{"id":28877,"date":"2024-12-29T07:19:21","date_gmt":"2024-12-29T04:19:21","guid":{"rendered":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/extreme-falle-nehmen-zu-wie-chinas-fuhrung-amoklaufe-vertuschen-will\/"},"modified":"2024-12-29T07:19:21","modified_gmt":"2024-12-29T04:19:21","slug":"extreme-falle-nehmen-zu-wie-chinas-fuhrung-amoklaufe-vertuschen-will","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/extreme-falle-nehmen-zu-wie-chinas-fuhrung-amoklaufe-vertuschen-will\/","title":{"rendered":"&#8220;Extreme F\u00e4lle&#8221; nehmen zu: Wie Chinas F\u00fchrung Amokl\u00e4ufe vertuschen will"},"content":{"rendered":"<p class=\"caps\">Politik         \t\t                   \t\t               \t\t                    <\/p>\n<figure> \t\t                       \t\t                        <img decoding=\"async\" alt=\"Aus \u00c4rger \u00fcber den Verlauf seiner Scheidung fuhr ein Mann im S\u00fcden Chinas bei einer Amokfahrt 35 Menschen tot.\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/img\/25457301-1735445356000\/16-9\/750\/499716839.jpg\"\/><figcaption>\n<p>Aus \u00c4rger \u00fcber den Verlauf seiner Scheidung fuhr ein Mann im S\u00fcden Chinas bei einer Amokfahrt 35 Menschen tot.<\/p>\n<\/figcaption><\/figure>\n<p><strong>Eine Serie von blutigen Amoktaten sorgt in China zuletzt f\u00fcr Aufsehen. Pr\u00e4sident Xi gef\u00e4llt das nicht. Weisen die Gewaltakte doch auf ein erh\u00f6htes Stresslevel der eigenen B\u00fcrger. Wie in der Corona-Pandemie reagiert Peking mit Strenge und dem Versuch, die Konflikte im Keim zu ersticken. <\/strong><\/p>\n<p>Die Anweisung kam von ganz oben: Pr\u00e4sident Xi Jinping forderte die lokalen Regierungen im Land zu Ma\u00dfnahmen auf, um weitere &quot;extreme F\u00e4lle&quot; zu verhindern. Amoktaten sind zwar auch in China nicht grunds\u00e4tzlich etwas Neues. Aber zuletzt sorgten Angriffe, bei denen etliche Menschen erstochen oder von Autos \u00fcberfahren wurden, f\u00fcr gro\u00dfe Aufmerksamkeit. Und das m\u00f6chte die kommunistische F\u00fchrung offenbar um jeden Preis verhindern.<\/p>\n<figure> <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/politik\/Pentagon-China-baut-Atomstreitkraefte-aus-article25441941.html\" rel=\"noreferrer\" target=\"_blank\">      <img decoding=\"async\" alt=\"481299409.jpg\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/img\/25441947-1734540054000\/17-6\/1136\/481299409.jpg\"\/> <\/a> <\/figure>\n<p>   Politik  18.12.24    &quot;Mehr Ziele im Fokus&quot; Pentagon: China baut Atomstreitkr\u00e4fte aus    <\/p>\n<p> Vertreter der Beh\u00f6rden in vielen St\u00e4dten und Regionen betonten schnell, sie w\u00fcrden jegliche Art von pers\u00f6nlichen Streitigkeiten, die zu aggressivem Verhalten f\u00fchren k\u00f6nnten, genauer unter die Lupe nehmen &#8211; von Eheproblemen bis hin zu Meinungsverschiedenheiten in Erbangelegenheiten. Kritiker des chinesischen Regierungssystems f\u00fcrchten deswegen, dass die Eingriffe des Staates in die Privatsph\u00e4re der Menschen noch umfassender werden k\u00f6nnten.