{"id":29205,"date":"2025-02-15T11:06:30","date_gmt":"2025-02-15T08:06:30","guid":{"rendered":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/grimm-fur-strompreiszonen-wir-rechnen-uns-die-kosten-der-energiewende-schon\/"},"modified":"2025-02-15T11:06:30","modified_gmt":"2025-02-15T08:06:30","slug":"grimm-fur-strompreiszonen-wir-rechnen-uns-die-kosten-der-energiewende-schon","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/grimm-fur-strompreiszonen-wir-rechnen-uns-die-kosten-der-energiewende-schon\/","title":{"rendered":"Grimm f\u00fcr Strompreiszonen: &#8220;Wir rechnen uns die Kosten der Energiewende sch\u00f6n&#8221;"},"content":{"rendered":"<p class=\"caps\">Wirtschaft         \t\t                   \t\t               \t\t                    <\/p>\n<figure> \t\t                       \t\t                        <img decoding=\"async\" alt=\"Veronika Grimm ist Professorin f\u00fcr Energiesysteme und Marktdesign an der Technischen Universit\u00e4t N\u00fcrnberg, sitzt im Aufsichtsrat von Siemens Energy und ber\u00e4t als &quot;Wirtschaftsweise&quot; die Bundesregierung. \" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/img\/25560751-1739452484000\/16-9\/750\/492740294.jpg\"\/><figcaption>\n<p>Veronika Grimm ist Professorin f\u00fcr Energiesysteme und Marktdesign an der Technischen Universit\u00e4t N\u00fcrnberg, sitzt im Aufsichtsrat von Siemens Energy und ber\u00e4t als &quot;Wirtschaftsweise&quot; die Bundesregierung.<\/p>\n<\/figcaption><\/figure>\n<p>Die deutschen Strompreise erregen die Gem\u00fcter. Auch Veronika Grimm h\u00e4lt sie f\u00fcr zu hoch. Im &quot;Klima-Labor&quot; von ntv verr\u00e4t die Wirtschaftsweise genau, wo sie ansetzen w\u00fcrde: bei der &quot;sprunghaften Politik, die sich immer neue F\u00f6rderprogramme ausdenkt oder alte fallen l\u00e4sst.&quot; Grimm w\u00fcrde sich auch mit dem bayerischen Ministerpr\u00e4sidenten S\u00f6der anlegen, denn sie lieb\u00e4ugelt mit der Einf\u00fchrung von Strompreiszonen. &quot;Wir regeln unseren Windstrom im Norden ab, um Strom, den man extra im Ausland eingekauft hat, nach S\u00fcden zu leiten&quot;, sagt die \u00d6konomin. &quot;Und treiben damit gleichzeitig die Preise in den skandinavischen L\u00e4ndern in die H\u00f6he.&quot;<\/p>\n<p>ntv.de: Was geht Ihnen durch den Kopf, wenn Sie sich die deutschen Strompreise anschauen? <\/p>\n<p>Veronika Grimm: Es gibt viel zu tun. Es n\u00fctzt nichts, sie dauerhaft zu subventionieren. Das kostet Geld. Bei den Stromerzeugungskosten und den Netzgeb\u00fchren gibt es nach wie vor gro\u00dfen Druck.<\/p>\n<figure> <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/mediathek\/videos\/wirtschaft\/Gas-Neuvertraege-sind-43-Prozent-teurer-als-vor-einem-Jahr-article25557058.html\" rel=\"noreferrer\" target=\"_blank\">      <img decoding=\"async\" alt=\"8e60fba4db126ae696bef42cce97f572.jpg\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/img\/25557867-1739367533000\/16-9\/1136\/8e60fba4db126ae696bef42cce97f572.jpg\"\/>    01:28 min  <\/a> <\/figure>\n<p>   Wirtschaft  12.02.25    Enormer Preisanstieg Gas-Neuvertr\u00e4ge sind 43 Prozent teurer als vor einem Jahr    <\/p>\n<p>Geht die Entwicklung denn wenigstens in die richtige Richtung?