{"id":28741,"date":"2024-12-09T03:55:57","date_gmt":"2024-12-09T00:55:57","guid":{"rendered":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/russland-und-assad-bei-miosga-syrien-ist-eine-klare-niederlage-fur-putin\/"},"modified":"2024-12-09T03:55:57","modified_gmt":"2024-12-09T00:55:57","slug":"russland-und-assad-bei-miosga-syrien-ist-eine-klare-niederlage-fur-putin","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/russland-und-assad-bei-miosga-syrien-ist-eine-klare-niederlage-fur-putin\/","title":{"rendered":"Russland und Assad bei &#8220;Miosga&#8221;: &#8220;Syrien ist eine klare Niederlage f\u00fcr Putin&#8221;"},"content":{"rendered":"<p class=\"caps\">Politik         \t\t                   \t\t               \t\t                    <\/p>\n<figure> \t\t                       \t\t                        <img decoding=\"async\" alt=\"&quot;Der Glaube an einen Sieg ist nur noch bei wenigen Leuten zu finden&quot;, sagt der Journalist Moritz Gathmann.\" src=\"https:\/\/apps-cloud.n-tv.de\/img\/25418374-1733703872000\/16-9\/750\/DSC-3741.jpg\"\/><figcaption>\n<p>&quot;Der Glaube an einen Sieg ist nur noch bei wenigen Leuten zu finden&quot;, sagt der Journalist Moritz Gathmann.<\/p>\n<\/figcaption><\/figure>\n<p><strong>In Syrien jubeln Menschen \u00fcber den Sturz von Diktator Assad, doch bei \u201eCaren Miosga\u201c spricht Armin Laschet eine Warnung f\u00fcr das Land aus. Die ARD-Talkrunde erkennt negative Auswirkungen f\u00fcr die Ukraine &#8211; und ringt um M\u00f6glichkeiten f\u00fcr Friedensgespr\u00e4che von Trump bis hin zu deutschen Soldaten.<\/strong><\/p>\n<p>Mehr als 50 Jahre diktatorische Herrschaft der Assad-Familie sind zu Ende, das Regime in Syrien wurde von verschiedenen islamistischen Gruppen gest\u00fcrzt und Exil-Syrerinnen und -Syrer jubeln weltweit. Bei &quot;Caren Miosga&quot; soll es am Sonntagabend eigentlich um den Angriffskrieg gegen die Ukraine gehen, den Russland seit 1000 Tagen f\u00fchrt (seit der Annexion der Krim im Jahr 2014 sind bereits beinahe viermal so viele Tage vergangen). Aber die ARD-Talkmasterin baut die aktuellen Geschehnisse in Syrien in ihre Sendung ein, schlie\u00dflich fallen in beiden Kriegsschaupl\u00e4tzen seit Jahren russische Bomben.<\/p>\n<figure> <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/mediathek\/videos\/politik\/Syrien-stehen-enorme-Veraenderungen-bevor-article25417426.html\" rel=\"noreferrer\" target=\"_blank\">      <img decoding=\"async\" alt=\"496837526.jpg\" src=\"https:\/\/apps-cloud.n-tv.de\/img\/25417528-1733647569000\/16-9\/1136\/496837526.jpg\"\/>    06:20 min  <\/a> <\/figure>\n<p>   Politik  08.12.24    Assad gest\u00fcrzt, Zukunft ungewiss &quot;Syrien stehen enorme Ver\u00e4nderungen bevor&quot;    <\/p>\n<p> Syrien-Experten sind leider nicht geladen, daf\u00fcr freut sich Armin Laschet, dass &quot;die Diktatur der Assads zu Ende gegangen ist&quot;. Der CDU-Bundestagsabgeordnete und ehemalige Kanzlerkandidat warnt sogleich, dass der Regimesturz von Abu Mohammed al-Dscholani angef\u00fchrt wurde, &quot;einem, der zu Beginn des B\u00fcrgerkrieges noch bei der Al-Nusra-Front war, einer Nebengruppe von Al-Kaida&quot;. Die Frage sei, ob der Chef der islamistischen Miliz HTS sich wirklich ge\u00e4ndert habe. &quot;Wenn man jetzt glaubt, alles wird gut in Syrien: Davor w\u00fcrde ich warnen, da steht vieles auf der Kippe&quot;, sagt Laschet.<\/p>\n<p>Was der Sturz von Baschar al-Assad f\u00fcr Russland bedeutete, will Miosga von Moritz Gathmann wissen. &quot;Das ist eine klare Niederlage f\u00fcr Putin&quot;, erkl\u00e4rt der Journalist, der als langj\u00e4hriger Russland-Korrespondent f\u00fcr den &quot;Stern&quot; arbeitet: &quot;Russland hat sich \u00fcberdehnt.