<\/p>\n<p>Allein im November kam es in China zu mindestens drei Amoktaten. In der Provinz Hunan fuhr ein Mann, der bei Investitionen viel Geld verloren hatte, vor einer Grundschule mit einem Auto in eine Menschenmenge; 30 Personen wurden verletzt. Ein Student, der seine Pr\u00fcfungen nicht bestanden hatte, erstach in einer Berufsschule in der Stadt Yixing acht Menschen. Der folgenschwerste Fall ereignete sich im s\u00fcdlichen Zhuhai, wo ein Mann, mutma\u00dflich aus \u00c4rger \u00fcber den Verlauf seiner Scheidung, bei einer Amokfahrt 35 Menschen t\u00f6tete.<\/p>\n<h2>&quot;Die Menschen k\u00f6nnen die Gesellschaft nicht mehr ertragen&quot;<\/h2>\n<figure> <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/politik\/Trump-laedt-Xi-zu-seiner-Amtseinfuehrung-ein-article25426780.html\" rel=\"noreferrer\" target=\"_blank\">      <img decoding=\"async\" alt=\"214371224.jpg\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/img\/25426794-1733981090000\/17-6\/1136\/214371224.jpg\"\/> <\/a> <\/figure>\n<p>   Politik  12.12.24    &quot;Wir verstehen uns gut&quot; Trump l\u00e4dt Xi zu seiner Amtseinf\u00fchrung ein    <\/p>\n<p> Auch wenn die Motive der T\u00e4ter verschieden gewesen sein m\u00f6gen, sehen Experten sehr wohl einen Zusammenhang &#8211; n\u00e4mlich ein \u00fcberw\u00e4ltigendes Gef\u00fchl, innerhalb der chinesischen Gesellschaft unter Druck gesetzt zu werden. Die Menschen h\u00e4tten &quot;das tiefe Gef\u00fchl, dass diese Gesellschaft sehr ungerecht ist und sie k\u00f6nnen es nicht mehr ertragen&quot;, sagt Wu Qiang, ein ehemaliger Professor f\u00fcr Politikwissenschaften.<\/p>\n<p>Seit 2015 nimmt die chinesische Polizei systematisch Menschenrechtsanw\u00e4lte und Mitglieder von Aktivistengruppen ins Visier. Viele wurden ins Gef\u00e4ngnis gesteckt, andere werden durch massive \u00dcberwachung in ihrer T\u00e4tigkeit eingeschr\u00e4nkt. Damit ist die Zivilgesellschaft, die sich etwa ab der Jahrtausendwende entwickelt hatte, wieder weitgehend zerst\u00f6rt worden. Der Politologe Wu wurde von der Tsinghua-Universit\u00e4t entlassen, nachdem er zu den Massenprotesten in Hongkong im Jahr 2014 geforscht hatte. Seit dem vergangenen Jahr st\u00fcnden regelm\u00e4\u00dfig Polizisten vor seinem Haus in Peking, sagt er.<\/p>\n<h2>Taten unterliegen der Zensur<\/h2>\n<figure>         <\/figure>\n<p>   Politik  02.12.24    &quot;Einflussagenten&quot; f\u00fcr Peking So spinnt China sein geheimes Netzwerk in Deutschland    <\/p>\n<p> Noch vor etwa zehn Jahren konnten Medien \u00fcber Vorf\u00e4lle im Land meist umgehend berichten. Bei den j\u00fcngsten Gewalttaten aber reagierten die Beh\u00f6rden mit weitreichender Zensur. Nach der Amokfahrt in der Stadt Zhuhai wurden jegliche Videos oder Augenzeugenberichte, die im Internet auftauchten, sofort gel\u00f6scht. Die Zahl der Verletzten bei dem Angriff in Hunan wurde erst bekanntgegeben, als es fast einen Monat sp\u00e4ter ein Gerichtsurteil gab. Weil es kaum \u00f6ffentliche Daten und Berichte gibt, ist es auch schwer einzusch\u00e4tzen, wie h\u00e4ufig es insgesamt zu derartigen Vorf\u00e4llen kommt.<\/p>\n<p>&quot;Zwischen 2000 und 2010 gab es viele Diskussionen, auch dar\u00fcber, wie wir diesen Menschen helfen k\u00f6nnten, wenn durch strukturelle Ver\u00e4nderungen die Risiken verringert w\u00fcrden. Aber jetzt gibt es das nicht&quot;, sagt Rose Luqiu, die eine prominente Journalistin des staatlichen chinesischen Senders Phoenix Television war und an der Hong Kong Baptist University lehrt. Sie gehe davon aus, dass die Beh\u00f6rden versuchten, durch verst\u00e4rkte Zensur Nachahmer zu verhindern. &quot;Es wird immer strenger werden&quot;, sagt sie. Aus Sicht des Staates sei dies die einzige L\u00f6sung.