{"id":29183,"date":"2025-02-12T01:36:16","date_gmt":"2025-02-11T22:36:16","guid":{"rendered":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/weitere-lunte-am-pulverfass-trump-will-ganz-gaza-konig-abdullah-hilft-nur-mit-fingerspitze\/"},"modified":"2025-02-12T01:36:16","modified_gmt":"2025-02-11T22:36:16","slug":"weitere-lunte-am-pulverfass-trump-will-ganz-gaza-konig-abdullah-hilft-nur-mit-fingerspitze","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/weitere-lunte-am-pulverfass-trump-will-ganz-gaza-konig-abdullah-hilft-nur-mit-fingerspitze\/","title":{"rendered":"Weitere Lunte am Pulverfass?: Trump will ganz Gaza, K\u00f6nig Abdullah hilft nur mit Fingerspitze"},"content":{"rendered":"<p class=\"caps\">Politik         \t\t                   \t\t               \t\t                    <\/p>\n<figure> \t\t                       \t\t                        <img decoding=\"async\" alt=\"K\u00f6nig Abdullah II. ist der erste Staatschef aus Nahost, den Donald Trump seit Amtsantritt empfangen hat.\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/img\/25555624-1739309854000\/16-9\/750\/68f7db374a985823353baf6ee7812982.jpg\"\/><figcaption>\n<p>K\u00f6nig Abdullah II. ist der erste Staatschef aus Nahost, den Donald Trump seit Amtsantritt empfangen hat.<\/p>\n<\/figcaption><\/figure>\n<p><strong>Mit seiner Idee, aus Gaza ein riesiges Immobilienprojekt zu machen, scheucht US-Pr\u00e4sident Trump den ganzen Nahen Osten auf. Nun empf\u00e4ngt er Jordaniens K\u00f6nig Abdullah II. im Wei\u00dfen Haus. Der schmeichelt viel. Und macht eine kleine Zusage.<\/strong><\/p>\n<p>Anscheinend unvereinbar. Das ist auf der einen Seite die Idee von Donald Trump, aus dem Gazastreifen ein riesiges Immobilienentwicklungsprojekt ohne die dort lebenden Pal\u00e4stinenser zu machen. Auf der anderen Seite die Position von Jordaniens K\u00f6nig Abdullah II., der erkl\u00e4rte, eine Umsiedlung der rund 2 Millionen Menschen in sein Land w\u00fcrde er als kriegerischen Akt und Bruch des Friedensvertrages mit Israels betrachten. Nun hat der US-Pr\u00e4sident das jordanische Staatsoberhaupt im Wei\u00dfen Haus empfangen &#8211; und der K\u00f6nig blieb seinem Gastgeber gegen\u00fcber \u00e4u\u00dferst h\u00f6flich, umschmeichelte ihn regelrecht.<\/p>\n<p>Im Kaminzimmer stellten sich die beiden vor ihrem Treffen hinter verschlossenen T\u00fcren den Fragen von Journalisten. Au\u00dfenminister Marco Rubio sa\u00df daneben und sah so aus, als w\u00e4re er gerne ganz woanders. Abdullah hatte zugleich seinen Thronfolger mitgebracht. Trump machte klar, wie ernst er es mit seiner Vorstellung eines Mar-a-Gaza meint. &quot;Wir brauchen es nicht zu kaufen&quot;, antwortete der Pr\u00e4sident auf eine entsprechende Frage. Die USA w\u00fcrden das vom Krieg zerst\u00f6rte Gebiet einfach Kraft ihrer eigenen Autorit\u00e4t &quot;einnehmen&quot; und in einen &quot;Diamanten&quot; verwandeln: &quot;Niemand w\u00fcrde das infrage stellen&quot;. Er verwies darauf, wie viel er von Immobilien verstehe. Selbst wolle er aber nichts daran verdienen.