{"id":2842,"date":"2020-09-28T14:18:13","date_gmt":"2020-09-28T11:18:13","guid":{"rendered":"http:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/atommull-endlager-suche-wie-forscher-den-deutschen-untergrund-vermessen\/"},"modified":"2020-09-28T14:18:13","modified_gmt":"2020-09-28T11:18:13","slug":"atommull-endlager-suche-wie-forscher-den-deutschen-untergrund-vermessen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/atommull-endlager-suche-wie-forscher-den-deutschen-untergrund-vermessen\/","title":{"rendered":"Atomm\u00fcll-Endlager-Suche: Wie Forscher den deutschen Untergrund vermessen"},"content":{"rendered":"<figure>     <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn.prod.www.spiegel.de\/images\/55a579e3-0001-0004-0000-000000664937_w948_r1.77_fpx53_fpy59.jpg\" title=\"Wissenschaftler suchen nach dem besten Untergrund f\u00fcr den Atomm\u00fcll: Dabei spielt vor allem eine Rolle, wie dicht das Wirtsgestein ist.\" alt=\"Wissenschaftler suchen nach dem besten Untergrund f\u00fcr den Atomm\u00fcll: Dabei spielt vor allem eine Rolle, wie dicht das Wirtsgestein ist.\"\/>      Icon: vergr\u00f6\u00dfern<figcaption>\n<p class=\"caps\">Wissenschaftler suchen nach dem besten Untergrund f\u00fcr den Atomm\u00fcll: Dabei spielt vor allem eine Rolle, wie dicht das Wirtsgestein ist.<\/p>\n<p>  Foto:\u2002AP \/ Sandia National Laboratories \/ Randy Montoya  <\/figcaption><\/figure>\n<p>Es war eine dreij\u00e4hrige Reise durch den deutschen Untergrund. Seit 2017 sammeln 70 Wissenschaftlerinnen der Bundesgesellschaft f\u00fcr Endlagerung (BGE) geologische Daten dar\u00fcber, wie es unterhalb des deutschen Bodens aussieht &#8211; und wo der hochradioaktive Atomm\u00fcll aus deutschen Kernkraftwerken am sichersten eine letzte Ruhest\u00e4tte finden k\u00f6nnte. Um jahrzehntelange B\u00fcrgerproteste rund um das Atomm\u00fclllager Gorleben zu befrieden, stellte die Beh\u00f6rde die Suche nach einem Endlager auf null. Die Forscher gingen von einer &quot;wei\u00dfen Landkarte&quot; aus und behandelten alle Gebiete gleich, hie\u00df es. Deshalb mussten sie ganz Deutschland unter die Lupe nehmen: Auf der Suche nach einem gesch\u00fctzten Untergrund f\u00fcr ein Atomendlager kontaktierten die Forscherinnen Beh\u00f6rden in den abgelegensten D\u00f6rfern, in Kleinst\u00e4dten und Landeshauptst\u00e4dten, von der Ostsee bis zu den Voralpen.<\/p>\n<p>Seit Montagvormittag hat die &quot;wei\u00dfe Landkarte&quot; erste Farbflecken: 90 Gebiete in Deutschland eignen sich potenziell als Standort f\u00fcr ein atomares Endlager. Das geht aus dem Zwischenbericht der Bundesgesellschaft f\u00fcr Endlagerung (BGE) hervor. Der Bericht nennt erstmals konkrete Regionen, die f\u00fcr eine Einlagerung von Atomm\u00fcll infrage kommen, die meisten davon liegen im Norden und S\u00fcdosten. Der umstrittene Salzstock Gorleben, eines der ersten Zwischenlager Deutschlands, ist aber aus dem Rennen. &quot;Der Salzstock Gorleben wird daher nicht bei den weiteren Arbeiten der BGE zu den Vorschl\u00e4gen \u00fcber die Standortregionen betrachtet&quot;, hei\u00dft es in dem Bericht.