{"id":29078,"date":"2025-01-30T22:16:15","date_gmt":"2025-01-30T19:16:15","guid":{"rendered":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/ein-reichlich-absurder-abend-der-bvb-uberrascht-aber-nicht-mit-niko-kovac\/"},"modified":"2025-01-30T22:16:15","modified_gmt":"2025-01-30T19:16:15","slug":"ein-reichlich-absurder-abend-der-bvb-uberrascht-aber-nicht-mit-niko-kovac","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/ein-reichlich-absurder-abend-der-bvb-uberrascht-aber-nicht-mit-niko-kovac\/","title":{"rendered":"Ein reichlich absurder Abend: Der BVB \u00fcberrascht, aber nicht mit Niko Kovac"},"content":{"rendered":"<p class=\"caps\">Fu\u00dfball         \t\t                   \t\t               \t\t                    <\/p>\n<figure> \t\t                       \t\t                        <img decoding=\"async\" alt=\"imago1058307439.jpg\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/img\/25528285-1738259186000\/16-9\/750\/imago1058307439.jpg\"\/><figcaption> \t\t                       \t\t                       \t\t                      <\/figcaption><\/figure>\n<p><strong>Borussia Dortmund k\u00e4mpft in der Champions League um Form, Selbstvertrauen und ein bisschen noch um die direkte Qualifikation f\u00fcr das Achtelfinale. Und w\u00e4hrend dieser Kampf auf dem Rasen tobt, gibt es einen neuen Trainer.<\/strong><\/p>\n<p>Zum Ende eines erfolgreichen und ereignisreichen Mittwochabends kam es vor der Dortmunder S\u00fcdtrib\u00fcne noch zu einem kleinen Disput. Die in der Champions League gegen Schachtjor Donezk endlich wieder siegreiche Mannschaft des BVB (3:1) hatte sich um kurz nach 23 Uhr aufgestellt, an den H\u00e4nden genommen und war bereit, eine kleine Welle der Erleichterung nach den tief ersch\u00fctternden Ereignissen der vergangenen Wochen anzustimmen. Doch von der &quot;S\u00fcd&quot; kamen andere Signale. Einige Spieler bogen daraufhin ab und zogen weiter. Es hagelte Pfiffe. Trainer Mike Tullberg holte seinen kleinen Trupp der &quot;Abtr\u00fcnnigen&quot; zur\u00fcck. Von den wieder vers\u00f6hnten Fans gab es Applaus und motivierende Aufforderungen f\u00fcr den BVB weiterzuk\u00e4mpfen.<\/p>\n<p>Tullberg darf das noch genau einmal machen, wie &#8211; reichlich absurd &#8211; w\u00e4hrend des Spiels final durchgesickert war. Er steht beim 1. FC Heidenheim am Samstag ein drittes, ein letztes Mal an der Linie, ehe am Sonntag dann Niko Kovac \u00fcbernimmt. Eine besonders gro\u00dfe \u00dcberraschung war die Entscheidung f\u00fcr den Kroaten nicht mehr, auch wenn Sportdirektor Sebastian Kehl aus der Sache vor Anpfiff nochmal einen spannungsgeladenen Blockbuster machen wollte. Man solle sich doch &quot;einfach mal \u00fcberraschen lassen&quot;. Hatte Kehl im Trainerpoker ein Blatt auf der Hand, mit dem niemand mehr gerechnet hatte? Nein, hatte er nicht. \u00dcberrascht wurde man in Dortmund dennoch, aber nicht von der pl\u00f6tzlich hereinschwappenden Kovac-Welle.<\/p>\n<h2>Keine Transfers, Spieler nur besser machen?