<\/p>\n<figure> <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/politik\/Trump-spricht-Palaestinensern-das-Rueckkehrrecht-in-Gazastreifen-ab-article25551950.html\" rel=\"noreferrer\" target=\"_blank\">      <img decoding=\"async\" alt=\"506725997.jpg\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/img\/25551954-1739199818000\/17-6\/1136\/506725997.jpg\"\/> <\/a> <\/figure>\n<p>   Politik  10.02.25    &quot;Ich w\u00fcrde ihn besitzen&quot; Trump spricht Pal\u00e4stinensern das R\u00fcckkehrrecht in Gazastreifen ab    <\/p>\n<h2>&quot;Es ist eine Identit\u00e4tsfrage&quot;<\/h2>\n<p>In Jordanien machen Pal\u00e4stinenser bereits jetzt etwa die H\u00e4lfte der Bev\u00f6lkerung aus. Es gibt immer wieder Spannungen zwischen B\u00fcrgern pal\u00e4stinensischer und nichtpal\u00e4stinensischer Herkunft. Der ehemalige jordanische Au\u00dfenminister Marwan Muasher, der 1994 an den Verhandlungen \u00fcber Jordaniens Friedensvertrag mit Israel beteiligt war, h\u00e4lt die Aufnahme dieser Anzahl Pal\u00e4stinenser f\u00fcr eine &quot;existenzielle&quot; Bedrohung seines Landes. &quot;Dies ist f\u00fcr Jordanien keine wirtschaftliche oder sicherheitspolitische Frage, es ist eine Identit\u00e4tsfrage&quot;, sagte Muasher vergangene Woche.<\/p>\n<p>Experten zufolge w\u00fcrde eine Vertreibung der Pal\u00e4stinenser aus dem Gazastreifen gegen das V\u00f6lkerrecht versto\u00dfen. Die Vereinten Nationen warnen vor einer ethnischen S\u00e4uberung. Trump w\u00fcrde mit einer forcierten Umsiedlung eine weitere Lunte an das Pulverfass Nahost legen. Nun behauptete er im Beisein Abdullahs, die Pal\u00e4stinenser wollten doch gar nicht in ihrer Heimat bleiben. Sie sollten nach dem beabsichtigten Wiederaufbau auch nicht zur\u00fcckkehren. Mindestens 53 Milliarden US-Dollar sind daf\u00fcr n\u00f6tig, sch\u00e4tzen die Vereinten Nationen.<\/p>\n<p>Abdullah gab Trump faktisch nur eine Fingerspitze statt der ganzen Hand. Der K\u00f6nig erkl\u00e4rte sich zur Aufnahme von 2000 Kindern aus dem Gazastreifen bereit, nicht mehr. Es gehe um Kinder, die an Krankheiten litten, sagte er &#8211; und verwies auf einen weiteren Nachbarn Israels: \u00c4gypten. Er werde einen Plan f\u00fcr die Zusammenarbeit mit den USA vorstellen, so Abdullah. &quot;Lasst uns abwarten, was wir von \u00c4gypten bekommen&quot;, sagte auch Trump. Das nordafrikanische Land entwirft derzeit eine regionale Strategie, um Trumps Vorschlag wieder einzufangen. Abdullah antwortete ausweichend auf die Frage, ob er die \u00dcbernahme des Gazastreifens durch die USA unterst\u00fctze.<\/p>\n<p>Der dortige Pr\u00e4sident Abdel el-Sisi hatte bereits gesagt, er unterst\u00fctzte Gazas Wiederaufbau &#8211; aber ohne Umsiedlungen der Pal\u00e4stinenser. US-Au\u00dfenminister Rubio hatte sich am Montag zusammen mit dem Nahost-Sondergesandten Steve Witkoff mit seinem \u00e4gyptischen Amtskollegen getroffen. Auch der blieb diplomatisch, wolle &quot;integralen Frieden und Stabilit\u00e4t&quot; in der Region. Aber die Pal\u00e4stinenser umsiedeln? Nicht mit \u00c4gypten. <\/p>\n<figure> <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/politik\/Israel-setzt-Hamas-ein-Ultimatum-fuer-Geiselfreilassung-article25555414.html\" rel=\"noreferrer\" target=\"_blank\">      <img decoding=\"async\" alt=\"507023927.jpg\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/img\/25555467-1739300196000\/17-6\/1136\/507023927.jpg\"\/> <\/a> <\/figure>\n<p>   