<\/p>\n<p>Die Belastung mit Abgaben und Umlagen ist gesunken, deswegen werden Neuvertr\u00e4ge generell g\u00fcnstiger. Teilweise sind sie sogar g\u00fcnstiger als vor der Energiekrise. Das prominenteste Beispiel ist der Wegfall der EEG-Umlage. Die wird weiter gezahlt, jetzt aber \u00fcber den Haushalt. Au\u00dferdem wurde die Stromsteuer gesenkt, das ist sinnvoll. Davon profitieren allerdings nur diejenigen, die auch Abgaben und Umlagen zahlen m\u00fcssen: die Verbraucher. Die Industrie ist davon ausgenommen und leidet immer noch unter hohen Stromkosten, denn es gibt ja keine Abgaben, die man senken kann. Die Kosten m\u00fcssen runter.<\/p>\n<p>Halten Sie die EEG-Umlage denn f\u00fcr einen Erfolg? <\/p>\n<p>Mit der EEG-Umlage wurde der Ausbau der Erneuerbaren angereizt und hochgefahren. Jeder, der eine Kilowattstunde erneuerbare Energie ins Netz einspeist, erh\u00e4lt daf\u00fcr eine feste Einspeiseverg\u00fctung.<\/p>\n<p>                                               *Datenschutz  <\/p>\n<p>Einen festen Preis f\u00fcr Strom, den man bereitstellt?<\/p>\n<p>Genau. Je g\u00fcnstiger Solaranlagen geworden sind, desto profitabler war es, sie zu betreiben und Strom ins Netz einzuspeisen. Das Dilemma ist: Ist die Einspeiseverg\u00fctung zu niedrig, wird nicht zugebaut. Ist sie zu hoch, hat man Mitnahmeeffekte und hohe Kosten: Denn die F\u00f6rderung erh\u00e4lt jede Anlage 20 Jahre lang. Irgendjemand muss das bezahlen. Fr\u00fcher gab es eine signifikante Umlage auf den Strompreis, jetzt wurde sie zur Entlastung in den Haushalt \u00fcberf\u00fchrt.<\/p>\n<p>Ist das ein sinnvolles politisches Instrument?<\/p>\n<p>Das kommt darauf an, welches Ziel man evaluiert. Wurden ausreichend Erneuerbare zugebaut? Ja. Sind die Produktionskosten von Solaranlagen und Windr\u00e4dern gesunken? Ja. Profitieren davon alle L\u00e4nder weltweit? Ja. Allerdings ist das Instrument teuer f\u00fcr das Land, das den Zubau dar\u00fcber anreizt. Wir haben sehr hohe Strompreise gehabt, die EEG-Umlage ist viel h\u00f6her geworden als urspr\u00fcnglich angek\u00fcndigt war. Industriepolitisch profitieren wir auch nicht davon, denn die Produktion von PV-Modulen hat sich nach China verlagert, weil sie dort g\u00fcnstiger ist.<\/p>\n<figure> <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/wirtschaft\/Klima-Labor-mit-EnBW-Finanzvorstand-Kusterer-Wir-haben-Bezahlbarkeit-der-Energiewende-aus-den-Augen-verloren-article25442956.html\" rel=\"noreferrer\" target=\"_blank\">      <img decoding=\"async\" alt=\"61645460.jpg\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/img\/25443073-1735329817000\/17-6\/1136\/61645460.jpg\"\/> <\/a> <\/figure>\n<p>   Wirtschaft  19.12.24    Warnung eines Energieversorgers &quot;Wir haben Bezahlbarkeit der Energiewende aus den Augen verloren&quot;    <\/p>\n<p>Dann w\u00e4re es sinnvoll, die Einspeiseverg\u00fctung abzuschaffen, um den Haushalt zu entlasten?