<\/p>\n<p>Um diese Liste zu erstellen, haben die Forscher vergilbte Karten digitalisiert, \u00fcber eine Million Daten eingesammelt und analysiert, eine Flei\u00dfarbeit. Heraus kamen m\u00f6gliche Standorte, die ausschlie\u00dflich nach geologischen Kriterien ausgew\u00e4hlt wurden. Weder spielt es eine Rolle, wo diese Gebiete sind, noch wie viele Menschen dort wohnen oder welche Regierung dort im Landtag sitzt. Politische Anspr\u00fcche wie sie beispielsweise die bayerische Regierung hat, die ein Endlager auf ihrem Boden per Koalitionsvertrag ausgeschlossen hat, h\u00e4tten laut BGE keine Rolle gespielt. &quot;Wir haben alle gleich behandelt, auch vorbelastete Standorte wie Gorleben&quot;, erkl\u00e4rt der CDU-Politiker und Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der BGE, Steffen Kanitz.<\/p>\n<h3>Salzstock Gorleben als &quot;nicht ausreichend&quot; befunden<\/h3>\n<p>\u00dcberraschend ist deshalb, dass Gorleben als eines der beste erkundeten Orte Deutschlands nun sehr fr\u00fch im Auswahlprozess rausgefallen ist. Mit dem kleinen Ort in Niedersachsen begann 1977 die Suche nach einem Atomendlager, jahrzehntelange hatten Geologen und Politiker den Standort f\u00fcr geeignet befunden. Nur aufgrund massiver Proteste der Anwohner und der Anti-Atomkraftbewegung wurde die Festlegung auf Gorleben aufgegeben.<\/p>\n<p>&quot;Gorleben hat zwar alle Mindestanforderungen erf\u00fcllt, war aber in der geowissenschaftliche Gesamtschau nicht ausreichend&quot;, erkl\u00e4rte BGE-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Steffen Kanitz dazu am Montagmorgen in Berlin. Das h\u00e4tte vor allem am &quot;mangelhaften R\u00fcckhalteverm\u00f6gen&quot; und dem Deckgebirge gelegen, das nicht vollst\u00e4ndig intakt gewesen sei.<\/p>\n<p>Teilweise ist der Salzstock laut Bericht nur mit lockerem Material bedeckt, durch das \u00fcber die Jahre Wasser an das Wirtsgestein &#8211; also die direkte H\u00fclle des Atomlagers &#8211; dringen k\u00f6nnte. Der Standort h\u00e4tte zudem nicht den R\u00fcckhalt f\u00fcr eine sichere Lagerung von einer Million Jahre.<\/p>\n<p>Die gute Datenlage zum ehemals geplanten Standort Gorleben &quot;muss f\u00fcr die meisten anderen Teilgebiete erst geschaffen werden&quot;, sagt Hydrogeologe Traugott Scheytt von der TU Bergakademie Freiberg. Nun m\u00fcsse dringend gepr\u00fcft werden, ob die Gr\u00fcnde, die zum Ausschluss von Gorleben gef\u00fchrt haben, nicht auch f\u00fcr alle anderen Teilgebiete des Wirtsgesteins Steinsalz zutreffen, so der Experte.<\/p>\n<p>Noch markiert die Liste keine definitiven Standorte f\u00fcr ein Endlager, wie Kanitz betont, sondern &quot;gro\u00dfr\u00e4umige Wirtsgesteinskonfigurationen&quot; &#8211; also geeignete Steinschichten im Untergrund, die eine radioaktive Strahlung des Atomm\u00fclls m\u00f6glichst lange abschirmen k\u00f6nnen &#8211; im besten Fall bis zu einer Million Jahre.<\/p>\n<p>Trotz all des Aufwands ist die Liste der Gebiete deshalb nicht mehr als eine ziemlich grobe Datenbank mit mehr oder weniger gro\u00dfen Regionen. Diese haben die erste Pr\u00fcfung bestanden und erf\u00fcllen Mindestanforderungen, die der Bundestag mit dem Standortauswahlgesetz schon 2017 festgelegt hat. Wie viele geeignete Formationen ein Bundesland hat, ist deshalb kein politisch b\u00f6ser Wille, sondern schlicht das Erbe der Erdgeschichte.