{"id":29016,"date":"2025-01-20T23:46:53","date_gmt":"2025-01-20T20:46:53","guid":{"rendered":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/panik-und-wut-statt-euphorie-die-schweineliga-greift-nach-rot-weiss-essen\/"},"modified":"2025-01-20T23:46:53","modified_gmt":"2025-01-20T20:46:53","slug":"panik-und-wut-statt-euphorie-die-schweineliga-greift-nach-rot-weiss-essen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/panik-und-wut-statt-euphorie-die-schweineliga-greift-nach-rot-weiss-essen\/","title":{"rendered":"Panik und Wut statt Euphorie: Die Schweineliga greift nach Rot-Weiss Essen"},"content":{"rendered":"<p class=\"caps\">Fu\u00dfball         \t\t                   \t\t               \t\t                    <\/p>\n<figure> \t\t                       \t\t                        <img decoding=\"async\" alt=\"Rot-Weiss muss m\u00e4chtig um den Klassenerhalt in der 3. Liga bangen.\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/img\/25500987-1737367367000\/16-9\/750\/imago0240974749h.jpg\"\/><figcaption>\n<p>Rot-Weiss muss m\u00e4chtig um den Klassenerhalt in der 3. Liga bangen.<\/p>\n<\/figcaption><\/figure>\n<p><strong>Gegen Alemannia Aachen will Rot-Weiss Essen die Aufholjagd in der 3. Fu\u00dfball-Liga starten &#8211; und steht am Ende entt\u00e4uscht da. Der Kapit\u00e4n gesteht, dass er &quot;stinksauer&quot; ist und ein Neuzugang zweifelt daran, ob alle Spieler bereit sind f\u00fcr den Existenzkampf.<\/strong><\/p>\n<p>Rot-Weiss Essen hat eine panische Angst: blo\u00df nicht zur\u00fcck in die Schweineliga! Viel zu lange waren die M\u00e4nner von der Hafenstra\u00dfe in der Regionalliga West gefangen, in diesem Nadel\u00f6hr, das den Weg in den Profifu\u00dfball so verdammt schwer macht. Im Sommer 2022 war den Rot-Weissen endlich die Flucht gelungen, seither konnte sich das Team in der 3. Liga von den Klauen des Monsters fernhalten. Im vergangenen Jahr waren sie phasenweise sogar so gut, dass sie vom Aufstieg in die 2. Bundesliga tr\u00e4umten. Doch dieser sch\u00f6ne Traum hat sich l\u00e4ngst in einen Albtraum verwandelt. Essen steckt dick im Abstiegskampf, ist Tabellen-19. und damit Vorletzter, und hat am Sonntag (erneut) die Hoffnung verloren. Dabei war die in den vergangenen Tagen eigentlich gro\u00df geworden.<\/p>\n<p>Wieder einmal. Das Konzept Hoffnung sammeln und Hoffnung verlieren haben sie auch an der Hafenstra\u00dfe zur Perfektion getrieben. In diesen Tagen sind die Vereinsfarben eher schwarz und wei\u00df. Grau ist nur der schwere Nebel-Schleier, der sich seit Tagen immer wieder \u00fcber den Ruhrpott legt und alles zu erdr\u00fccken scheint. Die Vorfreude auf die R\u00fcckrunde, die Freude \u00fcber die vermeintlichen Transfercoups mit Mittelst\u00fcrmer Dominik Martinovic und dem kn\u00fcppelharten Antreiber Klaus Gjasula, im Sommer noch EM-Teilnehmer mit Albanien. <\/p>\n<p>200 Fans waren ins Trainingslager in die T\u00fcrkei gereist und hatten den seit Jahren durch die 3. Liga tingelnden Neu-Trainer Uwe Koschinat auf beste Weise fassungslos gemacht: &quot;Ich habe es zum ersten Mal in dieser Form so erlebt. Wie man hier empfangen wird, welche Bedeutung der Klub f\u00fcr die Menschen hat&quot;, sagte der 53-J\u00e4hrige dem Portal Reviersport. &quot;Deshalb wollen wir alles daf\u00fcr tun, um die Klasse zu halten.&quot; Doch die klitzekleine Euphorie im Abstiegskampf wurde an diesem Sonntag in Fetzen gerissen. Bei Aufsteiger Alemannia Aachen gab es eine aufr\u00fcttelnde 0:2-Niederlage f\u00fcr die Essener. Sie h\u00e4tte viel h\u00f6her ausfallen k\u00f6nnen, h\u00e4tte Aachen nicht ein chronisches Abschlussproblem.