<\/p>\n<p>Nach dem Angriff in Zhuhai wies Xi die lokalen Regierungen laut einem Bericht der staatlichen Nachrichtenagentur Xinhua an, &quot;die Pr\u00e4vention und Kontrolle von Risiken an der Quelle zu erh\u00f6hen, extreme F\u00e4lle zu verhindern sowie Konflikte und Dispute rechtzeitig zu l\u00f6sen&quot;. Die Nachrichtenagentur AP fand mehr als ein Dutzend Mitteilungen von verschiedenen St\u00e4dten, in denen daraufhin Ma\u00dfnahmen verk\u00fcndet wurden.<\/p>\n<h2>&quot;Versteckte Risiken aufsp\u00fcren&quot;<\/h2>\n<figure> <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/panorama\/China-draengt-Frauen-zum-Kinderkriegen-um-Geburtenkrise-in-den-Griff-zu-bekommen-article25371832.html\" rel=\"noreferrer\" target=\"_blank\">      <img decoding=\"async\" alt=\"485655328.jpg\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/img\/25371530-1732002316000\/17-6\/1136\/485655328.jpg\"\/> <\/a> <\/figure>\n<p>   Panorama  20.11.24    Kampf gegen Geburtenkrise China dr\u00e4ngt Frauen zum Kinderkriegen    <\/p>\n<p> In der \u00f6stlichen Provinz Anhui besuchte ein regionaler Funktion\u00e4r der Kommunistischen Partei eine Schule, eine Polizeiwache und eine Chemiefabrik, in der er Arbeiter ermahnte, &quot;versteckte Risiken aufzusp\u00fcren&quot;. Er sagte, sie m\u00fcssten Streitigkeiten, auch solche innerhalb von Familien, Ehen und unter Nachbarn, &quot;gr\u00fcndlich und gewissenhaft untersuchen und l\u00f6sen&quot;. \u00c4hnliche Statements wurden von der Polizei und Staatsanwaltschaften ver\u00f6ffentlicht. Das Justizministerium k\u00fcndigte an, durch genauere Betrachtung von Streitigkeiten um Erbschaften, Wohnraum, Land und nicht ausbezahlte L\u00f6hne Konflikte einzud\u00e4mmen.<\/p>\n<p>Die Frage ist allerdings, auf welche Art die Beh\u00f6rden Informationen \u00fcber derartige Streitf\u00e4lle sammeln wollen. &quot;Ich denke, wir stehen da am Beginn eines Teufelskreises&quot;, sagt Lynette Ong, China-Expertin an der Universit\u00e4t Toronto. Wenn solche Konflikte im Keim erstickt werden sollten, dann sei davon auszugehen, dass das System gro\u00dfen Druck aus\u00fcben werde &#8211; etwa auf Schulen, Unternehmen und Fabriken.<\/p>\n<p>Die aktuellen Mitteilungen sind laut Ong zum Teil mit den strengen Vorgaben in China w\u00e4hrend der Corona-Pandemie vergleichbar. Damals h\u00e4tten die lokalen Beh\u00f6rden das Leben der Menschen so massiv eingeschr\u00e4nkt, dass es am Ende zu Protesten gekommen sei. Die Einf\u00fchrung von unsinnigen Ma\u00dfnahmen werde &quot;Widerstand und Wut und Beschwerden&quot; zur Folge haben, sagt sie. &quot;Und das wird den Teufelskreis verst\u00e4rken, weil dann noch weitere extreme Ma\u00dfnahmen verh\u00e4ngt werden.&quot;<\/p>\n<p>Quelle: ntv.de, Huizhong Wu, AP<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Politik Aus \u00c4rger \u00fcber den Verlauf seiner Scheidung fuhr ein Mann im S\u00fcden Chinas bei einer Amokfahrt 35 Menschen tot. 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