<\/p>\n<p>Unmittelbar w\u00fcrde nicht sehr viel Geld frei werden, denn die Verg\u00fctung wird f\u00fcr jeweils 20 Jahre f\u00fcr jede Anlage versprochen. Wir m\u00fcssen sie also weiterzahlen. Wie viel genau, h\u00e4ngt vom Strompreis ab: Je niedriger er ist, desto h\u00f6her ist der Betrag, der im Haushalt anf\u00e4llt. Das war auch eine gro\u00dfe Herausforderung bei der Haushaltsplanung. Der Strompreis ist schneller gesunken als gedacht. Das ist eigentlich gut, hat aber dazu gef\u00fchrt, dass Haushaltsposten f\u00fcr die EEG-Zahlungen gr\u00f6\u00dfer wurden.<\/p>\n<p>Haben wir uns in eine Sackgasse man\u00f6vriert?<\/p>\n<p>Wir m\u00fcssen unbedingt darauf achten, dass wir nicht nur &#8211; koste es, was es wolle &#8211; Erneuerbare ausbauen und dass es nicht zu teuer wird. Bei den Erneuerbaren sind wir auf einem guten Pfad, m\u00fcssen aber weitere Herausforderungen stemmen und das System sozusagen komplettieren: Wir m\u00fcssen die Erneuerbaren in den Markt integrieren, die Netze ausbauen und ben\u00f6tigen nach dem Ausstieg aus der Atomkraft und der Kohle steuerbare Kraftwerkskapazit\u00e4ten, also Gaskraftwerke und Speicher. Das sind viele Kostentreiber, und speziell der Netzausbau ist auch ein konfliktbeladenes Thema.<\/p>\n<p> <strong>Wo finde ich das Klima-Labor?<\/strong> <\/p>\n<p>Das &quot;Klima-Labor&quot; k\u00f6nnen Sie bei ntv.de lesen oder sich bei RTL+, Amazon Music, Apple Podcasts, Spotify und auch \u00fcber den RSS-Feed anh\u00f6ren.<\/p>\n<p>Sie haben Fragen an uns? Schreiben Sie eine E-Mail an podcasts@ntv.de oder nehmen Sie Kontakt zu Clara Pfeffer und Christian Herrmann auf.<\/p>\n<p>Wegen der gro\u00dfen Stromtrassen, die niemand sehen will. Deswegen werden sie verbuddelt, was aber viel teurer ist.<\/p>\n<p>Mit Freileitungen k\u00f6nnte man bei der Energiewende viel Geld sparen, aber ja: Gro\u00dfe \u00dcbertragungsleitungen haben massive Akzeptanzprobleme. Das gilt auch f\u00fcr die Verteilnetze. Wenn viele Haushalte auf W\u00e4rmepumpen und batterieelektrische Autos umsteigen, m\u00fcssen die ausgebaut werden. Das bedeutet in den St\u00e4dten viele Bauarbeiten. Dazu kommen aufwendige Planungs- und Genehmigungsverfahren. Diese Themen sind politisch nicht sonderlich gef\u00e4llig, deshalb werden sie eher schleppend vorangetrieben. Das sieht man ganz besonders bei den Gaskraftwerken, die uns w\u00e4hrend Dunkelflauten mit Strom versorgen. Das schaffen Batterien alleine nicht.<\/p>\n<p>Und nun?<\/p>\n<p>Eigentlich haben wir einen gut funktionierenden Energiemarkt. Am Spotmarkt wird der Strom an der Stromb\u00f6rse viertelst\u00fcndlich gehandelt. Gleichzeitig gibt es Terminm\u00e4rkte, an denen man sich langfristig absichern kann, also auch gegen kurzfristige Preisschwankungen. Das stellt einen effizienten Betrieb der Wirtschaft sicher und kanalisiert Investitionsanreize sinnvoll. Unternehmen sind gut darin, sich zuk\u00fcnftige Ertr\u00e4ge an M\u00e4rkten vorzustellen und abzusch\u00e4tzen. Die Sprunghaftigkeit der Politik, die sich immer neue F\u00f6rderprogramme ausdenkt oder alte fallen l\u00e4sst, weil sie so gut verfangen, dass sie extrem teuer werden, k\u00f6nnen Unternehmen dagegen nicht antizipieren. Deshalb sollten wir den Markt weiterentwickeln und in Deutschland \u00fcber regional differenzierte Strompreise diskutieren.