Politik  11.02.25    Sonst gibt es &quot;heftige K\u00e4mpfe&quot; Israel setzt Hamas ein Ultimatum f\u00fcr Geiselfreilassung    <\/p>\n<p>Der US-Pr\u00e4sident hat Druckmittel. Beide L\u00e4nder erhalten finanzielle Unterst\u00fctzung von den USA. Insbesondere Jordanien z\u00e4hlt auf die Hilfen, im vergangenen Jahr flossen 1,3 Milliarden Dollar an Israels Nachbarn; er ist der drittgr\u00f6\u00dfte Empf\u00e4nger von US-Hilfen. Der Staatshaushalt des Landes belief sich auf etwas mehr als 10 Milliarden Dollar. Trump \u00e4u\u00dferte sich offen gegen\u00fcber m\u00f6glichen weiteren L\u00e4ndern, die Pal\u00e4stinenser aufnehmen wollen.<\/p>\n<h2>&quot;An sch\u00f6nem Ort wohnen&quot;<\/h2>\n<p>Den Hinweis auf potenziellen Widerstand wischte der Staatschef beiseite und behauptete, die pal\u00e4stinensische Bev\u00f6lkerung wolle nichts mehr, als die &quot;Todesfalle&quot; Gaza zu verlassen. Die m\u00f6gliche Vertreibung der Menschen tat er als Petitesse ab: Es sei eine &quot;sehr kleine Zahl von Menschen im Vergleich zu anderen Dingen, die im Laufe der Jahrzehnte und Jahrhunderte stattgefunden haben&quot;. Im konservativen Fernsehsender Fox News wurde Trump als Friedensbringer dargestellt.<\/p>\n<p>Seit Jahrzehnten strebt die pal\u00e4stinensische F\u00fchrung einen unabh\u00e4ngigen eigenen Staat an. Gaza w\u00e4re ein elementarer Teil davon. Das gilt auch f\u00fcr das Westjordanland \u00f6stlich von Israel. Auf eine Annektierung des Gebiets durch Israel angesprochen, sagte Trump nebul\u00f6s: &quot;Das wird sich automatisch l\u00f6sen.&quot; Die Pal\u00e4stinenser w\u00fcrden alle &quot;sch\u00f6n an einem anderen Ort wohnen&quot;.<\/p>\n<figure> <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/mediathek\/videos\/politik\/Trump-droht-Hamas-wegen-Geiseln-Hoelle-wird-losbrechen-article25552907.html\" rel=\"noreferrer\" target=\"_blank\">      <img decoding=\"async\" alt=\"HamasUSA.jpg\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/img\/25553054-1739256759000\/16-9\/1136\/HamasUSA.jpg\"\/>    01:46 min  <\/a> <\/figure>\n<p>   Politik  11.02.25    Ultimatum bis Samstagmittag 12 Uhr Trump droht Hamas wegen Geiseln: &quot;H\u00f6lle wird losbrechen&quot;    <\/p>\n<p>Zum Fortbestand der Waffenruhe zwischen Israel und der radikalislamischen Hamas im Gazastreifen sagte Trump, er rechne nicht damit, dass die Hamas weitere israelische Geiseln freilassen werde. W\u00fcrden die Gefangenen nicht bis Samstag freigelassen, werde die &quot;H\u00f6lle losbrechen&quot;, hatte Trump bereits zuvor gedroht. Damit unterst\u00fctzte er indirekt neue Kampfhandlungen.<\/p>\n<p>Israels Ministerpr\u00e4sident Benjamin Netanjahu setzte am Dienstag ein Ultimatum bis Samstagmittag; ab dann n\u00e4hmen Israels Truppen wieder &quot;intensive K\u00e4mpfe&quot; auf. Der Waffenstillstand zwischen Israel und Hamas w\u00e4re Geschichte &#8211; und Gaza erneut ein aktives Schlachtfeld.<\/p>\n<p>Quelle: ntv.de, mit dpa und AFP<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Politik K\u00f6nig Abdullah II. ist der erste Staatschef aus Nahost, den Donald Trump seit Amtsantritt empfangen hat. 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