<\/h2>\n<p>Kehl sagte n\u00e4mlich noch etwas anderes. Und erreichte damit eine gro\u00dfe Wucht. Er sprach davon, dass der Verein wom\u00f6glich doch nicht weiter auf dem Transfermarkt aktiv werde. Der Kader sei deutlich besser, als er das bisher gezeigt habe. Dabei ruft das v\u00f6llig ausgelaugte Aufgebot seit Monaten nach Ver\u00e4nderungen und Verst\u00e4rkungen. In der desastr\u00f6sen Hinrunde hat sich schnell manifestiert, dass doch nicht passt, was man sich im Sommer unter gro\u00dfem Applaus unter anderem mit den Nationalspielern Waldemar Anton, Pascal Gro\u00df, Maximilian Beier und Superst\u00fcrmer Serhou Guirassy zusammengebaut hat. Weder in der Stimmigkeit noch in der Anzahl der Teile. Der Kader klappert und \u00e4chzt, aber Kovac und der BVB wollen nun offenbar den Weg gehen, die vorhandenen Spieler besser zu machen. So hat es Kehl gesagt.<\/p>\n<figure> <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/img\/25528283-1738259193000\/16-9\/750\/imago1058301895.jpg\" rel=\"noreferrer\" target=\"_blank\">      <img decoding=\"async\" alt=\"Mike Tullberg hat den BVB zumindest stabilisiert.\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/img\/25528283-1738259193000\/16-9\/750\/imago1058301895.jpg\"\/> <\/a><figcaption>\n<p>Mike Tullberg hat den BVB zumindest stabilisiert.<\/p>\n<p>(Foto: IMAGO\/osnapix)<\/p>\n<\/figcaption><\/figure>\n<p> Das war tats\u00e4chlich eine Ansage, die angesichts der Lage im Dortmunder Vorstand v\u00f6llig absurd klingt. Um Kehl und Kaderplaner Sven Mislintat gibt es seit Wochen Berichte, wie uneins sie sich sind und wie arg zerstritten. \u00d6ffentlich gehen sie dem Konflikt aus dem Weg. Aber in der kommenden Woche soll es zum Showdown kommen. Mislintat soll laut &quot;Ruhr Nachrichten&quot; gefeuert werden, aber die winterliche Transferphase noch mitgestalten. Aber welche, wenn doch wom\u00f6glich nichts mehr geschieht? Und warum sollte sich der Kaderplaner nochmal richtig ins Zeug legen, wenn er doch wei\u00df oder ahnt, dass er den Machtkampf verliert? Allerdings scheint auch Kehl, trotz Vertragsverl\u00e4ngerung bis 2027, nicht unantastbar.<\/p>\n<p>Bislang wurde als Reaktion auf die schwere Verletzung von Mittelfeldspinne Felix Nmecha mit Salih \u00d6zcan nur ein Profi zur\u00fcckgeholt, der am Mittellandkanal zu den Nichtschwimmern geh\u00f6rte. Als gro\u00dfer Hoffnungsschimmer geht die abgebrochene Leihe eher nicht durch. Kovac und \u00d6zcan, zwei Typen, die beim VfL Wolfsburg keine gute Zeit hatten, als Anker f\u00fcr den in den Wellen k\u00e4mpfenden Tanker BVB? Das ist schon eine wilde Konstellation. Die Zur\u00fcckhaltung beim Handeln bisher versuchte Ricken damit zu erkl\u00e4ren, dass man keine Spieler ohne Abstimmung mit dem neuen Trainer verpflichte. Wom\u00f6glich h\u00e4tte ein Transfer ja gar nicht in dessen Vorstellung gepasst. Aber wie passt dann der Abgang von Donyell Malen in dieses Bild? Und die Ger\u00fcchte um Karim Adeyemi, auch wenn sie wegmoderiert werden? Im Kosmos der Ger\u00fcchte wird indes weiter der hochbegabte Franzose Rayan Cherki von Olympique Lyon gehandelt, ein Esprit-Spieler f\u00fcr die Offensive.<\/p>\n<p>Und so wurde dieser Mittwoch zu einem Abend, der den BVB in einem kleinen Moment des Gl\u00fccks in einem Nirwana der nicht zu greifenden Emotionen zur\u00fcckl\u00e4sst. Schon der Weg zum Stadion war anders gewesen als sonst. Nat\u00fcrlich pilgerten sie wieder in Massen zum Stadion, aber sie pilgerten nicht im Gef\u00fchl der Euphorie, sondern in einem Gef\u00fchl der Gleichg\u00fcltigkeit. Als der Mannschaftsbus um 19.33 Uhr \u00fcber die Strobelallee ins Stadion abbog, wurde das zu gro\u00dfen Teilen nur zur Kenntnis genommen. W\u00e4re ein Linienbus vorbeigefahren, es w\u00e4re kaum weniger aufregend gewesen. Es ist doch einiges kaputtgegangen in den vergangenen Monaten, in denen der schwarzgelbe Gigant schneller schrumpfte als die Kinder von Wayne Szalinski.