{"id":28593,"date":"2024-11-16T10:35:55","date_gmt":"2024-11-16T07:35:55","guid":{"rendered":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/top-okonomen-kennen-den-ausweg-ampel-weg-trump-da-was-die-kriselnde-wirtschaft-jetzt-braucht\/"},"modified":"2024-11-16T10:35:55","modified_gmt":"2024-11-16T07:35:55","slug":"top-okonomen-kennen-den-ausweg-ampel-weg-trump-da-was-die-kriselnde-wirtschaft-jetzt-braucht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/top-okonomen-kennen-den-ausweg-ampel-weg-trump-da-was-die-kriselnde-wirtschaft-jetzt-braucht\/","title":{"rendered":"Top-\u00d6konomen kennen den Ausweg: Ampel weg, Trump da &#8211; was die kriselnde Wirtschaft jetzt braucht"},"content":{"rendered":"<p class=\"caps\">Wirtschaft         \t\t                   \t\t               \t\t                    <\/p>\n<figure> \t\t                       \t\t                        <img decoding=\"async\" alt=\"Die k\u00fcnftige Bundesregierung und die Wirtschaft haben viele Baustellen, die marode Infrastruktur ist nur eine davon.\" src=\"https:\/\/apps-cloud.n-tv.de\/img\/25365546-1731684421000\/16-9\/750\/489492383.jpg\"\/><figcaption>\n<p>Die k\u00fcnftige Bundesregierung und die Wirtschaft haben viele Baustellen, die marode Infrastruktur ist nur eine davon.<\/p>\n<\/figcaption><\/figure>\n<p><strong>Mehr Investitionen und h\u00f6here R\u00fcstungsausgaben, weniger B\u00fcrokratie und niedrigere Energiekosten fordern renommierte Wirtschaftswissenschaftler bei ntv.de von der neuen Bundesregierung. Bei der Finanzierung scheiden sich die Geister. Doch eine Einigung muss her, und zwar schnell.<\/strong><\/p>\n<p>\u00d6konomen halten das Ende der Ampel-Koalition zwar grunds\u00e4tzlich f\u00fcr richtig, dessen Zeitpunkt aber f\u00fcr h\u00f6chst ungl\u00fccklich. &quot;Der Ampel-Ausfall in Berlin kommt zur Unzeit&quot;, moniert Moritz Schularick, Pr\u00e4sident des Kiel Instituts f\u00fcr Weltwirtschaft (IfW), gegen\u00fcber ntv.de. Deutschland steht nun vor &quot;monatelangem politischem Tauziehen&quot; &#8211; ausgerechnet jetzt, wo Investitionen und massiv h\u00f6here R\u00fcstungsausgaben in den Augen von Wirtschaftswissenschaftlern dringender denn je n\u00f6tig w\u00e4ren. Die deutsche Wirtschaft steckt in einer jahrelangen Stagnation, und nun droht unter dem baldigen US-Pr\u00e4sidenten Donald Trump auch noch ein neuer Zollkrieg, der weiteres wertvolles Wachstum kosten d\u00fcrfte. Die k\u00fcnftige Bundesregierung steht vor gewaltigen Herausforderungen.<\/p>\n<p>Angesichts der russischen Bedrohung der NATO-Ostflanke werde Trump &quot;uns gnadenlos erpressen&quot;, warnt Schularick. &quot;Um Trump \u00f6konomisch die Stirn bieten zu k\u00f6nnen, m\u00fcssen wir deshalb jetzt schnell f\u00fcr Sicherheit und Verteidigung sehr viel Geld in die Hand nehmen.&quot; Daneben muss \u00d6konomen zufolge in die marode Infrastruktur, aber auch von der Wirtschaft selbst deutlich mehr investiert werden. &quot;Deutsche Unternehmen haben \u00fcber Jahre hinweg viel weniger in neue Technologien und moderne Maschinen investiert als ihre Wettbewerber aus den USA, China und sogar aus anderen EU-L\u00e4ndern&quot;, betont etwa Jens S\u00fcdekum auf ntv.de-Anfrage. &quot;Das muss sich dringend \u00e4ndern, sonst verlieren wir immer weiter den Anschluss&quot;, mahnt der Professor f\u00fcr Internationale Volkswirtschaftslehre an der Heinrich-Heine-Universit\u00e4t D\u00fcsseldorf.