<\/p>\n<figure> <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/wirtschaft\/Stromsteuersenkung-koennte-Kosten-um-sieben-Prozent-druecken-article25533254.html\" rel=\"noreferrer\" target=\"_blank\">      <img decoding=\"async\" alt=\"3aec2d24a228e8ce2a263b41bf84e5cb.jpg\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/img\/25496111-1737113756000\/17-6\/1136\/3aec2d24a228e8ce2a263b41bf84e5cb.jpg\"\/> <\/a> <\/figure>\n<p>   Wirtschaft  02.02.25    Auf europ\u00e4ischen Mindestwert Stromsteuersenkung k\u00f6nnte Kosten um sieben Prozent dr\u00fccken    <\/p>\n<p>Unterschiedliche Strompreiszonen? Man h\u00f6rt die Bayern bereits aufst\u00f6hnen \u2026<\/p>\n<p>Trotzdem w\u00e4re es seitens der Politik sinnvoll, sich genau anzuschauen, was passieren w\u00fcrde, wenn man den Strommarkt in verschiedene Preiszonen aufteilt: Beim durchschnittlichen Preisniveau gar nicht so viel, das zeigen Studien. Im S\u00fcden w\u00e4re es etwas teurer, im Norden etwas g\u00fcnstiger. In einzelnen Stunden allerdings, wenn besonders viel oder besonders wenig erneuerbarer Strom erzeugt wird, w\u00e4ren die Preissignale in unterschiedlichen Zonen viel besser geeignet, Angebot und Nachfrage zu steuern. Das w\u00e4ren unmittelbare Investitionssignale, an denen sich Unternehmen ausrichten k\u00f6nnten. Warten wir ab, ob die n\u00e4chste Bundesregierung das zur Diskussion stellt. Die Europ\u00e4ische Kommission treibt Deutschland stark in diese Richtung.<\/p>\n<p>Es g\u00e4be eine norddeutsche und eine s\u00fcddeutsche Strompreiszone?<\/p>\n<p>Die Studien dazu kommen auf zwei, manchmal auch drei Preiszonen. Der gro\u00dfe Vorteil ist: Im Norden haben wir mit sehr viel Windstrom ganz andere Rahmenbedingungen f\u00fcr die Energieerzeugung als im S\u00fcden. Ohne Preiszonen erh\u00e4lt man aber nur einen gemittelten Preis. Der ist ein schlechtes Signal f\u00fcr den Stromhandel. Denn er signalisiert den skandinavischen Staaten, dass wir Importe ben\u00f6tigen, obwohl es im Norden ein \u00dcberangebot an Windstrom gibt und der importierte Strom gar nicht nach S\u00fcden durchgeleitet werden kann.<\/p>\n<figure> <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/wirtschaft\/Warum-Norwegen-auf-die-deutsche-Dunkelflaute-schimpft-article25500679.html\" rel=\"noreferrer\" target=\"_blank\">      <img decoding=\"async\" alt=\"441147082.jpg\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/img\/25497498-1737456346000\/17-6\/1136\/441147082.jpg\"\/> <\/a> <\/figure>\n<p>   Wirtschaft  21.01.25    &quot;Absolut beschissene Situation&quot; Warum Norwegen auf die deutsche Dunkelflaute schimpft    <\/p>\n<p>Die Schweden und Norweger waren zuletzt sehr w\u00fctend auf Deutschland.<\/p>\n<p>Ja, die sind ver\u00e4rgert, denn das ist ineffizient: Wir regeln im Norden unseren eigenen Windstrom ab, um importierten Strom, den man extra eingekauft hat, nach S\u00fcden zu leiten. Gleichzeitig treiben wir den Strompreis in den skandinavischen L\u00e4ndern in die H\u00f6he, denn wir fragen ja deren Strom nach.<\/p>\n<p>Sehen Sie eine L\u00f6sung, bei der S\u00fcddeutschland nicht benachteiligt wird?