<\/p>\n<h3>Gl\u00fcck im Ungl\u00fcck: Deutschland hat alle drei Wirtsgesteine<\/h3>\n<p>Schon die Mindestanforderungen grenzen die M\u00f6glichkeiten f\u00fcr ein Atomm\u00fcll-Endlager deutlich ein &#8211; allerdings sind sie noch so weit gefasst, dass es \u00fcber die H\u00e4lfte des deutschen Territoriums in die Liste schafften. Infrage kommen nur drei Gesteinsarten, in deren Hohlraum die Atomf\u00e4sser lagern k\u00f6nnen &#8211; die sogenannten Wirtsgesteine: Steinsalz, Tonstein und Kristallin. &quot;Im Gegensatz zu anderen L\u00e4ndern hat Deutschland alle drei Wirtsgesteine&quot;, preist BGE-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Kanitz den deutschen Untergrund.<\/p>\n<p>Zudem muss das umgebende Gestein mindestens 100 Meter dick sein und mindestens 300 Meter unter der Erdoberfl\u00e4che liegen. Dar\u00fcber hinaus gibt es Gebiete, die aus nachvollziehbaren Gr\u00fcnden nicht infrage kommen: Wenn dort plattentektonische Verschiebungen und Erdbeben drohen, der Untergrund in Bewegung ist und sich beispielsweise \u00fcber die Jahrhunderte anhebt oder in der Gegend vulkanische Aktivit\u00e4ten vorkommen. Die BGE-Experten konnten so etwa die Alpen komplett ausschlie\u00dfen, weil sich das Gebirge nachweislich langsam hebt. Auch der Rheingraben oder die Schw\u00e4bischen Alb fielen weg, weil es dort immer wieder zu kleineren Erdbeben kommt.<\/p>\n<p>Die Wirtsgesteine, also die unmittelbare H\u00fclle der Lagerst\u00e4tte, werden von den Geologen laut BGE-Sprecher Kanitz gleichbehandelt: &quot;Alle drei Gesteinsarten sind sicher&quot;. Dabei haben Salz, Ton und Granit jeweils ihre Vor- und Nachteile. Kommen bei einem Wirtsgestein viele schlechte Ausgangsbedingungen zusammen, kann es auch komplett ungeeignet sein.<\/p>\n<ul>\n<li>\n<p><strong>Salzgestein<\/strong>: h\u00e4lt hohen Temperaturen stand, ist sehr stabil und besitzt eine geringe Durchl\u00e4ssigkeit. Allerdings ist es potenziell wasserl\u00f6slich. Vorkommen: Niedersachsen und Sachsen-Anhalt<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p><strong>Tonstein<\/strong>: ist wenig hitzebest\u00e4ndig aber hat eine geringe Wasserl\u00f6slichkeit und ein hohes R\u00fcckhalteverm\u00f6gen. Vorkommen: Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Nordrhein-Westfalen und Baden-W\u00fcrttemberg<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p><strong>Granit<\/strong>: ist spr\u00f6de, dadurch k\u00f6nnte Wasser eindringen besitzt daf\u00fcr aber eine hohe Festigkeit und geringe Wasserl\u00f6slichkeit. Vorkommen: Sachsen, Baden-W\u00fcrttemberg, Bayern<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p>Alle drei Gesteinsarten sind anf\u00e4llig f\u00fcr zwei Faktoren: Hitze und Wasser. Der Atomm\u00fcll ist noch \u00fcber Jahrzehnte warm und heizt seine Umgebung auf. Au\u00dferdem besteht die Gefahr, dass Wasser ins Wirtsgestein eindringt und die nuklearen Teilchen in die Umwelt verteilt.