{"id":28982,"date":"2025-01-15T17:06:20","date_gmt":"2025-01-15T14:06:20","guid":{"rendered":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/ausbruch-in-brandenburg-mks-virus-stammt-aus-dem-iran-oder-der-turkei\/"},"modified":"2025-01-15T17:06:20","modified_gmt":"2025-01-15T14:06:20","slug":"ausbruch-in-brandenburg-mks-virus-stammt-aus-dem-iran-oder-der-turkei","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/ausbruch-in-brandenburg-mks-virus-stammt-aus-dem-iran-oder-der-turkei\/","title":{"rendered":"Ausbruch in Brandenburg: MKS-Virus stammt aus dem Iran oder der T\u00fcrkei"},"content":{"rendered":"<p class=\"caps\">Wissen         \t\t                   \t\t               \t\t                    <\/p>\n<figure> \t\t                       \t\t                        <img decoding=\"async\" alt=\"Drei Wasserb\u00fcffel in Brandenburg starben nach der Infektion mit MKS.\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/img\/25490003-1736936609000\/16-9\/750\/imago773062986.jpg\"\/><figcaption>\n<p>Drei Wasserb\u00fcffel in Brandenburg starben nach der Infektion mit MKS.<\/p>\n<\/figcaption><\/figure>\n<p><strong>Auf einem Hof in Brandenburg bricht die hochansteckende Maul- und Klauenseuche aus. Die Herkunft des Virus kann nun nachgewiesen werden: Es stammt aus der T\u00fcrkei oder dem Iran. Wie die Tiere sich infiziert haben, ist weiter unklar. Die Suche nach weiteren infizierten Tieren l\u00e4uft.<\/strong><\/p>\n<p>Erstmals seit mehr als 35 Jahren bricht die hochansteckende Maul- und Klauenseuche in Deutschland aus. Betroffen ist eine Wasserb\u00fcffel-Herde in H\u00f6now im brandenburgischen Landkreis M\u00e4rkisch-Oderland. Drei Tiere waren verendet. Nach Genuntersuchungen konnten Experten jedoch die Herkunft der Viren nachweisen: Ihre n\u00e4chsten Verwandten stammen demnach aus der T\u00fcrkei oder dem Iran, sagte Martin Beer, Leiter des Instituts f\u00fcr Virusdiagnostik am Friedrich-Loeffler-Institut bei einer Presskonferenz. R\u00e4tselhaft bleibt, wie und wo sich die Tiere infiziert haben.<\/p>\n<p>&quot;Das Virus z\u00e4hlt zur MESA-Gruppe, die im Nahen Osten und S\u00fcdostasien verbreitet ist&quot;, sagte Beer. In diesen L\u00e4ndern ist das MKS-Virus endemisch, es kommt also immer wieder zu Erkrankungen bei Tieren. Allerdings k\u00f6nne man von der Herkunft des Virus nicht darauf schlie\u00dfen, auf welche Weise genau sich die Wasserb\u00fcffel angesteckt haben, so Beer. &quot;Etwa k\u00f6nnen auch Lebensmittel, die nicht erhitzt oder behandelt wurden, das Virus transportieren&quot;, sagte der Experte. <\/p>\n<h2>Einige Ansteckungswege ausgeschlossen<\/h2>\n<p>Allerdings k\u00f6nnten andere Wege der Infektion der Tiere ausgeschlossen werden, sagte Carola Sauter-Louis, Leiterin des Instituts f\u00fcr Epidemiologie am Friedrich-Loeffler-Institut. Da zum letzten Mal im September 2024 neue Tiere in den Bestand gekommen seien, sei das Virus nicht dar\u00fcber in den Bestand gekommen. Auch eine \u00dcbertragung durch Menschen &#8211; die ihrerseits nicht erkranken, aber Tiere anstecken k\u00f6nnen &#8211; sei auszuschlie\u00dfen. &quot;Der Besitzer war selbst nicht in Regionen, wo MKS endemisch ist und hat auch keinen Besuch aus diesen L\u00e4ndern bekommen&quot;, so Sauter-Louis.<\/p>\n<p>Wie geht es weiter? Da es sich um einen Freilandbetrieb handelt, sei dieser vor Bekanntwerden des Ausbruchs nicht hermetisch abgeriegelt gewesen, betonte Sauter-Louis. Deswegen w\u00fcrden nun weiter Betriebe im Umkreis zum betroffenen Hof untersucht. Bis zuletzt konnte jedoch noch kein weiterer positiver Fall nachgewiesen werden. Au\u00dferdem wurde eine Schutzzone und eine \u00dcberwachungszone eingerichtet.<\/p>\n<p>In dem betroffenen Betrieb waren nach dem Ausbruch elf weitere Tiere vorsorglich get\u00f6tet worden. Weitere F\u00e4lle der Krankheit wurden seitdem nicht festgestellt. Als weitere Ma\u00dfnahme wurden auch Tiere weiterer Betriebe get\u00f6tet, weil ein Kontakt mit dem Ausbruchsbetrieb nicht ausgeschlossen werden konnte. Bis Mittwochabend gilt innerhalb Brandenburgs ein Transportverbot f\u00fcr Schweine, Schafe, Rinder und Ziegen.<\/p>\n<h2>\u00dcbertragung auch durch Luft m\u00f6glich<\/h2>\n<p>  <strong>Mehr zum Thema<\/strong>    Schweinehalter zuversichtlich Kaum Auswirkungen durch Maul- und Klauenseuche bef\u00fcrchtet       Erster Covid-Tod vor f\u00fcnf Jahren Wie gut ist die Welt f\u00fcr neue Pandemien ger\u00fcstet?    <\/p>\n<p>Die Maul- und Klauenseuche ist eine hochansteckende Viruserkrankung bei Klauentieren, also Rindern, Schafen, Ziegen und Schweinen. Auch viele Zoo- und Wildtiere k\u00f6nnen an MKS erkranken. Das RNA-Virus aus der Gattung der Aphthoviren, ist h\u00f6chst infekti\u00f6s und widerstandsf\u00e4hig. Es \u00fcbertr\u00e4gt sich \u00fcber direkten Kontakt, K\u00f6rperfl\u00fcssigkeiten, Futtermittel und sogar \u00fcber sehr weite Strecken \u00fcber die Luft.<\/p>\n<p>Nachdem das Friedrich-Loeffler-Institut am Wochenende den Serotyp O bestimmen konnte, k\u00f6nnten nach Institutsangaben auch schnell passende Impfstoffe in Deutschland produziert werden, sollte es zu Ringimpfungen kommen m\u00fcssen. Bei einer Ringimpfung handelt es sich um eine Impfung aller Tiere rund um einen Seuchenherd, um die weitere Ausbreitung zu verhindern.<\/p>\n<p>Quelle: ntv.de, kst<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wissen Drei Wasserb\u00fcffel in Brandenburg starben nach der Infektion mit MKS. Auf einem Hof in Brandenburg bricht die hochansteckende Maul- und Klauenseuche aus. 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