<\/p>\n<h2>Alle sind nur noch stinksauer<\/h2>\n<p>So war das Ergebnis noch die beste Nachricht nach einem Spieltag zum Vergessen. Die eigene Leistung nicht ausreichend, um die Liga zu halten. Die Fans w\u00fctend, die Konkurrenz aus Osnabr\u00fcck und Hannover erfolgreich. &quot;Es ist verst\u00e4ndlich, dass unsere Fans stinksauer auf uns sind. Das sind wir auch&quot;, sagte der resignierte Kapit\u00e4n Michael Schultz bei MagentaSport. &quot;Dass uns Aachen in so einem Spiel den Schneid abkauft, das darf nicht sein&quot;, schimpfte der Innenverteidiger und beklagte ein Auseinanderfallen seines Teams. Dabei sollte genau das einer Mannschaft aus dem Ruhrpott nicht passieren, der doch mindestens Flei\u00df und Kampf seit jeher an den Knochen klebt. Wie die Currysauce an der Bratwurst, wie die Mayonnaise an den Pommes. <\/p>\n<p>In Essen schmeckt der Fu\u00dfball aber derzeit so gar nicht. Seit sieben Spielen gab es keinen Dreier mehr f\u00fcr RWE, das kostete Trainer Christoph Dabrowski Mitte Dezember den Job. In Fankreisen kam das nicht gut an. Offenbar war der 46-J\u00e4hrige nicht das faule Ei im Nest. Denn auch unter Koschinat l\u00e4uft es im dritten Spiel (noch) nicht.<\/p>\n<h2>Der Preis des kleinen Erfolgs ist bezahlbar<\/h2>\n<p>Der Preis der vergangenen Saison, er war zu hoch f\u00fcr die Essener. Die Rechnung f\u00fcr den Rausch fliegt ihnen jetzt um die Ohren. Vinko Sapina, die Instanz im Mittelfeld, machte den Abflug. Er ging f\u00fcr 250.000 Euro zu Dynamo Dresden und durfte sich wenig nette Worte von den RWE-Fans anh\u00f6ren. Auch Felix G\u00f6tze zog weiter, er spielt jetzt mit dem SC Paderborn um den Aufstieg in die Bundesliga. Er ist bei den Ostwestfalen einer der besten Spieler der gesamten Liga. F\u00fcr ihn gab es kein Geld, wie auch f\u00fcr alle anderen Abg\u00e4nge nicht. F\u00fcr einen ewig klammen Klub wie RWE ein mittelschweres Desaster. Aufgefangen wurde der massive Verlust an Qualit\u00e4t und F\u00fchrung nicht, beziehungsweise der Kaderplan des Sommers ging einfach nicht auf. Zu viele Zug\u00e4nge funktionieren nicht. Auch deswegen nun die Korrekturen beim taumelnden Giganten, der doch wieder von einer glorreichen R\u00fcckkehr in die 2. Liga tr\u00e4umt, aber vom Monster Schweineliga fest im Klammergriff gehalten wird. Koschinat versucht, diesen Griff zu l\u00f6sen. Bislang vergeblich.<\/p>\n<figure> <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/img\/25502263-1737392359000\/16-9\/750\/imago1057967071h.jpg\" rel=\"noreferrer\" target=\"_blank\">      <img decoding=\"async\" alt=\"In Osnabr\u00fcck entlassen, soll Uwe Koschinat jetzt Essen in der 3. Liga halten.\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/img\/25502263-1737392359000\/16-9\/750\/imago1057967071h.jpg\"\/> <\/a><figcaption>\n<p>In Osnabr\u00fcck entlassen, soll Uwe Koschinat jetzt Essen in der 3. Liga halten.<\/p>\n<p>(Foto: IMAGO\/foto2press)<\/p>\n<\/figcaption><\/figure>\n<p> Und auch in diesem Winter kommt der Klub nicht ohne Nebenger\u00e4usche am Markt aus. W\u00e4hrend der 21 Jahre junge St\u00fcrmer Leonardo Vonic (17 Ligaspiele, 5 Tore) wohl v\u00f6llig \u00fcberraschend zum FC Porto wechselt und RWE damit offenbar rund 400.000 Euro als Einnahme beschert, w\u00e4chst sich der Transfer von St\u00fcrmer Marek Janssen zu einer zerm\u00fcrbenden H\u00e4ngepartie aus. Im Sommer kommt er Medienberichten zufolge fix, aber Essen h\u00e4tte ihn gerne schon jetzt, doch der SV Meppen blockt bei seinem Torj\u00e4ger ab. Und das, obwohl der emsl\u00e4ndische Traditionsklub in der Regionalliga Nord sportlich jenseits von Gut und B\u00f6se unterwegs ist. <\/p>\n<p>Aachen war Koschinats drittes Spiel, seine Bilanz: ein Remis gegen den VfB Stuttgart II (2:2) und zwei 0:2-Niederlagen in Aachen und Osnabr\u00fcck. Viel schwerer als die Bilanz wirkt allerdings das Gef\u00fchl, dass der neue Trainer nach der Partie in Aachen mit nach Hause schleppte: &quot;Ich habe versucht, all meine Energie auf den Platz zu bringen, aber ehrlicherweise bin ich nicht allzu weit gekommen.