{"id":28768,"date":"2024-12-13T18:26:01","date_gmt":"2024-12-13T15:26:01","guid":{"rendered":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/inflation-und-rubel-verfall-russen-klagen-uber-stark-gestiegene-preise\/"},"modified":"2024-12-13T18:26:01","modified_gmt":"2024-12-13T15:26:01","slug":"inflation-und-rubel-verfall-russen-klagen-uber-stark-gestiegene-preise","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/inflation-und-rubel-verfall-russen-klagen-uber-stark-gestiegene-preise\/","title":{"rendered":"Inflation und Rubel-Verfall: Russen klagen \u00fcber stark gestiegene Preise"},"content":{"rendered":"<p class=\"caps\">Politik         \t\t                   \t\t               \t\t                    <\/p>\n<figure> \t\t                       \t\t                        <img decoding=\"async\" alt=\"Die Menschen in Russland m\u00fcssen bei Eink\u00e4ufen tiefer in die Tasche greifen.  \" src=\"https:\/\/apps-cloud.n-tv.de\/img\/25430812-1734094972000\/16-9\/750\/435916681.jpg\"\/><figcaption>\n<p>Die Menschen in Russland m\u00fcssen bei Eink\u00e4ufen tiefer in die Tasche greifen.<\/p>\n<\/figcaption><\/figure>\n<p><strong>Fast drei Jahre dauert der Krieg in der Ukraine nun schon an. T\u00e4glich regnen Raketen auf ukrainische St\u00e4dte nieder. Russische Gr\u00e4ueltaten sind Alltag. Mittlerweile bekommen aber auch die Menschen in Russland den Krieg zu sp\u00fcren. Gestiegene Preise sorgen f\u00fcr Unmut in der Bev\u00f6lkerung. <\/strong><\/p>\n<p>&quot;Alles ist teuer!&quot; &#8211; In Dedowsk, einer Kleinstadt rund 40 Kilometer nordwestlich von Moskau, verzweifelt manch einer angesichts der stark gestiegenen Preise. Die Inflation in Russland ist anhaltend hoch, trotz massiver Zinssteigerungen der Zentralbank. Viele machen den Krieg in der Ukraine daf\u00fcr verantwortlich &#8211; und w\u00fcnschen sich ein Ende der K\u00e4mpfe. &quot;Ich kaufe kein Rindfleisch mehr, es ist zu teuer&quot;, sagt Zinaida Kudrjawzewa. Sie ist 60 Jahre alt und lebt von einer Rente von 16.000 Rubel im Monat (etwas mehr als 140 Euro). &quot;Ich kann mir noch H\u00fchnchen, Milch, Brot und ab und zu Quark leisten, der ist auch teuer geworden.&quot; Auch Medikamente h\u00e4tten sich stark verteuert, ihre Miete k\u00f6nne sie kaum noch zahlen. &quot;Zum Gl\u00fcck geben mir meine T\u00f6chter Kleidung ab. Schauen Sie sich meine Schuhe an, die sind f\u00fcr junge Leute&quot;, seufzt Kudrjawzewa verlegen &#8211; bevor sie auf den Ukraine-Konflikt zu sprechen kommt: Sie w\u00fcnsche sich, &quot;dass es keinen Krieg mehr gibt&quot;. <\/p>\n<figure> <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/mediathek\/magazine\/auslandsreport\/Kreml-will-Geburten-anschieben-doch-Inflation-bremst-article25412935.html\" rel=\"noreferrer\" target=\"_blank\">      <img decoding=\"async\" alt=\"kinder.JPG\" src=\"https:\/\/apps-cloud.n-tv.de\/img\/25414217-1733478068000\/16-9\/1136\/kinder.jpg\"\/>    04:13 min  <\/a> <\/figure>\n<p>   Auslandsreport  08.12.24    Verbot f\u00fcr Kinderlos-Werbung Kreml will Geburten anschieben, doch Inflation bremst    <\/p>\n<p>Russland hatte im Februar 2022 seine Offensive in der Ukraine gestartet. Westliche Sanktionen und massive Investitionen ins Milit\u00e4r f\u00fchrten in dem Jahr in Russland zu einer Teuerungsrate von zw\u00f6lf Prozent. Auch in Deutschland und in der EU explodierten damals die Preise vor allem wegen ausbleibender Energielieferungen. Die Lage hat sich aber wieder beruhigt, die Inflationsrate n\u00e4hert sich wieder dem Zwei-Prozent-Ziel der Europ\u00e4ischen Zentralbank. Nicht so in Russland: 2023 stiegen die Preise erneut um 7,5 Prozent, im laufenden Jahr zog die Inflation sogar wieder an. Im November lag sie bei 8,9 