<\/p>\n<p>Ich denke schon. Durch Strompreiszonen h\u00e4tte man weniger Abriegelungen und w\u00fcrde durch die Marktsignale mittelfristig auch Effizienzgewinne etablieren. Mit diesen Effizienzgewinnen k\u00f6nnte man die s\u00fcddeutschen L\u00e4nder sicherlich kompensieren. Wenn man sich das genau anschaut, wird man eine gute L\u00f6sung f\u00fcr alle Beteiligten finden. Man muss auch sehen: Die Wettbewerbsf\u00e4higkeit der Unternehmen steigt, wenn das deutsche Strompreisniveau durch Preiszonen sinkt. Unternehmen gehen wegen hoher Stromkosten nicht von S\u00fcd- nach Norddeutschland, sondern meist ins nicht europ\u00e4ische Ausland. Das m\u00f6chte man eigentlich verhindern.<\/p>\n<p>Das ist wahrscheinlich eine Frage, mit wem man sich lieber anlegt: den Norwegern oder Markus S\u00f6der? Oder w\u00e4re die Einf\u00fchrung von Strompreiszonen auch ein sinnvolles politisches Signal an unsere Nachbarn, dass wir anders als beim Atom-Aus einen Schritt auf sie zumachen? Die norwegische Regierung ist ja gerade am Streit \u00fcber den europ\u00e4ischen Strommarkt zerbrochen. Die Opposition setzt sich im Wahlkampf daf\u00fcr ein, die Seeleitungen nach Deutschland und Gro\u00dfbritannien wieder zu kappen. Das kann eigentlich niemand wollen. <\/p>\n<p>Alles, was wir f\u00fcr niedrigere Strompreise tun, hilft nicht nur deutschen Haushalten oder Unternehmen, sondern auch der Integration des europ\u00e4ischen Binnenmarkts. Mit dem Ausstieg aus der Atomkraft mitten in einer Energiekrise haben wir unsere Nachbarstaaten verst\u00f6rt. Viele sch\u00fctteln bis heute den Kopf und verstehen nicht, wie das passieren konnte. Die dauernde Diskussion \u00fcber die Strompreise zeigt auch, dass es nicht schlecht gewesen w\u00e4re, etwas mehr Kapazit\u00e4t im Markt zu haben. Das ist jetzt nicht zu \u00e4ndern, aber man sollte sich in diesen Bereichen k\u00fcnftig kooperativer zeigen und auch die europ\u00e4ische Forschungsallianz zu den Minireaktoren (SMR) unterst\u00fctzen. Die deutsche Expertise w\u00e4re wichtig, auch um diese Zukunftstechnologien sicherzumachen. Ob man solche Technologien sp\u00e4ter selbst verwenden m\u00f6chte, kann man dann immer noch entscheiden.<\/p>\n<figure> <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/wirtschaft\/Dunkelflaute-mit-Bruno-Burger-im-Klima-Labor-Bei-tiefen-Temperaturen-darf-nicht-mehr-viel-schiefgehen-article25354940.html\" rel=\"noreferrer\" target=\"_blank\">      <img decoding=\"async\" alt=\"456675283.jpg\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/img\/25361146-1731576323000\/17-6\/1136\/456675283.jpg\"\/> <\/a> <\/figure>\n<p>   Wirtschaft  14.11.24    Stromversorgung bei Dunkelflaute &quot;Bei tiefen Temperaturen darf nicht mehr viel schiefgehen&quot;    <\/p>\n<p>Obwohl Atomkraft mit gro\u00dfen finanziellen Risiken verbunden ist? In der Regel wird der Bau neuer Atomkraftwerke am Ende sehr viel teurer als gedacht. Die kleinen Reaktoren nehmen eine \u00e4hnliche Entwicklung.