<\/p>\n<p>Was passiert, wenn ein Wirtsgestein sich nicht eignet, zeigt der Fall des Atomzwischenlagers Asse: Dort hat eindringendes Wasser das Salzgestein aufgel\u00f6st und droht den Atomm\u00fcll aus den F\u00e4ssern zu sp\u00fclen.<\/p>\n<p>Weil die meisten Zwischenlager in Deutschland in Salzgestein liegen, ist es besonders gut untersucht. \u00dcberraschend war am BGE-Bericht, dass die meisten &quot;Teilgebiete&quot; Tonformationen sind. Die befinden sich vor allem in Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und auch am Rande von Berlin und Brandenburg.<\/p>\n<p>Mit Tongestein haben Forscher der Bundesanstalt f\u00fcr Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) bereits seit 1997 experimentiert. Im Schweizer Test-Stollen &quot;Mont Terri&quot; modellierten sie unter anderem die Diffusion von radioaktiven Nukliden in die Umgebung und auch die Hitzebest\u00e4ndigkeit von Ton und dem Verpackungsmaterial von Atomm\u00fcll.<\/p>\n<p>Die Granitformationen liegen eher im S\u00fcden Deutschlands &#8211; zum \u00c4rger von Bayern, das bereits gegen den Bericht der BGE protestiert hat.<\/p>\n<h3>Planen f\u00fcr eine Million Jahre<\/h3>\n<p>&quot;Die Methode der geologischen Standortwahl ist einwandfrei&quot;, meint Hydrogeologe Traugott Scheytt. Er hat bereits an der japanischen Atom-Endlagersuche teilgenommen und untersucht seit Jahren Gesteinsformationen auf ihre Wasserdurchl\u00e4ssigkeit. &quot;Das Problem liegt weniger in der Auswahl-Methode als an geologischen Messunsicherheiten&quot;, so Scheytt.<\/p>\n<p>So k\u00f6nnten bestimmte Aussagen f\u00fcr maximal ein paar Tausend Jahre getroffen werden. Danach w\u00fcrden die Vorhersagen ungenau. Wasser ist ein besonders gro\u00dfer Unsicherheitsfaktor: Es ist in Bewegung, ver\u00e4ndert seinen Lauf, sein Volumen und ist ein Bindeglied zwischen Untergrund und Oberfl\u00e4che. Wo die Wasseradern in Tausenden Jahren verlaufen und wie schnell Wasser bis in die Lagerst\u00e4tte vordringt, ist nur schwer prognostizierbar.<\/p>\n<p>Beispiel Gew\u00e4sser-Bestimmung: So legt das Standortauswahlgesetz von 2017 fest, dass Gebiete mit &quot;j\u00fcngerem Grundwasser&quot;, also relativ dynamischen und unberechenbaren Wasserl\u00e4ufen, ausgeschlossen werden m\u00fcssen. Wie alt ein Gew\u00e4sser ist, k\u00f6nnen Hydrogeologen wie Traugott Scheytt anhand der Isotope Tritium und Kohlenstoff-14 messen. Doch an diesem Punkt sto\u00dfen die Forscher auch an Grenzen: &quot;Das Alter von tieferen Gew\u00e4ssern l\u00e4sst sich ab einem Alter von 5000 Jahren nur noch schwer bestimmen&quot;, so Traugott Scheytt. Doch je \u00e4lter ein Gew\u00e4sser ist, desto sicherer ist, dass es nicht doch in andere Gesteinsschichten eindringt.<\/p>\n<p>Hinzu kommt, dass es f\u00fcr viele Gebiete nicht gen\u00fcgend Daten gibt. Die meisten der heute ver\u00f6ffentlichten Regionen sind nur mangelhaft oder gar nicht geologisch untersucht. Hier haben die Forscher mit 3-D-Modellen gearbeitet. Erst in der zweiten Phase der BGE-Untersuchungen soll es \u00fcberhaupt Bodenanalysen geben.<\/p>\n<p>Trotz der Ungenauigkeiten sind sich die Forscher ziemlich sicher, dass es so etwas wie das sichere Endlager gibt.