{"id":28478,"date":"2024-10-29T12:26:03","date_gmt":"2024-10-29T09:26:03","guid":{"rendered":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/die-kalte-klopft-bald-an-droht-deutschland-ein-jahrhundertwinter\/"},"modified":"2024-10-29T12:26:03","modified_gmt":"2024-10-29T09:26:03","slug":"die-kalte-klopft-bald-an-droht-deutschland-ein-jahrhundertwinter","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/die-kalte-klopft-bald-an-droht-deutschland-ein-jahrhundertwinter\/","title":{"rendered":"Die K\u00e4lte klopft bald an: Droht Deutschland ein Jahrhundertwinter?"},"content":{"rendered":"<p class=\"caps\">Panorama         \t\t                   \t\t               \t\t                    <\/p>\n<figure> \t\t                       \t\t                        <img decoding=\"async\" alt=\"Im letzten Winter gab es mancherorts enorme Schneemengen. \" src=\"https:\/\/apps-cloud.n-tv.de\/img\/25321390-1730182774000\/16-9\/750\/437495413.jpg\"\/><figcaption>\n<p>Im letzten Winter gab es mancherorts enorme Schneemengen.<\/p>\n<\/figcaption><\/figure>\n<p><strong>Wochenlanger Dauerfrost, Temperaturen deutlich im zweistelligen Minusbereich, Schneechaos &#8211; das k\u00f6nnte Deutschland bei einem Jahrhundertwinter drohen. Aber wie realistisch ist ein solches Szenario? <\/strong><\/p>\n<p>Die Tage werden k\u00fcrzer und k\u00fchler und wie jedes Jahr im Herbst wird \u00fcber den kommenden Winter spekuliert. Dabei taucht fast immer eine Meldung auf: Deutschland droht wom\u00f6glich ein extrem kalter, schneereicher Winter.<\/p>\n<p>2024 stellt keine Ausnahme dar. Vor wenigen Tagen kursierte die Meldung von einem m\u00f6glichen Jahrhundertwinter. Dabei w\u00fcrden uns auf der einen Seite wochenlanger Dauerfrost und n\u00e4chtliche Temperaturen von unter minus 20 Grad drohen. Zudem wird ein Schneechaos skizziert: rund ein halber Meter Schnee in St\u00e4dten wie Hamburg oder K\u00f6ln. K\u00e4me das so, w\u00e4ren die Auswirkungen auf den Alltag extrem. Aber was ist dran an diesen Prognosen?<\/p>\n<figure> <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/mediathek\/bilderserien\/panorama\/Weather-Photographer-of-the-Year-Die-besten-Wetter-Fotos-des-Jahres-article25264920.html\" rel=\"noreferrer noopener\" target=\"_blank\">      <img decoding=\"async\" alt=\"epi_222679361___Hoarfrost Heaven, An.jpg\" src=\"https:\/\/apps-cloud.n-tv.de\/img\/25264970-1727798691000\/16-9\/1136\/epi-222679361-Hoarfrost-Heaven-An.jpg\"\/>    33 Bilder  <\/a> <\/figure>\n<p>   Panorama  15.10.24    Feuer, Eis und Regenb\u00f6gen  Die spektakul\u00e4rsten Wetter-Fotografien des Jahres    <\/p>\n<p>Fakt ist, der Fr\u00fchwinter macht sich gelegentlich bemerkbar. Besonders Nordeuropa bekommt es in den kommenden Tagen mit Schneest\u00fcrmen zu tun. Auch im Osten Europas wird es zumindest frostig kalt. So weit, so normal. Schnee und Frost sind im November in diesen Regionen nicht ungew\u00f6hnlich.<\/p>\n<h2>Der Winter klopft in Europa an<\/h2>\n<p>Bei uns in Mitteleuropa wird es in den kommenden Tagen auch k\u00fchler, aber ebenfalls auf normalem Niveau. Dazu geh\u00f6ren ab Ende der Woche H\u00f6chsttemperaturen zwischen meist 10 und 15 Grad sowie n\u00e4chtlicher Frost, prim\u00e4r in h\u00f6heren Lagen und im Osten. Da wir es insgesamt aber mit einer sehr niederschlagsarmen Hochdrucklage zu tun haben, z\u00e4hlt dies nicht als Wintereinbruch.