\/25630369-1742208412000\/16-9\/750\/07-Kleiner-und-leichter-Beim-912-genuegten-noch-90-PS-.jpg\" rel=\"noreferrer\" target=\"_blank\">      <img decoding=\"async\" alt=\"Kleiner und leichter: Beim 912 gen\u00fcgten noch 90 PS f\u00fcr sportiven Fahrspa\u00df.\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/img\/25630369-1742208412000\/16-9\/750\/07-Kleiner-und-leichter-Beim-912-genuegten-noch-90-PS-.jpg\"\/> <\/a><figcaption>\n<p>Kleiner und leichter: Beim 912 gen\u00fcgten noch 90 PS f\u00fcr sportiven Fahrspa\u00df.<\/p>\n<p>(Foto: Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG)<\/p>\n<\/figcaption><\/figure>\n<p> Was aber bremste den 912 nach nur vier Jahren aus? Es war der 911 T, der sechs Zylinder f\u00fcr nur 2.000 Mark Aufpreis bot und mit 81 kW\/110 PS die prestigetr\u00e4chtige 200-km\/h-Schallmauer knackte. Dennoch spendierte Porsche dem 912 kurz vor Schluss noch eine \u00dcberarbeitung, von der auch die 911-Typen profitierten: Sechs Zentimeter mehr Radstand, &quot;Kotfl\u00fcgel seitlich herausgezogen wie 911 R und ge\u00e4nderte R\u00fcckleuchtenpartie&quot;, warb Porsche f\u00fcr den Modelljahrgang 1969. Es half nichts, die Kunden pr\u00e4ferierten nun den 911 &#8211; oder aber den VW-Porsche 914 als neuen Vierzylinder.<\/p>\n<h2>Kultstatus und neu entdeckte Designikone<\/h2>\n<p>In den USA allerdings genoss der 912 bereits damals Kultstatus. Deshalb spendierte Porsche den Amerikanern zum Modelljahr 1976 einen 912 E, diesmal mit 66 kW\/90 PS aus einem Vierzylinder-Flachboxer von VW, wie er auch im Porsche 914 arbeitete. Der Porsche 912 E tanzte eine Saison, dann \u00fcberlie\u00df er das Feld dem neuen Porsche 924.<\/p>\n<figure> <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/img\/25630372-1742208901000\/16-9\/750\/12-Seltenes-Sammlerstueck-vom-Porsche-912-E-wurden-.jpg\" rel=\"noreferrer\" target=\"_blank\">      <img decoding=\"async\" alt=\"Seltenes Sammlerst\u00fcck: Vom Porsche 912 E wurden nur 2099 Einheiten f\u00fcr amerikanische Vierzylinder-Fans gebaut.\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/img\/25630372-1742208901000\/16-9\/750\/12-Seltenes-Sammlerstueck-vom-Porsche-912-E-wurden-.jpg\"\/> <\/a><figcaption>\n<p>Seltenes Sammlerst\u00fcck: Vom Porsche 912 E wurden nur 2099 Einheiten f\u00fcr amerikanische Vierzylinder-Fans gebaut.<\/p>\n<p>(Foto: Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG)<\/p>\n<\/figcaption><\/figure>\n<p> Warum der Porsche 912 in der Oldtimer-Community so viele Fans hat, erkl\u00e4rt Martin Heinze von Classic Analytics: &quot;Bis weit in die neunziger Jahre wurde man mit einem 912 auf Porsche-Treffen eher bel\u00e4chelt, der schwachbr\u00fcstige Vierzylinder passte nicht so recht zum Sportwagenimage. Vor einigen Jahren wurde er dann als Designikone neu entdeckt, denn mit dem Ur-Elfer teilt er sich die gleiche, puristische Karosserie und den kurzen Radstand. Auch deshalb muss man f\u00fcr gute Exemplare heute mindestens 53.500 Euro zahlen.&quot;<\/p>\n<p>Chronik Porsche 912<\/p>\n<p>1963: Weltpremiere des Porsche 901 mit neuem 130-PS-Sechszylinder-Boxermotor auf der Frankfurter IAA, der Typencode 902 wird f\u00fcr einen Vierzylinder-Typ reserviert. Da die Namensrechte an der Ziffernfolge 901 bei Peugeot liegen, erfolgt der eigentliche Serienstart des neuen Porsche im Folgejahr unter der Modellbezeichnung 911<\/p>\n<figure> <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/auto\/Der-Porsche-911-und-die-legendaere-Ideal-Linie-article24201353.html\" rel=\"noreferrer\" target=\"_blank\">      <img decoding=\"async\" alt=\"01_Porsche_Typ_901_Prototyp_1963_Quelle_Porsche_AG.jpg\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/img\/24201540-1687176131000\/17-6\/1136\/01-Porsche-Typ-901-Prototyp-1963-Quelle-Porsche-AG.jpg\"\/> <\/a> <\/figure>\n<p>   Auto  29.07.23    Seit 60 Jahren der Zeit voraus Der Porsche 911 und