<\/p>\n<figure> <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/mediathek\/videos\/wirtschaft\/Trump-Zoelle-koennten-Deutschland-33-Milliarden-Euro-kosten-article25343859.html\" rel=\"noreferrer\" target=\"_blank\">      <img decoding=\"async\" alt=\"f4f24e0b15ce9f6f4d5b6be686dd13a0.jpg\" src=\"https:\/\/apps-cloud.n-tv.de\/img\/25344172-1730966985000\/16-9\/1136\/f4f24e0b15ce9f6f4d5b6be686dd13a0.jpg\"\/>    01:23 min  <\/a> <\/figure>\n<p>   Wirtschaft  07.11.24    Sorge nach Wahlsieg Trump-Z\u00f6lle k\u00f6nnten Deutschland 33 Milliarden Euro kosten    <\/p>\n<p>Die Vorsitzende der Wirtschaftsweisen, Monika Schnitzer, stellt gegen\u00fcber ntv.de klar: &quot;Es sind die Unternehmen selbst, die f\u00fcr ihre Entwicklung zuallererst verantwortlich sind.&quot; Der Staat habe eine nachgeordnete, wenn auch wichtige Rolle. Die Professorin f\u00fcr Komparative Wirtschaftsforschung an der Ludwig-Maximilians-Universit\u00e4t M\u00fcnchen fordert von der neuen Bundesregierung vor allem Planungssicherheit &#8211; und zwar schnell. Planbarkeit und Verl\u00e4sslichkeit seien in den vergangenen Jahren &quot;durch die vielen gro\u00dfen Krisen, aber auch durch politische Uneinigkeit auf der Strecke geblieben&quot;. <\/p>\n<h2>Starke Wirtschaft f\u00fcr Augenh\u00f6he mit den USA<\/h2>\n<p>Auch Ifo-Chef Clemens Fuest betont gegen\u00fcber ntv.de: &quot;Retten k\u00f6nnen die deutsche Wirtschaft nur die Unternehmen und ihre Besch\u00e4ftigten.&quot; Deutschland habe noch immer viele sehr gute Unternehmen und eine gut ausgebildete Bev\u00f6lkerung, sagt Fuest. &quot;Wir k\u00f6nnen unsere Probleme aus eigener Kraft l\u00f6sen, wenn wir bereit sind, das wirklich anzugehen und Ver\u00e4nderungen zuzulassen.&quot;<\/p>\n<p>Wie diese Ver\u00e4nderungen aussehen und vor allem finanziert werden sollten, bewerten \u00d6konomen allerdings unterschiedlich. Das eher marktliberale Lager besteht auf einen &quot;schlanken&quot; Staat mit weniger B\u00fcrokratie, niedrigeren Kosten und Steuern sowie mehr Wettbewerb. Ex-Finanzminister Christian Lindners Grundsatzpapier zu einer &quot;Wirtschaftswende&quot;, in dessen Folge die Ampel-Koalition zerbrochen ist, sei ein &quot;Schritt in die richtige Richtung&quot;, teilt etwa Gunther Schnabl, Direktor der Denkfabrik Flossbach von Storch Research Institute, ntv.de mit. &quot;Es ist zu hoffen, dass sich mit der Wahl eine Mehrheit daf\u00fcr findet.&quot; <\/p>\n<figure> <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/wirtschaft\/Wirtschaftsweise-senken-Prognose-2025-nur-geringes-Wachstum-article25359197.html\" rel=\"noreferrer\" target=\"_blank\">      <img decoding=\"async\" alt=\"8c5e2511796e67b5a9c2614f782343f5.jpg\" src=\"https:\/\/apps-cloud.n-tv.de\/img\/25359218-1731505094000\/17-6\/1136\/8c5e2511796e67b5a9c2614f782343f5.jpg\"\/> <\/a> <\/figure>\n<p>   Wirtschaft  13.11.24    Dieses Jahr leichtes Minus Wirtschaftsweise senken Prognose: 2025 nur geringes Wachstum    <\/p>\n<p>Auch, um mit den USA auf Augenh\u00f6he sein zu k\u00f6nnen, brauche Deutschland eine &quot;starke Binnenwirtschaft, um weniger vom Export und von Investitionen im Ausland abh\u00e4ngig zu sein&quot;, betont Schnabl. &quot;Deutschland muss sich auf sich selbst verlassen k\u00f6nnen.&quot; Ifo-Chef Fuest fordert &quot;eine breite Agenda zur St\u00e4rkung der Bereitschaft, zu arbeiten und zu investieren&quot;. N\u00f6tig seien daf\u00fcr Reformen im Steuer- und Transfersystem, &quot;damit Arbeit sich lohnt&quot;.