<\/p>\n<p>Erst Ende November nehmen die Unsicherheiten bei den Wettermodellen zu. Einzelne Berechnungen gehen dann tats\u00e4chlich weit in den Keller und lassen ein paar Zentimeter Schnee zu. Aber auch das w\u00e4re nicht ungew\u00f6hnlich. Selbst in den letzten sehr warmen Jahren kam das immer wieder vor. Bis dahin gibt es also keinerlei Anzeichen f\u00fcr einen Jahrhundertwinter.<\/p>\n<figure> <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/mediathek\/videos\/ratgeber\/Was-jetzt-in-der-Hausapotheke-nicht-fehlen-sollte-article25275525.html\" rel=\"noreferrer noopener\" target=\"_blank\">      <img decoding=\"async\" alt=\"Erk\u00e4ltung.JPG\" src=\"https:\/\/apps-cloud.n-tv.de\/img\/25275543-1728328589000\/16-9\/1136\/Erkaltung.jpg\"\/>    01:15 min  <\/a> <\/figure>\n<p>   Ratgeber  07.10.24    &quot;Harter Winter&quot; erwartet Was jetzt in der Hausapotheke nicht fehlen sollte    <\/p>\n<p>Der Blick in die weitere Wetterzukunft ist nicht nur aus Expertensicht sehr spannend, aber genauso unsicher. Dennoch versuchen immer besser werdende Langfristmodelle eine klimatische Aussage \u00fcber die kommenden Monate zu geben. Die amerikanische Wetterbeh\u00f6rde NOAA berechnet wenig \u00fcberraschend positive Temperaturabweichungen f\u00fcr die Wintermonate Dezember bis Februar. Das hei\u00dft: Diese drei Monate sollen w\u00e4rmer ausfallen als im Klimamittel von 1991 bis 2020 &#8211; dem ohnehin schon w\u00e4rmeren, weil neueren Klimamittel. \u00c4hnlich sehen das andere Langfristmodelle, etwa des MetOffice aus Gro\u00dfbritannien oder der europ\u00e4ischen Wetterbeh\u00f6rde ECMWF. <\/p>\n<h2>Jahrhundertwinter vs. Jahrhundertereignis<\/h2>\n<p>Eine Sache ist aber doch anders als in der Vergangenheit. Besonders der Dezember soll im Vergleich zum zur\u00fcckliegenden Klima nur minimal w\u00e4rmer ausfallen. Das kommt in diesen Zeiten einer Ausnahme gleich und w\u00e4re gef\u00fchlt ziemlich kalt. Da die Langfristberechnungen gleichzeitig nur eine mittlere Temperaturabweichung f\u00fcr den jeweiligen Gesamtmonat darstellen, gibt es einen Spielraum f\u00fcr Schwankungen &#8211; auch im kalten Bereich.<\/p>\n<p>Wie das Ganze aussehen kann, hat M\u00fcnchen im letzten Dezember zu sp\u00fcren bekommen. Mit 42 Zentimetern Neuschnee vom 1. zum 2. Dezember 2023 gab es neben einem neuen Rekord ein Schneechaos. Das ist nichts weniger als ein Beweis daf\u00fcr, dass auch sehr winterliche Extremwetterlagen zu einem w\u00e4rmer werdenden Klima geh\u00f6ren. Schaut man auf den gesamten Dezember 2023, entdeckt man f\u00fcr M\u00fcnchen dennoch ein Plus von \u00fcber 3 Grad im Vergleich zum Klima von 1991 bis 2020.<\/p>\n<figure> <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/ratgeber\/Ab-diesem-Alter-tauschen-Sie-Winterreifen-besser-aus-article25278180.html\" rel=\"noreferrer noopener\" target=\"_blank\">      <img decoding=\"async\" alt=\"267521176.jpg\" src=\"https:\/\/apps-cloud.n-tv.de\/img\/23581334-1662864535000\/17-6\/1136\/267521176.jpg\"\/> <\/a> <\/figure>\n<p>   Ratgeber  11.10.24    Wechselsaison beginnt  Ab diesem Alter tauschen Sie Winterreifen besser aus    <\/p>\n<p>Die Winter werden immer w\u00e4rmer und sie werden immer feuchter. Das sogenannte Feuchtedargebot ist in diesem Winter so gro\u00df wie selten, wenn nicht sogar so gro\u00df wie nie seit Beginn der fl\u00e4chendeckenden Messungen. Die Meere um uns herum sind extrem warm, daher verdunstet deutlich mehr Wasser als sonst. Das Plus an Feuchtigkeit in der Luft kann im kommenden Winter bei K\u00e4lteeinbr\u00fcchen zu gro\u00dfen Schneemengen f\u00fchren. Man spricht dann aber von einem m\u00f6glichen Jahrhundertereignis, keinem Jahrhundertwinter.