<\/p>\n<p>&quot;Die Natur selbst gibt uns ein Beispiel daf\u00fcr, dass der langfristige Einschluss von Radionukliden m\u00f6glich ist&quot;, sagt Michael K\u00fchn. Der Hydrogeologe und Geochemiker arbeitet am Deutschen GeoForschungsZentrum GFZ in Potsdam und hat keine Zweifel daran, dass radioaktive Stoffe auch wirklich eine Million Jahre unter der Erde bleiben k\u00f6nnen. <\/p>\n<p>Er verweist auf ein Uranerzvorkommen im westafrikanischen Gabun, in dem vor 1,8 Milliarden Jahren wie in einem Kernreaktor spontane Kernreaktionen abliefen. Dabei blieben die Spaltprodukte, vergleichbar zum radioaktiven Abfall, ohne jegliche technische Barrieren im Gestein eingeschlossen. Bereits vor zwei Jahren haben zwei US-Forscher begonnen, den nat\u00fcrlichen Atomreaktor zu untersuchen und Proben zu nehmen.<\/p>\n<h3>&quot;Von Ablehnung auf Suche umschalten&quot;<\/h3>\n<p>Die Bundesbeh\u00f6rde BGE hat nun zehn Jahre Zeit, um einen geeigneten Standort zu finden. Dabei sortieren sie \u00fcber mehrere Schritte immer mehr Gebiete aus, bis es im Jahr 2031 nur noch einen Kandidaten gibt. Nicht jedes Teilgebiet des aktuellen BGE-Berichtes kommt also tats\u00e4chlich als Standort infrage. &quot;In weiteren Schritten werden auch Kriterien \u00fcber die Geologie hinaus ber\u00fccksichtigt&quot;, erkl\u00e4rt Steffen Kanitz, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der BGE.<\/p>\n<p>In der n\u00e4chsten Runde fallen zuerst Gebiete raus, die in Trinkwasserschutzzonen liegen, sich in der N\u00e4he von bedeutenden Kulturg\u00fctern oder unter dicht besiedelten St\u00e4dten befinden. Bereits im Standortauswahlgesetz von 2017 hei\u00dft es, dass ein Abstand zu Bebauungen von weniger als 500 Metern &quot;weniger g\u00fcnstig&quot; ist, ein Abstand von einem Kilometer hingegen &quot;g\u00fcnstig&quot;. Aber auch \u00dcberschwemmungsgebiete oder Gegenden, in denen Bodensch\u00e4tze abgebaut werden, etwa Kohle oder \u00d6l durch Fracking, fallen als Standorte sehr wahrscheinlich weg.<\/p>\n<p>&quot;Aufgrund der negativen Erfahrungen mit dilettantisch ausgew\u00e4hlten und behandelten Atomm\u00fclllagern wie Asse oder Morsleben gibt es bei vielen Initiativen und in der \u00d6ffentlichkeit ein abgrundtiefes Misstrauen gegen Auswahlprozesse, und die feste \u00dcberzeugung, dass es gar kein sicheres Endlager geben kann&quot;, kommentiert der Umweltforscher Rainer Grie\u00dfhammer. Er ist Mitglied des Nationalen Begleitgremiums der Endlagersuche, das f\u00fcr eine demokratische Standortsuche und f\u00fcr Akzeptanz in der Bev\u00f6lkerung sorgen soll.<\/p>\n<p>&quot;Trotzdem m\u00fcssen wir von der Ablehnung in die Suche umschalten. Wir k\u00f6nnen nicht dauerhaft mit unsicheren Zwischenlagern leben, und wir wollen auch keinen Export in sibirische Permafrostb\u00f6den.&quot;<\/p>\n<p> Icon: Der Spiegel<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Icon: vergr\u00f6\u00dfern Wissenschaftler suchen nach dem besten Untergrund f\u00fcr den Atomm\u00fcll: Dabei spielt vor allem eine Rolle, wie dicht das Wirtsgestein ist. 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