{"id":28431,"date":"2024-10-22T07:45:57","date_gmt":"2024-10-22T04:45:57","guid":{"rendered":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/rententalk-bei-hart-aber-fair-turmer-nicht-mit-geld-von-burgern-zocken\/"},"modified":"2024-10-22T07:45:57","modified_gmt":"2024-10-22T04:45:57","slug":"rententalk-bei-hart-aber-fair-turmer-nicht-mit-geld-von-burgern-zocken","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/rententalk-bei-hart-aber-fair-turmer-nicht-mit-geld-von-burgern-zocken\/","title":{"rendered":"Rententalk bei &#8220;Hart aber fair&#8221;: T\u00fcrmer: Nicht mit Geld von B\u00fcrgern zocken"},"content":{"rendered":"<p class=\"caps\">Politik         \t\t                   \t\t               \t\t                    <\/p>\n<figure> \t\t                       \t\t                        <img decoding=\"async\" alt=\"Die Anlage eines Teils der Rentenbeitr\u00e4ge am Aktienmarkt findet Juso-Chef T\u00fcrmer Zockerei. \" src=\"https:\/\/apps-cloud.n-tv.de\/img\/25305659-1729570310000\/16-9\/750\/HAF21102024-22.jpg\"\/><figcaption>\n<p>Die Anlage eines Teils der Rentenbeitr\u00e4ge am Aktienmarkt findet Juso-Chef T\u00fcrmer Zockerei.<\/p>\n<\/figcaption><\/figure>\n<p><strong>Die Renten sind schon lange nicht mehr sicher. Darum hat die Bundesregierung ein Rentenpaket beschlossen. Dar\u00fcber diskutiert Moderator Louis Klamroth mit seinen G\u00e4sten am Montagabend in der ARD-Sendung &quot;Hart aber fair&quot;.<\/strong><\/p>\n<p>Armut im Alter \u2013 ein Problem, das immer gr\u00f6\u00dfer wird. Die Bundesregierung hat ein Rentenpaket aufgelegt. Klar ist: Wird das aktuelle Rentensystem nicht reformiert, wird es implodieren. Doch ob das Paket der Bundesregierung wirklich der Weisheit letzter Schluss ist, ist selbst innerhalb der Ampelkoalition umstritten. Das zeigt die Diskussion, die sich unter anderem Vertreter von Jusos und Jungen Liberalen am Montagabend in der ARD-Talkshow &quot;Hart aber fair&quot; liefern. Beide haben offenbar schon in den Wahlkampfmodus geschaltet, und dass da so etwas wie eine Koalition ist, merkt man nicht, wenn man ihnen zuh\u00f6rt.<\/p>\n<p>Was sieht das Rentenpaket II der Ampelkoalition vor, das gerade vom Bundestag gepr\u00fcft wird? Das Rentenniveau von 48 Prozent wird l\u00e4nger festgeschrieben. Eigentlich w\u00fcrde es n\u00e4chstes Jahr auslaufen. Es soll jetzt bis zur Rentenanpassung im Juli 2039 gelten. Damit bliebe das Rentenniveau bis Juni 2040 in der jetzigen H\u00f6he. Eigentlich w\u00e4re es auf 44,9 Prozent gesunken. Das Rentenniveau besagt, bei wie viel Prozent des Standardgehalts die Durchschnittsrente liegt.<\/p>\n<figure> <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/ratgeber\/So-teuer-koennte-Sie-Ihre-Rente-in-Zukunft-zu-stehen-kommen-article25291307.html\" rel=\"noreferrer noopener\" target=\"_blank\">      <img decoding=\"async\" alt=\"imago0109592671h.jpg\" src=\"https:\/\/apps-cloud.n-tv.de\/img\/24940798-1715692394000\/17-6\/1136\/imago0109592671h.jpg\"\/> <\/a> <\/figure>\n<p>   Ratgeber  15.10.24    Beitrag soll steigen So teuer k\u00f6nnte Sie Ihre Rente in Zukunft zu stehen kommen    <\/p>\n<p>Um das zu finanzieren, soll zun\u00e4chst der Rentenbeitragssatz