<\/p>\n<h2>Nur Polarwirbel k\u00f6nnte Extremwinter bringen<\/h2>\n<p>Gibt es zumindest die n\u00f6tige K\u00e4lte f\u00fcr ein derartiges Ereignis? Nun, in n\u00e4herer Zeit wird es erste st\u00e4rkere Kaltluftausbr\u00fcche von Gr\u00f6nland in Richtung Skandinavien geben. Bei uns kommt davon nicht viel an. Sollte sich das \u00e4ndern, kommt aber ein oben schon angerissener Punkt dazu. Die Kaltluft w\u00fcrde uns \u00fcber den Seeweg erreichen und von den \u00fcberdurchschnittlich warmen Meeren stark erw\u00e4rmt werden. Es gibt derzeit also schlichtweg keine Luftmasse um uns herum, die einen Jahrhundertwinter ausl\u00f6sen k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>Die einzige ernst zu nehmende Option f\u00fcr ein Jahrhundert-Szenario w\u00e4re ein massiver Polarwirbel-Split. Der Polarwirbel ist ein im Winter auftretendes Starkwindband \u00fcber dem Nordpol. In der Polarnacht k\u00fchlt dort die Luft extrem aus. Die starken Winde wehen einmal um den Pol herum und halten die eisige Luft in den hohen Breiten gefangen, \u00e4hnlich wie ein Windvorhang an einer Kaufhaust\u00fcr.<\/p>\n<figure> <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/panorama\/Erster-Kaltlufteinbruch-ist-in-Sicht-Wetter-teilt-Deutschland-article25317884.html\" rel=\"noreferrer noopener\" target=\"_blank\">      <img decoding=\"async\" alt=\"489797531.jpg\" src=\"https:\/\/apps-cloud.n-tv.de\/img\/25317882-1730032587000\/17-6\/1136\/489797531.jpg\"\/> <\/a> <\/figure>\n<p>   Panorama  27.10.24    Die Wetterwoche im Schnellcheck Erster Kaltlufteinbruch ist in Sicht &#8211; Wetter teilt Deutschland    <\/p>\n<p>Wird dieser Wirbel instabil, dr\u00e4ngt milde Luft nach Norden und polare Luft nach S\u00fcden &#8211; so geschehen im Dezember 2023 mit schneereichen Folgen f\u00fcr M\u00fcnchen. Auch im Januar 2024 geschah das. K\u00f6ln beispielsweise bekam so viel Schnee und Frost wie seit Jahren nicht mehr. Nur durch dieses extreme Ph\u00e4nomen war es m\u00f6glich, dass der gesamte Januar 2024 nicht zu warm ausfiel, sondern das Klimasoll von 1991 bis 2020 erreichte. Es braucht also sehr viel Einsatz der Natur, um \u00fcberhaupt noch in den &quot;zu kalten&quot; Bereich zu rutschen.<\/p>\n<p>Berechnungen f\u00fcr die Stabilit\u00e4t des Polarwirbels sind der gr\u00f6\u00dfte Unsicherheitsfaktor f\u00fcr Winterprognosen. Die meisten Berechnungen sehen aktuell einen \u00e4u\u00dferst stabilen Polarwirbel. Die Wahrscheinlichkeit f\u00fcr extreme K\u00e4ltewellen in Deutschland ist demnach gering. Das Wahrscheinlichste ist also &#8211; mal wieder &#8211; ein zu milder Winter mit kurzen Phasen, die uns daran erinnern, wie der Winter vor ein paar Jahrzehnten mal war.<\/p>\n<p>Quelle: ntv.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Panorama Im letzten Winter gab es mancherorts enorme Schneemengen. 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