die legend\u00e4re Ideal-Linie    <\/p>\n<p>1964: Am 15. Juni beschlie\u00dft die Porsche-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung die Finalisierung der Vierzylinder-Version 902<\/p>\n<p>1965: Im April Pr\u00e4sentation und Produktionsstart des Typs 912 als Nachfolger des 356 mit 90-PS-Vierzylinder. Preise ab 16.250 Mark, w\u00e4hrend der Porsche 911 mindestens 21.900 Mark kostet. Auf der IAA pr\u00e4sentiert Porsche die Typen 911\/912 Targa als &quot;das erste Sicherheitscabriolet der Welt&quot;. Neue Preisliste ab August 1965, wonach der Porsche 912 nun ab 17.590 Mark kostet, das F\u00fcnfgang-Schaltgetriebe nun aber inklusive ist (Viergang-Schaltgetriebe wird weiterhin angeboten &quot;auf Wunsch ohne Mehrpreis&quot;). Der 911 beginnt bei 22.900 Mark. Bis zum Ende des Jahres verkauft Porsche 6401 Neunzw\u00f6lf und nur 3390 Elfer<\/p>\n<figure> <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/auto\/Diese-Auto-Jahrestage-gibt-es-2025-zu-feiern-article25434433.html\" rel=\"noreferrer\" target=\"_blank\">      <img decoding=\"async\" alt=\"04_-_90_Jahre_Toyota_Autobau_-_Der_heute_weltgroesste_..._Quelle_Toyota.jpg\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/img\/25434528-1734333394000\/17-6\/1136\/04-90-Jahre-Toyota-Autobau-Der-heute-weltgroesste-.jpg\"\/> <\/a> <\/figure>\n<p>   Auto  03.01.25    Von BMW 3er bis Volvo-Gr\u00fcndung Diese Auto-Jahrestage gibt es 2025 zu feiern    <\/p>\n<p>1966: Am 21. September wird der 100.000. Porsche, ein 912, ausgeliefert. Vorstellung der neuen Porsche-Spitzenversion 911 S und der markanten Fuchs-Felge. Im Dezember Produktionsanlauf von 911 Targa\/912 Targa. Die Preisliste f\u00fcr das Porsche 912 Coup\u00e9 beginnt bei 17.590 Mark, der 911 kostet ab 20.980 Mark. Insgesamt 9.090 Porsche 912 werden in diesem Jahr verkauft, das entspricht 71 Prozent der Porsche-Gesamtproduktion<\/p>\n<p>1967: Markteinf\u00fchrung des 912 Targa zu Preisen ab 18.380 Mark, das 912 Coup\u00e8 kostet nun nur noch 16.980 Mark. Neues Sechszylinder-Einstiegsmodell 911 T mit 110-PS-Motor und einer Ausstattung, die dem 912 \u00e4hnelt, zu Preisen ab 18.980 Mark. Bisheriger 911 wird jetzt als 911 L (= Luxus) angeboten und kostet ab 20.980 Mark. Zum Modelljahr 1967 f\u00fchrt Porsche beim 912 \u00c4nderungen ein, darunter f\u00fcnf statt drei serienm\u00e4\u00dfige Cockpit-Instrumente, ein stabilerer Motortr\u00e4ger f\u00fcr dezenteren Motorlauf, Fuchs-Rad aus Aluminium und breite Schwellerzierleisten<\/p>\n<p>1968: Preise 912 Coup\u00e9 ab 17.538 Mark, 912 Targa ab 19.314 Mark. Der 911 startet bei 19.968 Mark. F\u00fcr das Modelljahr 1968 erhielt der Porsche 912 Feinschliff durch eine Frontscheibe mit Verbundsicherheitsglas, einen gr\u00f6\u00dferen R\u00fcckspiegel, eine Motorhaube ohne Mittelsteg, neue Armaturen mit wei\u00dfer Schrift, Zweikreis-Bremssystem, gr\u00f6\u00dfere R\u00e4der (5,5 statt 4,5 Zoll) und beim Targa ein optionales hinteres Glasfenster statt der Softwindow-L\u00f6sung<\/p>\n<figure> <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/img\/25630363-1742208710000\/16-9\/750\/10-Konkurrenzlos-gross-Dank-der-Kooperation-mit-VW-.jpg\" rel=\"noreferrer\" target=\"_blank\">      <img decoding=\"async\" alt=\"Konkurrenzlos gro\u00df: Dank der Kooperation mit VW verf\u00fcgte Porsche \u00fcber ein globales Vertriebs- und Servicenetz.\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/img\/25630363-1742208710000\/16-9\/750\/10-Konkurrenzlos-gross-Dank-der-Kooperation-mit-VW-.jpg\"\/> <\/a><figcaption>\n<p>Konkurrenzlos gro\u00df: Dank der Kooperation mit VW verf\u00fcgte Porsche \u00fcber ein globales Vertriebs- und Servicenetz.