&quot; Das Land wolle als Weltmacht \u00fcberall, auch im Nahen Osten und in Afrika mitwirken, m\u00fcsse nun aber einsehen, dass es doch nur eine begrenzte milit\u00e4rische und wirtschaftliche Macht bes\u00e4\u00dfe. Russische Telegram-Kan\u00e4le seien &quot;konsterniert&quot;, so Gathmann, weil Russland in Syrien nun wohl strategisch wichtige Milit\u00e4rbasen verliert.<\/p>\n<h2>Major: Russland hat jetzt mehr Kapazit\u00e4ten f\u00fcr Ukraine<\/h2>\n<p>Hoffnungen, dass Russland \u00e4hnlich wie in Syrien sich auch aus der Ukraine zur\u00fcckziehen k\u00f6nnte, d\u00fcrfe man sich nicht machen, meint Claudia Major. Das Nachbarland habe f\u00fcr Putin eine ganz andere Bedeutung f\u00fcr Putin, &quot;eine existenzielle Bedeutung&quot;, sagt die Politikwissenschaftlerin und Leiterin der Forschungsgruppe Sicherheitspolitik der Stiftung Wissenschaft und Politik in Berlin. Doch auch sie glaubt, dass Moskau sich zu viel zugemutet hat. &quot;Wenn man sieht, wie schnell Russland verjagt wurde: Das ist eine Beschneidung der russischen Macht, eine Beschneidung des russischen Milit\u00e4ranspruchs.&quot; Andere L\u00e4nder, etwa in Afrika, w\u00fcrden sich jetzt fragen: &quot;Wie belastbar ist eine russische Unterst\u00fctzung, wenn die sich in Syrien so schnell zur\u00fcckziehen?&quot;<\/p>\n<figure> <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/politik\/Assad-und-seine-Familie-sind-nach-Moskau-geflohen-article25418242.html\" rel=\"noreferrer\" target=\"_blank\">      <img decoding=\"async\" alt=\"428019028.jpg\" src=\"https:\/\/apps-cloud.n-tv.de\/img\/25416263-1733557512000\/17-6\/1136\/428019028.jpg\"\/> <\/a> <\/figure>\n<p>   Politik  08.12.24    &quot;Asyl aus humanit\u00e4ren Gr\u00fcnden&quot; Assad und seine Familie sind nach Moskau geflohen    <\/p>\n<p>L aschet sieht &quot;wenig M\u00f6glichkeiten&quot; f\u00fcr Europa, um Syrien momentan zu helfen. Mann m\u00fcsse aber signalisieren, dass es f\u00fcr den Wiederaufbau die volle Unterst\u00fctzung der EU g\u00e4be, wenn ein Staat entstehe, &quot;der zur Kooperation bereit ist und bestimmte Standards einh\u00e4lt&quot;. Wenn das schiefgehe, w\u00e4ren neue Fl\u00fcchtlingsbewegungen f\u00fcr Europa die Folge. Au\u00dferdem m\u00fcsse man auf den t\u00fcrkischen Pr\u00e4sidenten Recep Tayyip Erdo\u011fan &quot;einwirken&quot;, der &quot;die Kurden schw\u00e4chen&quot; wolle, die man &quot;in ihrem Freiheitskampf nicht schon wieder alleine lassen&quot; d\u00fcrfen.<\/p>\n<p>Major erkennt in der Niederlage Russlands in Syrien eher negative Auswirkungen auf den Ukraine-Krieg. &quot;Wir m\u00fcssen davon ausgehen, dass Russland Teile der Kr\u00e4fte aus Syrien zur\u00fcckf\u00fchren und in der Ukraine einsetzen wird&quot;, sagt die Sicherheitsexpertin, die &quot;jetzt ein noch st\u00e4rkeres Engagement in der Ukraine&quot; und gerade aufgrund der Niederlage ein best\u00e4rktes Russland mit Bezug auf die Ziele in der Ukraine erwartet.<\/p>\n<p>Fortan werden in der Talkrunde m\u00f6gliche Verhandlungen zwischen Kiew und Moskau und die Sicherung eines Waffenstillstands diskutiert. &quot;Eines ist klar: Donald Trump wird diesen Krieg beenden&quot;, erkl\u00e4rt Laschet. Major ist sich da nicht so sicher. &quot;Wir sehen, dass Russland gerade unter sehr hohen Verlusten systematische Landgewinne macht&quot;, sagt die Politikwissenschaftlerin. Putin zeige momentan keinerlei Interesse an Verhandlungen, weil er sich auf der Gewinnerstra\u00dfe befinde. Zumindest versuche er, bis zum 20. Januar, wenn Trump zum neuen US-Pr\u00e4sidenten ernannt wird, so viele Gebiete wie m\u00f6glich zu erobern, denn dann &quot;k\u00f6nnte die Frontlinie zur Waffenstillstandslinie werden&quot;.<\/p>\n<p>Die Idee, durch milit\u00e4rische St\u00e4rke Russland an den Verhandlungstisch zu zwingen, wurde laut Major &quot;nie wirklich ausbuchstabiert&quot;, weil die Waffenlieferungen immer zu sp\u00e4t kamen, und nicht das beinhaltet haben, was die Ukraine wirklich gefordert hatte. Auch Laschet fragt sich, was ist, &quot;wenn Russland einfach weiter macht?