<\/p>\n<p>Teurer als was? Die Energiewende ist auch teuer, dort schaut man aber immer nur auf die erneuerbaren Energien und rechnet sich die Kosten sch\u00f6n. Was ist mit den komplement\u00e4ren Erzeugungstechnologien, die dann Strom erzeugen, wenn die Erneuerbaren keinen liefern? Das sind mindestens die neuen Gaskraftwerke, die auch noch wasserstofff\u00e4hig sein sollen. Das wird teuer. Eigentlich k\u00f6nnen Sie die Gestehungskosten der erneuerbaren Energien pro Kilowattstunde alleine deswegen verdoppeln, dann stehen wir bei 10 Cent pro Kilowattstunde. Dazu kommt der Netzausbau, um die Elektrifizierung zu schaffen. Der wird eher zwei Drittel des Strompreises ausmachen als die H\u00e4lfte. An diesem Punkt w\u00e4re ein neues Atomkraftwerk nicht mehr so viel teurer.<\/p>\n<p>Haben Sie denn den Eindruck, dass diese Themen in der deutschen Politik differenziert genug besprochen werden und die neue Bundesregierung kluge Entscheidungen treffen wird?<\/p>\n<p>Sie muss auf jeden Fall eine kostenorientierte Energiepolitik betreiben. Im Wahlkampf wird viel von Entlastung, Absenkungen und Subventionen f\u00fcr Verbraucher und die Industrie gesprochen, aber wie lange halten wir das durch? Deswegen muss das Energiesystem schnell kosteng\u00fcnstig aufgestellt werden. Daf\u00fcr muss eine gewisse Kapazit\u00e4t an Gaskraftwerken gebaut werden. Damit es nicht teurer wird als notwendig, sollte man vorerst auf wasserstofff\u00e4hige Gaskraftwerke verzichten. Dann muss man sich die k\u00fcnftige Nachfrage nach Strom anschauen. Aktuell lautet die Prognose 750 Terawattstunden bis 2030. Das wird nicht passieren, das ist zu optimistisch. Darauf sind aber viele Planungen ausgelegt, die Knappheiten erzeugen und den Ausbau teuer machen. Man sollte bestimmte Bereiche priorisieren, um die Kosten des Netzausbaus zu senken.<\/p>\n<p>Mit Veronika Grimm sprachen Clara Pfeffer und Christian Herrmann. Das Gespr\u00e4ch wurde zur besseren Verst\u00e4ndlichkeit gek\u00fcrzt und gegl\u00e4ttet. Das komplette Gespr\u00e4ch k\u00f6nnen Sie sich im Podcast &quot;Klima-Labor&quot; anh\u00f6ren.<\/p>\n<p> <strong>Klima-Labor von ntv<\/strong> <\/p>\n<p>Was hilft wirklich gegen den Klimawandel? Das &quot;Klima-Labor&quot; ist der ntv-Podcast, in dem Clara Pfeffer und Christian Herrmann Ideen, L\u00f6sungen und Behauptungen auf Herz und Nieren pr\u00fcfen. Ist Deutschland ein Strombettler? Vernichtet die Energiewende Industrie &amp; Arbeitspl\u00e4tze? Warum erwarten so viele Menschen ihren \u00f6konomischen Abstieg? Warum sind immer die Gr\u00fcnen schuld? Sind Seeadler wirklich wichtiger als Windr\u00e4der? Kann uns Kernkraft retten?<\/p>\n<p>Das Klima-Labor von ntv: Jeden Donnerstag eine halbe Stunde, die informiert, Spa\u00df macht und aufr\u00e4umt. Bei ntv und \u00fcberall, wo es Podcasts gibt: RTL+, Amazon Music, Apple Podcasts, Spotify, RSS-Feed <\/p>\n<p>Sie haben Fragen an uns? Schreiben Sie eine E-Mail an podcasts@ntv.de oder nehmen Sie Kontakt zu Clara Pfeffer und Christian Herrmann auf.<\/p>\n<p>                                               *Datenschutz               <\/p>\n<p>Quelle: ntv.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wirtschaft Veronika Grimm ist Professorin f\u00fcr Energiesysteme und Marktdesign an der Technischen Universit\u00e4t N\u00fcrnberg, sitzt im Aufsichtsrat von Siemens Energy und ber\u00e4t als &quot;Wirtschaftsweise&quot; die Bundesregierung. 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