<\/p>\n<p>(Foto: Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG)<\/p>\n<\/figcaption><\/figure>\n<p> 1969: Modellauslauf Porsche 912 im August nach 5.485 gebauten Einheiten im letzten Jahr. Zum Jahresende Vorstellung des VW-Porsche 914 als neuem Einstiegsmodell in die Porsche-Palette, allerdings wird der 912 schon zuvor durch den 911 T ersetzt, der sich dem Zw\u00f6lfer in Leistung und Preis angen\u00e4hert hatte. Sogar f\u00fcr das letzte Modelljahr 1969 spendiert Porsche dem 912 noch eine Modellpflege erkennbar an einem l\u00e4ngeren Radstand, verbreiterten Kotfl\u00fcgeln, aktualisiertem Armaturenbrett, neuen Sitzen, serienm\u00e4\u00dfigem hinteren Glasfenster beim 912 Targa, gr\u00f6\u00dferer Bremsanlage und serienm\u00e4\u00dfiger Warnblinkanlage. Die Dreiecksfenster vorn beim Coup\u00e9 sind nicht mehr ausschwenkbar. Zum Modelljahr 1969 wird das F\u00fcnfgang-Schaltgetriebe wieder Option<\/p>\n<p>1973: Die G-Serie des 911 wird vorgestellt, mit optischen Modifikationen und Motoren mit 2,7-Liter-Hubraum<\/p>\n<figure> <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/img\/25630371-1742208830000\/16-9\/750\/11-Amerikanisches-912-Revival-Im-Modelljahr-1976.jpg\" rel=\"noreferrer\" target=\"_blank\">      <img decoding=\"async\" alt=\"Amerikanisches 912-Revival: Im Modelljahr 1976 verkaufte Porsche den Vierzylinder-Typ 912 E zwischen New York und San Francisco.\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/img\/25630371-1742208830000\/16-9\/750\/11-Amerikanisches-912-Revival-Im-Modelljahr-1976.jpg\"\/> <\/a><figcaption>\n<p>Amerikanisches 912-Revival: Im Modelljahr 1976 verkaufte Porsche den Vierzylinder-Typ 912 E zwischen New York und San Francisco.<\/p>\n<p>(Foto: Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG)<\/p>\n<\/figcaption><\/figure>\n<p> 1975: Einf\u00fchrung feuerverzinkter Bleche. Zum Modelljahr 1976 lanciert Porsche speziell f\u00fcr den US-Markt den Porsche 912 E bzw. 912 E Targa. Der Vierzylinder-Typ \u00fcberbr\u00fcckt nach Einstellung des VW-Porsche 914 die Wartezeit bis zur Einf\u00fchrung des Porsche 924 mit Vierzylinder-Benziner in Transaxle-Bauweise <\/p>\n<p>1976: Jeder zweite produzierte Porsche ist ein 924. Einstellung des Porsche 912 E<\/p>\n<p>1981: Im Juni wird der Vierzylinder-Typ Porsche 944 vorgestellt als Evolution des 924<\/p>\n<p>1991: Als Nachfolger des 944 feiert die Modellreihe 968 mit 3,0-Liter-Vierzylindermotor auf der IAA in Frankfurt ihre Weltpremiere<\/p>\n<figure> <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/auto\/718-Spyder-RS-der-perfekte-Porsche-fuer-Puristen-article24453112.html\" rel=\"noreferrer\" target=\"_blank\">      <img decoding=\"async\" alt=\"urahn.jpg\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/img\/24453140-1696924792000\/17-6\/1136\/ACHTUNG-Nur-zur-redaktionellen-Verwendung-im-Zusammenhang-mit-dem-genannten-Text.jpg\"\/> <\/a> <\/figure>\n<p>   Auto  22.10.23    Brachialer Boxermotor 718 Spyder RS &#8211; der perfekte Porsche f\u00fcr Puristen    <\/p>\n<p>2016: Als erste Vierzylinder-Porsche seit dem 1995 eingestellten 968 gehen Porsche 718 Boxster und 718 Cayman in Produktion<\/p>\n<p>2020: Porsche Design und die Berliner Schuh-Marke Sonra ehren den Porsche 912 durch den Sneaker Sonra Porsche Design Edition mit originalem Porsche-912-Schriftzug und Farben. Der limitierte Sneaker wird zum Preis von 295 Euro verkauft<\/p>\n<p>2025: Die Porsche-Community feiert das runde 912-Jubil\u00e4um bei Oldtimershows und mit Veranstaltungen. Die aktuell angebotenen Porsche 718 Cayman GT4 RS und 718 Spyder RS verf\u00fcgen \u00fcber Sechszylinder-Boxer, Vierzylinder sind derzeit nicht im Produktionsprogramm. Der Porsche 911 Carrera leistet in der Basisversion 290 kW\/394 PS, ein Vielfaches der 66 kW\/90 PS im Porsche 912.<\/p>\n<p>Quelle: ntv.de, Wolfram Nickel, sp-x<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Auto Nachwuchsf\u00f6rderung: Der Vierzylinder-Typ 912 pr\u00e4sentierte sich als preiswertere Alternative zum Porsche-911-Portfolio mit Sechszylinder-Boxermotoren. 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