&quot;. Dann m\u00fcssten Europa und die USA &quot;milit\u00e4risch so stark eskalieren, dass Russland doch bereit ist&quot;, gibt der CDU-Mann sogleich die Antwort. &quot;Ich bin gespannt, woher diese Unterst\u00fctzung kommen soll&quot;, kontert Major, gerade mit Blick auf Trump, der die Ukraine-Lieferung k\u00fcrzen will.<\/p>\n<h2>Wer w\u00fcrde den Waffenstillstand sichern?<\/h2>\n<p>Schnell wird in Miosgas Talkrunde deutlich, dass noch gar nicht klar ist, wor\u00fcber genau \u00fcberhaupt verhandelt werden soll. Putins Maximalforderungen, also ein Regime Change in Kiew und die Entmilitarisierung der Ukraine, &quot;sind nicht akzeptabel&quot;, sagt Laschet. Die Diskutanten einigen sich auf einen zentralen Punkt bei den Verhandlungen, auf den aber niemand eine Antwort hat: Wer ist bereit und f\u00e4hig, einen Waffenstillstand abzusichern?<\/p>\n<p>&quot;F\u00fcr Ukrainer ist es nur interessant, in Gespr\u00e4che zu gehen, wenn sie wissen, dass sie irgendjemand sch\u00fctzt&quot;, sagt Major. Es g\u00e4be keine vergleichbaren Garantien zur NATO-Mitgliedschaft, und die werde die Ukraine wohl nicht erhalten. &quot;Wenn wir ehrlich sind&quot;, sagt die Sicherheitsexpertin, &quot;diese ultimative Lebensversicherung, die sich Selenskyj w\u00fcnscht, wird es nicht geben.&quot; F\u00fcr eine Grenze von 3000 Kilometer, Belarus eingeschlossen, habe &quot;Europa gar nicht die Streitkr\u00e4fte, um solch eine Grenze zu sichern&quot;.<\/p>\n<p>  <strong>Mehr zum Thema<\/strong>    Moskau alarmiert Westliche Staaten feiern Ende der Assad-Diktatur       Assads Sturz mischt Karten neu Triumph f\u00fcr Erdogan, Schmach f\u00fcr Putin, Debakel f\u00fcr den Iran       Ende einer Zweckgemeinschaft Russland kommentiert Sturz von Assad kurz und knapp    <\/p>\n<p>&quot;Europa kann es nicht alleine&quot;, glaubt auch Laschet: &quot;Wir m\u00fcssen st\u00e4rker werden und mehr tun, aber ich halte ohne die Vereinigten Staaten eine dauerhafte Sicherheitsgarantie f\u00fcr die Ukraine ausgeschlossen.&quot; Deutsche Soldaten als Teil einer Friedensmission schlie\u00dft der CDU-Politiker nicht aus, dar\u00fcber d\u00fcrfe aber nicht vorschnell und leichtfertig entschlossen werden. Major teilt daraufhin ihre Sorge mit, dass Deutschland noch nicht verstanden habe, dass sich das Land auch bei einem Waffenstillstand in den kommenden Jahren nicht zur\u00fccklehnen k\u00f6nne und die eigene Aufr\u00fcstung und milit\u00e4rische Unterst\u00fctzung f\u00fcr Ukraine weiter ausgebaut werden m\u00fcssten. Zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts f\u00fcr die Verteidigung &quot;ist ein Ziel von gestern&quot;, sagt sie. Laschet erkennt daraufhin an, dass man &quot;umschichten&quot; m\u00fcsse im regul\u00e4ren Haushalt und auch mit weiteren Sonderverm\u00f6gen die Verteidigung unterst\u00fctzen k\u00f6nne.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend in Syrien zumindest momentan viele B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger jubeln, erleben die Ukrainer einen weiteren bitter umk\u00e4mpften Winter. &quot;Im letzten gab es den absoluten Tiefpunkt, seitdem hat sich die Stimmung in der Ukraine auf niedrigem Niveau eingependelt&quot;, sagt Gathmann, der oft im Land journalistisch unterwegs ist. &quot;Der Glaube an einen Sieg ist nur noch bei wenigen Leuten zu finden, besonders wenig bei Soldaten an der Front.&quot; Die Ukraine sei kriegsm\u00fcde, weil die &quot;bewusste Zerm\u00fcrbungsstrategie Russlands&quot; die Zivilbev\u00f6lkerung attackiere, erg\u00e4nzt Major. Das hei\u00dfe aber nicht, dass die Ukrainer in Verhandlungen einfach die Bedingungen Putins akzeptieren wollen.<\/p>\n<p>Quelle: ntv.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Politik &quot;Der Glaube an einen Sieg ist nur noch bei wenigen Leuten zu finden&quot;, sagt der Journalist Moritz Gathmann. 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