<\/p>\n<h2>Lindner habe sich bei der Schuldenbremse &quot;radikalisiert&quot;<\/h2>\n<p>Alle Parteien seien sich ziemlich einig, dass weniger Regulierung und B\u00fcrokratie Investitionen f\u00f6rdern w\u00fcrden, sagt S\u00fcdekum. Daneben fordern eher verteilungsorientierte Wirtschaftswissenschaftler aber auch, dass der Staat Geld in die Hand nimmt, besser gesagt Kredite &#8211; also eine Reform der Schuldenbremse, um mehr kreditfinanzierte Investitionen zu erlauben. &quot;Ohne eine solche Reform droht die neue Regierung am gleichen Hindernis zu scheitern wie die alte&quot;, f\u00fchrt Sebastian Dullien, Direktor des Instituts f\u00fcr Makro\u00f6konomie und Konjunkturforschung (IMK) der Hans-B\u00f6ckler-Stiftung, gegen\u00fcber ntv.de aus. &quot;Die massiven Investitionsbedarfe aus den bestehenden Budgets durch K\u00fcrzungen beim Sozialen herauszupressen&quot;, sei &quot;\u00f6konomisch wie gesellschaftlich falsch&quot;.<\/p>\n<figure> <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/mediathek\/videos\/politik\/Regierungsaussprache-bietet-ersten-Wahlkampf-Vorgeschmack-article25360584.html\" rel=\"noreferrer\" target=\"_blank\">      <img decoding=\"async\" alt=\"debatte.JPG\" src=\"https:\/\/apps-cloud.n-tv.de\/img\/25360666-1731567465000\/16-9\/1136\/debatte.jpg\"\/>    02:08 min  <\/a> <\/figure>\n<p>   Politik  14.11.24    &quot;Keine Sternstunde der Republik&quot; Regierungsaussprache bietet ersten Wahlkampf-Vorgeschmack    <\/p>\n<p>Durch eine expansivere Fiskalpolitik k\u00f6nnte Dullien zufolge auch der drohende &quot;Schock durch Trump-Z\u00f6lle zu einem betr\u00e4chtlichen Teil&quot; abgefedert werden. Der \u00d6konom hofft deshalb f\u00fcr die k\u00fcnftige Bundesregierung auf einen anderen Finanzminister. Lindner habe sich bei seiner Position zur Schuldenbremse &quot;zunehmend radikalisiert&quot; und das Verfassungsgerichtsurteil dazu &quot;immer wieder ganz besonders streng ausgelegt&quot;. <\/p>\n<p>CDU-Chef Friedrich Merz hat sich bereits offen f\u00fcr eine Reform der Schuldenbremse gezeigt. Die sogenannten Wirtschaftsweisen, also der Sachverst\u00e4ndigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, haben eine &quot;stabilit\u00e4tsorientierte&quot; Reform der Schuldenbremse vorgeschlagen. Die Vorsitzende Schnitzer stellt allerdings infrage, ob es f\u00fcr die dazu n\u00f6tige Verfassungs\u00e4nderung &quot;k\u00fcnftig noch eine Zwei-Drittel-Mehrheit von demokratischen Parteien geben wird&quot;.<\/p>\n<h2>&quot;Weniger planwirtschaftliche&quot; Energiepolitik<\/h2>\n<p>IfW-Chef Schularick pl\u00e4diert daf\u00fcr, kreditfinanzierte Verteidigungsausgaben von der Schuldenbremse auszunehmen &#8211; noch vor der Neuwahl. &quot;Dies ist der Moment, wo jede und jeder das Land \u00fcber die eigene Partei stellen muss&quot;, meint er. &quot;Die Sicherheit Europas kann und darf nicht bis zu den Neuwahlen warten.&quot; <\/p>\n<figure> <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/politik\/Linnemann-Keine-Reform-der-Schuldenbremse-vor-den-Wahlen-article25363400.html\" rel=\"noreferrer\" target=\"_blank\">      <img decoding=\"async\" alt=\"488141258.jpg\" src=\"https:\/\/apps-cloud.n-tv.de\/img\/25363403-1731636608000\/17-6\/1136\/488141258.jpg\"\/> <\/a> <\/figure>\n<p>   Politik  15.11.24    Wirtschaftstalk bei Illner Linnemann: Keine Reform der Schuldenbremse vor den Wahlen    <\/p>\n<p>Einig sind sich beide wissenschaftlichen Lager darin, dass die Energiekosten sinken sollten, wenn auch in unterschiedlicher Form. W\u00e4hrend beispielsweise IMK-Chef Dullien einen Br\u00fcckenstrompreis vorschl\u00e4gt, bis die Preise durch den Zubau erneuerbarer Energien gesunken sind, ruft Ifo-Leiter Fuest quasi nach dem Gegenteil: einer &quot;weniger planwirtschaftlichen und kleinteiligen&quot; Energie- und Klimapolitik. Schularick macht sich f\u00fcr eine Senkung der Netzentgelte und Stromsteuer stark.