Prozent. Der massive Wertverfall der Landesw\u00e4hrung Rubel verteuert Importg\u00fcter. Hinzu kommt der Arbeitskr\u00e4ftemangel, weil hunderttausende M\u00e4nner im Milit\u00e4r sind oder sich ins Ausland abgesetzt haben. <\/p>\n<p>Die Unternehmen m\u00fcssen deshalb attraktive Geh\u00e4lter anbieten, um Personal zu finden, was die Inflation anheizt. Viktor Markow, ein 75-j\u00e4hriger Rentner, zeigt auf dem R\u00fcckweg vom Supermarkt seine bescheidenen Eink\u00e4ufe: Brot, Kartoffeln, H\u00fchnchen. &quot;Die Preise steigen jeden Tag&quot;, sagte er. &quot;\u00c4pfel kosten 150 Rubel (1,33 Euro) und mehr. Der Kaffee 400 Rubel (3,55 Euro). Zu diesem Preis kaufe ich ihn nicht, ich warte auf ein Sonderangebot.&quot; Seine Rente bel\u00e4uft sich auf 22.000 Rubel. Auch Markow sieht den Konflikt in der Ukraine als Ursache f\u00fcr den Preisanstieg, da die Staatsausgaben erheblich gestiegen sind, um die R\u00fcstungsproduktion anzukurbeln und den Sold der Soldaten zu bezahlen. &quot;Der Krieg wird weitergehen&quot;, prognostiziert er verbittert. &quot;Und f\u00fcr den Krieg braucht man Ressourcen.&quot; In diesem Jahr k\u00f6nnen sich er und seine Frau Nina den traditionellen &quot;roten Kaviar&quot; zum Neujahrsfest nicht leisten. <\/p>\n<h2>Analysten: Zinserh\u00f6hungen m\u00f6glicherweise nicht wirksam<\/h2>\n<figure> <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/wirtschaft\/Putins-Eingriff-laesst-Rubel-minimal-im-Wert-steigen-article25414586.html\" rel=\"noreferrer\" target=\"_blank\">      <img decoding=\"async\" alt=\"imago0413457170h.jpg\" src=\"https:\/\/apps-cloud.n-tv.de\/img\/25414608-1733484250000\/17-6\/1136\/imago0413457170h.jpg\"\/> <\/a> <\/figure>\n<p>   Wirtschaft  06.12.24    Wieder mehr als ein US-Cent Putins Eingriff l\u00e4sst Rubel minimal im Wert steigen    <\/p>\n<p>Harte Zeiten gab es in Russland immer wieder. In den 2010er Jahren waren Kredite h\u00e4ufig das Mittel der Wahl und frisches Geld auf Pump trug ma\u00dfgeblich zum Wirtschaftswachstum bei. Doch auch Kredite sind mittlerweile f\u00fcr viele unerschwinglich. Die russische Zentralbank erh\u00f6hte ihre Leitzinsen im Oktober ein weiteres Mal auf nun 21 Prozent. Zentralbankchefin Elvira Nabjullina schloss angesichts der anhaltend hohen Inflation weitere Zinsschritte nicht aus. Doch Zinserh\u00f6hungen sind angesichts des hohen Niveaus der Staatsausgaben nach Ansicht von Analysten m\u00f6glicherweise kein wirksames Mittel. Denn die Idee einer restriktiven Geldpolitik zur Inflationsbek\u00e4mpfung ist, dass sich die Wirtschaft abk\u00fchlt und die Nachfrage sinkt. Der Staat reagiert aber deutlich weniger stark auf h\u00f6here Kreditkosten als die Privatwirtschaft. <\/p>\n<p>In Dedowsk sind vereinzelt Graffiti zu sehen: &quot;Nein zum Krieg!&quot; ist da etwa zu lesen. Wer so etwas sagt, kann nach den strengen Zensurgesetzen verfolgt werden. &quot;Nat\u00fcrlich will ich, dass Frieden einkehrt&quot;, sagt Viktoria dennoch. Die 30-j\u00e4hrige Mutter eines zweij\u00e4hrigen M\u00e4dchens wohnt in einem kleinen Holzhaus und arbeitet als Dolmetscherin und Fremdsprachenlehrerin. &quot;Alles, was gerade im Land passiert, verst\u00e4rkt die Angst der Menschen&quot;, sagt sie. Die Preise f\u00fcr Windeln und Babynahrung setzen ihr finanziell zu. Die Probleme der Russen stehen aber in keinem Verh\u00e4ltnis zu dem Leid, das die russische Armee t\u00e4glich in der Ukraine anrichtet. <\/p>\n<p>Quelle: ntv.de, lar\/AFP<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Politik Die Menschen in Russland m\u00fcssen bei Eink\u00e4ufen tiefer in die Tasche greifen. Fast drei Jahre dauert der Krieg in der Ukraine nun schon an. 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