<\/p>\n<h2>Wasserkopf an Funktion\u00e4ren ist in Seenot geraten<\/h2>\n<p>Der BVB implodierte vor den schwarzgelben Augen. Nuri \u015eahin wollte und sollte im vergangenen Sommer eine neue \u00c4ra des Erfolgs einleiten. Er \u00fcbernahm f\u00fcr Edin Terzi\u0107, der den Klub auf kaum erkl\u00e4rliche Weise ins Finale der Champions League gef\u00fchrt hatte (0:2 gegen Real Madrid). Und Sahin scheiterte. Auf seinen letzten Metern brach er ratlos zusammen. Die Bosse konnten sich um den Trainer kaum k\u00fcmmern, sie k\u00fcmmerten sich, offenbar in gro\u00dfer Abneigung verbunden, um sich selbst. Auf der F\u00fchrungsebene krachte es. Nicht nur zwischen Kehl und Mislintat. Das Theater, in dem auch der gro\u00dfe Borusse der vergangenen Jahre, Hans-Joachim Watzke, noch herumschwirrt hatte gro\u00dfe Vibes des FC Hollywood.<\/p>\n<p>Der Wasserkopf an BVB-Funktion\u00e4ren war massiv in Seenot geraten. Der externe Berater Matthias Sammer zertr\u00fcmmerte die Mannschaft als TV-Experte und bekam daf\u00fcr einen R\u00fcffel von Boss Lars Ricken, der zu seinem Amtsantritt im Mai noch gro\u00dfe Champions-League-Momente moderierten durfte und lange Zeit \u00fcberfordert wirkte, in diesem kaum zu begreifenden Alphatier-Dschungel. Wie weit der Glanz der Champions League schon weg ist. Schwarzgelb ist nur noch ein biederes Grau und bietet kaum noch Ablenkung gegen die Winter-Tristesse.<\/p>\n<p>Die Mannschaft stemmt sich dagegen, in gro\u00dfen Teilen verunsichert und formlos, aber gewillt, die Dinge zu \u00e4ndern. Aber es hakt halt. Im Zentrum fehlt es an Kreativit\u00e4t. Gefahr entsteht nur, wenn die Au\u00dfen in die Tiefe geschickt werden. Julian Brandt, der seit Jahren das Gesicht des BVB werden soll, kann derzeit wieder einmal die Last der Verantwortung nicht tragen. Auch wenn das erl\u00f6sende 2:0 gegen Donezk sehr fein f\u00fcr Serhou Guirassy vorbereitet hatte (44.). Der St\u00fcrmer hatte auch schon das 1:0 erzielt, er war in einen Schuss von Karim Adeyemi gelaufen und hatte den Ball damit unhaltbar f\u00fcr den starken Torwart Dmytro Riznyk abgef\u00e4lscht. Er steht nun bei neun Toren in acht Spielen. Das ist herausragend und damit derzeit etwas Einzigartiges im Spiel des BVB.<\/p>\n<p>In diesem Jahr hatten die Borussen noch kein Spiel gewonnen, waren auf ersch\u00fctternde Weise in der Champions League in Bologna kollabiert. Ein Sieg dort oder mindestens ein Remis h\u00e4tten Dortmund direkt ins Achtelfinale gef\u00fchrt. Sahin flog unmittelbar danach, Tullberg \u00fcbernahm und der BVB muss in die Playoffs der K\u00f6nigsklasse. Es geht gegen Sporting Lissabon oder den FC Br\u00fcgge. Im Achtelfinale w\u00fcrden der OSC Lille oder Aston Villa warten.<\/p>\n<p>Ein Magier ist auch der d\u00e4nische Nachwuchscoach nicht, aber ihm gelang, was seinem Vorg\u00e4nger immer weniger gelungen war. Er gab der zuckenden Mannschaft Energie. Lie\u00df sie laufen und k\u00e4mpfen. Und brachte dem unerm\u00fcdlichen K\u00e4mpfer pl\u00f6tzlich gef\u00e4hrliche Standards bei. Er spricht eine einfache Sprache und jubelte nach Toren wie ein Derwisch-Klopp. Das waren authentische Momente, die der sich selbst verlorene BVB lange nicht erlebt hatte. Das brachte ihm gro\u00dfe Sympathien ein. Und Argumente, die aber nicht reichten f\u00fcr eine Weiterbesch\u00e4ftigung bei den Profis. Gegen Donezk war es erneut die Bereitschaft, die den BVB im Spiel hielt. Und nicht die feine Kunst, die allerdings ab und an mal aufblitzte. Etwa beim 3:1, das Ramy Bensebaini nach Hakenvorlage von Giovanni Reyna elegant veredelte.