von 18,6 Prozent erh\u00f6ht werden und ab 2035 bei 22,5 Prozent liegen. Rentner sollen ab 2028 finanzielle Anreize bekommen, damit sie l\u00e4nger arbeiten. Zus\u00e4tzlich soll der Bund ein Darlehen zur Verf\u00fcgung stellen, das dieses Jahr bei 12 Milliarden Euro liegt und danach j\u00e4hrlich um drei Prozent ansteigt. Das Geld soll gewinnbringend am Kapitalmarkt angelegt und ab 2036 an die Rentenversicherung ausgesch\u00fcttet werden. Das ergibt j\u00e4hrlich 10 Milliarden Euro, hofft die Bundesregierung.<\/p>\n<p>Diese Regel findet der Juso-Vorsitzende Philipp T\u00fcrmer schlecht. Er lehnt es ab, mit dem Geld der Bundesb\u00fcrger zu zocken. Die Vorsitzende der Jungen Liberalen Franziska Brandmann lehnt die Idee auch ab, allerdings weil se ihr nicht weit genug geht. Sie m\u00f6chte, dass die Steuerzahler entscheiden k\u00f6nnen, wie hoch der individuelle Betrag ist, mit dem an der B\u00f6rse spekuliert wird. Auch Hermann-Josef Tenhagen, der Chefredakteur von &quot;Finanztipp&quot;, kann einer teilweise durch Spekulationen finanzierten Rente etwas abgewinnen. Angst vor einem m\u00f6glichen B\u00f6rsencrash haben er und Brandmann offenbar nicht.<\/p>\n<p>Die Junge Liberale hat allerdings tats\u00e4chlich eine ernstzunehmende Sorge: Das bisherige Rentensystem funktioniere wegen des demografischen Wandels nicht mehr. &quot;Deswegen glaube ich, dass wir die Rente unbedingt reformieren m\u00fcssen&quot;, sagt sie.<\/p>\n<figure> <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/wirtschaft\/IW-sieht-Wohlstand-durch-Babyboomer-in-Rente-bedroht-article25290043.html\" rel=\"noreferrer noopener\" target=\"_blank\">      <img decoding=\"async\" alt=\"2976fadb8c1f368753b8848f688456d5.jpg\" src=\"https:\/\/apps-cloud.n-tv.de\/img\/25238251-1726730009000\/17-6\/1136\/2976fadb8c1f368753b8848f688456d5.jpg\"\/> <\/a> <\/figure>\n<p>   Wirtschaft  14.10.24    Folgen f\u00fcr den Arbeitsmarkt IW sieht Wohlstand durch Babyboomer in Rente bedroht    <\/p>\n<p>Etwas \u00e4ndern will auch Philipp T\u00fcrmer: &quot;Es w\u00e4re sch\u00f6n, wenn Ihr von der FDP dabei w\u00e4rt, wenn es um 15 Euro Mindestlohn geht, wenn es darum geht, die Leute besser zu stellen.&quot;<\/p>\n<h2>Die Tafeln<\/h2>\n<p>Die Erh\u00f6hung des Mindestlohns kommt vor allem den Arbeitnehmern zugute, die wenig verdienen. F\u00fcr Menschen, die aktuell in Rente sind und jeden Cent zweimal umdrehen m\u00fcssen, d\u00fcrfte sie keine L\u00f6sung sein. Menschen, mit denen Sirkka Jendis fast t\u00e4glich zu tun hat. Sie ist Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin der Tafel Deutschland. Und immer mehr \u00e4ltere Menschen m\u00fcssen w\u00f6chentlich die Tafeln in ganz Deutschland nutzen, um sich dort Lebensmittel abzuholen. Sonst k\u00e4men sie nicht \u00fcber die Runden.<\/p>\n<p>975 Tafeln, so viele gibt es in Deutschland. Und viele von ihnen sind am Limit. Sie w\u00fcrden gerne neue Kunden aufnehmen, doch es geht nicht. Mehr als 30 Prozent aller Tafeln haben Wartelisten oder tempor\u00e4re Aufnahmestopps, sagt Jendis. Ein Viertel der Menschen, die dort mit Lebensmitteln versorgt werden, sind Rentner. 60.000 Aktive helfen ihnen, davon gut 95 Prozent ehrenamtlich.