&quot; Koschinat selbst befand, dass er seine Spieler auf den aggressiven Gegner gut vorbereitet habe. Aber jene, die angesichts der gro\u00dfen Personalnot (acht verletzte und erkrankte Spieler) gegen Alemannia auf dem Platz standen, sind offenbar nicht bereit f\u00fcr die schwere Aufgabe. &quot;Wir haben viele Spieler, die viel Talent haben, die bisher aber nur in Ausbildungsvereinen aktiv waren, wo es eher um die pers\u00f6nliche Entwicklung geht. Sie haben mit dem Druck zu k\u00e4mpfen. Umso wichtiger wird es, dass Spieler wie Gjasula zur\u00fcckkommen.&quot; <\/p>\n<h2>Koschinat macht F\u00fchrungsspielern klare Ansage<\/h2>\n<p>Der neue Leader im Mittelfeld hatte die Partie erkrankt verpasst. Am kommenden Wochenende, wenn es gegen Mitkonkurrent Hannover 96 II geht, soll er wieder mitwirken und dieser so zitternden Mannschaft den dringend ben\u00f6tigten Halt und die herbeigesehnte Widerstandskraft geben. Allerdings nicht nur er. Koschinat nahm nach der Pleite all seine Spieler in die Pflicht, die f\u00fcr f\u00fchrende Rollen eigentlich infrage kommen sollten. &quot;Wir m\u00fcssen auch daran arbeiten, dass die Erfahrenen in ihre Form kommen. Sie m\u00fcssen erkennen, mit welchen Mitteln arbeitet der Gegner, dann m\u00fcssen sie erkennen, wie man dagegen arbeitet. Das erwarte ich einfach. Das haben sie in Aachen nicht gemacht.&quot; Alles soll, alles muss besser werden. Es lebe die Hoffnung! An der Hafenstra\u00dfe soll der Befreiungsschlag her, sonst droht das n\u00e4chste gro\u00dfe Drama in diesem ewig unruhigen Traditionsverein, der das Drama seit Jahren kultiviert und es dabei hassliebt. <\/p>\n<p>  <strong>Mehr zum Thema<\/strong>    Trainer fliegt, Not ist riesig Rot-Weiss Essen taumelt in dramatische Abw\u00e4rtsspirale       Was l\u00e4uft falsch in Osnabr\u00fcck? 67,7-Millionen-Euro-Frage lastet auf abst\u00fcrzendem Traditionsklub       Rot-Weiss Essen vs. Preu\u00dfen Der n\u00e4chste dramatische Kampf der erbitterten Rivalen     <\/p>\n<p>Aber vorerst herrscht die Fassungslosigkeit: Dominik Martinovic stand zum ersten Mal f\u00fcr den Klub auf dem Rasen. Der Transfer des St\u00fcrmers hatte f\u00fcr Aufsehen gesorgt, der 27-J\u00e4hrige war umworben. Unter anderem von Aachen. Die Alemannia ging leer aus und staunte \u00fcber die &quot;verr\u00fcckten Sachen&quot;, die der Klub aus dem Ruhrgebiet finanziell offenbar stemmen kann. Der St\u00fcrmer wechselte aus der ersten kroatischen Liga nach Essen und wei\u00df nun, dass er sich nicht f\u00fcr die Komfortzone entschieden hat, sondern f\u00fcr den herausfordernden Existenzkampf.<\/p>\n<p>Und f\u00fcr diesen sieht er nicht alle Spieler von RWE ger\u00fcstet: &quot;Es ist m\u00f6glich, dass dem ein oder anderen aufgrund der Hinrunde das Selbstvertrauen fehlt. Aber ganz ehrlich, das ist Profifu\u00dfball. Das ist kein Druck, sondern ein Privileg, vor so einer vollen H\u00fctte Fu\u00dfball spielen zu d\u00fcrfen&quot;, schimpfte Martinovic. &quot;Der Trainer gibt uns so viel Selbstvertrauen &#8211; egal, ob wer in der Startelf steht oder auf der Bank sitzt. Wenn du vor 30.000 nicht die Eier hast zu versuchen, mal die Eins-gegen-Eins-Situation aufzul\u00f6sen, dann bist du fehl am Platz.&quot; Und im Kampf gegen das Schweineliga-Monster chancenlos.<\/p>\n<p>Quelle: ntv.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Fu\u00dfball Rot-Weiss muss m\u00e4chtig um den Klassenerhalt in der 3. Liga bangen. Gegen Alemannia Aachen will Rot-Weiss Essen die Aufholjagd in der 3. 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