<\/p>\n<h2>Die Trainer haben das bessere Blatt<\/h2>\n<p>Der Genesungsprozess des Patienten BVB schritt voran. Anstelle des jungen Doktor Tullberg \u00fcbernimmt nun der erfahrende Mediziner Kovac. Er steht f\u00fcr Disziplin, wird leb- und seelenlose Auftritte seiner neuer Mannschaft, davon gab es einige zuletzt, nicht hinnehmen. Und er steht f\u00fcr einen stabilen, nicht aber mitrei\u00dfenden Fu\u00dfball. Den h\u00e4tte Roger Schmidt versprochen, der aber wollte nach seinem Benfica-Aus (noch) nicht wieder aktiv werden. Ob der neue Trainer mit der Borussia warm wird, ob es ein gutes Match wird? Die Begeisterung f\u00fcr den Kroaten h\u00e4lt sich in der Fanszene vorerst, um es vorsichtig zu formulieren, in \u00fcberschaubaren Grenzen.<\/p>\n<figure> <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/sport\/fussball\/FC-Bayern-und-Bayer-Leverkusen-drohen-Hammerlose-in-der-Champions-League-article25525391.html\" rel=\"noreferrer\" target=\"_blank\">      <img decoding=\"async\" alt=\"imago1058284433.jpg\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/img\/25525413-1738191727000\/17-6\/1136\/imago1058284433.jpg\"\/> <\/a> <\/figure>\n<p>   Fu\u00dfball  30.01.25    Dortmund nat\u00fcrlich im Gl\u00fcck Massive Hammerlos-Gefahr f\u00fcr Bayern und Bayer    <\/p>\n<p> Zumal auch nicht klar scheint, wie \u00fcberzeugt der BVB selbst von der L\u00f6sung ist. Warum gab es Anfang der Woche ein Treffen mit Ralf Rangnick, der auch noch f\u00fcr alles steht, was die Fans der Borussia ablehnen, wenn Kovac der Wunschkandidat war? Warum wollte man dem 53-J\u00e4hrigen erstmal nur ein Feuerwehrmann-Papier geben und nicht direkt auch \u00fcber die Saison hinaus binden? Wom\u00f6glich weil die Auswahl an interessierten, tauglichen und verf\u00fcgbaren Kandidaten nicht sonderlich gro\u00df war? Wohl auch deshalb konnte Kovac, v\u00f6llig verst\u00e4ndlich aus seiner Sicher, sich einen Vertrag \u00fcber anderthalb Jahre herauspokern. Der BVB ist kein stolzer, vor Kraft strotzender Riese mehr, sondern einer, der derzeit Wege des geringen Widerstands gegen muss.<\/p>\n<p>Kovac&#039; Trainervita ist ein munteres Auf und Ab. Mit Eintracht Frankfurt schrieb er einst eine bemerkenswerte Geschichte, gewann den DFB-Pokal. Mit dem FC Bayern holte er das Double und verlor aber die Kabine. Unter anderem, weil er Thomas M\u00fcller verbal degradierte. Bei der AS Monaco lief es sportlich zun\u00e4chst gut, aber sein angeblich zu &quot;milit\u00e4rischer&quot; F\u00fchrungsstil kam nicht gut an und beim VfL Wolfsburg zuletzt lief es gar nicht. Nun also der BVB. Und mit dem trifft er im ersten Spiel am 8. Februar auf den VfB Stuttgart, mit Sebastian Hoene\u00df. Nicht wenige in Dortmund h\u00e4tte den gerne zur neuen Saison als Trainer bei der Borussia gesehen.<\/p>\n<p>Quelle: ntv.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Fu\u00dfball Borussia Dortmund k\u00e4mpft in der Champions League um Form, Selbstvertrauen und ein bisschen noch um die direkte Qualifikation f\u00fcr das Achtelfinale. 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