<\/p>\n<p>&quot;Was die Tafeln machen, finde ich grandios&quot;, sagt Georg Kofler. Der 67-j\u00e4hrige Unternehmer geh\u00f6rte jahrelang zu den Investoren der Gr\u00fcnder-Show &quot;Die H\u00f6hle der L\u00f6wen&quot; bei Vox. &quot;Ich habe allen Respekt davor, dass sich da so viele Menschen einbringen und anderen Menschen helfen. Sehr viel sinnvollere Beitr\u00e4ge kann man der Gesellschaft nicht liefern.&quot; Kofler denkt noch lange nicht an Rente. W\u00fcrde sein Arzt sagen, er habe nur noch eine Woche zu leben, dann vielleicht. <\/p>\n<p>Kofler hat sich die Rentenpl\u00e4ne der Ampelkoalition angeschaut. &quot;Versetzung gef\u00e4hrdet&quot;, sagt er dar\u00fcber. Die jetzige umlagefinanzierte Rente sei nicht finanzierbar, doch das neue Rentenpaket der Bundesregierung auch nicht, solange sie nicht daf\u00fcr sorge, dass die Wirtschaft in Deutschland wieder auf die Beine k\u00e4me. Kofler kritisiert, dass die Ausgaben f\u00fcr das neue Rentenpaket nicht gegenfinanziert sind. &quot;Einen Unternehmer, der mir so was gibt, w\u00fcrde ich als Investor noch mal nach Hause zum Nachdenken schicken.&quot;<\/p>\n<h2>T\u00fcrmer will Kapitaleinkommen heranziehen<\/h2>\n<p>  <strong>Mehr zum Thema<\/strong>    Ampel-Aus als Option Junge Liberale stellen sich hinter FDP-Forderung nach Reformen       Nach heftigen Bundestagsdebatten Sozialverband: FDP soll Rentenreform nicht l\u00e4nger blockieren       Kampf um Rentenreform Heil dankt Lindner, um FDP auf Linie zu bringen    <\/p>\n<p>Philipp T\u00fcrmer hat da einige Vorschl\u00e4ge. Die Rente werde nur von den Arbeitseinkommen getragen, sagt er. &quot;Bei Kapitaleinkommen wird \u00fcberhaupt nichts abgef\u00fchrt, um die Rente abzufedern.&quot; Was er meint sind etwa Gewinne aus Aktien. Auf viel Gegenliebe bei Georg Kofler und Franziska Brandmann st\u00f6\u00dft er mit seinem Vorschlag nicht. Und auch nicht mit der Idee, dass in Zukunft auch Beamte in die Rentenversicherung einzahlen sollen. Brandmann: &quot;Ihr habt ein System, das in eine Schieflage geraten ist und nicht funktioniert, weil die Leute immer \u00e4lter werden, und was sagt Ihr, dass wir jetzt brauchen? Mehr Menschen, die Rente empfangen.&quot; Dadurch w\u00fcrde das Rentensystem nicht stabilisiert. &quot;Ganz ehrlich: Ich finde diesen Vorschlag schei\u00dfe. Aber wenn das mein einziger Vorschlag w\u00e4re, um die Rente zu stabilisieren, w\u00fcrde ich den auch machen. Aus Verzweiflung.&quot;<\/p>\n<p>Noch in diesem Jahr soll das neue Rentenpaket im Bundestag beschlossen werden. Bei &quot;Hart aber fair&quot; sind einige der Probleme benannt worden. Aber eine wirkliche Antwort auf die Gretchenfrage blieb aus: Wie sollen arme Menschen ohne erwartbares Erbe und gut bezahlten Job im Alter menschenw\u00fcrdig leben k\u00f6nnen, ohne dabei die jungen Arbeitnehmer allzu sehr zu belasten? <\/p>\n<p>Quelle: ntv.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Politik Die Anlage eines Teils der Rentenbeitr\u00e4ge am Aktienmarkt findet Juso-Chef T\u00fcrmer Zockerei. Die Renten sind schon lange nicht mehr sicher. Darum hat die Bundesregierung ein Rentenpaket beschlossen. 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