<\/p>\n<h2>&quot;Kluge Einwanderungspolitik&quot; statt &quot;toxischer Asyldebatte&quot;<\/h2>\n<p>Daneben m\u00fcsste die k\u00fcnftige Bundesregierung seiner Meinung nach mit einer &quot;klugen Einwanderungspolitik&quot; daf\u00fcr sorgen, &quot;dass die Diskussion um dringend ben\u00f6tige Fachkr\u00e4fte aus dem Ausland nicht von einer toxischen Asyldebatte erstickt wird&quot;. W\u00e4hrend Schularick zudem Investitionsanreize f\u00fcr &quot;Zukunftsindustrien&quot; verlangt, fordert Dullien eine &quot;passgenaue&quot; Industriepolitik f\u00fcr zentrale Zukunfts- und Schl\u00fcsselbranchen, zu denen f\u00fcr ihn neben Halbleitern auch die Autoindustrie z\u00e4hlt. Schnabl betont ebenfalls die Bedeutung der Industrie als &quot;R\u00fcckgrat des Wohlstands in Deutschland&quot;. Die Industrieproduktion d\u00fcrfe nicht weiter sinken. &quot;Denn mit dem Verfall des Wohlstands nimmt auch die politische Unzufriedenheit in der Bev\u00f6lkerung zu.&quot;<\/p>\n<figure> <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/mediathek\/videos\/wirtschaft\/SZ-Gipfel-diskutiert-Konflikt-Folgen-fuer-Deutschland-article25353733.html\" rel=\"noreferrer\" target=\"_blank\">      <img decoding=\"async\" alt=\"SZ Gipfel.JPG\" src=\"https:\/\/apps-cloud.n-tv.de\/img\/25353865-1731339499000\/16-9\/1136\/SZ-Gipfel.jpg\"\/>    01:53 min  <\/a> <\/figure>\n<p>   Wirtschaft  11.11.24    Ampel-Aus, Trump, Demokratie, &#8230; SZ-Gipfel diskutiert Konflikt-Folgen f\u00fcr Deutschland    <\/p>\n<p>Ob nun vor allem mit einer starken Industrie oder anderen Branchen &#8211; auch mit Blick auf den m\u00f6glichen Handelskrieg mit Trump muss die deutsche Wirtschaft nach Ansicht der \u00d6konomen schnell zu alter St\u00e4rke zur\u00fcckfinden. F\u00fcr &quot;ausreichend Gewicht&quot; bei globalen Verhandlungen muss Schnitzers Ansicht nach ganz Europa gest\u00e4rkt werden, &quot;als integrierter Wirtschaftsraum und politische Einheit&quot;. Zudem &quot;sollten wir auch Gegenma\u00dfnahmen in der Schublade haben, damit Trumps Deals entweder f\u00fcr ihn teurer werden oder er sogar ganz davon abl\u00e4sst&quot;, sagt die Wirtschaftsweise. Fuest empfiehlt ebenfalls, auf EU-Ebene Antworten auf die drohenden US-Z\u00f6lle vorzubereiten. Nicht, um diese einzusetzen, sondern um die US-Regierung von einem Handelskrieg abzuhalten. <\/p>\n<p>Fuest und Schnabl sehen nach Trumps Wahl aber auch Chancen f\u00fcr deutsche Unternehmen. Von einem Abbau von Regulierung, Steuern und Energiepreisen in den USA k\u00f6nnten Wachstumsimpulse auch f\u00fcr Deutschland ausgehen. Schnabl: &quot;Wenn in Deutschland jedoch gleichzeitig Reformen ausbleiben, d\u00fcrfte sich die Abwanderung von Unternehmen in die USA beschleunigen.&quot;<\/p>\n<p>Quelle: ntv.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wirtschaft Die k\u00fcnftige Bundesregierung und die Wirtschaft haben viele Baustellen, die marode Infrastruktur ist nur eine davon. 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